Windows 8.1 im Test: Ein großer Schritt nach vorne

Microsoft hat das große kostenlose Update auf Windows 8.1 veröffentlicht, vor wenigen Minuten ist der Download freigeschaltet worden und kann über den Windows Store installiert werden. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick. Auf den Microsoft-Servern ist vor kurzem der Startschuss für den Aktualisierungsprozess gefallen. Für Voraussagen, ob sie dem Nutzer-Ansturm standhalten können, ist es noch zu früh, wir sind aber zuversichtlich, dass das Redmonder Unternehmen sich gut darauf vorbereitet hat - schließlich hat man auch hinlängliche Erfahrungen mit dem Patch-Dienstag, bei dem auch (weltweit) mehr oder weniger gleichzeitig große Datenmengen verteilt werden.

Start-Hass
Kommen wir also zu den Neuerungen von Windows 8.1 und als allererstes zur wahrscheinlich umstrittensten dieses Updates, nämlich den "Start-Knopf", der nun links unten in der Desktop-Ansicht platziert ist. Das Windows-Logo, das mit Windows 8.1 nun dort zu finden ist, erinnert zwar an den Knopf, den es bis Windows 7 an dieser Stelle gab, funktionell hat das mit dem alten "Start" bzw. dem dazugehörigen Menü aber nichts mehr zu tun.


Und dennoch wollen wir an dieser Stelle eine möglicherweise umstrittene Aussage tätigen: Das neue Windows-Logo links unten ist eine richtige Entscheidung seitens Microsoft. Zu diesem Schluss sind wir aber nicht sofort gekommen, sondern erst nach einiger Überlegung.

Denn auch wenn der neue Start-Knopf redundant (es gibt immerhin u. a. auch noch die Windows-Taste auf dem Keyboard sowie die Verknüpfung über die Charms-Leiste rechts) ist und erfahrene Nutzer ihn überflüssig finden - man muss vom "hohen Ross" des IT-Profis herabsteigen, um den Sinn dieses Windows-Logos zu erkennen.

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Denn auch wenn uns das Ganze überflüssig vorkommt: Für den weniger erfahrenen Nutzer war es bisher schwer verständlich, wie er eigentlich zum Metro-Screen kommen kann. Auch wenn der "blinde" Klick nach links unten für die meisten WinFuture-Leser, die Windows 8 nutzen, nach kürzester Zeit in Fleisch und Blut übergegangen ist - für viele vor allem ältere Nutzer (Stichwort: Eltern) war das definitiv nicht der Fall. Für sie sollte das neue Logo eine große Hilfe sein, einfach weil es eine optische Hilfestellung darstellt, alle anderen werden das Logo nach gefühlten fünf Minuten nicht mehr registrieren.

Metro-Schirm
Das Ziel, zu dem "Start" führt, ist und bleibt dasselbe wie bisher: der Metro-Schirm. Diskussionen zum Sinn und Unsinn der Ansicht sind müßig und wurden bereits in epischer Länge geführt. Wer die Metro-Ansicht kategorisch ablehnt, wird auch mit Windows 8.1 wohl nicht glücklich werden, bisherige Nutzer können sich aber über zahlreiche kleine und große Optimierungen freuen.

Windows 8.1 Review Die "moderne" Nutzeroberfläche folgt quasi den Spuren von Windows Phone 8: Der große Desktop- bzw. Tablet-Bruder des Smartphone-Betriebssystems von Microsoft bekommt mit Version 8.1 zusätzliche Kachelgrößen spendiert. Diese sind kleiner bzw. größer als die bisher (zwei) möglichen, insgesamt stehen nun also vier Größen zur Verfügung (Groß, Breit, Mittel, Klein).

Überdies wurde die Funktionalität der Live-Tiles erweitert, besonders praktisch ist die Unterstützung von angepinnten Webseiten: Wer sich beispielsweise den Link zu WinFuture.de auf Start legt und die Live-Kachel aktiviert, der bekommt dort die aktuellsten Schlagzeilen angezeigt.

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Auch bei der Bedienung hat sich einiges getan: So können nun gleich mehre Kacheln per Rechtsklick markiert und verschoben werden. Letzteres ist neu und erleichtert das Handling am Metro-Schirm. Früher ließen sich zwar auch mehrere Kacheln markieren, wenn man alle an eine andere Stelle am Bildschirm ziehen wollte, dann funktionierte das nicht, da lediglich die zuletzt hervorgehobene Kachel verschoben wurde.



