Tor hilft auch nicht, wenn Dealer sich offline auffällig verhalten

Der beste Schutz durch Anonymisierungs-Netzwerke und VPN-Verbindungen hilft letztlich nicht dabei, die eigenen Drogengeschäfte zu tarnen, wenn man beim Versand der Waren die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Das musste jetzt ein Fentanyl-Dealer ... mehr... Polizei, Drogen, Razzia, Darknet, Beschlagnahmung, Drogenhandel Bildquelle: LKA Rheinland-Pfalz Polizei, Drogen, Razzia, Darknet, Beschlagnahmung, Drogenhandel Polizei, Drogen, Razzia, Darknet, Beschlagnahmung, Drogenhandel LKA Rheinland-Pfalz

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Man muss Drogen verstärkt bekämpfen. Dazu zählt insbesondere auch Cannabis. Die aktuelle Entwicklung in Deutschland in dieser Frage ist besorgniserregend (siehe Berlin und den Görlitzer Park/Bahnhof - ich war zuletzt Ende August dort und bekam innerhalb einer Viertelstunde zehn Mal von schwarzen Männern "Stoff" angeboten, auch auf dem Bahnsteig wird offen gehandelt! Ein Skandal!).
 
@regulator: Man muss einfach nur alle Drogen legalisieren. Funktioniert super - siehe Portugal. Das ganze würde auch Millionen an Steuern in die Staatskassen treiben, da man die Stoffe entsprechend besteuern kann.
 
@Ludacris: Drogen sind in Portugal nicht legal.
 
@crmsnrzl: Sie sind zumindest vor 16 Jahren entkriminalisiert worden.
 
@Ludacris: Das ist richtig, dadurch sind sie aber nicht legal geworden. Der Besitz, selbst von Kleinstmengen, ist weiterhin verboten.

Entkriminalisierung heißt in diesem Fall, dass der Besitz von geringen Mengen (Eigenbedarf) als Ordnungswidrigkeit (bzw. damit vergleichbar, die portugiesischen Termini sind mir jetzt nicht bekannt) und nicht als Straftat behandelt werden. Betreffenden Personen winken dennoch Bußgelder, Psychologe, Therapie, Sozialarbeit, Platzverbote.

Wird man beim Handeln oder mit größeren Mengen erwischt, wird man als Dealer betrachtet und es entsprechend als Straftat verfolgt.
 
@Ludacris: legalisierte Drogen würden zudem weite Teile der damit verbundenen Kriminalität bekämpfen. Hinzu kommt die Sicherheit dass der Staat die Qualität überwacht wodurch z.B. Kosten für das Gesundheitssystem reduziert werden. Steuereinnahmen kommen hinzu. Süchtige könnten zudem in staatlich überwachten Ausgabestellen erkannt und einer Suchtberatung zugeführt werden. Fakt ist dass in Deutschland die größten Gefahren und Belastungen für die Gesellschaft (Kosten für Polizei, Gesundheitswesen, Arbeitsausfälle etc) durch legale Drogen wie Alkohol und Tabak sowie frei erhältliche Medikamente oder Missbrauch verschreibungspflichtiger Medikamente entstehen. Studenten die sich mit Wick Medinait und Co aufputschen oder ruhig stellen sind keine Seltenheit, selbiges gilt für erstaunlich viele Mitglieder des "gutbürgerlichen Mittelstandes", bedingt auch durch die gesellschaftlichen Veränderungen.
 
@Ludacris: Ja, genau, weil Drogen ja auch so harmlos sind. Die zusätzlichen Steuereinnahmen werden dann zum Bau und Betrieb von Entzugskliniken genutzt.
 
@regulator: Schau dir Portugal an. Seit der entkriminalisierung von Drogen ist die Rate an Abhängigen zurückgegangen. ("Auch die Zahl der Drogentoten ist seit 2001 in Portugal um mehr als 75% gesunken. Das Land wies bis 1999 die höchste Zahl an drogenbedingten AIDS-Todesfällen in der gesamten EU auf. Wurden 2007 noch etwa 20 Prozent der HIV-Neudiagnosen in im Zusammenhang mit Drogen registriert, waren es 2014 noch 4%.")
 
