Bossland-Chef ist Blizzards Urteil vom US-Gericht völlig egal

Die rechtliche Auseinandersetzung mit dem Cheat-Hersteller Bossland wird für den Spielehersteller Blizzard dann doch nicht so einfach, wie ein aktuelles Gerichtsurteil vermuten ließ. Denn der unterlegene Prozessgegner will die Entscheidung des ... mehr... Blizzard, Online-Shooter, Overwatch, Charakter Bildquelle: Blizzard Blizzard, Online-Shooter, Overwatch, Charakter Blizzard, Online-Shooter, Overwatch, Charakter Blizzard

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Die Reaktion als solche find ich knackig, mir nicht unsympathisch ^^
 
@kkp2321:
Alle Cheater und Leute die Cheats anbieten oder gar verkaufen sind mir sehr unsympathisch. Da können die sabbeln was sie wollen.
 
@Freudian: Stimmt. Aber Recht ist halt etwas anderes.
 
@Freudian: ich mag cheater nicht ... noch weniger mag ich aber die arroganz der amis.

die glauben ihre gerichte und abstruse rechtssprechung was schadenersatz angeht können sie einfach allen aufzwingen und erwarten dann auch noch dass die irgendwer ernst nimmt.

also ja, die bude gehört abgedreht aber nein, sicher nicht über ein us-gericht. da hat blizzard mit der aktion einfach ins klo gegriffen. neustart vor einem deutschen gericht und gut ists.
 
@dustwalker13: haben Sie schon probiert. Deutsche Benutzer dürfen die Dienste von Bossland nicht mehr nutzen. Mit ner deutschen IP kannste nicht mehr auf die Server zugreifen um die Bots zu benutzen. Mehr haben sie aber auch nicht erreicht mit der Klage hier.
 
@lurchie: Die haben schon mehr erreicht... In Deutschland ist der Vertrieb von Cheats für Onlinespiele jetzt im allgemeinen verboten, nicht nur auf WoW und Bossland bezogen. Eigentlich sollte Blizzard jetzt noch mal klagen und darauf pochen das auch die kommerzielle Herstellung hier in Deutschland für verboten erklärt wird, damit man sich nicht bei uns verstecken kann um der Strafverfolgung anderer Länder zu entgehen.

So führt das nur dazu das Bossland von Deutschland aus ins Ausland verkauft und irgendwann vermutlich eine andere Firma vom Ausland aus nach Deutschland.

Edit: Oder zumindest Bots, nicht zwingend Cheats.
 
@dustwalker13: deshalb wollen sie ja ttip ;-)
 
"da Bossland sich ohnehin nicht im Geltungsbereich der US-Justiz befinde"

Hat er Glaube nicht unrecht. Ist es nicht so das wenn ich jemand verklagen will es an seinem Heimatort machen muss ?
 
@marcol1979: Sofern er keinen Sitz in den USA hat, ist das Urteil tatsächlich nichtig in DE. Eine Reise in die USA sollte er sich aber für den Rest seines Lebens verkneifen.
 
@kkp2321: Hab nochmal gesucht uns so ist es:

"Die örtliche Zuständigkeit richtet sich grundsätzlich nach dem Gerichtsstand des Beklagten, das heißt, der Kläger muß den Prozeß bei dem für den Beklagten zuständigen Gericht führen, er muß «zum Beklagten kommen» (§ 12 ZPO). Der Gerichtsstand des Beklagten wiederum richtet sich grundsätzlich nach dessen Wohnsitz (§13 ZPO), bei -»Kaufleuten nach dem Ort, wo sie ihr Geschäft betreiben (§21 ZPO)."

http://www.rechtslexikon.net/d/gerichtsstand/gerichtsstand.htm
 
@marcol1979: Ich bin mir nicht sicher, ob die deutsche ZPO für die amerikanischen Gerichte eine besondere Bedeutung hat ;-)

Ich vermute (!) die haben eine Regelung, wonach bei nicht in den USA ansässigen Personen jedes Gericht zuständig ist, in deren Bezirk die Verfehlung eine gewisse Auswirkung hat, und das dürfte in Zeiten des Internets so ziemlich jedes US-Gericht sein.
 
