Microsoft fährt mit Patch Day bekanntem Staatstrojaner in die Parade

Der gestrige Patch Day Microsofts schlägt auch in das Kontor staatlicher Angreifer. Denn die Redmonder schlossen mit einem Update auch eine kritische Zero-Day-Sicherheitslücke, die von einem der verbreitetsten Staatstrojaner-Produkte genutzt wurde, ... mehr... Daten, Datenvisualisierung, Matix Bildquelle: Free for Commercial Use / Flickr Daten, Datenvisualisierung, Matix Daten, Datenvisualisierung, Matix Free for Commercial Use / Flickr

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Ich frage mich ernsthaft, wie es freiheitlich demokratisch erlaubt sein kann mit so seiner Software zu handeln?
Dann müsste doch AnyDVD und wie sie alle heissen auch legal zu vertreiben sein.
Eigenartig oder?
 
@Trabant:

die Firmen die Leute ausspionieren dürfen alles..aber wehe der Privatuser will sich mal ne Kopie von seiner gekauften DVD machen...da gibt's gleich nen Paukenschlag

verstehe auch nicht..wieso Any DVD immer noch verboten ist..der Kopierschutz von DVD´s ist doch schon vor über 14 Jahren geknackt wurden...
 
@Computerfreak-007: Ja, jetzt geht's mehr um Blurays, RedFox hat seine Software nur nicht in AnyBluray umbenannt.
 
@crmsnrzl: das ist dann aber anydvd HD
 
@Computerfreak-007: "wehe der Privatuser will sich mal ne Kopie von seiner gekauften DVD machen...da gibt's gleich nen Paukenschlag"

Wasn Blödsinn, das recht auf Privatkopie erlaubt das.

"die Firmen die Leute ausspionieren dürfen alles"

Auch das ist Blödsinn. So als gäbe es keine Datenschutzgesetze. Aber in der Tat ist es so, dass die user selber dafür sorgen sich dieser zu entledigen.
 
@daaaani: Nein, das kopieren einer kopiergeschützten DVD ist verboten.
 
@Sascha355: Und dieses verbot trifft nicht bei einer Privatkopie zu. Bzw. darf man es da dann umgehen!

http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__108b.html

"wenn die Tat nicht ausschließlich zum eigenen privaten Gebrauch des Täters oder mit dem Täter persönlich verbundener Personen erfolgt oder sich auf einen derartigen Gebrauch bezieht"
 
@daaaani: naja straffrei != verboten. §95a verbietet das umgehen von kopierschutz. das heißt du müsstest zwar nix bezahlen oder so wenn das jemand merkt, aber deinen kopien kannst du trotzdem auf wiedersehen sagen
 
@My1: Nein das stimmt ja einfach nicht!
 
@daaaani: aso? dann dreh du doch mal das ganze wirrwarr in diesen gesetzen auf, es ist ja immerhin ein ziemliches chaos dass das verbot in 95a steht und in 108b dann die strafe.
 
@My1: Hab ich bereits getan! Das Verbot zur Umgehung, schränkt das Recht auf Privatkopie nicht ein. Und strafbar ist es nur dann "wenn die Tat nicht ausschließlich zum eigenen privaten Gebrauch des Täters oder mit dem Täter persönlich verbundener Personen erfolgt oder sich auf einen derartigen Gebrauch bezieht"!

Die Rechtslage ist eindeutig. Du kannst es umgehen oder jemanden, unentgeltlich damit beauftragen, und es dann sogar dir nahestehende Personen geben, wie freunden Familienmitglieder. Ebenfalls unentgeltlich.

Da gibt es auch nichts zu interpretieren!
 