@Ludacris: Ja sicher...ein Junkie, der nicht mehr arbeitsfähig ist und sich sein
Geld mit Beschaffungskriminalität "verdient"(um sich den legalen, aber
besteuerten Stoff leisten zu können) spült natürlich Millionen in die
Staatskasse.

Alles klar....
 
@Selawi: Aus beruflicher Erfahrung kann ich behaupten, dass ein Junkie durchaus in der Lage ist zu der Ausarbeitung eines Hilfeplanverfahren zu gelangen. Bei einen Alkoholkranken oder Spielsüchtigen im Bereich Internet sieht es da ganz anders aus. Da werden teilweise sinnlose Steuergelder verschwendet u. alle Möglichen Versuche unternommen im diese Kranken Menschen Möglichkeiten zu geben, meistens vergebens.
Definitiv kann alles kann zu einer Sucht werden wenn die Psyche anfällig dafür ist. Ob wir anfällig werden entscheidet u.a. unsere Biographie gerade in Kindesalter. Viele können noch nicht einmal was dafür, dass ihnen was in der Kindheit gefehlt hat oder das was passiert ist was nicht passiert hätte sollen (Gewalt, Misshandlung, Verwahrlosung etc.) Von Heroin kann man zumindest schneller wegkommen als vom Alkohol oder Internetsucht. Gerade die Spiele/Internetsucht wird immer härter werden, da man diesen ständig u.a. am Smartphone, PC, Spielekonsole usw. ausgesetzt ist und es auch in unsere Gesellschaft fest integriert ist.
Da Alkohol auch für den Körper schädlicher ist als Heroin, einstehen weitreichende Folgeerkrankungen wie Nierenversagen, Bauchspeichelkrebs, Leberzirrhose, Herzkreislauferkrankungen usw. Viele Alkoholiker müssen zur Dialyse und die Kosten betragen pro Patient im Jahr je nach Dialyseart ca. 50.000 Euro. Ein Heroin abhängiger kostet der Krankenkasse und den Staat definitiv nicht so viel.
 
@regulator: An meiner Arbeit habe ich viel mit Mediensüchten u.a. mit Spielsucht & Internet-Sucht, zu tun wovon es immer mehr Klienten werden. Diese Klienten wollen nicht arbeiten, zeigen meistens keine Einsicht über ihr Verhalten, verwahrlosen in ihrer Wohnung, haben eine sehr schlechte Körperhygiene und reagierten auf pädagogische Maßnahmen teilweise mit nonverbaler Aggressivität. Es würde keinen Sinn machen, deswegen das Internet zu verbieten oder andere digitale Medien zu verbieten. Dann könnte man auch gleich Zucker und Fetthaltiges Essen verbieten denn diese Lebensmittel lösen schwere Krankheiten wie Diabetes mellitus, Krebs usw. aus wofür der gesunde Mensch an Steuern zahlen muss. Verbot hilft nicht weiter sondern Prävention. Ein zufriedener aufgeklärter Mensch verfällt nicht so schnell in eine Sucht wie jemand der u.a. wegen einer schlechten Kindheit depressiv oder in seinen Verhalten instabil ist. Dazu kommt, dass die legalen Drogen in den Bereichen Sucht, Neurotoxizität und Gewaltauslöser gerade in der Häuslichen Gewalt höher eingestuft werden als viele illegalen Drogen.
 
@ContractSlayer: Danke! Ein Text von einem der Ahnung hat. Prävention brachte noch nie etwas und kostet uns Millionen. Versteuerte Drogen und die Einnahmen ins Gesundheitssystem, dann kann einem auch niemand mehr vorwerfen die Süchtigen illegaler Substanzen würden das Gesundheitssystem so sehr belasten. Das liegt eh hauptsächlich an den Streckstoffen, wenn 80% der substanz die die süchtigen konsumieren irgendwelche streckstoffe sind.
 
@regulator: Wenn Cannabis so schlimm ist, dann bitte auch Alkohol verbieten. Und Zigaretten.
Und wo wir schon dabei sind, wieso nicht gleich Zucker. Immerhin die am meisten konsumierte Droge der Welt.
 
