Alexa verweigert die Aussage: Amazon beruft sich auf die Verfassung

Wie schon im Dezember vergangenen Jahres berichtet, gibt es einen ersten spektakulären Fall, in dem die Behörden die Daten von Amazons Sprachassistenz Alexa einfordern. Amazon fährt nun schwere Geschütze auf. Der Konzern verweigert das nun unter ... mehr... Amazon, Sprachassistent, Alexa, Echo Bildquelle: Amazon Amazon, Sprachassistent, Alexa, Echo Amazon, Sprachassistent, Alexa, Echo Amazon

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Denke nicht, dass sie damit durchkommen. Einen Mörder hinter Gitter zu bringen dürfte durchaus im Interesse der Öffentlichkeit sein. Im Grunde könnte Amazon sich aber auch ganz einfach von einer solchen Pflicht befreien, in dem die Sprachaufzeichnungen gar nicht erst gespeichert werden, bzw. nach Verarbeitung direkt wieder gelöscht werden. Verstehe nicht, warum man das nicht einfach so handhabt, dann gäbe es die Diskussion gar nicht erst.
 
@Memfis:
Ich vermute mal das die Speicherung einfach notwendig ist um die KI zu trainieren...
EDIT: Dennoch ist es sehr bedenklich wenn eine Speicherung auch ohne Keyword erfolgt!
 
@GRADY: Ich halte es für extrem unwahrscheinlich, dass eine Kommunikation ohne Keyword vonstatten geht. Das könnte man doch in einer Stunde herausfinden, in dem man den Traffic von Alexa analysiert. Wenn ich heute Abend langeweile habe gucke ich mal, ob auch Traffic ohne Keyword rausgeht.
 
@Memfis: Wieso ist der nochmal ein Mörder? Zunächst ist er mal ein Angeklagter oder?
Lesen sie mal: Ihm wird vorgeworfen...

Wenn er ein Mörder wäre bräuchten sie Alexa nicht mehr.. und es heisst Rechtsprechung nicht Gefühlssprechung. Sie begehen aus durchaus nachvollziehbaren Gründen dennoch einen gefährlichen Weg... und genau das ist hier des Pudels Kern.

Sie kennen das Huhn eben nicht vor dem Ei...
 
@tommit: Memfis hat doch gar nicht gesagt dass der Typ ein Mörder ist, er hat nur gesagt dass das öffentliche Interesse einen Mörder hinter Gitter zu bringen höher liegen könnte als die Begründung für die Aussageverweigerung. Ob durch diese Aussage von Echo nun der Typ auf der Anklagebank be- oder entlastet wird ist halt offen.

Wenn du also schon so klugscheißen musst dann auch an richtiger Stelle.
 
@tommit: Im Internet empfinde ich ein "Siezen" als Beleidigung, aber das nur am Rande.
 
@Memfis: Vielleicht keine Beleidigung, man muss halt schauen, wo man sich gerade befindet. Hier bei WF ist es durchaus unangemessen, weil hier kein förmlicher Ton herrscht. Abgesehen davon sollte man das "Sie" wenn überhaupt groß schreiben.
 
@Memfis: wahrscheinlich ist das Siezen wohl eher ein Zeichen dafür, dass man es mit einem kultivierten und gut erzogenen Menschen zu tun hat. grundsätzlich ist ein Sie gegenüber unbekannten Personen immer die bessere Umgangsform, auch wenn es angesichts des hier gelegentlich herrschenden Tonfall leider schon fast befremdlich klingt.
 
@tommit: Die Indizen sprechen dafür, dass der Angeklagte der Mörder ist. Also werden weitere Beweise gesucht. Genauso wie eine Hausdurchsuchung auch schon durchgeführt werden darf, bevor er vom gericht schuldig gesprochen worden ist.
 
@MaxM: Falsch.

"1. (Rechtssprache) Umstand, der mit Wahrscheinlichkeit auf einen bestimmten Sachverhalt, vor allem auf die Täterschaft einer bestimmten Person schließen lässt; be- oder entlastender Umstand.

2. (bildungssprachlich) Anzeichen für etwas; symptomatisches Merkmal, an dem sich ein Zustand, eine Entwicklung ablesen, erkennen lässt.
 
@Memfis: Selbst wenn die Behörden damit nicht durchkommen sollten, die Politik wird sicherlich stetig daran arbeiten, solcherlei Geräte als Mittel für die Abwehr von Terroristen und zur Verbrechensbekämpfung im Rahmen künftiger Vorratsdatenspeicherregeln heranziehen zu dürfen. Schließlich sind da draußen in den Wohnzimmern soviele Gefährder, Gewalttäter und wer weiß noch. ;-)
 
@Tjell: Da kannst Du gut Recht haben. Aber jeder, der ein solches Gerät hat, weiß bzw. sollte wissen, welches Risiko er ggf. damit eingeht! Was nur (das Risiko) die meisten nicht allzu sehr stört. Auch hier gilt wie immer, zu Risiken und Nebenwirkungen frage den Apotheker (Verkäufer) oder Arzt (Hardwarehersteller)!
 
