So aktiviert man den Windows Sonic Sound für besseren Raumklang

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Mit dem Creators Update wurden in Windows 10 viele Verbesserungen umgesetzt. Neben Änderungen wie Paint3D, Nachtmodus oder Windows 10 Game Mode gehört auch der neue Windows Sonic Sound Raum­klang dazu, den man jetzt auf Wunsch aktivieren kann. Wir zeigen wie! Windows 10 Sonic Sound ist ein neues Raumklang-Feature, das ab dem Creators Update auf Betriebssystem-Level für Windows 10 PC und Xbox One zur Verfügung steht. Damit lässt sich unabhängig von Audio-Hardware und Soundtreibern mit normalen Stereolautsprechern und Kopfhörern Raumklang in hoher Qualität simulieren. Über neue Raumklang-APIs können Apps über Sonic Sound bis zu 112 bewegliche Audiopositionen im virtuellen Raum nutzen. Im Vergleich zu anderen Raumklang-Simulationen wird dadurch eine deutlich höhere Qualität erreicht.

Windows Sonic Sound aktivieren

Standardmäßig ist Windows Sonic Sound deaktiviert. Dies ergibt auch Sinn, denn es kommt ja ganz auf Audioquelle, Hardware und persönlichen Geschmack an, ob Sonic Sound den Klang wirklich verbessert oder vielleicht sogar ruiniert. Wenn der Rechner Windows Sonic Sound unterstützt, kann man das Raumklang-Feature leicht einschalten.

Variante A - Dazu klickt man zunächst mit der rechten Maustaste auf das Lautsprechersymbol in der Taskleiste und wählt anschließend Raumklang (keine) aus.

Variante B - Auf manchen Dell-PCs und vielleicht auf anderen Modellen fehlt die Option leider. In diesem Fall kann man die entsprechenden Lautsprecher-Optionen über einen Klick auf Wiedergabegeräte und Auswahl von Eigenschaften für das gewünschte Audio-Gerät öffnen. Windows Sonic Sound Unter Raumklang sollte man hier jetzt Windows Sonic for Headphones aktivieren oder alternativ auch Dolby Atmos for headphones auswählen können. Ist laut Windows auf dem Gerät wie etwa bei manchen Dell-PCs kein Raumklang verfügbar, hilft eventuell ein Treiber-Update weiter. Woran das Problem genau liegt ist bislang unklar. Eigentlich sollte der Windows Sonic Sound Raumklang mit beliebiger Audio-Hardware funktionieren. Auf den meisten Rechnern sollte Windows Sonic Sound auswählbar sein. Windows Sonic Sound

Windows Sonic for Headphones oder Dolby Atmos?

Was im konkreten Fall besser klingt, hängt von der jeweiligen App und dem darin wiedergegebenen Audioformat ab. Dolby Atmos unterstützt neben Kopfhöreroutput auch über HDMI angeschlossene Stereogeräte. Laut Microsoft funktioniert Windows Sonic aber auch mit Dolby Atmos spezifizierten Fernsehern und Soundbars. Getrennt von beiden Raumklang-Modi kann man auch Virtuellen 7.1 Surroundsound aktivieren. Dabei wird ein Surroundsystem mit 7+1 Lautsprechern simuliert.

Bis zu 112 dynamische Tonquellen

Worin der exakte Unterschied zwischen Windows Sonic, Dolby Atmos und dem virtuellen 7.1 Surroundsound genau besteht, hat Microsoft bislang nicht verraten. Nach den von Microsoft bereitgestellten Spezifikationen zu urteilen, schlägt Windows Sonic das Dolby Atmos Format aber um Längen. 112 im Raum veränderliche virtuelle Klangquellen stehen hier nur 16 bzw. 20 (HDMI) bei Dolby Atmos gegenüber. Und auch was die statischen Objekte betrifft, hat Windows Sonic die Nase vorn. Windows Sonic Sound

Subjektiver Eindruck von Windows Sonic

Sowohl Windows Sonic, als auch Dolby Atmos beschränken die mögliche Sample-Rate auf 48kHz und 16 Bit Klangtiefe. Der verbesserte Raumklang geht also auf Kosten der Klangqualität, wenn die Audioquelle etwa mit 24 Bit oder höher codiert ist. Bei Filmen auf Blu-ray Discs oder aufwändigen Computerspielen kann das durchaus der Fall sein. Ob man das als Otto-Normalverbraucher ohne absolutes Gehör aber mitbekommt, steht auf einem anderen Blatt.

