Guetzli: Google schafft sogar klare Verbesserung des JPEG-Encoding

Der Suchmaschinenkonzern Google hat eine weitere Technologie als Open Source freigegeben, die Nutzern deutliche Verbesserungen bringen kann: Es handelt sich dieses Mal um "Guetzli", einen neuen Encoder für das JPEG-Bildformat, der wesentlich bessere ... mehr... Google, Social Network, Google+, Fotos, Bildbearbeitung Bildquelle: Google Google, Social Network, Google+, Fotos, Bildbearbeitung Google, Social Network, Google+, Fotos, Bildbearbeitung Google

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
also 35% finde ich schon sehr beeindruckend.
 
Mich würde interessieren, was die genau gemacht haben. Man kann nicht einfach einen neuen Encoder für JPEG schreiben. JPEG ist kein Format um Bilder abzuspeichern, sondern eine Sammlung mehrerer Komprimierungs- und Kodierungsmethoden für Bilddaten. Der JPEG-Standard definiert also das Encoding. Wenn ich ein neues Encoding schreibe, dann ist das nicht mehr JPEG.
 
@Nunk-Junge: Die haben sich komplett an die Spezifikationen gehalten. Ein deutlich besserer Artikel der dir auch erklärt wie das bewerkstelligt wurde ist hier zu finden: https://entwickler.de/online/tools/guetzli-579793043.html
 
@Smedi: Danke für den Link. Beim kurzen Überfliegen des Textes habe ich entnommen, dass Google sich mit dem Encoder nicht an den JPEG-Standard hält, aber das Ergebnis-Format sich mit einem normalen JPEG-Decoder entschlüsseln lässt. So gesehen ist das eine tolle Sache.
 
@Smedi: ich habe mir den Link mal angeschaut. Also bisher wurden zur Quantsierung der Discreten-Cosinus-Transformations-Werte immer die selben 64 Werte genommen grob gesagt in 0 bis 100 abgestuften Varianten (Qualität). Quasi ein Schlüssel für all Bilder. Der neue Algorithmus berechnet individuell für jedes Bild eine Matrix die auch die Seheigenschaften der Augen mit einbeziehen. Dadurch dass diese Matrizen mit abgespeichert werden, sind die Daten 100% kompatibel. Der Vorgang dieser Optimierung kann sehr lange Dauern. Übrigens ist das nichts Neues. Es gab schon mehrere Ansätze.
 
@Nunk-Junge: Vielleicht gibts bei deren Quellen mehr dazu https://www.golem.de/news/guetzli-google-verkleinert-jpeg-bilder-um-ein-drittel-1703-126775.html
 
@Nunk-Junge: JPEG ist keine Sammlung meherer Komprimierungs- und Kodierungsmethoden.
Es besteht aus meheren Schritten, sprich YUV-Transformation, UV-Downsampling, Discrete-Consinus-Transfomation, RLE (Runlenghtencoding). Das ist aber keine Sammlung von Komprimierungs- und Kodierungsmethoden.
 
@MacGyver: JPEG definiert mehrere Methoden zur Komprimierung, z.B. auch eine Lossless-Variante. Die meistgenutzte Methode ist aber verlustbehaftet und gliedert sich in die von Dir genannten Schritte.
 
@Nunk-Junge: da hab ich doch tatsächlich die Quantsierung vergessen. Also Lossless-Variante ist einfach das Weglassen der Quantsierung. Eine andere Methode ist da nicht implementiert. Es gäbe da zwar noch die Möglichkeit der "Arithmetischen Codierung" als Hufmann-RLE Alternative. Das ist aber nicht Teil des Jpeg-Standarts. Diese kam erst sehr viel später im Monat Video-Format zum Einsatz
 
@MacGyver: "Monat" sollte "Mp4" heissen
 
Sehe ich das richtig das es keinen extra Decoder braucht wie bei JPEG 2000?
 
@Paradise: Korrekt!
 
@Paradise: Ist "amtliches" JPG, das nur etwas schlauer komprimiert, sich im Ergebnis aber an die Spezifikationen hält.
 
In der News fehlt noch die Angabe, dass die Bilder deutlich schneller decodiert werden können, aber das codieren dafür extrem(!!!) viel länger dauert, als bisher.
 
@Smedi: das Prinzip ist wohl so ähnlich wie bei FLAC angedacht, nur das FLAC eben lossless ist - viele Ressourcen für das Komprimieren, dafür aber ein schnelles und Ressourcen schonendes Dekomprimieren on the fly.
 
@Druidialkonsulvenz: Sollte keine Wertung sein. Ich finde es jedenfalls genial. Ich hoffe, dass Guetzli im nächsten Update z.B. bei Photoshop als Option angeboten wird. Die Kompressionszeit ist es mir definitiv wert.
 
@Smedi: mal sehen, wann XnViewMP es anbietet für den Export...
 
@Druidialkonsulvenz: Hoffen das bekommt man dann auch mit als News oder so, nicht wenn man sich nur dafür interessiert.
 
@Druidialkonsulvenz: XnViewMP 0.87 beta 3 unterstützt es jetzt!
 
@Druidialkonsulvenz: naja bei mir aufm laptop rippte (i3 3227U) ne ganze CD mit FLAC-8 (also das höchste) hat DEUTLICH weniger zeit benötigt als ein bild durch guetzli zu würfeln auf nem mini-PC (i5-4590T)
 
@Druidialkonsulvenz: Nein, eine Ähnlichkeit zu FLAC ist absolut nicht gegeben, weder im Ergebnis, noch in der dahinter stehenden Absicht.
Im Gegensatz zu FLAC komprimiert JPEG nicht verlustfrei und das hier besprochene Guetzli arbeitet nochmals weniger nah am Original (deutliche Farbabweichungen auf Pixelebene).
Das Guetzli Ergebnis sieht lediglich subjektiv besser aus, täuscht also das Auge/Gehirn erfolgreicher, als die bisherige LibJPEG Methode, welche für viele Anwendungsfälle weiterhin ihre Berechtigung behält.
 
@Lilien: dass JPEG nicht verlustfrei ist, wusste ich schon 1995 ... ;)
 
@Smedi: den teil dass es extrem dauert kann ich so wie es ist bestätigen.
dieses bild
https://pixabay.com/de/textur-hintergrund-abstrakt-976040/
durchzuwürfeln hat bei mir (i5 4590T) satte 21 minuten gedauert.
 
@My1: Welche Pixelgröße hat es? edit: bzw. Pixelabmessungen
 
@Knarzi81: Wenn's das verlinkte Bild ist, dann 960px × 685px.
 
@ZappoB: Aua. Also auf Hardware-Encoder hoffen.
 
@ZappoB: Da steht allerdings Auflösung 3500×2500, wenn man das Original runter lädt.
 
@My1: 21 Minuten? Echt? Hmm... Bei mir warens "nur" 3 Minuten (FX 8350). Welche flags hast denn benutzt?

Edit: NVM, hab mich verlesen. Klar das es bei mir schneller geht.
 
Hoffentlich bauen dies Services wie compressor.io auch ein :)
 
@wertzuiop123: Damit ist eher nicht zu rechnen. Bei einen 8 MP Bild dauert das encodieren mehrere Minuten.
 
Wenn Google 2000 Leute in Zürich anstellt, kommt schon mal was schweizerisches dabei raus.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen