Apple gegen Microsoft: Bill Gates klärt auf, wer von wem geklaut hat

So viel sei nur gleich am Anfang verraten: Weder noch. Oder besser gesagt: beide. Aber nicht voneinander, sondern von Xerox. Aber mal der Reihe nach: Microsoft-Mitgründer Bill Gates hat sich wieder einmal einer Ask me Anything-Session (AMA) ... mehr... Microsoft, Bill Gates, Gates Bildquelle: Microsoft Microsoft, Bill Gates, Gates Microsoft, Bill Gates, Gates Microsoft

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Da kann man mal sehen. Nach so vielen Jahren ist die Frage endgültig geklärt. :o)
Schön finde ich, dass sich selbst jetzt Gates nicht mit fremden Federn schmückt. Wobei ich auch der Meinung bin, dass Jobs hier ebenso Xerox erwähnt hätte. Also alles Gut im Win/Mac-Streit. :o)
 
@SunnyMarx: nun, diese Information ist alles andere als NEU... das Problem ist doch eher, dass viele nicht "wahrhaben" wollten dass ihr Liebling doch nicht so "Innovativ" war, als man es selbst glaubte.

Letztendlich ist Facebook ja auch keine "eigene" Erfindung, oder YouTube der erste, Google die erste Suchmaschine und so weiter und so fort...

Aber wer im richtigen Moment das richtige Produkt richtig im Markt platziert wird halt eben oft als "DER INNOVATOR" gefeiert. <- und Überall wo es "Verehrer" gibt gibt es eben auch die Hater :P
 
@SunnyMarx: Das iust schon seit 1983 geklärt: http://www.folklore.org/StoryView.py?story=A_Rich_Neighbor_Named_Xerox.txt - Zitat von Bill Gates zu Steve Jobs: "Well, Steve, I think there's more than one way of looking at it. I think it's more like we both had this rich neighbor named Xerox and I broke into his house to steal the TV set and found out that you had already stolen it."
 
@Nunk-Junge: Zu der Zeit war ich 6 Jahre alt. Und da war ich noch nicht in der Lage, die IT-Medien zu verfolgen. :o) Ich bitte um Nachsicht. *lach*
 
@SunnyMarx: OMG, ist das schon so lange her? Kommt mir gar nicht so vor. ;-)
 
@Nunk-Junge: Scheinbar. Solltest deinen Nick mal ändern. "Nunk-Mann" passt da nun wirklich besser. :o)
 
@SunnyMarx: Dann komme ich mir aber so alt vor. :-)
 
@Nunk-Junge: *fg* Dann lass es lieber bei "Junge". :o)
 
Das mit Xerox ist doch ein alter Hut, der hat schon nen Bart!
 
Bill war einfach der Beste und ich würde mir sein Comeback bei MS wünschen. Denn er kommuniziert zu allen Seiten. Zu uns Kunden, zu den Entwicklern und zu den OEMs. Nach Bill kam nie etwas besseres nach. Für mich ist und bleibt er Microsoft. Come back Bill!!!
 
Ich meine das Entwicklungen andere inspirieren und das man gegenseitig lernt und aufbaut darauf beruhen doch alle unsere Dinge. Sie kommen daher das einer einen Gedanken hatte und ein anderer weiter dachte... und so weiter. So ist das nun mal. Inspiration und Gedanken sind Dinge die man eben durch etwas sieht. Sei es die Natur oder meinetwegen auch Xerox. Manchmal braucht man andere Gedanken um daraus etwas neues zu ersinnen. Einer erfand das Rad, ein anderer den Scheibenwischer und viele andere viele Dinge wie den Motor. Heute oh Wunder dürfen wir Auto fahren. :-D
 
Also ist alles nur geklaut, aber beide bezahlen die Patent-Gebühren an Fraunhofer-Institut nur damit der Standard-Player MP3 abspielen kann.
 
@leander:
Es ist nicht geklaut. Sie haben einen der Entwickler von Xerox bei sich angestellt. Dessen Expertise hat ihnen enorm weitergeholfen was die Entwicklung ihrer grafischen Oberflächen anbelangt.
Firmen werden immer nach Ressourcen suchen die gerade dort ihre Stärken haben wo das Unternehmen bei sich Schwächen sieht.
 
Naja, passt doch irgendwie. Xerox ist ja schließlich zum Kopieren da oder nicht? :D
 
Tja, dann haben wir eben Xerox diesen lebens- und arbeitszeitverschwendenden Grafik-Unsinn für jene Leute zu verdanken, die sich keine Befehlssyntax merken können oder wollen und deshalb, statt einmal in ihren Leben eine Befehlssyntax zu lernen, lieber bei jeder neuen Softwareversion mit überarbeitetem grafischen Interface neue, ellenlange und daher langsame Klickwege auswendig lernen um altbekannte Funktionen wieder nutzen zu können.

Ich habe vor über zwei Jahrzehnten einmal CMD-Befehle gelernt, brauchte seither nur wenige neue lernen, aber niemals die alten noch einmal neu lernen und kann mit denen heute noch ein Windows-System bedienen und auf diese Weise sogar ein Windows 8 oder Windows 10 System fehlerfrei vollständig herunterfahren, was die meisten Windows-Nutzer, die alle paar Jahre Lebens- und Arbeitszeit damit verschwenden sich in einer überarbeiteten grafischen Oberfläche die benötigten Funktionsschaltflächen für altbekannte Funktionen wieder zusammenzusuchen, schon seit Windows 8 nicht mehr hinbekommen und deshalb in meinem Bekanntenkreis auch gerne mal Daten verlieren, wenn sie mit Multibootsystemen oder Live-DVDs herumpielen.

Abseits von Video- und Bildbearbeitung kann ich auf graphische Oberflächen gut verzichten. Klickwege auswendig zu lernen ist eine Beleidigung jedes intelligenten Menschen. Warum sollte ich mich, wenn ich beim Testen eine Systemeinstellung ständig hin- und herändern muss mich bei jeder Änderung mühsam ins 5. System-Untermenü klicken um die Einstellung dort zu setzen bzw. rückzusetzen? Nach zwei Änderungen stehen die Befehle für jede Änderung im Befehlsspeicher der Kommandozeile und ich brauche schlimmstenfalls noch drei Tastendrücke um die Einstellung zu setzen und wieder rückzusetzen. In der Zeit in der ich diese drei Tastendrücke ausführe haben die meisten Leute mit der Maus gerade mal ein Menü geöffnet, wenn sie überhaupt schon so weit sind.