@Wuusah: Du solltest nochmal nach der Definition von Drogen schauen.
 
@crmsnrzl: evtl solltest du das machen. Zucker ist eine Droge. Kannst ja gerne ein Selbstexperiment machen und auf Zucker verzichten. Der Entzug trifft dich härter als du denkst
 
@Wuusah: Glukose und andere Zuckerarten sind ein Bestandteil der Nahrung und werden auf jeden Fall im Stoffwechsel gebraucht. Man kann prima auf reinen Zucker verzichten, auch auf andere Zuckerstoffe wie Honig. Der Körper braucht aber Kohlenhydrate, aus denen er dann Glucose abspalten kann.
 
@wertzuiop123: Zucker heißt nicht Kohlenhydrate. Zucker ist die Droge, nicht Kohlenhydrate
 
@Wuusah: Zucker fehlen wesentlich Merkmale von Drogen, (inklusive, aber nicht ausschließlich):
Zucker ist keine psychotrope Substanz.
Zucker führt nicht zu einem Verlust der Selbstkontrolle.
Es gibt auch keine Abstumpfung der Wirkung, wie bei Drogen üblich.

Zucker ist lebensnotwendig, denn er ist die Hauptnahrung fürs Gehirn.
Die Tatsache, dass der Normalverbraucher täglich zu viel Zucker zu sich nimmt, macht Zucker nicht zur Droge sondern lediglich die Ernährung ungesund. Den Zuckerkonsum zu reduzieren kann man, denn in Obst und Gemüse ist von Haus aus genügend Zucker enthalten.

Auf Zucker verzichten kann man nicht. Erstens bringt es dich um, nur Sauerstoff und Wasser sind noch wichtiger. Zweitens kannst du praktisch nichts essen, wenn du keinen Zucker zu dir nehmen willst. Ob nun Fruchtzucker, Schleimzucker und Traubenzucker oder den daraus bestehenden Kristallzucker, Milchzucker, Malzzucker und Stärke, kurz Kohlehydrate, das Zeug ist fast überall enthalten. Pappe wäre vielleicht eine Option.

Wie alles, auch Wasser und Sauerstoff (reiner Sauerstoff in höheren Dosen ist tödlich), ist es im Übermaß schädlich. So auch bei Zucker. Die "Entzugserscheinungen" von denen du sprichst mögen so manchem Drogenentzug gleichen, das macht sie aber nicht zur Droge. Wie bei jeder größeren Ernährungsumstellung braucht der Körper Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen.

Zusätzlich kommt der Mensch bereits genetisch vorprogrammiert mit dem Verlangen nach Zucker und Fett auf die Welt. Das ist auch kein Zufall, dass der Mensch (und Tiere allgemein) ein Präferenz für Fettiges und Süßes hegen, sind es doch die Energieträger schlecht hin. Jene, die Fettiges und Süßes gemieden haben, hat die Evolution ausgesiebt. Den Luxus, und damit das Problem, der übermäßigen Zufuhr, gibt es in der freien Wildbahn kaum.

Nicht alles was süchtig machen kann, ist eine Droge.
 
@regulator: Das ist absolut lächerlich, was du mal wieder von dir gibst. Wenn in diesem Land etwas völlig verlogen und von einer mächtigen Industrie (Brauereien, Tabak) gesteuert ist, dann wohl die Dogenpolitik. Da hättst wirklich mal was für dein übliches Verschwörungs- und Wahrheits-Gelaber. Zeigt nur, wie keingeistig reaktionär du aufgestellt bist.
 
@regulator: Einen Kommentar zu Cannabis muss ich dann doch loslassen. Ich habe aber durchaus den Eindruck, dass die Politiker da irgendwie Morgenluft wittern, was Wählerstimmen betrifft, obwohl sie Cannabis eigentlich doch nicht wollen.
Wie haben das gerade in Düsseldorf, in Berlin gab es das auch, es soll dort ein Studienprojekt zum legalen Kauf von Cannabis geben und viele Politiker, verschiedener Parteien, sind dafür (Hier in Düsseldorf ist nur die CDU eindeutig dagegen). Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die Politiker nur deswegen dafür sind, weil sie genau wissen, dass sowas vom Bundesinstitut für Arzneimittel BfArM sowieso abgelehnt wird.
 