Ordnung ist das halbe Windows 8.1
Auch die Übersicht über alle installierten Anwendungen wurde sinnvoll überarbeitet: Diese befindet sich nun nämlich "unter" der eigentlichen Metro-Startansicht. Davon profitieren vor allem Tablet-Nutzer, da sie diese Übersicht per Wisch (von unten) nach oben einfach "raufziehen" können. Mit Maus geht es nun ebenfalls schneller, da sich links unten ein Pfeil-Symbol befindet, das mit einem Mausklick diese Ansicht öffnet (bisher: Rechtsklick plus "Alle Apps").

Neu installierte Anwendungen "müllen" mit Windows 8.1 nicht länger den Startschirm zu und werden dort nicht mehr automatisch verknüpft. Stattdessen landen sie von Haus aus in der App-Übersicht und können dann an "Start angeheftet" werden. Eine App kann nun auch komplett beendet werden, dabei "zieht" man (per gedrückter Maustaste) die App wie bisher nach unten und verharrt dort etwa drei Sekunden lang. Das App-Symbol dreht sich dann um die eigene Achse und kann danach "losgelassen" werden.

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Die zuvor erwähnte nun einfacher erreichbare App-Übersicht hat auch zusätzliche Möglichkeiten zur Sortierung erhalten. Bei Windows 8 wurde lediglich eine alphabetisch geordnete Liste angezeigt, mit dem Update auf Windows 8.1 kommen hier drei neue Möglichkeiten dazu, nämlich die Anzeige nach Installationsdatum, Kategorie (Produktivität, Spiele, Tools etc.) sowie Häufigkeit der Verwendung.

Übrigens findet sich nun an der Stelle des ehemaligen "Alle Apps"-Buttons (rechts unten nach Rechtsklick in der Metro-Ansicht) nun ein "Anpassen" genannter Knopf. Dieser erleichtert die individuelle Anpassung des Startschirms, da damit die (App-)Gruppen umbenannt und Icons verschoben werden können. Das ging bisher nur, wenn man in der Metro-Ansicht "herausgezoomt" hat, was sicherlich den einen oder anderen verwirrt haben dürfte.

Snap View unchained
Windows 8 hat von Beginn an den so genannten "Snap View"-Modus unterstützt, damit konnte man zwei Metro-Apps nebeneinander platzieren. Besonders praktisch war das aber nicht, da die Aufteilung des Bildschirms bei Windows 8 auf "Fenster" mit 75 bzw. 25 Prozent fixiert war.

Diese Einschränkung hat Microsoft aufgebohrt: Mit Windows 8.1 kann man die Größe der Snap-Fenster nahezu frei bestimmen, außerdem lassen sich nun mehr als nur zwei Apps auf diese Weise platzieren. Das ist allerdings von der Bildschirmauflösung abhängig, nur wenn diese hoch genug ist, können mehr als zwei Anwendungen in Snap View positioniert werden.

Windows 8.1 ReviewBis zu vier Apps nebeneinander darstellen Bei einem Monitor mit einer Auflösung 2560 × 1,440 können bis zu vier Fenster gleichzeitig auf diese Weise angezeigt werden, das gilt auch, wenn man zwei Bildschirme betreibt (dann können acht Snap-View-Fenster gleichzeitig offen sein, auch die parallele Nutzung von Desktop und Metro ist nun aber möglich).

Durchaus praktisch ist der nun intelligentere Umgang mit Links: Bekommt man etwa eine Mail mit einem Link zu einer Webseite und klickt darauf, dann öffnet sich der Browser nicht mehr in Vollbild-Ansicht, sondern in einer 50:50-Snap-View-Darstellung daneben.


Viele gute Nachrichten für Desktop-Nutzer
Bisher haben wir uns vor allem mit den Metro-Neuerungen beschäftigt, dabei kann man es sich auch nahezu ausschließlich auf dem Desktop "gemütlich" machen und praktisch die gesamte PC-Nutzung lang dort verbringen. Denn Metro lässt sich auch ganz gut ignorieren, mit Windows 8.1 wird das sogar noch leichter. Das hat man vor allem dem von den meisten sehnlich gewünschten Boot-to-Desktop-Modus zu verdanken.

Damit landet man nach dem Hochfahren bzw. Anmelden nicht mehr auf dem "modernen" Startbildschirm, sondern bekommt den Desktop sofort angezeigt. Das muss allerdings muss das erst aktiviert werden, gilt aber auch beim Verlassen der Metro-Apps.