Fazit: Grafische Oberflächen sind nur für Computeranfänger eine nette Innovation. Nur schaffen es die meisten Computeranfänger heute dank der grafischen Oberflächen nicht mehr sich auf effizientere Arbeitsweisen umzustellen und arbeiten so oft ihr Leben lang in ineffizienter Weise mit dem Computer und verschwenden so ihre Lebenszeit und das Geld ihres Arbeitgebers. Eben wie Anfänger.

Wer das nicht glaubt, hier ist eine Studie zum Thema:

http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1207/s15327590ijhc1802_1

Man sollte allmählich zumindest im professionellen Bereich auf klickbare grafische Oberflächen verzichten, da diese selbst Office-Profis offenbar über Jahrzehnte davon abhalten effizient am Computer zu arbeiten.
 
@monumentum!: Diesen Kommentar hast du bestimmt auch in den Quellcode von Winfuture gehackt, mit deinem Borwser der kein CSS anzeigt.. Da kann man sich echt nur an den Kopf fassen.
 
@2-HOT-4-TV: Naja, genau genommen sehe ich meinen Kommentar tatsächlich gerade vor mir im Quelltext auf WinFuture stehen -- und Deinen auch. Dein Kommentartext steht derzeit ab Zeile 517 zu lesen. Das wird sich aber ändern, wenn jemand darüber noch einen Kommentar hinzufügen sollte.

Das Cascading Style Sheet von Webseiten wertet mein Browser normalerweise in der Tat nicht aus und auch (Java-)Scripting, die Java VM, Flash etc. sind bei mir im Browser normalerweise deaktiviert oder, wenn ich mit Lynx von der Kommandozeile aus im Web surfe, gar nicht erst verfügbar. Dieser Setup erspart mir höhere Prozessorlast und höheren Speicherverbrauch und sorgt so dafür, dass mein Akku weit länger hält, mein System performanter läuft und sich die Webseiten bzw. die Anzeige des HTML-Codes dieser Seiten weit schneller aufbaut, als wenn ich den ganzen Scritpting- und Browsererweiterungsunsinn aktivieren und mir die Webseite grafisch aufbereitet im Browser ansehen würde.

Zusätzlich ist die Gefahr, dass ich mir mit meinem Browsersetup eine Malware einhandele, viel geringer, da die meiste Malware Scripting oder Browser-Erweiterungen wie Java und Flash ausnutzt um über den Browser ins System zu gelangen. Interpretiert der Browser nur reinen HTML-Text, hat die Malware schlechte Karten das System zu infizieren.

Ein Browser schickt dem Server Anfragen in Textform und auch ein von mir geschriebener Kommentar wird als ASCII-Text dem Webserver übermittelt. Wie kommst Du also darauf, dass ich eine per CSS oder sonstwie grafisch aufbereitete Darstellung der WinFuture-Seite im Browser bräuchte, um diese Webseite zu lesen und einen Kommentar zu posten? Das brauche ich nicht, denn sonst stände mein Kommentar hier nicht.

Es gibt durchaus Webseiten bei denen ich mit meinem Browsersetup beim Aufruf der Seite kaum etwas oder gar nichts vom Inhalt der Seite sehen kann (Unter anderem ist das beispielsweise bei Microsoft.com so, weshalb diese Seite bei mir seit langem komplett von der Firewall geblockt wird, so dass mein Browser sie erst gar nicht mehr geladen bekommt.), weil der Webdesigner irgendwelchen Unsinn mit Scripting und Flash getrieben hat. Aber solche Seiten benutze ich dann eben nicht und zu denen gehört WinFuture nicht. Im Gegenteil: WinFuture bietet im HTML-Quelltext am Anfang jeder Seite eine durchaus nette ASCII-Art. Somit ist auch ohne grafische Aufbereitung der Webseite etwas Grafik geboten und diese Grafik läd schnell und belastet den Akku kaum. ;-)
Ich sehe mir Webseiten auch deshalb gerne in Form des HTML-Quelltextes an, weil so niemand Counter- oder Tracking-Funktionalitäten vor mir verbergen kann. Ich mag es die gesamten Informationen auf einer Webseite sehen zu können und nicht nur jene, welche der Autor den Nutzer sehen lassen möchte. Die grafische Webseitenansicht ist etwas für Anfänger die keinen HTML-Text lesen und verstehen können und von den Infos im HTML-Quelltext daher völlig übefordert wären.

Ich mag die HTML-Quelltextansicht auch deshalb, weil ich mich mit der Suche im Browser gut an den Tags entlangbewegen oder mir beispielsweise mit einem Tastendruck alle auf der Seite überhaupt vorkommenden Links in einer Liste ansehen und jene, deren Inhalt ich herunterladen möchte, meinem Downloadscript übergeben kann. Dabei sehe ich auch wo die Links wirklich hinführen und kann solche, die zu mir unbekannten oder verdächtigen URLs verweisen, leicht erkennen. In der grafischen Darstellung der Seite muss ich hingegen mit der Maus über jeden einzelnen farbig markierten Link fahren um zu sehen, wohin der verlinkt. Da wäre man bei 30 Downloadlinks auf einer Seite mit der Maus schon etwas länger damit beschäftigt bis man die URL jedes einzelnen überprüft hat. In meiner "href"-Suchergebnisliste gucke ich da viel schneller drüber.

Möchte ich zwischendurch doch einmal auf HTML-Tags und Co. in der Ansicht verzichten, drücke ich auf meiner Tastatur lediglich hintereinander die Tasten g und f und der Browser rendert mir halt eine grafisch aufbereitete Seite (allerdings normalerweise ohne CSS und aktive Scripte).

Ich weiß also nicht, was Du so abwegig daran findest einen Browser zu benutzen der kein CSS auswertet. Ich surfe so beinahe jeden Tag im Internet und sehe da kein Problem, sondern eher eine Menge Vorteile. Sonst würde ich den Aufwand nicht betreiben meinen Browser extra so zu konfigurieren, dass er auf Scripting und Erweiterungen wie Java und Flash verzichtet.

