Elsevier-Verlag schießt mit 15-Mio.-$-Klage gegen Schattenbibliothek

Der Wissenschaftsverlag Elsevier versucht nun nicht mehr nur mit Abschaltungs-Verfügungen gegen zwei große Open Access-Plattformen vorzugehen. Jetzt zieht das Unternehmen auch mit millionenschweren Schadensersatzforderungen gegen Sci-Hub und LibGen ... mehr... Google, Street View, Wissenschaft, CERN, Lhc, Large Hadron Collider, Teilchenbeschleuniger Bildquelle: Google Street View Google, Street View, Wissenschaft, CERN, Lhc, Large Hadron Collider, Teilchenbeschleuniger Google, Street View, Wissenschaft, CERN, Lhc, Large Hadron Collider, Teilchenbeschleuniger Google Street View

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Richtig so, denn es bedeutet Gerechtigkeit für diejenigen, die für die Leistungen zahlen. Wo kommen wir hin, wenn man sagt: Wer sich's nicht leisten, bekommt es umsonst?
 
@regulator: Ja... Wo kommen wir denn da hin???
Möglicherweise in eine bessere Zukunft. Sowas wiederwertiges aber auch.
 
@regulator: Welche Leistung denn? :D
 
@ckahle: Du bist also der Ansicht alles im Leben sollte kostenlos sein? Auch die Arbeitskraft?
 
@regulator: Wie auch immer du darauf kommst...nunja...
 
@regulator: Es ist korrekt, dass wissenschaftliche Leistung enorm viel Arbeit bedeutet und auch irgendwo entlohnt werden sollte. Allerdings erzeugt wissenschaftliche Arbeit bei den Schöpfern häufig kein Einkommen, weshalb Quellenbeschaffungspreise von dutzenden Euro für mitunter hunderte Werke (bei größeren Arbeiten) nicht finanzierbar ist. Daher braucht es eine Art Spotify/Netflix für Wissenschaft, sodass man im Flatrate-Modell auf die Publikationen zugreifen kann.
 
@regulator: Du übersiehst da wohl was Wesentliches!!! Die, die Arbeiten einreichen, müssen für dieses "Einreichen" teils selbst bezahlen. ABER sie erhalten nichts dafür im Sinne von Gehalt, Autorenvergütung oder so. Ihr Vorteil ist nur, die reine Tatsache der Veröffentlichung und dass sie dadurch im Wiss.-Betrieb bekannt / bekannter werden! Was natürlich auch gerade am Anfang einer wiss. Karriere wichtig ist.

Stelle es Dir so vor: Du entwickelst eine Ware / Leistung auf Deine EIGENEN ! Kosten. Damit die unter´s Volk kommt, beauftragst Du eine Firma / einen Dienstleister mit dem Vertrieb dieser Ware / Leistung. Bevor der anfängt, will er aber erstmal Geld von Dir. Also hast Du bis hierhin noch nichts verdient, nur was reingebuttert. Nun fängt die Firma / der Dienstleister mit der Produktion und dem Vertrieb an, und läßt sich für diese Ware / Leistung von den Kunden bezahlen. UND !!! gibt Dir aber KEINE Gewinnbeteilung irgendeiner Art. Ergo: Auch hier wieder kein Verdienst für Dich, nur Zuschussgeschäft!!!

UND nun zu Dir und Deinen Worten "...Wo kommen wir hin, wenn man sagt: Wer sich's nicht leisten, bekommt es umsonst?..."! Richtig?! Wo kommen wir hin, wenn der Erfinder / der Wiss. / der Autor kein Geld verdient, sondern im Gegenteil noch bezahlen muß? Wo kommen wir hin, wenn stattdessen jemand Anderes damit Kohle macht ohne Dich zu beteiligen? DAS bedeutet dann Gerechtigkeit, so wie Du sie verstehst? Ich verstehe das sooo nicht!
 
@Kiebitz: Wenn du das nicht verstehst, liegt das vielleicht an dir. Eine gute Uni bezahlt die Gebühren für die Publikation von Beiträgen ihrer Wissenschaftler, es ist also mitnichten so, dass die Autoren das aus eigener Tasche finanzieren müssen, außer vielleicht an einer Wald-und-Wiesen-Universität. Im Gegenteil kann es sogar von der Uni her einen Bonus für den Autor geben, wenn die Uni durch den Wissenschaftler in vielen Publikationen auftaucht. Genauso wie die Unibibliotheken die Abos mit den Verlagen eingehen. Hier kann sich natürlich nicht jede Unibibliothek leisten, alle Verlage zu abonnieren, aber dies ist schließlich förderlich für den Wettbewerb der Universitäten untereinander.
 
Gegen Urheberrechtsverstöße vorzugehen ist zwar richtig, aber Elsevier? Die, die von mehr als 15000 Wissenschaftlern boykottiert werden, weil "The Cost of Knowledge". Das hat schon etwas Beigeschmack, wenn Elsevier noch viel mehr Geld möchte.
 