Aktiviert wird Boot-to-Desktop mit einem Rechtsklick auf die Taskleiste (Desktop) und den dortigen Eigenschaften. Danach geht man auf den zweiten Reiter von links ("Navigation"), der oberste Eintrag bei "Startseite" aktiviert mit einem gesetzten Haken das direkte Hochfahren in den Desktop.


Überhaupt finden sich in diesen Eigenschaften zahlreiche Einstellungen, mit denen einige für Nutzer von Maus und Tastatur ungeliebte Features deaktiviert werden können. So kann man nun die rechte obere Ecke zur Aktivierung der Charms-Leiste "entschärfen", sodass man beispielsweise nicht mehr beim Schließen eines Fensters (Browser, Dokumente etc.) unabsichtlich in der rechten Seitenleiste landet. Auch die linke Ecke lässt sich nun deaktivieren, diese führte bei Windows 8 zu den zuletzt geöffneten Apps.

Beide zuvor erwähnten Funktionen können nach Deaktivierung nach wie vor über eine Bewegung von der unteren Ecke aus (mit der Maus nach oben) erreicht werden. Zusätzlich dazu können auch weitere Eigenschaften bestimmt werden, darunter auch, dass der Desktop-Hintergrund auf dem Metro-Schirm eingeblendet wird, außerdem können das Verhalten der Windows-Logo-Taste sowie die "Alle Apps"-Ansicht genauer definiert werden.

Einige weitere sinnvolle Ergänzungen findet man im Kontextmenü (Rechtsklick links unten): Der neue Eintrag "Mobilitätscenter", der aber nur auf mobilen Geräten erscheint, öffnet eine Übersicht mit Punkten wie Helligkeit, Lautstärke und Akkustatus. Die "Netzwerkverbindungen" können nun ebenfalls auf dieses Weise erreicht werden. Die sicherlich sinnvollste neue Funktion ist aber "Herunterfahren oder abmelden", über ein zweites erscheinendes Fenster kommt man zu "Abmelden", "Energie sparen", "Herunterfahren" und "Neu starten".

Zusätzliche Personalisierungsmöglichkeiten
Dass man sich den Desktop-Hintergrund (beispielsweise ein eigenes Foto) nun auch in der Metro-Ansicht anzeigen lassen kann, haben wir im vorigen Abschnitt bereits erwähnt, doch Windows 8.1 bietet insgesamt deutlich mehr Personalisierungs-Optionen. Vor allem sind diese nun auch einfacher zu erreichen. Bis Windows 8 musste man nämlich mehrere Schritte vornehmen, um etwa den Metro-Hintergrund oder auch die Farben zu verändern (über "PC-Einstellungen", "Anpassen" und "Startseite").

Dieser Vorgang wurde mit Windows 8.1 wesentlich vereinfacht: Man findet jetzt in der Charms-Leiste einen neuen "Anpassen"-Punkt (via "Einstellungen"). Dieser blendet dann direkt seitlich eine kompakte Übersicht der vorgegebenen Hintergründe ein (drei davon sind auch animiert), darunter sind auch noch die Hintergrundfarbe sowie die Akzentfarbe einstellbar. Die Farben können nun über einen Schieberegler frei "gemischt" werden, bisher waren die Kombinationen vorgegeben.

Auch der Lockscreen lässt sich nun besser individuell anpassen: Man kann etwa einstellen, dass automatisch bzw. abwechselnd (eigene) Fotos in einer Slideshow angezeigt werden, diese können wahlweise lokal oder auch auf SkyDrive liegen. Vor allem für Tablet-Nutzer interessant ist, dass man nun auch ohne Entsperren auf die Kamera zugreifen kann (Wischen nach unten) oder auch Skype-Anrufe annehmen kann.

Windows 8.1 ReviewHintergrund-Beispiel #1 Windows 8.1 ReviewHintergrund-Beispiel #2 Windows 8.1 ReviewHintergrund-Beispiel #3 Die Suche b(r)ingt Neues
Eine weitere besonders umfangreiche Änderung wurde bei der Suchfunktionalität umgesetzt und zwar wurde die Microsoft-eigene Suchmaschine Bing tief ins Betriebssystem integriert. Bei Windows 8 bekam man bei einer Suche (die überall via Charms-Leiste erreichbar war und ist) drei thematisch geordnete Bereiche, nämlich Apps, Einstellungen und Dateien. Voreingestellt war dabei die App-Suche, das Ergebnis wurde dann im "Hauptfenster" links davon angezeigt. Per Klick auf die darunterliegenden einzelnen App-Symbole konnten die jeweiligen Anwendungen durchsucht werden.