Ich habe übrigens im Browser gar keine klickbaren Menüs, Icons oder Iconleisten und auch keinen Zeiger auf dem Desktop mit dem ich auf irgendwas klicken könnte, was daran liegt, dass ich lediglich eine Tastatur am Rechner habe und keine Maus oder irgendeinen Mausersatz.
Ich kann also in der grafisch aufbereiteten Webseitenanzeige im Browser ohnehin auf keinen Link und keine Schaltfläche klicken. In meinem Browser selektiert man einen Link oder eine Schaltfläche durch Eingabe einer am Link eingblendeten Nummer oder man tippt ein paar Buchstaben der Linkbezeichnung, so dass der Browser daran den Link erkennt den man selektieren möchte und drückt dann Enter. Das hat auch den Vorteil, dass man bei kleinen Mobilgerätedisplays nicht erst heranzoomen muss um einen Link sicher zu treffen oder ihn überhaupt erst einmal lesen zu können. Man muss nicht einmal versuchen ihn zu treffen/lesen. Man tippt halt seine Nummer ein und der Browser folgt ihm. Die Nummer wird automatisch groß genug angezeigt, so dass man sie auch bei unleserlich klein gezoomten Linktext erkennen kann.
 
@monumentum!: Du kannst per CMD ein Windows System Fehlerfrei herunterfahren? Wahnsinn, ich bin Sprachlos vor Begeisterung.

Ein Frage zu deinen heroischen CMD Kenntnissen: Wie bedienst du mit der Tastatur z.B. Programme wie Photoshop, Visual Studio, Office oder Blender?

Ein Tip zu deinem Problem mit dem "ins 5. Untermenü klicken": Lass das Fenster einfach auf, wenn du eine Änderung gemacht hast! ;) Ja, nach einen Neustart des Systems sind die Fenster wieder geschlossen, aber deine Kommandozeile ist auch wieder leer!
 
@Manny75: Auch wenn ich den Kommentar von monumentum! ebenfalls undurchdacht halte, Visual Studio passt leider nicht in die Reihe. Ich kann dieses sehr wohl komplett ohne Maus bedienen. ;-) Aber mit ist es in manchen Situationen doch komforabler.
 
@larsh: Das ist wohl richtig, aber wer das ohne Maus bedient (Vor allem im (Tabellen) Designer) der nutzt auch als Sitzkissen ein Nagelbrett. ;)
 
@Manny75: "Du kannst per CMD ein Windows System Fehlerfrei herunterfahren? Wahnsinn, ich bin Sprachlos vor Begeisterung."

In der grafischen Oberfläche schafft das mit Windows 8 und 10 immerhin kaum noch jemand. Da klickt man heutzutage auf die "Herunterfahren"-Schaltfläche und der Rechner fährt nicht korrekt herunter, was zu Datenverlust führt, wenn man vor der nächsten Nutzung des vermeintlich heruntergefahrenen Windows auf einer gemeinsam genutzten Partition etwas mit einem zweiten installierten Betriebssystem oder einem Live-System von DVD schreibt. Diese Änderungen im Dateisystem gehen nämlich verloren, wenn man dann das nächste Mal Windows 8/10 aktiviert (nicht bootet, denn was Windows 8/10 beim Einschalten des Rechners dann vollführen ist kein richtiger Boot). Ich habe etliche Bekannte die Multibootsysteme mit zwei verschiedenen Windows-Versionen betreiben und bei denen sind mit dem Zweitsystem heruntergeladene Dateien jedes Mal verschwunden, wenn sie danach wieder mit ihrem Windows 8/10 auf dieselbe Datenpartition geschrieben haben.

"Wie bedienst du mit der Tastatur z.B. Programme wie Photoshop, Visual Studio, Office oder Blender?"

Zunächste einmal schrieb ich in meinem ersten Kommentar: "Abseits von Video- und Bildbearbeitung kann ich auf grafische Oberflächen gut verzichten." Photoshop und Blender würden wohl unter Bildbearbeitung fallen, obgleich ich auch bei denen Tastatur-Shortkeys nutze und sogar zusätzliche Shortkeys selbst definiert habe um möglichst kein Zeigegerät zu brauchen. Fotos retuschiere ich allerdings durchaus mal mit einem Stylus auf einem Pendisplay. Aber auch da nutze ich normalerweise seltenst Menüs um Werkzeuge oder Funktionen zu wählen, sondern Shortkeys. Ausserdem benutze ich seit Jahren GIMP anstelle von Photoshop, weil die Rechner an denen ich eigene oder Bilder von Kunden bearbeite aus Datenschutzgründen nicht am Internet hängen und ich auf denen keine aktuelle Photoshop-Version mehr benutzen kann, da die einen Internetzugang bräuchte um zu funktionieren. Somit habe ich auch meine alte, damals sauteure Photoshop-Lizenz nicht mehr auf eine aktuelle upgegraded und sie mittlerweile durch GIMP ersetzt.

Wenn ich Visual Studio nutze, benutze ich nur noch den Compiler und der lässt sich direkt aus meinem CLI-Editor über die Kommandozeile ansprechen. Es gibt weit bessere Editoren als den grafischen in Visual Studio (der beherrscht seit einigen Jahren nicht einmal mehr schnelle Textmakros und würde mich daher bei repetitiven Änderungen im Quellcode unglaublich viel Zeit kosten) und bessere Entwicklungsumgebungen, bei denen man nicht erst von Hand tausende Shortcuts definieren und sich diese merken muss um halbwegs effizient arbeiten zu können.

Office habe ich durch LaTeX ersetzt. Sowohl Word als auch Exel, Powerpoint und OneNote. MS Office-Dokumente, die ich von anderen Leuten bekomme, werden bei mir scriptgesteuert über OpenOffice in LaTeX-Dokumente konvertiert, da es bei Microsofts Dateiformaten auch nach Jahrzehten "Office-Entwicklung" immer noch passiert, dass Dokumente kaputtgehen oder man alte Office-Dokumente in einer neuen Office-Version nicht mehr mit fehlerfreier Formatierung/fehlerfreien Makros lesen kann und ich meine Dokumente nicht auf diese Weise verlieren möchte. Außerdem können mir so Makroviren in MS Office Dokumentdateien nicht gefährlich werden.
LaTeX-Dokumente kann man im Gegensatz zu MS-Office-Dokumenten noch in hundert Jahren auf dann aktuellen Systemen fehlerfrei lesen, sofern dann noch irgendein ASCII-Editor oder ein PDF-Reader existiert. Ich hatte selbst bei über drei Jahrzehnte alten LaTeX-Dokumenten anderer Autoren in meinen annähernd zwei Jahrzehnten mit LaTeX noch nie eine einzige defekte Formatierung, nie ein defektes Makro und nie eine unlesbare *.tex-Datei. Defekte MS-Office-Dateien zum "Retten" bekommen ich von Bekannten hingegen mehrmals pro Jahr angeliefert.

