Brexit-Folgen: Erhoffter Startup-Ansturm auf Berlin ist bisher ein Mythos

Im Sommer des vergangenen Jahres haben die Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union gestimmt. Für viele vor allem junge Menschen war das ein Schock, so mancher kündigte an, nach Deutschland und im Fall von Startups nach Berlin zu ziehen. ... mehr... Deutschland, Berlin, Brandenburger Tor Bildquelle: Daniel Foster / Flickr Deutschland, Berlin, Brandenburger Tor Deutschland, Berlin, Brandenburger Tor Daniel Foster / Flickr

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Ich denke das auch dazukommt, das ein großer Teil der Betroffenen immer noch hofft, das der Austritt nicht stattfindet.
 
@Alfred J Kwack: Ja stimmt. Außerdem hofen viele Briten immer noch darauf, dass sie die schlechten Dinge der EU (Zahlung, Regelungen, ...) nicht mehr haben werden, aber die guten Dinge behalten (Zollfreiheit, Reisefreiheit, ...). Auch kann man doch nicht erwarten, dass nach der Entscheidung für den Brexit innerhalb von Tagen die Firmen umziehen. Das ist unrealistisch.
 
@Alfred J Kwack: Haha, diese Träumer - sind bestimmt diese "Politikwissenschaftler", die felsenfest behauptet haben, der Brexit und die Wahl Donald Trumps seien "nicht möglich". Auf der anderen Seite: Berlin hat nicht nur seine schöne Seite.
 
@regulator: Von unmöglich hat keiner gesprochen. ich glaube die Briten haben bei der Wahl etwas zu hoch gepokert, das haben viele auch zugegeben.
 
@kkp2321: Doch, mehrere von diesen "Experten" waren der Meinung. Zum Glück hat die Vernunft gesorgt. Gerade heute morgen habe ich erste Meinungen gelesen, die besagen, dass die EU auch letztlich auf ihren Forderungen sitzen bleiben wird, sollte es zu einem "harten Brexit" kommen (Quelle: Peter Becker vom Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit). Gewinner sehen so aus: http://in-cyprus.com/wp-content/uploads/2016/11/farage-trump.jpg
 
@regulator: Ahja
 
@regulator: Tolles Bild von zwei Losern, denen bisher politisch nichts gelungen ist, weil sie sich a) nicht an Gesetze halten und b) es ihnen nichtmal gelingt, die eigene Partei zu einen.
Stattdessen herrscht im Weißen Haus Vetternwirtschaft und Trump kriecht so ziemlich jedem Staatsmann, den er vorher beleidigt und mit Drohungen überzogen hat, nach dem ersten Treffen in den Arsch (z.B. Xi, Merkel). Das muss man auch erstmal schaffen: Bisher sind viele deutsche Kanzler den US-Präsidenten in den Allerwertesten gekrochen, nun läuft es andersrum.
 
@TiKu: Blödsinn. Dir sind also Vollblutpolitiker wie der derzeitige deutsche Außenminister lieber, der gerade mal wieder von einem Regierungschef ausgeladen wurde, weil er von Diplomatie keine Ahnung hat? Aber Hauptsache heute morgen sagen, "kann mir das fast nicht vorstellen, weil es außerordentlich bedauerlich wäre"...
 
@kkp2321: Es ist und war wie bei jeder Volksabstimmung, die Pro Fraktion ist sich zu sicher und bleibt zuhause, die Gegner mobilisieren Ihr Leute. Die Mehrheit der Engländer wollte keinen Brexit, aber diese gingen nicht zur Wahl; die Mehrheit der Berliner wollte keine Schließung des Flughafens Tempelhof, aber die Gegner haben Ihre Leute zur Abstimmung geschafft. In den vom Flughafen bzw Lärm betroffenen Gebieten war die Merheit der Stimmen gegen eine Schließung, Die Mehrheit der Flughafengegner kam aus Bezirken die weit von Tempelhof weg waren. Die dortigen Flughafen Befürworter sind nicht zur Abstimmung gegangen weil es für sie unwichtig war. über 70% der Demonstranten gegen den neuen Stuttgarter Bahnhof kamen garnicht aus Stuttgart, da nahezu jeder Stuttgarter der schonmal Zug gefahren ist, genau weiss, das der jetzige Zustand unhaltbar war. Es gibt einen guten Grund warum es gerade in Demokratien nur sehr wenig Volksabstimmungen gibt, das Volk entscheidet spontan, und das ist oft falsch.
 
Die deutschen Medien haben doch quasi propagiert, dass mit dem BREXIT die Welt untergeht, oder zumindest GB selbst im Atlantik versinkt. Laut unsere Politikern (Oppermann z.B.) geht es ja mit GB wirtschaftlich auch ganz furchtbar bergab. Soll ja schließlich keiner auf die Idee kommen die EU sei alternativlos - zumindest so lange bis alle Kompetenzen an Brüssel abgegeben wurden und wir national eh keine Möglichkeiten mehr haben an der EU-Superstaats-Diktatur zu rütteln.
 
@MoeD:
Noch sind die Herrschaften noch nicht aus der EU...
 