Das Grundkonzept einer vereinten Suche hat Microsoft zwar belassen, die Ausgabe der Ergebnisse aber neu gestaltet. Mit Windows 8.1 wurden die zuvor genannten Symbole bzw. Kategorien allesamt entfernt, unter der Suchleiste sind zunächst keinerlei Einblendungen zu sehen.

Tippt man aber einen Begriff (Beispiel: "Skype") ein, dann erscheinen "live" die dazugehörigen Ergebnisse - das bedeutet, dass sobald man "Sky" eingegeben hat, nicht nur die Skype-App sondern auch jene von SkyDrive vorgeschlagen wird. Mehr noch: Man bekommt auch einen Direkt-Link zum Abo-TV-Sender Sky.

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Sobald man den Begriff fertiggetippt hat, erscheinen dann die genaueren Resultate, in unserem Skype-Beispiel als erstes der Link zur VoIP-App, darunter zwei zu Skype gehörende (Windows-)Einstellungsoptionen sowie der Weblink zur Skype-Seite. Darunter gibt es dann einige automatische Vorschläge zu mit "Skype" oft verwendeten Suchanfragen.

Führt man in weiterer Folge die (Bing-gestützte) Suche aus, dann erhält man eine neu gestaltete Übersicht, die zunächst die elf wichtigsten Links samt Seiten-Vorschau anzeigt (ganz links sind auch hier App sowie die beiden Einstellungen platziert). Danach kommen "Ähnliche Suchanfragen" sowie optional durchführbare Suchen nach Bildern und Videos. Das Ganze ist allerdings stets flexibel, wer etwa eine Band sucht, bekommt Vorschläge (über Xbox Music) zu dazugehörigen Alben, ähnlich funktioniert die Suche auch bei Filmen oder Games.

Windows Store im neuen Glanz
Microsoft hat auch seinen Download-Shop überarbeitet und ihn deutlich informativer und übersichtlicher gestaltet. Die bisherige Fläche mit vielen bunten App-Symbolen und Kategorien wird durch eine wesentlich besser strukturierte Optik ersetzt.

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Ganz links sind einige (groß) angezeigte Empfehlungen (angezeigt wird eine, kann aber auch nach unten per Mausrad oder Wischgeste durchscrollt werden), daneben sind sechs kleinere Empfehlungen (nebeneinander) platziert. Danach kommen "Neu + angesagt"-Vorschläge, die Übersicht endet mit bezahlten und kostenlosen Top-Apps.

Zu den einzelnen Kategorien sowie den Nutzer-Apps und Konto-Einstellungen kommt man über die per Rechtsklick oder Wisch nach unten einblendbare Zusatz-Leiste ("App Bar"), insgesamt wirkt der Windows Store dadurch deutlich aufgeräumter.

Tiefe SkyDrive-Integration
Microsofts Cloud-Speicherdienst wurde mit Windows 8.1 deutlich tiefer ins Betriebssystem als bisher integriert: So muss man bei Nutzung von SkyDrive nun nicht mehr eine zusätzliche Anwendung installieren, der Dienst ist jetzt fixer Teil des Explorers.


Für SkyDrive-Dateien oder Verzeichnisse steht nun auch ein Offline-Modus bereit, dieser wird mit einem entsprechenden Rechtsklick sowie dem Punkt "Offline verfügbar machen" aktiviert. Aktualisiert bzw. synchronisiert wird jeweils nachdem man wieder eine Verbindung an das Internet hat. Die Ordner-Struktur kann auf jeden Fall auch offline eingesehen werden, hier werden Platzhalter (samt Metadaten) verwendet. Diese können auch offline bearbeitet (Verschieben, Löschen oder Umbenennen) werden, der Abgleich erfolgt dann, wenn man wieder im Netz ist.

Stichwort Synchronisierung: Bei der Nutzung mehrerer Windows-Rechner werden bei Windows 8.1 auch die individuellen (App-)Eigenschaften abgeglichen, das betrifft deren Position am Startschirm, Daten sowie Einstellungen.

Neue Apps für Tablet-Nutzer
Vor allem für Tablet-Nutzer interessant sind die neuen Metro-Apps, die Microsoft im Zuge von Windows 8.1 bereitstellt. Denn auch wenn sich diese nun per Snap-View-Ansicht(en) kleiner anordnen lassen - im Vollbild "erschlagen" sie einen nach wie vor, ein echter Mehrwert besteht für Desktop-User noch immer nicht.