@The_Xar: Ja nu... Wenn man boykottiert wird, dann muss man sich eben auf die Rechte die man schon hat konzentrieren... Neue kriegt man ja keine ;) Und das Geschäftsmodell umstellen, das würde ja den Gewinn schmälern und wohlmöglich Arbeit bedeuten.
 
@The_Xar: Elsevier ist nicht Urheber, sondern nur ein Verwerter. Urheber sind die Wissenschaftler, die die Arbeiten erstellt haben. Oftmals müssen die Wissenschaftler sogar dafür zahlen, damit sie ihre Arbeiten in einem Journal veröffentlichen dürfen. Geld bekommen sie in der Regel keins, aber der Verleger der Journale verdient ordentlich durch die Kosten für die Journale. Leider sind Veröffentlichungen für Wissenschaftler sehr wichtig, sie haben also wenig Wahl und beißen in den Apfel, dass sie selbst dafür zahlen, dass andere mit ihrer Arbeit Geld verdienen.
 
Was ich bisher nicht verstanden habe, geben die eigentlichen Schöpfer der Wissenschaftlichen Schriften ihr Urheberrecht an die "Verlage" ab?

Oder beauftragen sie "nur" für die Veröffentlichung der Wissenschaftlichen Schriften?
 
@Kribs: Für das "Privileg", in einem Journal mit gutem Namen aufzutauchen, muss man schon exklusive Rechte an den Verlag geben, ja. Das Urheberrecht nicht, das kann man nicht abgeben - also zumindest nicht hierzulande. Aber die Nutzungsrechte in exklusiv schon. Das führt ja zu der absurden Situation, dass ein Wissenschaftler sein Paper dann nicht einmal ausdrucken und in die Bibliothek seines eigenen Instituts stellen darf. Das muss dann als Abo zurückgekauft werden, nachdem man schon Geld fürs veröffentlichen gelatzt hat.
 
@ckahle:Danke dir, das liegt dann irgendwo zwischen meinen beiden Fragen.

Wobei das dann, wie du schon schreibst, ein Absurdes Recht ist, das sich nicht auf den Wissenschaftlichen Inhalt bezieht, sondern nur auf die eingereichte Wiedergabe.

Für mein Verständnis, reduziert man die Veröffentlichung auf die Grundlegenden Werte und gibt nur die weiter, wäre das kein "rechts" Bruch.
 
@Kribs: ckahle hat es sehr richtig beschrieben. Urheber bleibt man stets selbst, das kann man nicht abgeben. In Deutschland gibt es das Urheberrecht, dass es Dir als Urheber erlaubt, jederzeit Nutzungsrechte (Verwertungsrechte) zu vergeben oder auch zu entziehen. Also könnten die Wissenschaftler jederzeit Elsevier die Verwertungsrechte wieder entziehen, die sie sich exklusiv per Vertrag gesichert haben. Leider kann dann Elsevier wegen Vertragsbruchs Schadensersatz verlangen. In anderen Ländern, z.B. USA gibt es kein Urheberrecht, sondern ein Copyright. Dieses kann übertragen, z.B. verkauft werden. Dann hat man selber keine Rechte mehr an seinen eigenen Werken.
 
@Nunk-Junge: Zu "...jederzeit Nutzungsrechte (Verwertungsrechte)...". Das geht, aber natürlich nur dann, wenn sich Urheber / Autoren solche Rechte haben vertraglich absichern lassen, z.B. mit einer zeitlichen Befristung, Nutzungsrechte an Verlag für 10 Jahre oder so ODER die Art der Nutzung beschränken usw. DANN können auch keine Schadensersatzforderung seitens des Verlages entstehen.

Die besondere Krux ist ja, das insbesondere junge Wissenschaftler, noch "namenlose" Wissenschaftler für ihre Karriere Veröffentlichungen in bekannten Publikationen vorweisen müssen, also auf solche Verlage angewiesen sind.

UND die Studenten im Rahmen ihrer wiss. Ausbildung sowieso solche Artikel / Zeitschriften benötigen.

Hinzu kommt, dass der Verlag Elsevier keine Einzelarbeiten / keine Einzepublikationen mehr verkauft, sondern nur noch im " Bundle" mit mehreren Einzelarbeiten / Einzepublikationen zusammengefasst. Und dann sind natürlich oft solche dabei, die der Nachfrager eigentlich gar nicht benötigt. Miese Geldschinderei eben!

Könnte doch vielleicht ein neues Geschäftsfeld für Google werden.

Es gibt einen etwas schwierigeren Weg, sich dieser fiesen Masche ein wenig zu entziehen. Man greift auf Publikationen zurück, die ihrerseits bereits "Werke" des o.a. Verlages Elsevier als Grundlage hatten. Und dann wird eben auf diese "Ersatzwerke" verwiesen.
 
Also die Gema für wissenschaftliche werke zahlste nicht wirste nicht bekannt und bleibst nen kleines licht so läuft das also.
 
@timeghost2012: Genau so!!!
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