NES Classic Edition: Nintendo verteidigt das Aus für die Mini-Konsole

Im vergangenen Herbst hat der japanische Konsolen- und Videospielhersteller Nintendo eine Miniversion seiner NES auf den Markt geworfen. Diese erwies sich als Riesenerfolg, das Gerät war die längste Zeit kaum lieferbar. mehr... Nintendo, NES, Nintendo Entertainment System, Nintendo Entertainment System: NES Classic Edition Bildquelle: Nintendo Nintendo, NES, Nintendo Entertainment System, Nintendo Entertainment System: NES Classic Edition Nintendo, NES, Nintendo Entertainment System, Nintendo Entertainment System: NES Classic Edition Nintendo

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Nintendo hat eben noch Prinzipien - die kann nicht jeder nachvollziehen, aber mit dem Ansatz: Immer ihren eigenen Kurs zu fahren - hat Nintendo ein Alleinstellungsmerkmal inne, welches sie auch vor Größen wie Sony und Microsoft mehr oder weniger resistent gemacht hat. Immerhin können Sie relativ locker neben den anderen existieren und ich habe das Gefühl, dass Nintendo auch nicht so 'tryhards' (bitte unwertend verstehen) sind wie die anderen - die Lebensphilosophie ist eine ganz andere - mehr so "leben und leben lassen" und weniger "ohne Rücksicht auf Verluste" - wie man es von den Anderen kennt.
 
@Agassiz: Nintendo macht "ohne Rücksicht auf Verluste" jedes größere Fanprojekt platt, auch wenn es nicht-kommerziell ist, und sie haben nichts "leben lassen", was groß genug ist, sich aber ihrer Kontrolle entzog. Diese Entscheidung ist zweifellos eine strategische. Sie wollen eine maximale Konzentration der Fans auf ihre jeweils aktuellen Plattformen und Titel erreichen und das dürfte sicherlich hinter dieser Entscheidung stehen.

Wenn Nintendo klare Prinzipien hätten, dann würden sei Fragen in solche Richtung nicht mit den langen, unklaren und nicht nachvollziehbaren Statements beantworten, die so typisch für diese Firma sind.
 
@dpazra: Nintendo ist da sehr streng, das stimmt, aber deren Einstellung ist ihr volles Recht. Fanprojekte können jederzeit unterlassen werden, nicht nur bei Nintendo. Das sollte jedem bewusst sein. Letztens gab es bei WoW so einen Fall, wo ein Fan über Interface-Addons im Spiel die Lowlevel Gebiete umkrempeln wollte mit kompletter Vertonung der Quests durch eigene Dialoge (weil die originalen Questtexte zum Lesen, nicht zum Sprechen gemacht sind). Das war mit Blizzard Entwicklern abgesprochen und die fanden das eine coole Idee und hatten nix dagegen. Kurze Zeit später kam die Unterlassungsklage, denn während die Entwickler kein Problem damit hatten, hatte die Rechtsabteilung sehr wohl ein Problem damit.

Die NES Classic war eben als Limited Edition geplant gewesen. Eine Homage an die alte Zeit, mehr nicht.
 
@Agassiz: Es gibt auch noch Spielraum zwischen "melken" und seine Waren so sehr verknappen das selbst Fans keine Konsole mehr kriegen. Gilt für die Switch fast genauso.
Das man damit diese ganzen Ebay Weiterverkäufer mit ihren horrenden Preise unterstützt kommt dazu.
 
@Toerti: Die Switch ist nicht künstlich verknappt. Nintendo ist da einfach nur zu vorsichtig an die Sache rangegangen nach dem Wii U Debakel.
Um die Nachfrage so gut wie möglich zu bedienen haben sie ihre Gewinne geopfert und anstelle von langsamer aber günstiger Lieferung per Schiff haben sie Flugzeuge benutzt um die Switchs schneller an den Kunden zu bringen und die Lieferung per Flugzeug hat ordentliche Kosten. ~30$ pro Stück hat Nintendo da draufgezahlt.
So viel zum Thema künstliche Verknappung.
 
