Glasfaser-Ausbau: Lokaler Provider will der Telekom die Stirn bieten

In einer norddeutschen Kommune will der lokale Netzbetreiber die Bewohner mit einem Glasfasernetz versorgen. Allerdings gibt es hierbei verschiedene Probleme und man muss sich beeilen, um der plötzlich dazwischengrätschenden Telekom keinen Spielraum zu ... mehr... Glasfaser, Licht, Fiber Bildquelle: Alex Blackie Glasfaser, Licht, Fiber Glasfaser, Licht, Fiber Alex Blackie

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Und was ist das neue an der Meldung? In meinem Heimatdorf gibt es seit Jahren zwei Systemhäuser, die ebenfalls Nachfragebündelungen durchführen und bereits mehrere Ortsbereiche mit Glasfaser erschlossen haben. Bei den Nachfragebündelungen müssen mindestens 50% der Anwohner zustimmen.
Wenn die Telekom den Ausbau auf dem Land verschläft, ist es doch kein Wunder, dass da kleine Systemhäuser und Stadtwerke reagieren und den Ausbau durchführen. Die Preise sind mit 40 Euro im Monat für 80Mbit/s Down- und 20Mbit/s Upload und zwei Telefonkanälen und Festnetzflatrate auch recht günstig. Der Ausbau scheint sich zu lohnen, die bauen sogar Bauernschaften damit aus.
 
@ijones: Klingt ja fast wie hier. Im Mischgebiet hat die Telekom keinen Anlass gesehen auszubauen und bot nur dsl light mit lte an. Also kam die GGEW und nahm es selbst in die Hand. Leider war deren Ziel nur die 50mbit Grundversorgung aber immerhin. Jetzt will die Telekom doch wieder hier was tun aber natürlich sind die Fronten jetzt entsprechend.
Sehr toll diese Privatisierung, hat alles besser gemacht..
 
@ijones: Naja, also die Telekom verlangt für 100/40 Mbit/s gerade mal 45€, in den ersten 12 Monaten sogar nur 20€. Warum aber Glasfaser ausbauen und dann nur so mickrige Leistung anbieten? Dann sollen se halt mal nen Gigabit/s symetrisch anbieten auch wenn der Anschluss dann 500€ im Monat kostet. Aber einfach mal um zu zeigen, man könnte wenn man wollte. Und ich glaube einfach, deren Backbone ist zu schwach um solche Leitungen anzubieten.
 
@FatEric: Hier gibt es seitens der Telekom derzeit keine 100/40Mbit/s... Da befindest du dich in Regionen um 8 Mbit/s im Download. Und das ist für ein Haus, mit mehreren Personen auf Dauer dann doch zu wenig. Die 100 Mbit/s erhält man bei der Telekom hier erst ab März 2018.
80/20Mbit/s ist auch nur das kleinste Paket bei dem Anbieter. Man kann natürlich auch sehr viel höhere Bandbreiten bestellen. Für unser 4 Personenhaushalt genügen mir aber die derzeitigen 120Mbit/s völlig. Ich könnte auch 400Mbit/s bekommen.
 
Für ein Land wie Deutschland sind solche Meldungen echt ein Armutszeugnis. Lächerlich, dass wir im Jahr 2017 immer noch über so etwas diskutieren müssen. Aber gut, man konnte natürlich damals nicht absehen, dass das Internet mal irgendwann wichtig werden würde...
 
@snaky2k8: Seh ich auch so, jedes Kuhdorf in dem 30 Kunden an 30-100Mbits angeschlossen werden, bekommen eine eigene News. Und das ist dann "Telekom die Stirn bieten".
Die Telekom schaltet dann softwareseitig einfach ihr SuperVectoring mit 250Mbits an, günstiger und mit nicht uhrzeitabhängiger Bandbreite.
 
@jackii: "nicht Uhrzeit abhängiger Bandbreite" der Grund warum ich jetzt bei der Telekom bin!
 
@snaky2k8: Noch viel schlimmer finde ich, dass man für die meisten Dinge noch immer ins Amt rennen muss. Umzug? Einwohnermeldeamt. Geburtsurkunde? Genau das Standesamt wo man geboren wurde! In anderen Ländern loggt man sich schnell online ein, identifiziert sich (dafür sind wir wohl zu paranoid), macht seine Anpassungen, und ein paar Tage später kommt die Bestätigung oder das Dokument per Post.
Immerhin: Unseren Ausweis kann man jetzt endlich mit Smartphone verwenden.
 
@snaky2k8: Der Knackpunkt ist, dass die Telekom wo immer möglich den Ausbau durch Drittanbieter verhindert/behindert.
Es magelt nämlich weder am Können noch am Geld.
 