Tja, wenn es dort sowas wir die DHL Paketbox (Frankierte Päckchen, Pakete) gegeben hätte, wär er überhabt nicht aufgefallen.

Ich weiß aber nicht, ob es in den USA vergleichbares gibt.
 
@Kribs: Auch die musst Du ja erstmal befüllen und das Porto bezahlen, letzteres geht an der Packstation eben nicht bar, sondern nur mit Karte, und schon haben die Dich wieder.
 
@rallef: Nein, du legst fertig Frankierte Päckchen rein und gut ist, da wird nichts abgefragt, jedenfalls bei mir in der Umgebung ist das bei 2 Stationen so.
 
Es ist immer wieder erstaunlich wie sich viele Leute über Drogen beschweren während sie selbst dem Alkohol fröhnen. Eine Droge die uns völlig enthemmt, gewaltbereit macht, uns Sachen machen lässt für die wir uns am nächsten Tag womöglich Schämen, uns einen Blackout beschert, uns zum kotzen bringt, unter deren Einfluss wir nicht mehr richtig sprechen und laufen können und die dazu auch noch neurotoxisch ist. So manch eine der illegalen Drogen hat nicht annähernd so katstrophale Auswirkungen. Die Suchtgefahr ist auch nicht anders, als bei vielen Drogen.

Ja, die Dosis macht das Gift - aber was wäre es für eine Doppelmoral, wenn das nur für Alkohol gilt.

Und dann haben wir noch unseren geliebten Tabak, der vielleicht keine starke Wirkung hat, uns aber genauso schnell süchtig macht wie Heroinkonsum. Aber nein, ich rede natürlich Blödsinn.... Wer Drogen nimmt ist ja auch sofort ein Junkie - wer Alkohol trinkt, dann auch sofort ein Alkoholiker?

Fast alle Probleme die Drogen zugeschrieben werden, werden direkt oder indirekt durch die Illegalität erst geschaffen. Haben wir aus der Prohibition nicht gelernt? Ihre Geschichte ist das perfekte Beispiel und es geht um den in unserer Gessellschaft so geliebten Alkohol. Wie würden Länder wie Mexiko heute aussehen, wenn es keinen "Kampf gegen Drogen" geben würde und Drogen schon damals legal gewesen wären. Würde Trump dann heute immer noch eine Mauer bauen wollen?

Mir ist es zudem sogar 1000x lieber, wenn mir einige Menschen entgegen kommen die XTC genommen haben, anstatt stark alkoholisierte Personen.

Wer sich wirklich unvoreingenommen mit dem Thema beschäftigt, kommt zu dem Entschluss das Legalisierung der einzig richtige Weg ist. Legalisierung ist nicht gleichbedeutend mit Verherrlichung - auch das verwechseln viele.
 
@Smedi: Ehrlich, mit Ausnahme einer Vermeidung der Beschaffungskriminalität, sehe ich absolut keinen Grund einer Legalisierung bzw. des Freien Verkaufes der damit einhergeht.
Hierfür würde schon die Medizinich kontrollierte Abgabe an Süchtige helfen, was auch die Dealer austrocknet.

Aber jeden die Möglichkeit zu geben Süchtig zu werden, ob gewollt oder nicht, ist der Gesellschaftliche Selbstmort, was auch die Doppelmoral bei Alkohol einschließt.
 
@Kribs: Es gibt viele andere Aspekte. Wusstest du, dass man mit Heroin ein nahezu gänzlich normales (Erwerbs-) Leben führen kann, sofern der Stoff nur klinisch rein und sicher dosierbar ist? Ich halte es für völlig falsch, Suchtmittel auf Drogen zu beschränken. Sucht bedeutet nicht zwingend Drogenabhängigkeit, Sucht findet sich in nahezu allen Lebensbereichen. Würde man die aktuelle Drogenpolitik konsequent zu Ende deklinieren, wäre dieses Land bald vollständig spassbefreit.