@Wuusah: Die Fliegerei galt für den Launch. Seit April wird wieder per Schiff verschickt, wie viele überhaupt per Flugzeug verschickt wurden wird darüberhinaus auch nicht gesagt.
Die Wii U war mit ähnlichen Verkaufszahlen beim Launch auch ausverkauft man hätte also sehr wohl insbesondere für den Start großzügiger planen können.
Die Flugzeuggeschichte dient der Legendenbildung um die Spannung hoch zu halten. Wenn man an einer Entspannung interessiert wäre würde man für das Geld Produktionskapazitäten kaufen anstatt Konsolen spazierenzufliegen.

Bei Mediamarkt und voelkner.de steht die Lieferbarkeit auf August und bei ebay gehen die Preise durch die Decke.

Die gefallen sich einfach in diesem Hauch aus Exklusivität.
 
@Toerti: Weißt du wie lange es dauert bis ein Produkt hergestellt ist? Nein, dann laber nicht. Nintendo hat letzten Sommer mit der Produktion begonnen. Die können nicht von jetzt auf gleich mal eben die Kapazitäten aufstocken und sofort wieder Millionen an Switchs zur Verfügung haben. Sowas dauert seine Zeit.
Außerdem stehen die Kapazitäten nicht einfach so frei rum. Das sind Auftragsfertiger, die rund um die Uhr ausgelastet sind. Man kauft sich die Kapazitäten für bestimmte Zeiträume und diese Zeiträume müssen erstmal frei sein. Da steckt ein gewisser Grad an Verhandlung dahinter.
Ich meine, mal ernsthaft, wie stellst du dir das vor? Nintendo ruft mal eben beim Auftragsfertiger an und sagt denen "joa, wir brauchen noch par Millionen Stück am besten morgen, hopphopp" oder wie?
 
@Wuusah: Nintendo hat die Switch viel zu früh auf den Markt gebracht. Diese Meinung vertrete ich seit Anfang an. Die typische Qualitätskontrolle, die man sonst von Nintendo kennt, wurde bis ins unterste Niveau reduziert. Die Erstkäufer wurden von Fehlern und Bugs nur so geplagt.
"Biegbare" Konsolen, fehlerbehaftete Displays, zerkratzte Displays aufgrund der Docking-Station, Controller mit schlechter Verbindung, Probleme falls man die seitlichen Controller zufällig falsch in die Konsole einrastet usw...
Das sind alles Fehler die man verhindern hätte können wenn man sich in der Planung und Qualitäts- bzw. Endkontrolle etwas Zeit gelassen hätte. Dazu kommen noch die kaum vorhandenen Release-Titel. Das sind alles Indizien dafür dass Nintendo keine Zeit totschlagen und das Produkt nur so rasch wie möglich an den Kunden bringen wollte. Sei es der Konkurrenzdruck gewesen oder sonst was, das war nicht gerade Nintendo-like. Ein solches Produkt benötigt mehrere Jahre an Planung und Tests bis es Marktreif ist, da hast du absolut Recht. Bei der Switch hat man aber das Gefühl dass es gar nicht so lange her ist.
Ich bin absolut kein Nintendo-Hater. Ich liebe deren Spiele und Konsolen, spiele sie sehr gerne und bin mit der NES und SNES aufgewachsen. Aber man muss auch realistisch sein und der Tatsache ins Auge blicken. Das was Nintendo da veranstaltet hat ist nicht dem Kunden zuliebe. Läge es ihnen an den Kunden, wie sie so gerne behaupten, würden sie die NES Mini nicht vom Markt nehmen. Dies liegt einzig und allein daran um die Switch zu pushen. Seitdem der neue CEO an der Macht ist, weht ein neuer Wind. Mal sehen wie sich Nintendo in Zukunft schlägt. Ich zumindest wünsche dem Unternehmen alles Gute.
 