@daaaani: und wieso schränkt das verbot die kopie nicht ein? in 95a steht sehr eindeutig dass das nicht umgehen darf, der privatkopieparagraph 53 funktioniert im prinzip fast gar nicht da dort es um analog oder abschreiben und so geht.

wir haben mindestens 3 paragraphen die sehr chaotisch gegeneinander wirken, womöglich noch mehr, du hast aber nur die 108b erwähnt in der ja nur simpel ausgrdrückt steht dass bestraft wird, wer unerlaubt kopierschutz bricht und das nicht nur für sich selbst macht.

in 95a steht ja aber
"Wirksame technische Maßnahmen [...] dürfen ohne Zustimmung des Rechtsinhabers nicht umgangen werden".

nur weil 108b dich straffrei spricht wäre meiner logik zu folgen das verbot trotzdem wirksam.

http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__53.html
http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__95a.html
http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__108b.html
 
@daaaani: Dann schlag doch $ 95a nach.
Privatkopie anfertigen ist nur erlaubt, das Umgehen des Kopierschutzes nicht.
 
@daaaani: Doch, es stimmt. Das Recht auf die Privatkopie besteht (§53 UrhG), ein wirksamer(!) Kopierschutz darf aber NICHT umgangen werden (§95a UrhG). Die private Kopie und die Umgehung des Kopierschutzes sind zwei unterschiedliche Tatbestände.

Du würdest sicher nicht strafrechtlich verfolgt werden, da §108b die strafrechtliche Verfolgung für den ausschließlich privaten Gebrauch nicht vorsieht, dennoch bleibt u.U. eine zivilrechtliche Klage des Rechteinhabers wegen der Umgehung der technischen Kopierschutzmaßnahmen. Denn auch wenn der 108b die Straffreiheit vorsieht, ist die Umgehung des Kopierschutzes durch den 95a verboten, was immer noch zivilrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Verwechsle das Strafrechtliche (Gefängnis, Geldstrafe o.ä.) nicht mit zivilrechtlichen Folgen (Schadensersatz, Abmahnungen etc.).

Das Verbot trifft also auch bei Privatkopien zu. Nicht das Verbot der Kopie als solche aber das Verbot, wirksame technische Maßnahmen zum Schutz des Werkes zu umgehen.

P.S. Ich muss mich in einer Kleinigkeit korrigieren: Es gibt KEIN Recht auf eine Privatkopie, nur die Erlaubnis, eine solche anzufertigen. Heißt, der Urheber/der Rechteinhaber darf durch geeignete und wirksame technische Maßnahmen im Sinne des §95a UrhG die private Kopie unterbinden und in dem Fall, dass eine wirksame technische Kopierschutzmaßnahme vorliegt (sprich: wenn ich Hilfsmittel wie AnyDINGSBUMS brauche), darf ich die Kopie nicht anfertigen. Es sei denn, ich finde einen Weg ohne entsprechende Hilfsmittel (vgl. [re:13]).
 
@crmsnrzl: Korrekt, man darf für den privaten Gebrauch Kopien anfertigen ABER!! (und das ist wichtig) man MUSS diese Kopien so anfertigen, dass der Kopierschutz auch in den Kopien weiterhin wirksam ist. ^^

Unsere Gesetzgeber sind halt schon etwas älter... die kennen nur Blaupausen ^^
 
@Mitsch79: "Unsere Gesetzgeber sind halt schon etwas älter... die kennen nur Blaupausen" - Wenn Du die Blaupausen auf blauem Papier fertigst, sind sie auch wirksam geschützt. ;)

Wenn Du den Kopierschutz mitkopierst, dürfte er aber tatsächlich

a) nicht umgangen und
b) nicht wirksam sein, da er ja die Kopie verhindern soll und somit auf der Kopie nicht funktionieren dürfte (sprich: Er müsste feststellen, dass es eine Kopie ist, und müsste deren Abspielen verhindern). :P
 
@daaaani: Privatkopie von ?
jo und ohne andere kann ich das nicht ?
Also hab ich grad echt ka wie das geht mit Kopieren

nicht das so rum alles erlaubt ist !
bleibt ja nur die anderweitige Verhinderung der Nutzung über.
 
@Der Lord: Ist dann ja nur wieder die Frage ob ein Kopierschutz der umgangen wurde als wirksam einzustufen?
 