@Memfis: Immerhin geht es um Grundrechte, und um die einzuschränken braucht man zumindest in zivilisierteren Gegenden schon einen sehr guten (und durch Gesetze legitimierten) Grund.

Selbst einen Mord zu verhindern reicht als Grund möglicherweise nicht, und wenn der Mord schon geschehen ist, macht das niemanden mehr lebendig.

Innenpolitiker werden das allerdings anders sehen.
 
@rallef: Mit Verlaub, dieses Argument "...Selbst einen Mord zu verhindern reicht als Grund möglicherweise nicht, und wenn der Mord schon geschehen ist, macht das niemanden mehr lebendig..." ist quatsch! Das würde in Konsequenz bedeuten, vorab darf gar keine Ermittlung erfolgen, denn die Person ist ja noch nicht verurteilt (was aber nur nach Ermittlungen erfolgen kann!). UND wenn es bei einer Tat ein Opfer, egal welcher Art, gegeben hat, darf / soll
auch nicht ermittelt werden, denn die Tat ist schon passiert bzw. kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden. Logik daraus: Es gibt keinerlei Ermittlungen mehr bzw. darf diese nicht geben?

Überlege das doch bitte nochmal. Wenn Dir richtig ernsthaft also mit Mord / Prügel usw. gedroht wird oder Deine Familie so bedroht wird, darf / soll nach dem Bedroher nicht ermittelt werden, weil ist ja noch nichts passiert. Und wenn Dir oder Deiner Familie was passiert ist, darf / soll auch nicht ermittelt werden, denn die Tat ist schon passiert bzw. kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden.

DAS willst Du wirklich so?
 
Ich bin mir sehr sicher (und dennoch kann ich es nur vermuten), dass Amazon die betreffenden Daten ausgewertet hat, um heraus zu finden, ob man einen Mord nachweisen kann oder nicht.
Warum auch nicht? Laut AGB kann Amazon praktisch alles mit diesen Aufzeichnungen anstellen.

Ich frage mich in diesem Fall ob Amazon nicht vor dem Mord wusste, dass dieser gleich durchgeführt wurde bzw. was die Konsequenzen wären. Wenn es nun eine Aufzeichnung gäbe in welcher der vermutliche Mörder etwas wie "Ich töte dich." sagt und 2min später der Akt in Gänze aufgezeichnet wurde und Amazon hat rein garnichts unternommen um es zu verhindern? Wäre Amazon dann nicht laut amerikanischer Rechtssprechung ein Mittäter und würde das gleiche Urteil wie der Täter erhalten?

Ich stelle mir das grad extrem spannend vor.

Edit: Ich spreche von einem Szenario des "common design rule" (If two or more persons engage in a common criminal design or agreement, any further acts committed by one party are considered to be the acts of all parties to the common design and all are equally accountable for the consequences of such further acts.). Weiterführendes findet ihr unter "Beteiligung Mittäterschaft Mord amerikanisches Recht" in einer Suchmaschine eurer Wahl.
 
@erso: Du gehst - wohl fälschlicherweise - von der Utopie aus, dass alles, was diese Alexa-Dinger aufschnappen, in Echtzeit von irgendeiner realen Person bei Amazon wahrgenommen wird. Das dürfte wohl schier unmöglich sein, oder wieviele Milliarden Leute arbeiten deiner Meinung nach bei Amazon am Mikro?
 
@DON666: "Du gehst - wohl fälschlicherweise - von der Utopie aus, dass alles, was diese Alexa-Dinger aufschnappen, in Echtzeit von irgendeiner realen Person bei Amazon wahrgenommen wird."

Das genau dies längst nicht mehr passiert wird Amazons Problem sein: Die psychometrische Analyse der Kunden aufgrund von deren "Nutzungsdaten" läuft bei Amazon, Microsoft, Facebook und Co. längst vollautomatisch, d. h. ganz ohne Beteiligung von Menschen welche die Daten von Milliarden Kunden manuell sichten müssten und damit zwangsläufig immer unterbesetzt und viel zu langsam wären. Amazon hat für so etwas keine Arbeiter mehr. So eine Anfrage von Behördenseite müsste aber jedes Mal ein menschlicher und daher teurer Mitarbeiter abwickeln, wenn Amazon den Behörden keinen Vollzugriff auf seine Datenbanken einräumen möchte, damit die sich ihre Daten selbst suchen können.