"Ein Tip zu deinem Problem mit dem "ins 5. Untermenü klicken": Lass das Fenster einfach auf, wenn du eine Änderung gemacht hast! ;)"

Klar. Und dann wechsele ich in dem grafischen Netzwerkmenü von Windows am Tag 20 Mal von Hand von der einen IP-Adressen-/Subnetzmasken-/Gateway-Kombination zur anderen und zurück, indem ich die Zahlenkombinationen jedes Mal in die Menü-Maske neu eintippe und mit OK bestätige, nur weil ich mit meinem Rechner ständig zwischen zwei verschiedenen Netzwerksegmenten hin- und herwechseln muss, da ich in beiden etwas einzustellen habe.

In der Kommandozeile muss ich hingegen beide Kombinationen nur einmal eintippen und kann danach einfach die Befehle im Bruchteil einer Sekunde aus den Befehlsspeicher holen und erneut ausführen um den Netzwerkwechsel zu vollziehen. Beim Effizienzvergleich hat die grafische Oberfläche da keine Chance, auch wenn ich das Fenster immer offen lasse. Da bräuchte ich schon Zusatzsoftware, in der ich die Netzwerkdaten beider Netze einmal eintragen muss und die sie mir dann auf Knopfdruck im System austauscht. Arbeite ich dann auf einem (Web-)Server, habe ich oft keine grafische Oberfläche und damit kann dort auch die Zusatzsoftware nicht helfen. Mit meiner Kommandozeilenmethode komme ich hingegen überall zum Ziel, denn eine Kommandozeile mit Befehlsspeicher hat heute wohl jeder Server und die ist notfalls auch per Remote-SSH-Sitzung um die halbe Welt herum mit einer schmalbandigen, mobilen Internetverbindung sicher zu erreichen, wo eine Remote-Desktop-Verbindung dann doch arge Probleme bereitet, selbst wenn der Server einen grafischen Desktop besitzt und diesen übertragen könnte.

"Ja, nach einen Neustart des Systems sind die Fenster wieder geschlossen, aber deine Kommandozeile ist auch wieder leer!"

Mein Kommandohistory ist auch nach einem Neustart unter Windows nicht verschwunden. Ich habe derzeit auf den meisten meiner Installationen mehrere tausend Kommandos in der nicht flüchtigen History. Diese wird zudem so verwaltet, dass immer die kürzlich und am häufigsten gebrauchten Kommandos am schnellsten zu reaktivieren sind. Meine Kommandozeile ist keine Windows-Kommandozeile in der Standardausführung. Wo andere ihre grafischen Oberflächen mit Hintergrundbild, Themes und was weiß ich noch alles "tunen", lasse ich die grafische Oberfläche wie sie ist und rüste stattdessen lieber die Funktionalität meiner Kommandozeile auf, denn das macht meine Arbeit effizienter. Die Faszination, die viele Nutzer offenbar für Hintergrundbilder und Screensaver empfinden ist mir bis heute ohnehin ein Rätsel geblieben. Mein Rechner ist ein Werkzeug und kein digitaler Bilderrahmen und der Hintergrund ohnehin ständig von Konsolenfenstern verdeckt. Was soll ich also mit einem Bild auf dem Desktop? Als Screensaver habe ich einen schwarzen Bildschirm eingestellt, damit bei meinen Röhrenmonitoren nichts einbrennt. Auf den TFT-Displays an den Notebooks nutze ich hingegen keinen Screensaver, weil bei denen ohnehin kein Bildinhalt einbrennt.
 
@monumentum!:"Wer das nicht glaubt, hier ist eine Studie zum Thema:
http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1207/s15327590ijhc1802_1"

Hast du den Artikel überhaupt gelesen?

Es geht nicht um Systemkonfiguration mittels händisch getippter Befehle, sonder um die nutzung von Keyboard-Shortcuts. Sprich z.B. "CTRL+C"->"CTRL+V" statt des Weges über die Menueleiste. Das geht tatsächlich schneller.

Aber du glaubst doch nicht allen ernstes, dass es schneller geht ein Office-Dokument zu erstellen, wenn ich das Programm statt mit einem Mausklick mit einem cmd-Befehl öffne.

Im Bereich der Administration von Computer-Systeme gebe ich dir teilweise recht, aber darum geht es in dem Artikel nicht. (Hidden Costs of Graphical User Interfaces: Failure to Make the Transition from Menus and Icon Toolbars to Keyboard Shortcuts) Und ja, auch ich kenne die Befehle seit Jahrzehnten.

Den Punkt "Benutzerfreundlichkeit" diskutiere ich erst gar nicht.
 
@gutzi4u: wahrscheinlich ist er DER Hacker, der Office mit mit tausenden von injects bedient - deswegen kann er auch 500 Wörter pro Minute fehlerfrei tippen...
 
@gutzi4u: "Hast du den Artikel überhaupt gelesen?

Es geht nicht um Systemkonfiguration mittels händisch getippter Befehle, sonder um die nutzung von Keyboard-Shortcuts."

Mir ging es in meinem ersten Kommentar nicht um "Systemkonfiguration mittels händisch getippter Befehle", sondern um den Effizienzvergleich des heute üblichen, grafischen, mausbasierten Bedienkonzepts mit anderen Bedienkonzepten. Die Windows-Kommandozeile gegen die Bedienung der GUI von Windows antreten zu lassen war in meinem Kommentar nur ein Beispiel, welches sich anbot, weil man damit nebenbei auch gleich den zusätzlichen Lernaufwand für erfahrene Benutzer verdeutlichen konnte, der bei jeder größeren Umgestaltungen der grafischen Bedienoberflächen durch den Softwarehersteller für JEDEN Maus-Nutzer anfällt bis dieser seine altbekannten und benötigten Funktionsschaltflächen in der Oberfläche wiedergefunden hat und sie wieder problemlos einsetzen kann.