@Tomarr: Gute Frage. Frage die Weisen aus der Juristerei! Es kommt offenbar darauf an, ob Du Hilfsmittel benötigst. Folgendes konnte ich auf die Schnelle recherchieren:

"Wann ist ein Kopierschutz wirksam?
Wenn z.B. ein CD- oder DVD-Brenner den Kopierschutz gar nicht erkennt und deshalb eine Kopie brennt, dann ist der Kopierschutz in­soweit nicht wirksam und wird deswegen auch nicht umgangen. Dasselbe gilt, wenn ein Kopierschutz nur auf bestimmten Betriebs­systemen (z.B. Windows-PC) funktioniert, auf anderen (z.B. Macintosh, Linux) aber nicht.

Auch der bloße Hinweis auf einer CD oder DVD "Diese CD / DVD ist kopiergeschützt" genügt den Anforderungen eines wirksamen Ko­pierschutzes nicht. Es kommt darauf an, ob das Werk tatsächlich durch einen wirksamen Kopierschutz geschützt ist.

Aber natürlich gibt es keinen 100%ig sicheren Kopierschutz. Das wird vom Gesetz auch nicht vorausgesetzt. Wenn ein Kopierschutz also durch den Einsatz von Rip- oder Hackersoftware geknackt werden kann, ändert dies nichts an seiner Wirksamkeit."

Quelle: http://www.wichtermann.eu/index.php/schwerpunkte/handels-und-wirtschaftsrecht/32-fragen-und-antworten-zum-urheberrecht

Benutzt Du also ein Hilfsmittel wie AnyDINGSBUMS, umgehst Du den wirksamen Kopierschutz. Benutzt Du ein Linux-System, auf dem der Kopierschutz vielleicht einfach nur nicht funktioniert, und kannst so eine bitgenaue 1:1-Kopie anfertigen, kann man nicht von einer Wirksamkeit des Schutzes bzw. von seiner Umgehung sprechen.

Aber ich bin kein juristischer Weiser, mag hier also etwas falsch interpretieren. Näheres sollte die Rechtsprechung inzwischen geregelt haben.
 
@Tomarr: Für die Einstufung als "wirksam" ist es nicht relevant, ob du sie umgehen konntest oder nicht.

UrhG § 95a Abs. 2
"Technische Maßnahmen sind wirksam, soweit durch sie die Nutzung eines geschützten Werkes oder eines anderen nach diesem Gesetz geschützten Schutzgegenstandes von dem Rechtsinhaber durch eine Zugangskontrolle, einen Schutzmechanismus wie Verschlüsselung, Verzerrung oder sonstige Umwandlung oder einen Mechanismus zur Kontrolle der Vervielfältigung, die die Erreichung des Schutzziels sicherstellen, unter Kontrolle gehalten wird."

Im Zweifelsfall urteilen Gerichte drüber, was nicht mehr als wirksam eingestuft wird.
 
@Der Lord: "Du würdest sicher nicht strafrechtlich verfolgt werden, da §108b die strafrechtliche Verfolgung für den ausschließlich privaten Gebrauch nicht vorsieht"

Nicht nur "nicht vorsieht" sondern explizit ausschließt! Das macht der Gesetzgeber nicht umsonst oder versehentlich. Der hat sich schon was dabei gedacht! Den §108b gibt es nicht umsonst!

Somit ist es schon einmal nicht Strafbar.

"dennoch bleibt u.U. eine zivilrechtliche Klage des Rechteinhabers wegen der Umgehung der technischen Kopierschutzmaßnahmen."

Das ist sicherlich richtig und daher ist meine Ursprüngliche Formulierung natürlich unglücklich gewählt. Da es ja eine Fall zu Fall Entscheidung des Gerichtes wäre. Ich hatte halt die Praxis im Kopf. Das Zauberwort heißt ja "Privatkopie" um nichts anderes Diskutieren wir hier, welche ja erlaubt ist. Denn das Motiv spielt ja immer eine Rolle. Wenn also die Kopie nicht der Schaden ist, sondern nur das Umgehen des Kopierschutzes, bzw. selbst mit Kopie der Streitwert die Rechtsverfolgung unwirtschaftlich macht und ein Ausgang im Sinne des Rechtsinhabers sehr fragwürdig wäre und somit eine Gerichtliche Auseinandersetzung gar nicht erst angestrebt wird, dann ist das Verbot defakto nicht gegeben.