"da die Telekom ihre Ausbaupläne in Eigenverantwortung - also ohne staatliche Förderung - durchführen will und es somit auch der Wemacom verwehrt bleibt, Zuschüsse aus dem bereitstehenden Milliarden-Etat der Bundesregierung zu bekommen"

Also entscheidet die Telekom darüber, ob kleinere Firmen Zuschüsse erhalten, oder wie ist das zu verstehen?
 
@agentbarni: Meines Wissens nach können die Kommunen selber Gelder abrufen und diese selbstbestimmt vergeben. Bei uns wird die Telekom erst im 1. Quartal 2018 ihr Netz ausgebaut haben. In der Zwischenzeit haben die Stadtwerke mit Unterstützung von lokalen Systemhäusern ihr Glasfasernetz ausgebaut. Die Stadtwerke erhalten da sicherlich Zuschüsse aus dem Etat.
Die Telekom war da einfach zu langsam. Wer sich jetzt an 400mbit bei Unitymedia oder ~200Mbit bei Glasfaser gewohnt hat, wird wohl kaum schnell zur Telekom wechseln, die dann "nur" ~100Mbit anbieten dürte.
 
@ijones: Wenn ich jetzt den Artikel und deinen Kommentar kombiniere, heißt das für mich:
Die Telekom sagt, mit welchen Geldern sie etwas bauen möchte. Die Kommunen bestimmen, ob sie Zuschüsse geben, aber wenn die Telekom diese nicht will, bekommt auch kein anderer etwas.

Bleibt doch letztlich dabei, dass die Telekom bestimmt, ob kleinere Firmen Zuschüsse erhalten, oder?
 
30 Megabit 35 Euro
100 Megabit 55 Euro

Was haben die denn sonst so dort für Leitungen/Geschwindigkeiten?
 
@Paradise: Wird wohl wie bei mir, an meinem alten Wohnort gewesen sein zwischen 1 und 3 mbit.
 
@Paradise: Interessant ist vorallem, dass die Telekom billiger ist. Der FTTH Anschluss mit 200 down /100 up Mbit/s kostet "nur" 50€ im Monat.
 
Lokaler Anbieter ist auch nicht immer besser. Wer in der Kleinstadt "Rhede" (NRW) wohnt, wünscht sich wohl eher, dass die Telekom da Vectoring anbietet... denn das von den lokalen Stadtwerken angebotene "RheSpeed" (was für ein bescheuerter Name) ist ein schlechter Witz.
http://www.stadtwerke-rhede.de/fileadmin/stadtwerke-rhede/user_upload/Privatkunden/Rhespeed/Flyer-Glasfaser-Internet_Telefonie_und_TV_201608.pdf
35€ im Monat für eine Glasfaser, über die man dann 8 MBit/s down und 2 MBit/s up bekommt... die wollen einen sicher verarschen.
 
@eN-t: da lob ich mir wirklich die Enso, die das bei uns hier anbietet. statt max dsl3000 gehts nun mit 55/11mbit vorwärts zu ziemlich identischen konditionen wie vorher bei der tkom.
kollege wohnt 500m weiter und muss mit der 25er tkom-leitung vorlieb nehmen, da an seiner straße die tkom eher ausgebaut hat und die enso dadurch dort nicht verfügbar ist
 
Eigentlich müsste es Zuschüsse für die Telekom geben, wenn sie DSL ausbaut. Ist ein anderer bereit, eine neuere Technologie, bzw. eine weiterführende Technologie zu verlegen, müsste automatisch dieses Unternehmen das Geld der Telekom aus dem Fördertopf bekommen. Am Ende steht nur eines. Glasfaser bis ins Haus. Und wir brauchen ein Gesetz, dass ein Austausch des Kupfermediums gegen Glas zuzustimmen ist! Ohne Wenn und Aber. Ich denke, es wird echt Zeit, dass sowas mal kommt.

Ich hab ja nichts gegen VDSL oder Kabel, wenn keiner etwas anderes bauen möchte. Aber keiner kann in die Zukunft schauen und keiner kann sagen, dass wir mit 50 MBit die nächsten 20 Jahre auskommen werden. Also sollten schnellere Technologien doch unbedingte Vorfahrt gewährt und rückständigere Technik ins Aus geschoben werden. Anders begreifen es weder die Vermieter noch die Eigentümer aus dem vorletzten Jahrhundert. Und hier will ein Unternehmen in die Technik von Morgen investieren und bekommt keine Fördermittel, weil die Telekom DSL ohne Förderung hochziehen möchte? Ist das etwa der freie Wettbewerb?
 
@SunnyMarx: Das hatte ich ja schon in meinem Kommentar [o3] geschrieben, scheint aber kaum jemanden zu interessieren.
Normalerweise wimmelt es doch hier nur von Kommentaren, die sich über Missstände "beschweren".
*kopfkratz*
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