Gerücht: Amazon arbeitet jetzt an eigenem Office-365-Konkurrenten

Amazon soll Medienberichten zufolge den Sprung in ein neues Angebotsfeld vorbereiten. Es geht dabei darum einen Konkurrenten zu Microsofts Office 365 und den Google G Suites aufzubauen, also um ein Büro-Paket, mit dem Dokumentenbearbeitung möglich ... mehr... Amazon, Ceo, Jeff Bezos Bildquelle: Amazon Amazon, Ceo, Jeff Bezos Amazon, Ceo, Jeff Bezos Amazon

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Daran hat sich bereits Apple die Zähne ausgebissen.
 
@Thomas Höllriegl: Ich glaube solange es nicht voll kompatibel zu MS Office ist, wird das nichts.
 
@L_M_A_O: MS Office ist zu seinen eigenen Vorgängern oft nicht kompatibel. Hast Du Dir mal die OOXML-Spezifikation angesehen? 6000 Seiten über die auch Microsoft längst den Überblick verloren hat. Wie sollen da andere Office-Pakete zu kompatibel sein, wenn Microsoft es bis heute nicht einmal schafft alle alten Dateiformate der Vorgängerversionen von MS Office fehlerfrei in einem aktuellen MS Office zu lesen?

Guck Dir alleine mal die XML-Repräsentation wenn Du Text in rot setzt in Word, Exel und Powerpoint an...

Word: <w:color w:val="FF0000"/>
Exel: <color rgb="FFFF0000"/>
PP: <a:srgbClr val="FF0000"/>

Drei verschiedene Strings für dieselbe Action? Wie krank ist das denn? Da wundert es dann nicht, dass Microsoft auf 6000 Seiten OOXML-Spezifikation kommt. Vom Standpunkt eines Ingenieurs aus ist das ein völlig fehlerhaftes, da sinnlos umständliches und schlecht zu wartendes Design und in so einem schlecht designten Dateiformat legen die meisten Leute heute ihre wichtigen Daten ab und werden sie deshalb morgen verloren haben.

Ich würde in so einem verfahrenen Dateiformat niemals wichtige Daten ablegen und habe vermutlich auch deshalb in 30 Jahren mit dem Computer noch nie Daten verloren.

Im ODF, also etwa bei Openoffice-Dateien erzeugt dieselbe Aktion in Writer, Calc und Impress exakt den gleichen String und das zudem in einer verständlicheren Syntax, bei der man als Mensch auch direkt weiß was sie bewirkt, wenn sie einem im ODF-Dokument begegnet, weil sie selbsterklärend ist:

<style:text-properties fo:color="#FF0000"/>

Das ist ein sauberes Design. Das von Microsoft ist kompletter Unsinn und führt seit Jahrzehnten bis zum heutigen Tag zu fehlerhaften oder ganz defekten Dokumenten, wie ich es bei StarOffice/OpenOffice/LibreOffice noch nie erlebt habe.

Auch die Interoperabilität zwischen Word, Exel und Powerpoint leidet unter den Syntaxunterschieden. Kopiert man beispielsweise formatierten Text von Word in Exel oder Powerpoint, so muss die Syntax des Codes zur Formatierung in dem kopierten Abschnitt erst konvertiert werden, damit roter Text aus Word dann auch in Exel oder Powerpoint wieder rot angezeigt wird. Kopiert man viel formatierten Text kann das sogar auf heutigen Rechnern zu merkbaren Performanceeinbrüchen führen, da die gesamte Formatierungssyntax im Text in eine andere Syntax konvertiert werden muss und das zwangsläufig Rechenleistung kostet.

Was seine Office-Produkte angeht, macht sich Microsoft die Hose wohl sprichwörtlich mit der Kneifzange zu. Statt mit OOXML einen vom Design her sauberen und kompakten Standard für Dokumentdateien zu schaffen und seine Produkte an diesen anzupassen, wie das bei OpenOffice und Co. mit dem ODF-Standard passiert ist, hat Microsoft die Inkonsistenzen seiner offenbar verschiedene Dialekte sprechenden Office-Programme in eine monströse 6000-Seiten-OOXML-Spezifikation gepresst. Jede andere Firma hätte diesen Unsinn niemals als ISO-Standard spezifiziert bekommen und wie hieraus hervorgeht...

Microsofts Office-Dateiformat OOXML auf holprigem Weg zum ISO-Standard
http://www.mactechnews.de/news/article/Microsofts-Office-Dateiformat-OOXML-auf-holprigem-Weg-zum-ISO-Standard-122747.html

...hat Microsoft mit Tricks gearbeitet um OOXML überhaupt neben ODF als zweiten ISO-zertifizierten Open-Document-Standard zertifiziert zu bekommen -- von 26 stimmberechtigten Mitgliedern kamen damals 16 erst sehr spät zum Standardisierungsprozess hinzu und die kamen laut Aussage des ebenfalls stimmberechtigten V1-Beirat-Mitglieds Rob Weir (IBM Mitarbeiter) alle von Partnerunternehmen von Microsoft.