Ich will selbst entscheiden, ob ich meinen Weinkonsum nach den allfälligen Warnungen richte oder mir gepflegt einen löte, bis ich, wie es so schön heisst, die Wahrheit auf dem Grund der Flasche finde. Das Gleiche muss auch für alle anderen gelten.
 
@Kribs:
- Trockenlegung von kriminellen Strukturen, weil es nicht mehr nötig ist zu einem Dealer zu gehen.
- Wegfall der nur für Rauschgift zuständigen Polizeiabteilungen, die sich fortan um richtige Kriminalität kümmern können.
- Keine gefährlichen Steckstoffe mehr. Dadurch stark herabgesetzte Gesundheitsrisiken.
- Kein ausweichen von Konsumenten auf andere gefährliche, aber gut verfügbare z.T. legale Ersatzstoffe.
- Weniger Drogentote durch Überdosierung: Hauptursache sind Überdosierungen die dadurch bedingt sind, dass der Konsument von einer anderen Reinheit ausgegangen ist und Rauschdosis, sowie letale Dosis dicht beeinander liegen. Bei einer Legalisierung fallen Dealerstrukturen weg und Stoffe werden nicht mehr verunreinigt. Die Dosis ist klar kalkulierbar.
- Bessere Aufklärung: Direkt auf den Packungen kann über den Dosisbereich und gefährliche Interaktionen informiert werden. Risiken wie Kreislaufbeschwerden in Folge von Dehydration werden gemindert. Es kann über die Folgen von Mischkonsum informiert werden - besonders der Mischkonsum mit Alkohol ist bei fast allen Drogen fatal und leider trotzdem aus unwissenheit und der verharmlosung von Alkohol oft verbreitet.
- Mehr Respekt vor Drogen: Ein großes Problem ist der kritiklose umgang mit Alkohol in unserer Gesellschafft. Nahezu jeder kennt die Auswirkungen eines Vollrausches unter Alkoholeinfluss. Wer dann das erste mal mit Amphetamin oder Kokain in Berührung kommt ist stark überrascht wie weit der Effekt von den in den Medien dargestellten Szenen entfernt ist. Im Vergleich mit Alkohol wirken viele Substanzen weit weniger massiv auf Körper und Geist. Die Folge ist, dass jeglicher Respekt vor Drogen verloren geht, weil z.B. die Beeinträchtigungen bei Alkohol als stärker als bei Amphetmain empfunden werden. Die Schlussfolgerung ist dann oft: Alkohol ist legal und fühlt sich "schlimmer" an, also können die illegalen Drogen ja gar nicht so schlimm sein. Sind alle Drogen legal funktioniert die Schlussfolgerung nicht mehr. Denn aktuell hat der Legalitätsstatus nichts mit der Gefährlichkeit einer Substanz zu tun.
- Mehr Steuereinnahmen durch Umsatzsteuer bei Rauschgift und Gewerbesteuer bei den Firmen die es vertreiben und Einkommenssteuer der Mitarbeiter in Produktion/Vertrie, sowie weiter verbundenen Dienstleistern.
- Neue Möglichkeiten für Forschung und Medizin: Unzählige Studien beweisen z.B. den positiven Effekt von psychedelischen Substanzen bei Depressionen, wenn die Einnahme unter Aufsicht und Führung eines Psychologen erfolgt. Gleiches gilt für entaktogene Substanzen wie MDMA. Es gibt unzählige weitere Anwendungen. Ohne die Entdeckung und Erforschung von LSD würde es heute kein Antidepressiva geben.
- Bessere Resozialisierungschancen von schwer Süchtigen: Wirklich Süchtige haben es schwer ins normale Leben zurückzukehren, weil sie sozial gebrandmarkt werden. Sie werden kriminalisiert und bekommen entweder Einträge ins Führungszeugnis oder sogar Haftstrafen. Ihnen wird der Führerschein entzogen. (Selbst bei Nicht-Süchtigen und bei dem einmaligen Konsum außerhalb des Straßenverkehrs) Eine Resozialisierung ist damit kaum Möglich.
- Die Liste ließe sich noch fortführen, aber ich habe jetzt schon einen halben Roman geschrieben....
 