"Ich muss mich in einer Kleinigkeit korrigieren: Es gibt KEIN Recht auf eine Privatkopie, nur die Erlaubnis, eine solche anzufertigen"

Das ist nicht ganz richtig. Wenn die Erlaubnis rechtlich im in Gesetz (UrhG) festgeschrieben ist, dann hat man einen rechtlichen Anspruch darauf womit es ein Recht wird! Was um so stärker wird, wenn man darauf hinweist, dass es aus diesem Grund auch die Pauschalabgaben für die Urheber und Verwerter die als Ausgleich eben jener Privatkopien eingeführt wurden, gibt!

Da es im Gesetz steht und du dafür bezahlst, hast du Natürlich ein Recht darauf Private Kopien von dir Erworbenen Werken anzufertigen!

Zu der Zivilen Sache könnte man natürlich versuchen den Spieß umzudrehen und anklage auf Schadensersatz zu erheben oder der Möglichkeit den Kopierschutz zu deaktivieren um sein Recht wahrnehmen zu können. So wie es die EU Richtlinie (2001/29/EG) eigentlich vorsah. Die ein "gerechten Ausgleich" (Pauschalabgaben) nur vorsah, wenn eben die Möglichkeit der Privatkopie gegeben ist!

Aber nichts davon wird passieren, weil es zum einem nicht strafbar ist und zum anderen für keine Partei wirtschaftlich wäre.

Zumal der Kopierschutz das Medium betrifft nicht aber das darauf befindliche Werk, von welchen der Käufer das Recht auf Kopie mit Kauf erworben hat. Die Quelle darf nur keine illegal veröffentlichte sein.
 
@daaaani: Eine Erlaubnis begründet keinesfalls einen Rechtsanspruch. Du darfst eine Privatkopie machen, kannst Dich aber nicht auf ein verbrieftes Recht berufen. Mir war das so auch erst bewusst, als ich gestern kurz recherchierte, was den ein "wirksamer" Kopierschutz im juristischen Sinne sei. Du darfst auch über die Straße gehen. Das ist Dir erlaubt. Du darfst aber nicht die rote Ampel ignorieren und Du hast keinen einklagbaren Rechtsanspruch, die Straße an einer bestimmten Stelle zu überqueren oder sie jederzeit zu überqueren. Fährt der Bus gerade dort entlang, wo Du über die Straße willst, kannst Du ihn nicht zwingen, auf Dein Überqueren zu warten.

Du darfst auch ins Kino gehen und dort einen Film gucken. Wenn ich Dich aber nicht in meinem Kino haben will, hast nicht das einklagbare Recht, den Film in meinem Kino zu gucken.

Erlaubnis != Recht

Eine Erlaubnis sagt nur, dass etwas nicht verboten ist. Ein Recht begründet einen einklagbaren Anspruch und der besteht bezüglich der Privatkopie nicht.

Du darfst eine private Kopie anfertigen, Du kannst aber nicht verlangen, dass ich als Urheber/Rechteinhaber Dir das ermögliche. Wenn ich der urheberrechtlich geschützte Werk mit etwas versehen, das das Kopieren unmöglich macht (z.B. das Buch in einem bestimmten Blauton drucke, den Kopierer und Scanner nicht erkennen können oder mit blauer Schrift auf blauem Grund oder was auch immer), gibt Dir der 53er keinen Rechtsanspruch darauf, dass ich den Schutz entferne, damit Du die Kopie anfertigen kannst. Zwischen einem Erlaubnistatbestand und einem Rechtsanspruch gibt es einen Unterschied.

Und der Kopierschutz betrifft nicht zwingend nur das Medium und nicht das Werk. Das Medium kannst Du nicht kopieren. Du kannst nur ein neues Medium mit dem Inhalt des anderen Mediums erstellen, Du kopierst also den Inhalt. Wenn mein Kopierschutz also so gestaltet ist, dass der Inhalt bei einer einfachen Kopie vom zweiten Medium nicht abrufbar ist (weil zum Beispiel ist einem auf dem Rohling nicht beschreibbaren Teil ein Schlüssel vorhanden ist, mit dem der Inhalt des Mediums entschlüsselt werden muss, um ihn nutzen zu können), ist tatsächlich nicht das Medium geschützt sondern durch Verschlüsselung der Inhalt. Wenn der Inhalt mit einem DRM versehen ist, betrifft der Schutz keineswegs das Medium sondern den Inhalt.

Weißt Du noch, was Videokassetten sind? Wenn ja: Es gab damals einen analogen Kopierschutz (weiß nicht mehr, wie dieses Verfahren hieß). Versuchte man, eine solches Video zu überspielen, war auf dem Zielmedium nur Rauschen. Und sag mir bitte nicht, die Kassette sei vom Kopierschutz betroffen gewesen! Nein, der Film war es.

Und noch einmal: Die ERLAUBNIS, eine Privatkopie anzufertigen, hat nichts mit dem VERBOT, einen wirksamen Kopierschutz zu umgehen, zu tun. Wenn Dein Windows die Kopie nicht mit Bordmitteln anfertigen kann, das Solaris Deines Bruders aber in der Lage ist, das Medium bitweise auf einen Rohling zu kopieren, umgehst Du keinen Kopierschutz. Spielst Du die DVD auf Deinem Computer ab und nimmst sie mit einem Screenrecorder oder so gleich wieder auf, umgehst Du keinen Kopierschutz. §53 UrhG gibt Dir die Erlaubnis dazu. Er gibt Dir aber nicht das RECHT dazu und der DVD-Publisher kann das immer noch mit wirksamen technischen Maßnahmen verhindern.

Benutzt Dinge wie Any*** handelst Du illegal und musst ggf. mit einer Abmahnung rechnen.

Die _Verbreitung_ von Any*** ist dabei definitiv strafbewehrt, weil sie eben NICHT dem Zweck der privaten Kopie dient sondern dem kommerziellen Zweck, mit der Software, die etwas Verbotenes (wenn auch für den Privatbereich nicht strafrechtlich Verfolgbares) tut, Geld zu verdienen.

Und Du bezahlst NICHT dafür, eine Kopie anfertigen zu dürfen, wenn Du eine DVD kaufst. Du bezahlst eine Urheberrechtsabgabe, wenn Du einen Scanner, Kopierer, Kassettenrekorder, DVD-Brenner etc. kaufst. Pauschal und einmalig. Und bei jedem Rohling wieder. Das deckt aber nur die Erlaubnis ab, eine Kopie für private Zwecke zu machen (quasi eine pauschale Lizenzabgabe), gewährt aber keinen einklagbaren Rechtsanspruch von einem bestimmten Werk eine Kopie zu fertigen und erst recht nicht die Erlaubnis, den Kopierschutz zu umgehen. Und genau deshalb wirst Du mit Deiner Idee vom Schadenersatz unter Berufung auf die EU-Richtlinie nicht durchkommen. Als Rechteinhaber darf ich Dich mit billigen Mitteln daran hindern, die Kopie zu fertigen.
 
@Der Lord: Das ist ja nicht ganz richtig was du schreibst. Dem Rechteinhaber werden in UrhG genau die Rechte gewährt welche du einer Privatperson absprechen möchtest. Da ist ja auch nicht von Erlaubnis die Rede. Bzw. ist es eine Schrankenregelung welche das Recht des Uhrhebers, einzig und allein Kopien anfertigen zu dürfen, hier einschränkt. Das wird beiden, in Recht gegossen, erlaubt, daraus ergibt sich ein Rechtlicher Anspruch! Es heißt ja auch "Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz)
§ 53 Vervielfältigungen zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch" Aus einem Gesetz leitet sich immer ein Rechtlicher Anspruch ab.

Deine Beispiele mit Straße oder Kino sind nicht nur falsch sondern auch irreführend und absurd. Naheliegender und auch immer wieder aktuell wäre da der Garantie Ansatz. Ein Recht auf Garantie gibt es nicht, wird diese aber erklärt (eingeräumt) und dabei muss das nicht mal über ein Gesetz sein, so wie es bei der Privatkopie der Fall ist, ergibt sich daraus immer ein Rechtlicher Anspruch!!!!! Dir wird nicht nur erlaubt die Garantie zu nutzen, sondern du hast das ausdrückliche Recht und kannst es durch Klage auch einfordern!!!!!