Da braucht sich Amazon nicht einmal groß anstrengen um ein konsistenter und damit besser designtes Office-Paket hinzubekommen als Microsoft. Wenn sie ihres nur sauber am ODF-Standard ausrichten haben sie das schon geschafft. Kompatibel zu Microsofts OOXML kann man überhaupt nicht sein, denn seine 6000-Seiten-OOXML-Spezifikation hat selbst Microsoft selbst noch in keinem einzelnen Softwareprodukt vollständig umgesetzt bekommen.
 
@Thomas Höllriegl: Sofern es halt nicht vollkommen kompatibel zu aktuellen Firmenlösungen ist, kann man es direkt lassen. Bei in der aktuellen Firma von mir wird viel mit Sharepoint gearbeitet. Bei der vorherigen mit Sharepoint und Clearcase. Alles sauber und gut in Windows eingebettet und mit allen Lösungen rund um MS Office kompatibel. Ich glaube, dass nicht wenige Firmen sowas wollen und sofern es mit MS Office eben am besten funktioniert, dann wird MS Office halt die Software der Wahl.
 
@Thomas Höllriegl: Und du wirst es kaum glauben, ich verwende die iWork-Suite viel lieber, weil ich damit wesentlich schneller zum Ziel komme. MS Office verwende ich nur, wenn Word&Co zu exotische Layouts verwendet. Sicher, iWork hat nicht alle Funktionen die Office bietet. Das Wesentliche für mich(TM) deckt es allemal ab.
 
@wingrill9: Privat reicht im Grunde jede Lösung, auch die kostenlosen.
In Unternehmen hingegen sieht es ganz anders aus und darum geht es auch im Artikel. Das ist auch das Feld wo die Firmen Geld verdienen können. Privatleute sind eher Nebenprodukt.
 
Aha... Der Grabscher will auch dort ein Stück vom Kuchen. Ich hoffe, Amazon wird mal so fett, dass es platzt! So langsam drängt sich mir der Verdacht auf: "Kann viel, aber nichts richtig!"
 
@SunnyMarx: Was kann Amazon denn alles "nicht richtig"?
 
@SunnyMarx: Stimmt, im Vergleich zum laser-focused Microsoft ist Amazon ja wirklich überall vertreten /s
 
@SunnyMarx: Amazon ist eigentlich in jedem Bereich einer der Marktführer. Selbst im Videostreaminggeschäft haben die es in kürzester Zeit geschafft schärfster Konkurrent von Netflix zu werden.
 
Da hat Amazon aber viel zu tun.Denn mehr als einen einfachen Text-Editor in der
Android-App für Amazon-Drive habe ich da noch nicht gesehen. Und die "G Suite"
ist da um Welten voraus..alleine die Cloud-Skript-Sprache GAS (Google Apps Script)
ist einem popeligen VBA in MS-Office haushoch überlegen...und da will Amazon
mit quasi nichts in der Hand dagegen anstinken ?

Da haben sie aber viel vor. :-)
 
Amazon kann ja NextCloud, Collabora plus ein paar Unternehmen und/oder Programmierer aus diesem Umfeld einkaufen.

Die hätten da schon ziemlich viel von dem was Amazon nützlich sein könnte.

Amazon könnte natürlich auch LibreOffice tatkräftig und finanziell unterstützen
damit diese LibreOffice vorantreiben können
und natürlich auch ein paar passende Schnittstellen entwickeln
welche gut mit AWS zusammenspielen.

.
 
@Fred_EM: Nun ja! Libre Office ist ja (noch) Freeware. Und ich glaube nicht, das Amazon für Dauer ! eine Freeware anbieten will / würde. Die wollen über kurz oder lang Geld sehen!
 
Noch einer der sich an eine Office Suite heran wagt ?
Halte ich für keine gute Idee.
Außer der von MS gibt es noch OpenOffice, LibreOffice, eines von Google und all die anderen die ich vergessen habe.
Da wird es immer schwieriger sich zu entscheiden und die inkompatibilitäten der einzelnen Suiten werden undurchsichtiger und für en Nutzer kaum noch zu händeln.
Wenn es um die Grundbestandteile geht, mag es vielleicht noch irgendwie funktionieren, aber sobald es ans Eingemachte geht, merkt man die Unterschiede der Suiten.
Wie haben sehr viele Excel und Worddokumente in denen Formeln und Formatierungen eingebettet sind. Versuchsweise haben wir mal LibreOffice eingesetzt, da OpenOffice nicht weiter entwickelt wird. Das Ergebnis war sehr ernüchternd. Mehr als die Hälfte der Dokumente müssen wir anpacken und überarbeiten.
Da wird sich Amazon auch dran messen müssen.
 
@Brassel: Warum sollte das keine gute Idee sein? Solange sie nicht auf Microsofts schlecht designtes OOXML-Dateiformat setzen, sondern auf ODF ist alls was sie produzieren schon einmal besser als alles was Microsoft bisher produziert hat.
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