Vater des Netzes sieht sein Kind an einem Scheideweg angekommen

Einer der Väter des Netzes sieht dessen Entwicklung aktuell an einem kritischen Punkt angelangt. In den kommenden Monaten und Jahren werden an sehr vielen Stellen Entscheidungen fallen müssen, die massive Einflüsse auf die Zukunft des Internets ... mehr... Google, Vint Cerf, Internet-Pionier Bildquelle: Charles Haynes (CC BY-SA 2.0) Google, Vint Cerf, Internet-Pionier Google, Vint Cerf, Internet-Pionier Charles Haynes (CC BY-SA 2.0)

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Wie Recht der Mann hier hat!. Das Internet wird mehr und mehr kommerzilaisiert und von privaten Hasspredigern verseucht, hinzu kommen noch die Cyberkriminellen und die Zensurflut einiger Staaten. Das lässt für die Zukunft des Internets nichts Gutes erwarten.
 
@Norbertwilde: Es ist halt ein Spiegelbild der Menschheit/Gesellschaft.
 
@Norbertwilde: Ein großes Problem des Internets ist, dass Leute sich in Grüppchen zusammentun, die ähnlich ticken und dann nur in ihrem beschränkten Bereich bleiben. Man muss sich das mal vorstellen. Man hat ein weltweites Netz und kann sich mit allen Leuten auf der Welt unterhalten und seinen Horizont in alle möglichen Richtungen erweitern. Man kann die unglaublichsten Diskussionen über einfache, sowie komplexe Themen haben, aber man sammelt sich in Grüppchen, die die gleiche Meinung haben und lässt andere Meinungen nicht rein.
 
@Wuusah: Das Kernproblem, was ich dabei sehe, ist, das bei dieser Grüppchen Bildung oft genug das hier zugrunde liegt: "wir sind die beste Gruppe, der "du" dich anschließen kannst ! " und das hier " ..und bist du nicht eindeutig für uns, kannst du nur eindeutig gegen uns sein = wir sind berechtigt, "dich" zu mindestens verdächtig finden zu dürfen oder dich sogar regelrecht zu bekämpfen !"
Wehe es wagt sich jemand, an der Kaminzimmer-Wohlfühl-Atmosphäre jener Gruppe zu kratzen. Auf sie / ihn mit Gebrüll !
 
@Wuusah: Gruppenbildung ist doch aber völlig normal - und hat mit der generellen Entwicklung nicht so arg viel zu tun.

Gruppenbildung ist seit Menschengedenken schon immer existent, auch im Internet von Anfang an. ganz wichtiges und erstes Merkmal oder Trennungsschranke zwischen Gruppen ist natürlich die Sprachbarriere, daneben logischerweise Interessengebiete (Modellflugzeugbauer und Briefmarkensammler haben beispielsweise nicht so arg viele Überschneidungen), hinzu kommen dann leider auch reliöse oder politische Gruppierungen - zumindest für die wären häufige Kontakte mit ihren "Gegnern" aber tatsächlich hilfreich und dies nicht unbedingt im gleichen Sinn wie die "Kontakte" zwischen Hooligans verschiedener Fanblöcke.
 