@MoeD: Da gebe ich Dir recht. da ich selbst in UK lebe war ich überrascht wie gelassen die Leute das Ergebnis aufnahmen. Nur in den deutschen Zeitungen habe ich den Was-erlauben-die-sich-Ton gelesen und manche Meinungen waren richtig Boshaft. Naja, für die Leute gilt weiterhin Business-as-usual
 
@MoeD: Dieser vorherrschende Frieden und die Stabilität innerhalb der EU ist wirklich unerträglich. Es wird Zeit, dass wieder die Zustände vor der EU einkehren!

So. Dann mal hoffen, dass du auch aus reiner Ironie so ein Schwachsinn schreibst bzw. auf hohem Niveau rumheulst und nicht banal aus purer Unwissenheit rechtspopulistische Überschriften verlustbehaftet zusammenfasst.
 
Was für eine Schlagzeile! Brexit
Ein (englischer) Maler, Maurer braucht ein Haus (Arbeitsstätte) in England, ein (englischer) Gärtner einen englischen Garten. Eine Firma, (braucht) eine Adresse, für die Steuern. Warum muss ich als IT nach Berlin! Klein Kleckers Dorf hat günstige Mieten und eine gute Internetanbindung. Vielleicht auch noch sonstige Vergünstigungen. Was brauche ich im IT Bereich mehr, um professionell arbeiten zu können. Null und Eins haben keine (Länder) Grenzen.
 
@tijani: IT ist heute viel mehr Promoting als Hinterzimmer Programmierung. Dafür braucht man Menschenmassen und das ist in Dörfern nicht gegeben. Apple (als Beispiel) verkauft keine IT, sondern ein Gefühl. Technisch gesehen gibt es kaum noch eine Weiterentwicklung. Pixel noch enger Quetschen, hier noch n Megaherz drauf, da noch n MB mehr Ram... Das ist alles wenig beeindruckend, was Entwicklung angeht. Lediglich der geringere Stromverbrauch bei mehr Leistung ist, was man noch als (sinnvolle) Entwicklung bezeichnen kann.
 
@kkp2321: ...und der wird maßgeblich von der Hardware bestimmt und nicht von der Software.
 
Und die die tatsächlich nach Berlin wollen (gut, Google ist jetzt kein StartUp) sehen sich mit dem Anti-Alles-Zeitgeist der Berliner konfrontiert (http://www.gruenderszene.de/allgemein/widerstand-gegen-google-campus-in-berlin-kreuzberg)
 
Berlin ?
Mir muss mal jemand erklären wie man freiwillig in die Ghetto-/Slumhochburg Berlin mit seiner ganzen Kriminalität und den ganzen Themen, die man nur denken aber nicht sagen darf, ziehen kann!
 
@marcol1979: Gibt eben Menschen, die kennen berlin nicht nur aus den Schlagzeilen der BILD.
 
@marcol1979: Ich frage mich auch warum es immer Berlin sein muss? Ich finde Bautzen ist ein besserer Standort für Start-Ups.
 
@N3T: Die dichte an Hochschulen und Unis ist glaube ich ein großer Pluspunkt. Besonders am Anfang können sich Startups nur bedingt hohe Gehälter leisten. Da kommen einem die ganzen unbezahlten Pflichtpraktika-Studenten oder zumindest die Mindestlohn Werkstudenten sehr gelegen. Dazu fehlen neben den Startups tatsächlich "richtige" Unternehmen, weshalb selbst die Vollzeitjobs dann eher durchschnittlich bezahlt und/oder mit Verträgen aufwarten bei denen Überstunden erwartet werden, mit dem Gehalt aber natürlich bereits abgegolten sind usw.
Selbst bei den bekannten Rocket Startups gab es (zu meiner Studizeit) vielleicht einen Festangestellten auf teilweise 5 oder gar 10 Praktikanten und Werkstudenten.
 
Die EU ist genau das geworden, wozu sie bestimmt war: Eine zentrale Diktatur, die jeden Micro-Mist vorschreibt und die Leute in ihrer Freiheit einengt. Das die Briten da raus wollten, ist verständlich.
Aber das war mit Sicherheit noch lange nicht alles - spannend wird es werden, wenn diese Weltherrschaftsfanatiker eine Zentralregierung für ganz Europa ausrufen werden. Dann werden selbst die glühendsten EU-Befürworter dumm aus der Wäsche gucken...
 
die britische regierung bildet sich doch immer noch ein, alle vorteile aus der eu-mitgliedschaft retten zu können, ohne die nachteile die sich daraus ergeben...zb weiterhin haupthandelsplatz für strategische rohstoffe und geld für ganz europa zu bleiben, sich aber im gegenzug zb nicht mehr an europäische umwelt/sozial/rechts-auflagen halten zu müssen(zb wieder mehr atom-müll zu verklappen, verstärkte staatssubventionen zum bau neuer akw, usw)...
 
Dass der Brexit Folgen auf die Standortwahl eines Startups haben kann, leuchtet mir ein. Nur warum sollte sich ein Startup, dass Großbritannien Aufgrund der Unsicherheit verlässt, gerade in einer der teuersten und höchst verschuldeten Städte Deutschlands niederlassen?

Wieso soll Berlin so "verlockend" sein?
 
@erso: Verglichen mit Hamburg, Stuttgart, München und Co. ist Berlin noch ziemlich günstig, die Schulden der Stadt dürften dem Unternehmen auch ziemlich egal sein - eher im Gegenteil, wer knapp bei Kasse ist, lässt sich auch auf einen schlechten Deal ein bevor er gar nichts bekommt - und ansonsten: siehe meinen Kommentar weiter oben.
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