Im Vergleich zu den auch in früheren Windows Versionen verfügbaren 5.1 oder 7.1 Raumklangoption wirkt der Windows Sonic Raumklang deutlich tiefer und dynamischer und auch die Audioqualität scheint dadurch weniger stark beeinträchtigt zu werden. Dolby Atmos bietet ähnliche Verbesserungen, kommt aber nicht ganz an die Qualität von Windows Sonic heran. Der mit Dolby Atmos vorgegaukelte Raum wirkt weniger tief, und der so genannte Soundstaging-Effekt deutlich geringer.

Die virtuelle Positionierung der Tonquellen wirkt zudem etwas schwammiger und weniger präzise. Auch was die Tonqualität betrifft, macht Windows Sonic einen besseren Eindruck auf mich. Was meint Ihr dazu? Konntet Ihr Windows Sonic auf eurem Rechner aktivieren und findet Ihr das Klangerlebnis gut? Windows, Musik, Audio, Lautsprecher Windows, Musik, Audio, Lautsprecher Pixabay
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interessant wäre der Vergleich zu Razor Surround und den Creative 3D Virtualisierungen bei Spielen
 
Ich werde das heute Abend mal testen. Ich selber besitze Sennheiser HD 800, PXC 550 und InEar StageDiver 2. Bin sehr auf das Ergebnis gespannt und wie sehr man bei diesen Ohr-/Kopfhörern den Klangunterschied feststellt.
 
....unabhängig von Audio Hardware und Treibern....

...wenn der Rechner Sonic Sound unterstützt....

wovon, ausser der Windowsversion ist dies denn dann abhängig?
 
Da klingen die Lautsprecher im Monitor doch gleich besser.
 
Totaler Äpfel/Birnen-Vergleich.
Die Kompatiblität bez. Dolby Atmos etc. beschäftigt sich lediglich mit der Übergabe (Encoding) ins Ausgabeformat und den dort zu Verfügung stehenden Kanälen (ist auf dem MS Infomaterial allerdings auch zugegebenermaßen dumm dargestellt).
Bitte auch nicht solche X vs Z Zahlenvergleiche wenn ihr garnicht versteht was ihr da vergleicht.
48kHz/16Bit sind auch nicht unbedingt "schlechter", schon garnicht hinsichtlich PC-Gamesound Kontext, das reicht immernoch looooooockerst. 96kHz/24Bit und höher sind lediglich der technische Headroom der heutzutage möglich ist und den Hifi-Voodoo-Wichtigtuer brauchen um sich ihre Invetitionen schönzureden.
Aber das nur nebenbei.
Sonic bietet unerschiedlichste Modi, sollte unterm Strich aber alles rund um "SourroundSound" erleichtern.
Jetzt müssten sich nur noch die Gameengine/ContentCreators/Middleware-Anbieter die Mühe machen das auch adäquat zu nutzen. Leider ist Gamesound ein seit 10 Jahren völlig ignoriertes Thema und das was uns seitdem diesbez. geboten wird katastrophal schlecht. Vielleicht erlaubt uns Sonic ja wieder an die goldenen Zeiten von HardwareSound und EAX5 Gamesound anzuknüpfen.
Mutliplattform-Entwicklung und der damit verbundene kleinste gemeinsame Nenner in Sachen Hardware/Format-Kompatiblität sollten von nun an keine Hürde und somit auch keine Ausrede mehr sein.

Der hier im Artikel aktivierbare Modus ist wohl lediglich eine Kopfhörerviritualisierung eines Multichannel Inputs. Bisher haben Dolby/Creative/Realtek & co das aus den 7.1 Quellkanälen generiert das die Games oder Videoplayer-Software ausgegeben haben. Spannend ist das Sonic diesen Flaschnhals umgehen kann und der Viritualisierung theoretisch viele weitere 3D-Quellen direkt übergeben kann.


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