@rallef: Hat sich die selbsternannte Weltpolizei jemals um die Gesetze anderer Länder geschert?
 
@marcol1979: Die Frage ist, ob da nicht doch US Recht gilt, wenn sich das Angebot auch an Kunden aus den USA richtet. Genauso gilt ja Deutsches Recht, wenn sich ein Angebot an deutsche Kunden richtet. So wird oft zum Beispiel bei Waresseiten Argumentiert.

Die Frage ist nur, in wie weit man das Urteil dann durchsetzen kann.

Außerdem könnte durch den Onlinevertrieb eventuell ein fliegender Gerichtsstand gültig sein. Dies aber nur innerhalb Deutschlands. Außer oben genanntes ist gültig.
 
@marcol1979: Wenn das so ist, dann gelten die EU-(Datenschutz-)Gesetze dann aber auch nicht für US-Firmen. Passt.
 
@eragon1992: Jene US-Firmen haben in der Regel eine Dependence in der EU oder sogar in Deutschland, die hier unter eigener Adresse firmiert (z.B. die Microsoft Deutschland GmbH). Und schon hast Du einen deutschen Gerichtsstand.
 
Er sollte zukünftig Staaten wie die Schweiz meiden, um nicht doch unversehens die USA besuchen zu müssen.
Merkwürdiger Weise sind die USA sehr unnachgiebig, wenn es um nicht amerikanische Staatsbürger geht, die sie belangen wollen.
 
@Kribs: Das stimmt. Erst letzte Woche wurde z. B. die Einstellung des Verfahrens gegen Roman Polanski abgelehnt. Seit 1977 besteht in den USA Haftbefehl gegen ihn.
 
@regulator: naja, wer sex mit der 13 jährigen hat, gehört bestraft.
 
Hab ich mir schon gedacht als das Urteil gesprochen wurde. US isn´t DE.
 
@he@dy: And US isn't DE/EU.
 
Das hat nichts mit Cheaten oder nicht Cheaten zu tuen. Hier nimmt sich die Firma Blizzard recht raus, die US Justiz auf ein deutsches Unternehmen anzuwenden. Geht gar nicht!
 
@tingel1: Das machen die Europäer auch sehr gerne bei US-Konzernen.
 
@eragon1992: diese Klagen dann aber gegen deren Niederlassungen innerhalb der EU. Wenn in Deutschland gegen Ms geklagt wird, dann gegen die deutsche Niederlassung. Bei Apple ist es die EU Niederlassung in Irland. Bossland hat aber keine Niederlassung in den USA also kann Blizzard dort auch nicht gegen sie mit amerikanischen Recht klagen. Die Klage hatte Blizzard Frankreich einreichen müssen um die in Deutschland angemeldete Firma Bossland zu verklagen, bzw haben sie das schon mal und es wurde lediglich ein Verbot ausgesprochen welches es deutschen Nutzern untersagt die Software zu nutzen (Deutsche IP´s werden ausgefiltert). Absoluter Fail von Blizzard ein deutsches Unternehmen vor ein US Gericht stellen zu wollen. Das Urteil wäre mir auch pieps egal. Fliege ich halt nicht mehr nach Amerika und gut ist es. Deutschland liefrt zwar aus an die Amis aber nicht bei einem Gerichtsurteil was hier keinen Bestand hat.
 
@lurchie: geklagt wird ja gegen eine GmbH, ich glaube nicht dass die Gesellschafter selbst etwas zu befürchten haben.
 
@rafterman: das kommt ganz drauf an wie die Amis ticken. Sollte dem Urteil nicht folge geleistet werden kann ich mir gut vorstellen das bestimmte Personen in Amerika auf die rote Liste wandern und bei Einreise am Flughafen festgehalten werden um das Urteil zu vollstrecken.
 