@Wuusah: Im Grunde genommen hast du Recht, allerdings ist mir das der Grüppchenbildung für mich zu vordergründig. Das Problem geht für mich etwas tiefer. Zuallererst kommt immer prinzipiell die eigene Meinung. Der erwähnte Briefmarkensammler hat also in Bezug zum Modellflugzeugbau irgendeine Meinung, z.B. dass Segelflugmodelle wesentlich besser sind, als Kunstfliegermodelle mit Verbrennungsmotor. Sollte er mal in irgendeine Modellbau-Diskussion gelangen, wird er diese Meinung auch vertreten. Er wird aber in der Diskussion weder sagen "Sorry, da habe ich keine Ahnung von." oder "Sorry, ich habe da zwar keine Ahnung von, dass Thema ist aber halbwegs interessant, ich informiere mich mal darüber."
Ja, dieser Briefmarkensammler wird zwar in der Gruppe der Segelflugmodellliebhaber landen, dass Problem ist aber doch eigentlich, dass Wissen erst weit hinter der eigenen Meinung kommt, selbst dann, wenn man über keinerlei Wissen verfügt. Oder man verfügt über irgendwelches Scheinwissen, was seiner eigenen Meinung entspricht; wie gesagt, man hat sich die Meinung nicht aufgrund dieses Scheinwissens gebildet, dass diese Scheinwissen sowieso nur die halbe Wahrheit ist, ist also eigentlich irrelevant; und geht dann sogar gegen die vor, die ihr Wissen aus dem Lügenmärchen Wikipedia oder der Lügenpresse beziehen.
 
Dieser Begriff "Netzes", in der Überschrift meinetwegen aber auch im Text?
 
@0711: Warum nicht? Zumindest in der Normalo-Zielgruppe hat sich "das Netz" doch als Synonym für "das Internet" eingebürgert. Glaube auch kaum, dass einer der hier Mitlesenden das mit einem Fischer- oder Spinnenwerkzeug verwechseln wird. ^^
 
@DON666: Neben dem Fischerei oder Spinnennetzwerk gibt es ja viele "Netze" sowohl sozialer, wirtschaftlicher aber auch technischer Natur. Ich bin zumindest erst mal über diesen Begriff gestolpert und fand das auch vor allem im zweiten Absatz relativ unglücklich
 
@0711: ...weil es ein Netz(werk) ist? Und das weltumspannend.
 
@Zonediver: ja, eines von vielen
 
es laufen millionen router weltweit.da die passende software (mesh) drauf und es würde keine Einschränkungen oder zensur mehr geben und ganz nebenbei würde alles viel schneller von statten gehen und nichts nehr kosten ;) nachteil wäre halt das es nicht mehr über den grossen teich gehen würde
 
@x81Reaper: hm wie würde das "nichts kosten" denn funktionieren? Wie wäre das mesh denn miteinander vernetzt? funktechnologien haben eine zu geringe Reichweite also braucht es doch irgendwie kabel und wer stellt die bereit? wer routet über weite strecken? das führt doch automatisch zu flaschenhälsen
 
Leider hat er recht. Durch öffentliche Gelder, z.B. Unis, wird immer weniger Grundlagenforschung gefördert. Das ist auch in Deutschland leider so. Deutsche Unis sind meistens extrem unterfinanziert und sind darauf angewiesen weitere Mittel einzuwerben. Ansonsten wäre nicht einmal die Lehre gesichert. Die Drittmittel sind aber oft nur durch Auftragsforschung zu bekommen. Und da werden keine Grundlagen untersucht / entwickelt. Typische Projekte an Unis sind Dinge wie Kooperation mit einem Airport-Betreiber zur Verbesserung der Flughafen-Kommunikation, Kooperation mit einem Autohersteller zur Optimierung der Zulieferketten, ... Immer weniger werden wirkliche Grundlagen erforscht.
 
Die Internetnutzung ist m. E. allgemein sehr populistisch geworden. Kurze Texte, markante Bilder, ... Die politische Ausrichtung ist dabei nebensächlich. Kritisiert man die Flüchtlingspolitik ist man ein Nazi; argumentiert man mit dem Leid von Menschen, ist man ein Gutmensch. Eine Klägung darüber, ob Gesetze gebrochen werden oder Menschen ihr Land aus Not verlassen, ist so nicht möglich
 
Die Medienmafia, der Meinungslose Mainstream sowie die Abzock-anwälte und die Werbungindustrie-diktatoren zerstören das Internet. Da braucht es keine Inovation. Das heutige Internet ist nicht mehr das wofür es mal stand.
 
Ja, ja ... alles war früher besser, sage die Alten... und sie hatten nie recht...
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