@Ryou-sama: Fehlerhafte Konsolen gibt es immer bei Launch. Gab es bei allen bisherigen Konsolen, sowohl Sony, als auch MS als auch Nintendo. Und es wurden nicht die Erstkäufer mit bugs geplagt. Die meisten hatten absolut keine Probleme.
Das Problem ist nur, dass heutzutage jeder ein Smartphone hat und über social media einige wenige Fälle ausschauen können wie tausende und zehntausende von Fällen. Bedenke, dass über 2 Millionen verkauft wurden. Selbst bei einer Ausschussrate von 0,5% sind das immer noch 10000 Konsolen mit einem Defekt. 10000 Leute, wovon die meisten, wenn nicht alle Internet und/oder Smartphone haben und die Probleme sofort berichten.
Man muss weiterhin bedenken, dass der Release zu einer Zeit war, wo sonst nicht wirklich was passiert ist, was machen also die Newsseiten? Die springen voll drauf an und berichten über jeden Einzelfehler und berichten so, als wären das Serienfehler. Der einzige wirkliche Serienfehler ist der linke Joycon Controller. Alles andere sind Einzelfehler gewesen, die Nintendo sofort behebt, wenn man sich an Nintendo wendet.
Die Switch funktioniert einwandfrei. Der Hype um ein Nintendo Release und die Tech News flaute im März hat einfach dazu geführt, dass es so rüberkommt als ob die Switch beim Kauf einfach nur ein brick ist. Dem ist aber nicht so. Wenn du eine Switch im Laden finden kannst, kannst du auch davon ausgehen, dass sie normal funktioniert.
 
"nachvollziehen können oder wollen diese Erklärung aber nur die wenigsten"

Weil es keine Erklärung ist. Begrenze Ressourcen sind keine Erklärung dafür, die Produktion eines fertig entwickelten Systems mit einer Komplexität noch unter der des Raspberry Pi zu stoppen. Sie können mir nicht erzählen, dass sich in China kein Auftragsfertiger finden lässt, der das Ding bis zur absoluten Deckung des globalen Bedarfs weiterproduziert.

Wenn sie zusichern würden, eine Produktion von einem NES oder SNES Mini Classic zu tolerieren, dann wäre die Kickstarter-Kampagne übermorgen fertig finanziert. Die Emulation dieser Geräte ist seit über einem Jahrzehnt schon perfektioniert und man braucht nichts weiter, als RetroPi + Gehäuse + Controller.

Das hier sind rein marktwirtschaftliche Erwägungen. Sie wollen keine einfache und billige Alternative zu anderen Produkten, die sie im Sortiment haben. Und für eine nicht-vernachlässigbare Anzahl an Spielern ist es eine Alternative, auch wenn Grafik und Leistungsdaten nicht auf der Höhe der Zeit sind, das beweist schon die lebendige Retro-Community.
 
@dpazra: Welche Gesetze verpflichten Unternehmen nochmal Produkte dauerhaft zu Produzieren? Ach ja, gar keins... so ein mist aber auch.
 
@ThreeM: nicht falsch, aber schade und für den Fan schwer verständlich ist es trotzdem.
 
@ThreeM: Behaupte ich an irgendeiner Stelle, das Verhalten sei widerrechtlich? Ich sage, dass es unehrlich ist, nicht dass man dagegen klagen könnte.

Das Gesetz ist übrigens der niedrigste Standard, den man stellen kann. Wenn mir als einzige Rechtfertigung für mein Verhalten gegenüber anderen einfiele, dass ich nicht ungesetzlich handele, dann würde ich mich nicht für einen guten Menschen halten.
 
@dpazra: Weil ein Experte wie du es nicht nachvollziehen kann ist das Verhalten als Unehrlich. Ich verstehe
 
@ThreeM: Was ist Expertise schon gegen die übersinnliche Fähigkeit von Winfuture-Kommentaren auf vorhandenes oder fehlendes Expertenwissen zu schließen?

Laut Artikel behauptet Nintendo die Laufzeit des Produkts nicht verlängern zu "können" und schiebt fehlende Kapazitäten vor. Das ist die Aussage und ich sage, dass ist Schwachsinn.

Ich sage dir die Wahrheit, auch wenn du es mir nicht glaubst, also nimm einen Experten deiner Wahl und lasse dir folgende Tatsachen bestätigen:
- NES-Emulatoren landen in ihrer Code-Größe irgendwo zwischen 5 und 50 Tausend SLOC. Die Software Plattform ist definitiv kein komplexes Projekt, da hatte ich schon die Verantwortung über größere Projekte
- Die NES Classic hat ein sehr, sehr einfaches Board, die wesentlichen Bestandteile sind ein Allwinner R16 SoC (was im wesentlichen ein A33 ist, der seit fast 3 Jahren auf dem Markt ist und 4$/Stück kostete.), ein 256MB DDR3 SKHynix Arbeitsspeichermodul und ein 512MB Flash-Chip. Eine banalere Auswahl an Standard-Teilen gibt es nicht.
- Die NES Classic Konsole hat keine besonderen Einschränkungen bzgl. Größe, Wärmeentwicklung, etc.