@Smedi: Das ist ja alles Richtung für den Aspekt BTM aber auch 100%tiger Selbstmord, WEIL mit der Freien Verfügbarkeit schafft man zusätzlich Süchtige, den Aufklärung wirkt nicht!

Mir kann keiner erzählen, ein Süchtiger könnte rationell mit seiner Sucht umgehen, ein par schaffen es aus eigenen Antrieb raus, der Rest (ich glaube die Mehrzahl) braucht aktive Hilfe.
*Meine Überzeugung*
Da ist dann der Punkt, wo wir Menschen vor sich selbst schützen müssen, und zwar in dem wir das in Verkehr bringen und die Abgabe Sanktionieren.
Die Kriminellen Strukturen trocknet man auch mit einer Medizinich kontrollierten Abgabe von Ersatzstoffen aus!

Zum Schluss noch, selbst wenn man BTM freigegeben würden, wie sollten es Süchtige finanzieren?
Ein Süchtiger ist für jeden Arbeitgeber ein Unkalkulierbares Risiko!
Da ein Arbeitgeber Gesetzliche Verpflichtungen hat (z.B. Unfallschutz) und oder Auflagen zu erfüllen hat (z.B. Berufsgenossenschaft) und oder Vertragliche Verpflichtungen erfüllen muss (z.B. Haftpflichtversicherung) ist jeder Süchtige ein Finanzielles und Rechtliches Risiko, das Ergebnis daraus ist ihn loszuwerden.
Viele fallen also wieder in die Beschaffungskriminalität zurück, dann brauchen wir auch die Polizei wieder.
Oder soll die Gesamtgesellschaft den Menschen Finanzieren und noch für den nächsten Trip aufkommen, für die Teure Therapie soll sie ja aufkommen?
 
@Kribs: Würde ein Verbot verhindern, dass die Leute Drogen konsumieren, dann würde es doch jetzt schon keine Drogenkonsumenten geben. Wie kannst du davon ausgehen, dass eine legalisierung zu mehr Konsumenten führt?

Du schreibst ständig von Süchtigen. Vermutlich, weil du nur das Bild von dem völlig kaputten Heroin-Junkie oder den Meth-Junkys aus dem TV vor dir siehst. Warum unterstelltst du jedem Drogenkonsumenten gleich eine Sucht und, dass er sein Leben nicht im Griff hat? Dann müsste ich jedem, der zum Essen mal ein Glas Wein trinkt auch unterstellen er wäre Alkoholiker.

Halluzinogene wie LSD oder Pilze haben kein Suchtpotential. Entaktogene wie MDMA oder 5-APB haben nur ein sehr geringes Suchtpotential. Du schmeisst alles über einen Kamm und verurteilst jeden Konsumenten zum süchtigen Junkie.

Alkohol betäubt und enthemmt. MDMA macht die hingegen für eigene Gefühle und die Gefühle anderer empfänglicher. LSD lässt dich auf dein tiefstes Unterbewusstsein zugreifen und du bekommst Erkenntnisse über dich selbst die dein ganzes Leben verändern können. Amphetamin macht dich hauptsächlich wach und motiviert,

Vermutlich glaubst du auch, die Leute wollen sich "die Birne wegknallen". Auch dieser Irrglaube beruht daher, dass die Allgmeinheit nur den Rauschzustand von Alkohol kennt, in dem man sich ja tatsächlich "wegknallt". Doch jede Substanz ist völlig anders im Wirkspektrum und einige haben mit wegknallen absolut nichts zu tun.

Rauschmittel gehören seit Anbeginn der Menschheit zum Leben. Wichtig ist ein Verantwortungsbewusster Umgang damit. Die Gesellschafft hätte sich auch völlig anders entwickeln können und es wäre normal, dass jeder am Kiffen ist und wir würden uns gerade über die legalisierung von Alkohol unterhalten.