Auf einem Tablet sieht die Sache aber naturgemäß anders aus, hier erweisen sich die (Microsoft-eigenen bzw. vorinstallierten) Apps als praktisch. So gibt es einen neuen (hübschen) Wecker, einen Taschenrechner sowie "Leseliste", in der man Artikel für später ablegen kann. Außerdem stehen nun eine neue Kamera-App sowie die simple Schnitt-Anwendung Movie Moments bereit, diese beiden haben wir bereits näher vorgestellt (Link siehe unten).

Siehe auch: Windows 8.1 - Microsoft zeigt neue Apps in Aktion

Internet Explorer 11
Der IE11 wurde noch mehr auf die "moderne" Optik getrimmt: Alle Bedienelemente wurden nun nach unten geschoben (in der Metro- und nicht Desktop-Ansicht), im IE10 war noch ein Teil davon, etwa die Registrierkarten, am oberen Rand positioniert. Der IE11 hat auch erweiterte Synchronisationseinstellungen erhalten, beispielsweise werden Tabs über alle Geräte des Nutzers abgeglichen, sodass man unterwegs am Tablet einfach an der Stelle weitermachen kann, an der man am Desktop aufgehört hat.


Neu ist außerdem die Möglichkeit für so genannte "permanente Tabs", Beschränkungen zur Anzahl der Tabs gibt es nun nicht mehr. Mit dem IE11 gibt es nun auch WebGL-Unterstützung, ausprobieren kann man die Hardwarebeschleunigung gut anhand des jüngst veröffentlichten Spiels Hover.

Siehe auch: Internet Explorer 11 - Microsoft zeigt neue Features


Fazit
Windows 8 ist und bleibt ein emotionsgeladenes Thema: Wer bereits die erste Ausgabe des aktuellsten Microsoft-Betriebssystems gemieden hat wie ein deutscher Bischof den verbindlichen Kostenvoranschlag, der wird wohl auch mit Version 8.1 nicht glücklich werden.

All jene, die den Metro-Startschirm und damit auch Windows 8 schon vor einem Jahr für eine "Usability-Katastrophe", eine "Tablet-Anbiederung" oder ganz objektiv einfach nur "doof" gefunden haben, werden auch mit dem Update auf 8.1 wahrscheinlich keinen Grund für den Umstieg finden.


Der Rest kann sich hingegen über eine beeindruckende Anzahl an Verbesserungen freuen, allen voran in Sachen Desktop bzw. Bedienung per Maus und Tastatur. Wer Windows 8 im Einsatz hat und auch halbwegs damit zu Recht kommt, der sollte Windows 8.1 alsbald installieren, denn das kostenlose Update ist in vielerlei Hinsicht jenes Windows 8 wie es von Anfang an hätte sein sollen.

Microsoft verdient, auch wenn das die "M$"-Fraktion nicht hören wird wollen, für Windows 8.1 viel Lob. Denn zum einen behält der Redmonder Konzern seinen neuen Betriebssystem-Ansatz konsequent bei, da Windows 8 bzw. 8.1 zweifellos ein mutiger Schritt war und ist. Zum anderen hat Microsoft aber auch zielstrebig das Feedback der Nutzer berücksichtigt und viele, wenn auch nicht alle, Schwachstellen ausgebügelt.

Wer bereit ist, althergebrachtes Nutzungsverhalten aufzubrechen, dem sei Windows 8.1 empfohlen. Alle anderen sollten nicht vergessen, dass sie bereits ein wunderbar funktionierendes und stabiles Microsoft-Betriebssystem haben: Windows 7.

Wer nun Lust auf das Update bekommen hat, findet alle benötigten Informationen, Hintergründe und Links in unserem Windows-8.1-Special. Dort gibt es auch natürlich auch die häufig gestellten Fragen (und Antworten) zum Thema, darunter:

  • Woher bekomme ich Windows 8.1?
  • Wie installiere ich Windows 8.1?
  • Wie installiere ich Windows 8.1 parallel zu Windows 8?
  • Funktionieren alle Apps & Geräte auch mit Windows 8.1?

  • Wichtiger Tipp zum Schluss: Wer eine Vorschauversion des OS installiert hat bzw. schon produktiv nutzt, der sollte sich unbedingt den FAQ-Beitrag "Umstieg von Preview auf Final ohne Neuinstallation?" durchlesen. Denn auch wenn Microsoft sagt, das beim Upgrade von Preview auf Final die Apps verlorengehen - es funktioniert dennoch. Wie, erklären wir im oben verlinkten FAQ-Beitrag.
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