Absolut jeder relevante Auftragsfertiger könnte dieses Produkt in beliebigen Stückzahlen produzieren. Diese Standard-Bauteile sind absolut austauschbar, eine so kleine Codebase, wie sie zur NES-Emulation nötig ist, mit der Linaro-Toolchain für einen anderen SoC zu kompilieren (wenn Allwinner langfristig nicht liefern könnte, was eh nicht passieren wird) bindet keine nennenswerten Kapazitäten zur Portierung bzw. man könnte es outsourcen, denn über die NES-Konsole gibt es eh keine Geheimnisse mehr.
 
@dpazra: "Absolut jeder relevante Auftragsfertiger könnte dieses Produkt in beliebigen Stückzahlen produzieren" Das ist ja schön das du dies so annimmt. Produktionsstraßen müssen aber erstmal gebaut/angepasst werden, welches wiederum Kosten verursacht. Das Problem ist nicht das Produkt als solches, sondern auch das was in der Fabrik passieren muss damit am Ende NES Classics vom Band fallen.
 
@ThreeM: Das "Gesetz" der Wirtschaft.

Damit ein Unternehmen bestehen kann, muss es die Wünsche der Käufer/Kunden erkennen und sich danach richten.

Nintendo geht zur Zeit genau den anderen Weg. Ewig zu niedrige Stückzahlen. Fans und Käufer bekommen nichts mehr und Wucherverkäufer sichern sich höhere Stückzahlen um es zu übertriebenen Preisen in Aktionen einzustellen.

Ich kenne zig Fans die keine NES Classic bekommen haben und trotz des zu hohen Preises eine Switch kaufen wollen, aber auch hier keine bekommen.

Die werden sich bald alle von Nintendo abwenden. Auch weil die Spielepreise immer übertriebener werden.
 
@andi1983: Ja genau, das wird ja ebenfalls seit Jahrzenten propagiert. Die Switch ist nicht zu teuer, sie ist angemessen. Die Preise für die Spiele liegen auf dem Marktüblichen Niveau, durch die Verwendung von Cartridges minimal höher (dafür bekomme ich ein Medium welches eine erheblich Längere Lebenszeit hat).

Nintendo bemüht sich die Nachfrage nach der Switch aufrecht zuerhalten und zu bedienen, ein WiiU Debakel mit wenig Marktanteil soll vermieden werden. Nicht umsonst nimmt Nintendo den Lieferweg über die Luft in kauf. Und das ist auch der GRund für die Releasestrategie neuer Titel.

Das NES Classic war schon immer als nicht dauerhaftes Produkt angekündigt und nun ist halt Schluss damit. Demnächst kommt das SNES Classic, da wird es ähnlich aussehen.

Es war Merchandise, der Grund dafür wird wohl gewesen sein, wieder in den Focus der Konsumenten zu gelangen um den Boden für die Switch zu bereiten.

Aus Unternehmenssicht man Nintendo grade sehr viel richtig, das war die letzten Jahre ja nicht so.
 
@ThreeM: Naja angemessen ist sehr dehnbar für ein 6 Zoll Spieletablet mit zu kleinen Controllern und Technik von 2015.

Bei Ebay gibt es seit Jahren Android Spieletablets mit 10 Zoll für 120-150 Euro.
Und von daher stammt auch die Idee. Und nicht wie viele behaupten die neuste Idee von Nintendo.

Dann wären 250 Euro für die Switch angemessen gewesen. Für 300 Euro müsste wenigstens 1-2 Switch und der Pro Controller beiliegen.

Spiele wie 1-2 Switch, oder einige andere würden am PC zwischen 15 und 30 Euro kosten. Bei Nintendo 50-60 Euro.

Gut aber das kann ja jeder für sich selbst bestimmen.
 
Scheint als war das NES Mini eine reine PR-Maßnahme, nicht mehr und nicht weniger. Nintendo will seine alten Spiele, wo der Entwickler keinen Cent mehr dafür bekommt, lieber weiter 5-10 Euro im eShop kassieren.
 
@DARK-THREAT: Was ja auch legitim ist :)
 
"(...) auch wir haben keine unbegrenzten Ressourcen." ... ??? HE ???

Es trägt sich doch selber. einfach laufenlassen die Maschienen sonst machen es die Chinesen ö_Ö
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