@lurchie: Da irrst Du dich. Ich kann jeden verklagen im eigenen Land. Urteile sind auch rechtskräftig.
Denn Grundsätzlich gilt: Gerichtsstand ist jener, der vereinbart ist. Gibt es keinen, ist der Gerichtsstand des Geschädigten zuständig (nicht die des Schädigers)!
Die Frage am Ende ist nur... kann man das Urteil durchsetzen und das liegt immer daran, ob es darüber zwischenstaatliche Abkommen gibt. Und zwischen Deutschland und den USA gibt es das!
 
@tingel1: Sofern es (aus US-Sicht) eine Auswirkung auf inländische Rechtsgüter gibt, ist die Tat im Ausland durchaus rechtlich relevant. Und natürlich nach den eigenen Gesetzen. Das ist international so üblich.

Das einzige Problem ist ihn zu ergreifen... Keine Ahnung ob jemand, der Zwetan Letschew heißt, deutscher Staatsbürger ist, der nicht ausgeliefert wird, aber selbst wenn, dann sollte er bei künftigen Urlaubsreisen sich ganz genau über die Auslieferungspraxis in seinem Urlaubsland - einschließlich aller Zwischenstopps - erkundigen.

Oder was meinst Du, warum Julian Assange seit Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in Ecuador im Asyl lebt?
 
@rallef: Bei Julian Assange handelt es sich aber aus Sicht der Amerikaner um einen Staatsfeind. Das wiegt noch etwas mehr als eine kleine deutsche Firma die Boots verkauft um zu Cheaten. Wäre Julian Assange in Deutschland, müsste er auch hier mit der Auslieferung in die USA rechnen. Unser lieber Letschew kann dem eher gelassen entgegen sehen. Blizzard hat für Deutschland ja bereits ein Verbot erwirkt. Deutsche User können die Cheats nicht mehr nutzen da die Ip´s ausgefiltert werden. Mehr haben sie aber nicht erreicht mit der Klage. Die Schadensersatzforderung vor einem US-Gericht soll jetzt nur nochmal das Statement unterstreichen das es so aussieht als würde Blizzard was unternehmen gegen solche Anbieter und als Einschüchterung dienen.
 
@rallef: muss ja nicht um Haft gehen, dürfte schon langen wenn man ihn pfänden kann.
 
@tingel1: Was nimmt sich Blizzard heraus, was das Gesetz nicht hergibt? Schließlich hat ein Gericht das Urteil ausgesprochen und nicht Blizzard. Das heißt es beruht auf geltendem Recht. Und ob es einem passt oder nicht, in dem Fall ist es absolut richtig, wie Blizzard vorgegangen ist (da es das Gesetz erlaubt und auch so vorsieht)!
 
Tja was für ein dummer Mensch. Ahnung hat er mal gar nicht. Natürlich gibt es Abkommen zwischen den USA und Deutschland, um mögliche Urteile zu vollstrecken.
Dabei ist in erster Linie irrelevant, ob es den Straftatbestand auch in dem anderen Land gibt. Hier wird nur geprüft, ob eine Strafe nicht anderem Recht, vor allem der Verfassung, entgegen steht.

Daher sind grundsätzlich ALLE Geldstrafen, egal ob Zivilrecht oder Strafrecht, über den (recht komplizierten und sehr langwierigen) Weg der Amtshilfe eintreibbar.
Auch eine Haftstrafe könnte umgesetzt werden. Eine Haftstrafe aus den USA könnte dann in DE vollstreckt werden (und umgekehrt).
Was unmöglich ist, ist die Auslieferung eines eigenen Staatsbürgers an den anderen. Das verbietet in beiden Staaten die Verfassung.

Am Ende bleibt abzuwarten, ob in den USA die Amtshilfe beantragt wird und ob in der EU/DE Gesetze gefunden werden, die dagegen sprechen. Aber gerader was das Geld angeht... das gibt es recht häufig dass in DE Vermögen aufgrund von US Anträgen gepfändet werden.
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