Mir erzählen heute noch Bekannte und Kollegen, die nun also seit etwa einem Jahrzehnt mit der Ribbon-Oberfläche in MS Office arbeiten, dass sie diese immer noch als ineffizienter beim Arbeiten einschätzen als die klassischen Menü- und Icon-Leisten-Oberfläche von MS Office 2003. Das heißt, wegen Microsofts damaliger Vereinfachung der Oberfläche im Hinblick auf einige wenige Anfänger (= Neukunden) pro Jahr, die sich der einfach zu nutzenden Oberfläche wegen für MS Office entscheiden statt für ein kostenloses Office-Paket, arbeiten gut bezahlte Office-Profis nach eigenen Aussagen seit 10 Jahren ineffizient mit MS Office und verursachten so weltweit in den letzten 10 Jahren einen gigantischen wirtschaftlichen Schaden. Das kann es ja wohl irgendwie nicht sein in dieser Weise Effizienz gegen Anfängerfreundlichkeit zu tauschen und so den Unternehmen und Verwaltungen weltweit derartige Arbeitszeit-Mehrkosten pro Arbeitsplatz zu verursachen, dass Microsofts Lizenzgebühren pro Arbeitsplatz dagegen geradezu lächerlich wirken.

Da MS Office eben nicht wirklich mit Textkommandos bedient werden kann, in der Effizienzstudie aber die durchschnittliche Effizienz der Nutzer beim Arbeiten mit der im professionellen Bereich meistgenutzten Office-Software bewertet werden sollte, hat man in der Studie eben als Maßstab die effizienteste Bedienungsart gewählt, die MS Office trotz seiner Unfähigkeit in einer Kommandozeile zu laufen zulässt und das war eben die Bedienung mit Keyboard-Shortcuts bzw. Shortkeys. Eine effizientere Bedienung ist da eben ohne eine andere Software zu wählen nicht möglich, aber deshalb hat das doch trotzdem mit dem in meinem ersten Kommentar angeführten Effizienzvergleich von Bedienungskonzepten -- grafische gegen andere -- zu tun, oder etwa nicht?

"Aber du glaubst doch nicht allen ernstes, dass es schneller geht ein Office-Dokument zu erstellen, wenn ich das Programm statt mit einem Mausklick mit einem cmd-Befehl öffne."

Das Öffnen der zur Dokumentenerstellung benötigten Software ist zeitlich sowieso eher unerheblich. Das tun die meisten Office-Arbeiter oft nur einmal am Tag und es dauert selbst auf leistungsschwacher Büro-Hardware maximal wenige Sekunden, egal ob man die Kommandozeile oder irgendwelche Programmstart-Icons dafür benutzt. Selbst wenn ein Anwender da mit der Maus über Start -> Alle Programme -> Programmordner -> Programmstarteintrag geht, dann macht das den Kohl bestenfalls über Wochen, Monate und Jahre gesehen fett.

Da MS Office komplett unfähig ist in der Kommandozeile zu laufen, lässt sich die Arbeit damit also auf diese Weise nicht sinnvoll beschleunigen.

Das Effizienzproblem an dem man bei MS Office arbeiten kann sind daher eher die unzähligen zeitverschwendenden Keyboard-Mouse-Keyboard-Wechsel mit unnötigem, zeitraubendem Herumgeklicke in grafischen Menüs oder gar dem Selektieren von Text mit der Maus und dem Klicken auf Fettdruck und ähnliche Arbeitsabläufe BEI der Arbeit mit Word und Co.
Diese zur Formatierung genutzten Arbeitsschritte schmeißen den Büroarbeiter aus der 10-Finger-Schreibhaltung und unterbrechen so den kompletten Arbeitsfluß. Viele Leute vergessen über so einer Formatierungsaktion sogar wie sie den aktuellen Satz zuendeformulieren wollten und müssen deshalb ihren bisherigen Text noch einmal lesen und neu überlegen um den Satz sinnvoll zuendezubringen, nur weil sie zwischenzeitlich ein Wort in fett oder kursiv setzen wollten und die dazu nötige Aktion ihren Schreib- und Denkprozess völlig unterbrach.

Ich erledige beispielsweise Office-Arbeiten, die ich früher mit Word erledigt habe, heute mit LaTeX (Das funktioniert im Gegensatz zu MS Office übrigens auch in der Kommandozeile und selbst im E-Mail-Editor eines FeaturePhones kann man da seine Dokumente inklusive Tabellen, mathematischer Formeln und Vektorgrafiken vollumfänglich editieren und sie sich und anderen Leuten dann selbst per E-Mail ohne Anhang zusenden. DAS zeige mir mal mit MS Office.) und da habe ich gar kein grafisches Interface in dem ich herumklicken müsste und das mich von dem ablenken könnte, was ich gerade schreiben möchte. Auch eine auf kleinen Mobilgerätedisplays extrem platzverschwendende Ribbon-Leiste brauche ich nicht. Ich komme auch ohne eine solche an alle Formatierungen und Funktionen meines LaTeX-Dokuments.

Soll ein Wort fett erscheinen, dann tippe ich dort einfach während ich im 10-Finger-System den Text eingebe \bf{Hier steht der fett geschriebene Text} (bf steht für "bold faced") mitten in den Test und wenn mein formatiertes Schriftstück dann von LaTeX als PDF erzeugt wird, ist der Text "Hier steht der fett geschriebene Text" darin eben fett gedruckt.
Ich schreibe mit um die 200 Zeichen pro Minute auf einer Standard-Computertastatur. Glaubst Du, dass Du in der Zeit, die es mich auf meinem englischen Tastaturlayout (da braucht man für den Backslash und die geschweiften Klammern kein Alt Gr + \, { oder} drücken wie im deutschen Tastaturlayout, sondern einfach nur Tasten, die im Haupttastenfeld liegen) kostet 5 zusätzliche Anschläge zu schreiben um den Text fett zu setzen, auch nur mit einer Hand von der Tastatur zur Maus kommst um auf das Fettdruck-Icon von Word zu klicken?