"Und Du bezahlst NICHT dafür, eine Kopie anfertigen zu dürfen, wenn Du eine DVD kaufst. Du bezahlst eine Urheberrechtsabgabe, wenn Du einen Scanner, Kopierer, Kassettenrekorder, DVD-Brenner etc. kaufst. Pauschal und einmalig. Und bei jedem Rohling wieder. Das deckt aber nur die Erlaubnis ab, eine Kopie für private Zwecke zu machen (quasi eine pauschale Lizenzabgabe"

Ist ja wohl widersprüchlich! Und auch inhaltlich falsch. Wenn ich eine DVD kaufe erhalte ich das Recht, dass darauf befindliche Werk von der DVD oder sonstigen Legalen Öffentlichen Quelle, für Private zwecke vervielfältigen zu dürfen.

Und nein der Kopierschutz betrifft immer nur das Medium auf dem dieser ist. Und nicht das Werk, dessen Nutzungs und Kopier rechte du erwirbst.

Und nochmals, da der Gesetzgeber eine Strafbarkeit ausdrücklich für Private Zwecke ausschließt, und eine Zivilrechtliche Verfolgung nicht Praxistauglich und sehr ungewiss in Bezug auf Privatkopie wäre, und auch garnicht vom Gesetzgeber beabsichtigt war, ist das verbot defakto unwirksam. Und nochmals der Gesetzgeber schließt eine Strafbarkeit nicht um sonst ausdrücklich aus. Das macht der nicht aus spaß.

Und dieses umgehen des Kopierschutzes bzw. "§ 95a Schutz technischer Maßnahmen", hat ja auch vom Gesetzgeber gar einen ganz anderen Grund, um den Illegalen Zugang und/oder Dessen Verbreitung eines Werkes usw. usf. zu unterbinden.

Aber nicht um Private Kopien zu verbieten. Das ist ja eine Ausdehnung auf diese ähnlich, wie der ganze quatsch mit ablocken und bezahlschranken gerade mit Hilfe der UrhG verdreht wird.

Sollte es wegen dieser Bagatelle jemals zu einer Gerichtlichen Auseinandersetzung kommen, wirst du es sehr schwer haben einen Richter von deinem Standpunkt zu überzeugen. Und das dir durch das umgehen des Kopierschutzes, dessen Wirksamkeit in frage gestellt werden kann, zu einem Schaden kam aber nicht durch das Kopieren des darauf befindlichen Werkes zum zwecke der PRIVATKOPIE.

Nur mal so zur Einordnung, falsch Parken oder so wiegt schwerer bei weit weniger rechten!
 
@Trabant: Ob die einen ihre Software im Ausland verkaufen, oder die anderen die Ihrige in Deutschland verkaufen, sind 2 Paar Schuhe.
 
Es ist solange erlaubt, wie der Staat davon profitiert. Für Privatpersonen gelten andere Regeln!
 
@HerbHollywood: "Der Staat" hört sich immer an als wäre das irgendein fremdes Alien.
Der Staat das sind wir alle und wenn sich eine Mehrheit fände die diese ausufernde Schnüffelei ablehnen würde, dann wäre sie auch zu beenden.
Aber dazu müssten sich genügend dafür einsetzen und man müsste das Kreuz auch bei der richtigen Stelle machen.
 
Ich glaube eher es gibt schon eine neue Lücke, sodass man diese nun schließen kann und den Nutzern wieder vorgaukeln kann, dass man sich gegen sowas wehrt.
Snowdens und die darauf folgenden anderen Enthüllungen sind wohl für die meisten schon wieder vergessen... Traurig.
 
@Freudian: die werden mehr wie nur eine Lücke haben falls nicht macht MS eine vorher frei wieder. ;)
 
Also muss Gamma jetzt dicht machen weil die Haupteinnahmequelle weg ist...
Und die Steuern können gesenkt werden weil diese Firma nichts mehr verkauft was von Steuergeldern bezahlt wird...

:D
 
Hauptsache die NSA hat noch Zugang zu den Rechnern. Ich glaube nicht, an die geschlossene Lücke.
 
@schildie: Die NSA hat bestimmt eine eigene exklusive Hintertür.
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