Nochmal zu Süchtigen. Natürlich gibt es auch die Extremfälle. Stark Süchtige entstehen erst durch andere Probleme wie Perspektivlosigkeit, Arbeitslosigkeit, sozialer Untergang, psychische Probleme, etc. - hätten diese absolut keinen Zugang zu Drogen gehabt, wären diese auf etwas anderes ausgewichen. Man muss bei den Problemen der Menschen ansetzen - nur so kann man Probleme mit stark Süchtigen lösen. Bestes Beispiel sind die Philippinen mit ihrem wirklichen Drogenproblem - trotz ultrahartem Drogenkampf. Das Drogenproblem dort hat nichts mit der Verfügbarkeit von Drogen zu tun.

Aber was soll ich dir einen Vorwurf machen. Aus dir spricht einfach Unwissenheit und ein völlig verzerrtes Bild, dass durch die Sensationsmedien angeheizt wurde. Ich bleibe bei meinem letzten Satz aus dem ersten Post: Wer sich >>>ernsthaft<<< mit dem Thema auseinandersetzt und sich wirklich korrekt informiert (und nicht nur oberflächig) kann zu keinem anderen Ergebnis kommen.
 
@Smedi: Ab einen gewissen Punkt mach es keinen Sinn mehr dagegen zu argumentieren, der Punkt ist das Sucht oder der Weg dahin verharmlost wird.

Das der Mensch sich dem positives Erleben immer zuwendet ist kein Geheimnis, das er damit auch Negatives verdrängt macht das Erlebnis noch besser, hierfür ist der Stoff oder die Kombination völlig gleichgültig, je leichter der Stoff zu haben ist um so besser.

Genau das willst du fördern, die Konsequenzen sind dir egal bzw. streitest du ab, was an Perversität nicht zu überbieten ist!
 
@Smedi: In deine Liste könnte man glatt noch eine weitere Droge dazuschreiben, bei der sich viele gar nicht vorstellen können, dass es eine Droge ist: Zucker.
Versuch mal einer zuckerfrei zu leben. Die ersten par Wochen durchläuft man eine Phase, die "erstaunlicherweise" einem Entzug sehr stark ähnelt. Schlappheit, Müdigkeit, geistige Verwirrung, Muskelkrämpfe. Und dann irgendwann, fühlt man sich plötzlich wieder normal und alles ist wieder gut.
 
@Wuusah: Du hast natürlich Recht, die Diskussion dreht sich allerdings um Rauschmittel. Da dwürde ich Zucker nicht gerade dazuzählen. Aber es stimmt - die Auswirkungen von Zucker sind wahrhaft erschreckend. Aber der Unterschied zu Rauschmitteln ist, dass wir uns gegen den konsum kaum wehren können. Nahezu überall ist Zucker drin, selbst in Sachen wie Brot.
 
@Wuusah: Nebst Zucker gibt es etliche Substanzen, Umstände oder Umstände mit einer bewusstseins- und wahrnehmungsverändernden Wirkung. Ich denke die Unterscheidung ist hier zwischen tolerierbaren und nicht-tolerierbaren Drogen und ist folglich stark von der Gesellschaft abhängig.
 
@erso: Petersilie und Muskatnuss sind gute Beispiele. Beide können als Rauschmittel missbraucht werden und doch hat sie jeder in der Küche stehen. Doch ich denke Wuusah wollte nicht auf eine psychoaktive Wirkung hinaus, sondern auf den Suchtfaktor von Zucker.

Es gibt keine nicht-tolerierbaren Drogen. Die Illegalität verhindert nicht, dass die Drogen nicht konsumiert/verkauft werden bzw. diese verfügbar sind. Schlimmstenfalls suchen sich die Leute Alternativen die um ein vielfaches schlimmer sind. Z.B. statt MDMA (sehr geringer Suchtfaktor) könnte man zu dem legalen GBL (sehr starke Suchtgefahr und schlimme gesundheitliche und soziale Folgen) greifen. Außerdem ist das der völlig falsche Ansatz: Wenn es in der Gesellschafft ein Drogenproblem gibt, liegt das nicht an den Drogen, sondern an äußeren Einflüssen wie Perspektivlosigkeit in einer Mehrklassengesellschafft oder aber auch ein durch den Kapitalismus geschaffener Leistungsdruck der auf uns alle lastet.
 
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