Mit einem Shortkey in Word geht die Umstellung auf Fettdruck bei einem 10-Finger-Schreiber, der sicher die CTRL-Taste erwischt, möglicherweise schneller als ich die zusätzlichen 5 Zeichen eintippen kann. Beim Farbigsetzen von Text bin ich aber oft schon wieder schneller als der, weil sich wohl kaum jemand alle Farben in Word auf einen Shortkey definiert und ich die Textfarbe die ich haben möchte einfach nur in meinen LaTeX-Quelltext tippen brauche und nicht lahm mit der Maus aus einer Ribbon-Farbpalette auswählen muss, wie in Word und Co. der Fall.
Möglicherweise ist dabei in Word dann auch noch das falsche Ribbon aktiv. Dann muss man das auch noch mit der Maus ändern um an das Ribbon mit der Farbpalette zu kommen. So einen Menükrieg um die Vorherrschaft auf dem Desktop gibt es in LaTeX nicht. Alle Formatierungsoptionen sind immer sofort zur Hand, weil ich die dazu nötigen Befehle im Kopf habe und sie nur tippen muss, wie den Rest des Textes den ich schreibe. Ich muss keine Schaltflächen suchen und nie meine Schreibposition auf der Tastatur für den Griff zur Maus verlassen um eine Schaltfläche in einer "Ribbonleiste" mit der Maus anzusteuern. Bei den Tasten mit denen ich meine Formatierungen eingebe weiß ich mittlerweile unterbewußt genau wo sie auf der Tastatur zu finden sind und verschwende dahr keinerlei Zeit mit Herumsuchen, weil sich meine Tastatur nicht verändert und auch nicht unter einer anderen Ribbon-Menüleiste verschwinden kann.

Jemand der zur Maus wechseln muss ist sowohl gegen meine LaTeX-Arbeitsweise wie auch gegen die mit Shortkeys in grafischer Office-Software beim Effizienzvergleich chancenlos.

Hinzu kommt, dass MS Office ohne grafische Oberfläche komplett unbenutzbar ist, wodurch ich z. B. auf Remote-Servern, die oft nur eine Remote-Konsole bieten, mit Word kein PDF zur Dokumentation meiner Änderungen am Server für den lokalen Admin verfassen könnte und MS Office damit für solche Arbeiten nicht nur ineffizient ist, sondern komplett ausfällt. LaTeX-Dokumente lassen sich hingegen problemlos auf jeder Kommandozeile mit dem jeweiligen CLI-Texteditor des Systems erstellen und in ein PDF-Dokument kompilieren.

Auf die seit Jahrzehnten immer wiederkehrenden Malware-Probleme von MS Office brauche ich wohl nicht näher eingehen, auch wenn die in einigen Fällen die Effizienz gänzlich zunichte machen können, indem sie einem Büroarbeiter sein Arbeitsgerät komplett unbenutzbar rendern.

"Den Punkt "Benutzerfreundlichkeit" diskutiere ich erst gar nicht."

Wenn die "Benutzerfreundlichkeit" einer Office-Software dazu führt das Office-Profis ineffizient arbeiten, weil sie von einem ineffizienten Anfänger-Bedienkonzept dazu verleitet werden über Jahrzehnte nur dieses zu nutzen und ihnen offenbar nicht auffällt wie viel Zeit sie damit verschwenden, dann sollte man einmal darüber nachdenken, ob man die anfängliche Lernhürde durch Weglassen von selbsterklärenden, lahm zu benutzenden Anfänger-Klickmenüs nicht lieber durch kompletten Verzicht auf diese Anfänger-Klickmenüs etwas anheben sollte, um dann nach einigen Tagen oder Wochen Anlernzeit einen über Jahrzehnte zeiteffizient mit seiner Büro-Software arbeitenden Büroarbeiter zu haben.

Der holt garantiert schon im ersten Jahr mit Shortkey-Bedienung oder eben durch das Schreiben in einer Auszeichnungssprache mit Formatierungsbefehlen direkt im Text weit mehr Arbeitszeit gegenüber einem typischen MS-Office-Mausschubser durch sein zeiteffizienteres Arbeiten heraus, als er beim Erlernen der Shortkeys oder der Textbefehle im Vergleich zum Erlernen einer anfängerfreundlichen, aber ineffizienten Mausklick-GUI mehr verbraucht hat.
 
@monumentum!: Eigentlich war mein Kommentar schon völlig überflüssig, aber ich habe (mit mir selbst) gewettet, dass du daraufhin mit LaTeX kommst.
 
@monumentum!: Erstmal heißt es nicht CMD sondern CLI - das weiß jeder, der sich damit auskennt und nicht nur trollt. Zudem ist das CLI lediglich für die Verwaltung desjenigen Betriebssystems interessant, das in ungewohnter Manier betrieben wird. Jedoch will niemand, der ersthaft mit der Arbeit am Computer sein Geld verdient, seine Tabellenkalkulation an einem 23" Bildschirm mit 80x25 Textzeichen machen. Wer sich mit Tabellen und deren Möglichkeiten und Formeln auskennt, will sich nicht zusätzlich CLI-Befehle merken, die er noch vor der eigentlich produktiven Arbeit zu verwenden hat! Und wenn dir die Klicks zu viel werden: Windows lässt sich zu 100% auch mit Tastatur bedienen. Diese Tastatur-Shortcuts schlagen jedes CLI in Puncto Arbeitseffizienz!
 
@Der_da: "Erstmal heißt es nicht CMD sondern CLI - das weiß jeder, der sich damit auskennt und nicht nur trollt."

In meinem Text kommt ein einziges Mal die Zeichenkette CMD vor und an der Stelle nehme ich explizit Bezug auf die von mir gelernten CMD-Befehle und nicht auf irgendeines der vielen anderen Kommandozeileninterfaces (CLIs), die es so gibt. Etwas weiter unten verwende ich dann "Kommandozeile", das deutsche Wort für "Commandline Interface/CLI". Inwiefern habe ich da etwas falsch gemacht und was hat das mit sich Auskennen/Wissen zu tun?

Abkürzungen sind Schall und Rauch. Die kann jeder in wenigen Sekunden per Suchmaschine im Internet finden, wenn er sie nicht weiß. Ich gebe daher auf "Auswendiglern-Wissen" nicht viel. Ich kenne diverse Studenten, die es seit dem Studium toll finden mit Abkürzungen um sich zu werfen. Im Medizinbereich killt dieser "Spaß" der sich besser gebildet als der Rest der Menschheit fühlenden Mediziner jedes Jahr etliche Patienten, weil ein anderer Arzt irgendeine großspurige Abkürzung des ersten falsch deutet und daraufhin einen Patienten falsch behandelt.

Abkürzungswissen mit Fachwissen gleichzusetzen ist ein Fehler, den auch im IT-Bereich durchaus viele Unternehmen bei Einstellungen machen. Die nehmen dann nämlich oft jene Studenten, die gut im Auswendiglernen von IT-Fachtermini waren. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Programmieren und kreativ Probleme lösen können und so ist dann oft auch die Software, welche diese dann im Job produzieren.

An meiner Ausdrucksweise war wohl nichts so widersprüchlich, das irgendjemand nicht genau verstehen könnte, was ich meinte und das reicht mir.

"Zudem ist das CLI lediglich für die Verwaltung desjenigen Betriebssystems interessant, das in ungewohnter Manier betrieben wird."

Dann habe ich DOS als Kind auf dem Rechner meines Vaters bevor es die grafische Oberfläche Windows dafür gab also in "ungewohnter Manier" betrieben?

Mal ganz davon abgesehen schreibe ich meine Office-Dokumente in einem Kommandozeilen-Texteditor und erzeuge ebenfalls per Kommandozeile aus dem Quellcode dann hübsch formatierte PDF-Dateien, die für gewöhnlich sogar höheren typografischen Ansprüchen genügen als das was MS Word selbst bei Word-Profis gemeinhin produziert. Die Kommandozeile ist also durchaus nicht nur für die Verwaltung des Betriebssystems zu benutzen, sondern nahezu für allen produktiven Arbeiten, abgesehen von Dingen wie Foto- und Videodarstellung und -bearbeitung.

Selbst mein Media Player läuft von der Kommandozeile. Wenn ich damit ein Video abspielen möchte, macht er halt (sofern ein X-Server mit Fenstermanager läuft) neben dem Kommandozeilenfenster noch ein weiteres Fenster ohne grafische Bedienelemente auf, in dem dann das Video gezeigt wird. Auf Feiern beim Abspielen von MP3s mit meinem Notebook hat der Player zudem den Vorteil, dass keiner der Partygäste an dem Notebook herumspielt und die Musikauswahl ändert, da ich dann einfach keine grafische Oberfläche starte und von den Gästen für gewöhnlich niemand mit einem Player umgehen kann, der keine grafische Oberfläche bietet. Die stehen dann davor wie ein Ochse vor dem Elektrozaun, fassen aber nichts an und genau so soll es sein. Fahre ich den normalen grafischen Windows-Desktop hoch, kann ich darauf wetten, dass sich irgendwer findet, der nach ein paar Bier das Ding "kaputtspielt" oder Musik abspielt welche die Mehrzahl der Gäste nicht hören will, so dass ich den ganzen Abend Theater habe, wenn ich nicht den Bildschirm jedes Mal sperre nachdem ich dran war. Das passiert mit einem Kommandozeilenplayer nicht. Den kann ich einfach offen stehenlassen und kaum jemand traut sich auch nur den Laptop anzufassen. Das zeigt die heutige Hilflosigkeit der auf grafische Interfaces eingeschworenen Computernutzermasse recht deutlich. Kriegt der eigene Rechner den X-Server nicht mehr zum Laufen geht bei den meisten gar nichts mehr. ;-)

"Jedoch will niemand, der ersthaft mit der Arbeit am Computer sein Geld verdient, seine Tabellenkalkulation an einem 23" Bildschirm mit 80x25 Textzeichen machen. Wer sich mit Tabellen und deren Möglichkeiten und Formeln auskennt, will sich nicht noch zusätzlich CLI-Befehle merken, die er noch vor der eigentlich produktiven Arbeit zu verwenden hat!"

Nach der von mir oben verlinkten Studie wollen eine ganze Menge Leute nach über 10 Jahren als professioneller Büroarbeiter am Computer nicht einmal die einfachsten Shortcuts lernen und verschwendet stattdessen lieber teure Arbeitszeit mit ihrer ineffizienten Arbeitsweise, bremsen das eigene Unternehmen aus und machen es somit weniger konkurrenzfähig am Markt.

Möglicherweise sollte man als Unternehmer darüber nachdenken, ob man die Existenz eines Unternehmens an der Lernunwilligkeit der eigenen Mitarbeiter festmacht oder denen als Chef sagt: "Entweder lernt ihr effizient mit Eurem Werkzeug zu arbeiten oder ich spare mir Euer Gehalt und lege es lieber an der Börse bei effizienter arbeitenden Unternehmen an, wo es mir möglicherweise mehr Ertrag bringt als hier in meinem eigenen Betrieb."
Sein eigenes Geld zu nehmen und einen Betrieb aufzubauen ist oft ein höheres Risiko als das Geld an der Börse anzulegen und dort zu vermehren. Wenn die Rendite im eigenen Betrieb die möglichen Zinsgewinne an der Börse nicht schlägt, braucht man den eigenen Betrieb nicht. Es sei denn man sieht ihn als nettes Hobby und eigene Beschäftigungstherapie bei dem/der man noch ein paar Arbeitern ein Einkommen verschafft.

Ich persönlich kann eine Tabellenkalkulation auch in der Kommandozeile mit einem CLI-Texteditor betreiben und bräuchte daher von meinem Arbeitgeber keinen 23"-Monitor fordern um Arbeiten zu können. Das ist halt eine Frage der eigenen Fähigkeiten. Ich muss nicht alles sehen können, denn ich weiß was da ist (und mein Editor unterstützt zudem die Suche mit regulären Ausdrücken und kann Marker im Dokument setzen und anspringen -- damit bin ich mit einem 15-Zoll-Notebook-Monitor mit 1024x768 Pixeln schneller bei den mich interessierenden Daten in meiner Tabelle als irgendwer der zur Maus greifen muss um auf einem 23-Zoll-Monitor ein gigantisches Exel-Sheet hin- und herzuscrollen und dabei die Tabellenzelle zu suchen, deren Eintrag er gerade braucht).

"Und wenn dir die Klicks zu viel werden: Windows lässt sich zu 100% auch mit Tastatur bedienen. Diese Tastatur-Shortcuts schlagen jedes CLI in Puncto Arbeitseffizienz!"

Na, da bin ich ja mal gespannt, wie die Windows-Standard-Tastaturshortcuts IP, Subnetzmaske und Gateway meiner Netzwerkkarte ändern wenn ich über den Tag öfter zwischen zwei Netzwerken hin- und herwechseln muss. Die Kommandozeile schafft das spielend und ich brauche die beiden Netzwerkeinstellungen zudem nur einmal eintippen -- danach kann ich beim Wechseln der Einstellungen einfach das alte Kommando aus dem Befehlsspeicher selektieren und ausführen, dass mir die Netzwerkeinstellungen setzt.
 
@monumentum!: ja, klar, plötzlich hast du was ganz anderes gemeint, als du geschrieben hast
 
@monumentum!: Ah ich kann mich auch noch an die Zeit erinnern programmieren in HP UX im VI auf der Shell... Gott habe ich das gehasst...

Im Ernst ich war damals so froh als ich auf meinem Heim-DOS Rechner nach dem Start sofort den Norton Commander starten konnte.

Echt mal debugge mal ein Programm auf der Shell und du wirst nie wieder an GUI zweifeln...
 
@dc_gamers: "ddd" ... ich habs gehasst. :D Kann mir ein aktuelles Webprojekt ohne den grafischen Debugger vom Studio gar nicht mehr vorstellen. Unproduktive Arbeitszeitverschwendung! ^^
 
@larsh: Bei welcher sinnvollen Löschaktion braucht man denn ddd im VI? Also ich brauche immer nur ein d, ein D oder eben dd, aber ddd?
 
@dc_gamers: "Ah ich kann mich auch noch an die Zeit erinnern programmieren in HP UX im VI auf der Shell... Gott habe ich das gehasst...

Im Ernst ich war damals so froh als ich auf meinem Heim-DOS Rechner nach dem Start sofort den Norton Commander starten konnte."

Der Norton-Commander beschleunigte die Ordner-Navigation und die Dateiselektion für einen Kopierprozess aber auch und funktionierte per Tastatur. Die heutigen maus- oder touchgesteuerten GUIs mit ihren verschachtelten Menüs machen die Abläufe aber in der Mehrzahl der Fälle langsamer und nicht schneller.

Zum Programmieren ziehe ich aber selbst eine Ur-Version des VI dem Editor des Norton Commander vor.

"Echt mal debugge mal ein Programm auf der Shell und du wirst nie wieder an GUI zweifeln..."

Debuggen tue ich eigentlich fast täglich. Ob nun beim Programmieren oder Office-Arbeit, ich schreibe eigentlich ständig in irgendwelchen Programmier- und Markup-Dialekten und da habe ich es auch häufiger mit Fehlern zu tun.

Bisher sehe ich da kein Problem. Das der Editor von Visual Studio seit einigen Jahren keine schnellen Textmakros mehr bietet ist hingegen ein großes Problem, welches mich viel Zeit kosten würde, wenn ich nicht längst mit einem anderen Editor arbeiten würde, welcher bei mir nun den Visual Studio Compiler per Script steuert, wenn ich diesen benötige.
 
@monumentum!: Wieder ein neuer Account? *sigh*
 
@crmsnrzl: Die sieben Accounts vorher wurden ja aus völlig unverständlichen Gründen deaktiviert. Schweinerei :-)
 
@monumentum!: *müdes grinzen* alter.. du bist der beste...
 
Das ist vielleicht seine Sicht heute, ich glaube das Gates da aber was verdrängt. Schlechtes Gewissen vermutlich. Wann kam Classic Mac OS raus und wann Windows 1?
 
@alh6666: Wann kam Xerox Alto raus?
 
Was ich definitv behaupte ist aber, dass MacOS das weit bessere (v.a. zuverlässigere*) Betriebssystem ist.

(*damit meine ich auch macOS auf PC-Hardware also selfmade Hackintosh)
 
@Vermilion: Hast du denn Erfahrungen mit anderen OS?
 
@Vermilion: du Kennst aber Lisa nich.. und damit mein ich nicht der helle wahnsinn, sonern die hardware bei der vorführung dann doch Win 1.0 drauf installiert war und bill Steve dann um ein meeting bat...bei der vorführung von Apple Lisa...
 
Wie bekommt man raus, wann Bill sich wieder zu Fragen stellt, ich hätte nämlich selbst eine oder zwei.
 
Dies war zwar klar, dass Gates und Jobs nicht voneinander abgeschrieben haben, aber wieso haben sich sowohl Jobs, als auch Gates gleichzeitig an Xerox rangeschmissen, obwohl es doch mehrere Möglichkeiten gab an ähnlich gute Interfaces heranzukommen, um die jeweils eigene Firma einen deutlichen Aufschwung zu geben?
 
Nicht Xerox hat das alles erfunden, sondern "Douglas C. Engelbart" und der lieferte auch gleich den Desktop der Zukunft.

Da versucht Gates wie immer, seine Version der Wahrheit dem Leser aufs Auge zu drücken. Fakt ist, Jobs war bei Xerox die das Konzept von "Douglas C. Engelbart" umgesetzt haben, und hat es in den Mac so hübsch es geht eingebaut (das ist Jobs Leistung), und dann hat Gates den Mac gesehen und ist ausgeflippt und hat gesagt "Das will ich auch haben. Kopiert das!". Er ist dann zu Apple und hat sich dort die Maus zeigen und die Technik erklären lassen. Das hatte bei Gates nichts mit Xerox zu tun. Er hat alles bei Apple geklaut. Das hat ein Zeitzeuge ausgesagt (Microsoft Mitarbeiter).

Da kann Gates noch so sehr Märchen erzählen. Und dann hat Gates Steve Jobs betrogen. Er hat still und heimlich "Windows" (eine Kopie vom Mac) entwickeln lassen, dass absoluter Schrott war. Gates hat Jahre gebraucht um dann irgendwann mit Windows 95 etwas "irgendwie" lauffähiges zeigen zu können. Windows 95 mit einem PC war natürlich auch Schrott, aber billiger als der Mac.

Gates hat es auch mal gesagt: "wir sind billiger, das zählt bei den Menschen". Damit hatte er leider Recht. Die Menschen haben sich nicht für "Qualität" entschieden, sondern für den billigeren Scheiss. So wie es schon bei BetaMax und VHS war.

Dann, und das weiß jeder kam Jobs zurück zu Apple, und hat Gates Versuch in den Mobile Markt mit dem Windows Phone zu kommen... zerstört. Keiner wollte das nervige Windows auch noch als Smartphone Computer mit sich rumschleppen.
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