Wenn eine Behörde so eine Aktion erst einmal in einem Fall erfolgreich und ohne längeren rechtlichen Protest des betroffenen Unternehmens durchgeführt hat und die staatlichen Ermittler ihre Beweise auf diese Weise schön bequem bis zum Bürostuhl geliefert bekamen, ist die Gefahr groß, dass die Menge solcher Anfragen und damit der Bearbeitungsaufwand auf Amazons Seite schnell wächst. Die Behördenmitarbeiter werden dann nämlich dazu übergehen, in allen ähnlichen Fällen erst einmal bei sämtlichen Unternehmen die Datensätze über einen Täter haben könnten diese Datensätze einzufordern, bevor sie auch nur daran denken würden den eigenen Hintern aus ihrem Bürostuhl zu heben und nach anderen Indizien/Beweisen zu suchen.

Da würde ich es an Amazons Stelle den Ermittlern auch möglichst schwer machen an die Daten zu kommen, bevor ich demnächst eine noch größere Abteilung im Unternehmen einrichten und bezahlen muss, nur um alle Nutzerdaten-Anfragen von allen Behörden weltweit noch zeitnah abwickeln zu können.

Mann muss sich bloß einmal ansehen, wie die Anzahl der verschickten "stillen SMS" zur Mobiltelefonortung in Deutschland im ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends angestiegen ist, nachdem die meisten Ermittler mitbekommen hatten, wie einfach man damit Bewegungsprofile von verdächtigen Personen oder von der eigenen, möglicherweise fremdgehenden Partnerin erstellen konnte (Schon der NSA-Whistleblower William Binney berichtete von NSA-Mitarbeiten, welche die NSA-Datenbanken mit Bevölkerungsdaten dazu benutzten ihre eigenen Partnerinnen zu überwachen, obwohl sie für derartige Suchanfragen in den Datenbanken eigentlich eine richterliche Erlaubnis gebraucht hätten. Aber wo solcher Missbrauch nicht verfolgt und bestraft wird, da wird er eben eifrig betrieben.).

Amazon versucht sichr nicht deshalb mit Robotern in den Lagern und autonomen Drohnen zur Auslieferung möglichst viel teure menschliche Arbeitskraft einzusparen, um dann doch wieder neue Mitarbeiter einstellen zu müssen um Behördenanfragen zu bearbeiten. Die wollen durch die Mitarbeitereinsparungen ihren Gewinn maximieren und da stören manuell zu bearbeitende Anfragen der Behörden nur. Deshalb heißt es, was das angeht, für Amazon "Wehret den Anfängen". Das sie durch die Weigerung die Daten rauszugeben vor ihren naiveren Nutzern was den Datenschutz angeht auch noch gut darstehen, weil jene immer noch nicht begriffen haben, dass Amazon ihre Daten genauso verkauft wie Facebook und Co. ist ein durchaus angenehmer PR-Nebeneffekt, aber keinesfalls das Hauptziel von Amazons Strategie.
 
@monumentum!: Oha. "Vollautomatische psychometrische Kundenanalyse" etc...

Da fährt aber einer dicke Geschütze auf. Eine Welt, die wirklich derart von staatlicher Seite und von Seite der bösen Wirtschaftsimperien gegen das Wohl des "kleinen Mannes" durchstrukturiert wäre, ist sicher der feuchte Traum eines jeden Verschwörungstheoretikers, da er sich da mal so richtig austoben kann in seiner Paranoia. Realistisch ist das aber nicht.
 
@DON666: Die meisten Verschwörungstheoretiker haben das Ausmaß der realen Überwachung durch die NSA, welche mit den Snowden-Veröffentlichungen und durch die Aussagen des ehemaligen technischen Leiters der NSA und heutigen Whistleblowers William Binney publik wurde, in ihren kühnsten Verschwörungstheorien nicht vorhersehen können.

Wenn die wüssten, dass die Entscheidung zum Brexit und die merkwürdigerweise den Ergebnissen aller repräsentativen Volksbefragungen vor der Wahl entgegenlaufende Wahl von Donald Trump auf dem Ausnutzen psychometrischer Verhaltensvorhersagemodelle nach dem OCEAN-Prinzip zur Manipulation der Wähler basierten, hätten die keine feuchten Träume, sondern würden sich stattdessen vor Panik eher in die Hosen machen.

Die Deutschen sollten lieber beten, dass sich AfD und Co. nicht Cambridge Analytica als Wahlkampfhelfer für die nächste Wahl an Land ziehen. Das ist eine Agentur für sogenanntes Microtargeting der Wähler, die mit psychometrischen Methoden basierend auf dem OCEAN-Modell arbeitet und den Brexit-Befürwortern sowie Donald Trump geholfen hat die unentschlossenen Wähler zu finden, jeden einzelnen von denen mit den richtigen Botschaften passend zu dessen Charakter und Lebensumständen anzusprechen und ihm so zu suggerieren, was er zu wählen hat.

Das mal für die Leute, die nicht so gerne viel lesen, sich nur ein bisschen gruseln und sich weiterhin einreden lassen wollen, es wäre erst fünf Minuten vor zwölf und somit noch nicht zu spät:

https://www.youtube.com/watch?v=z2wjW15DWrw

Das für die Leute, welche ungeschminkte Wahrheit wissen wollen und keine Scheu haben dafür einen längeren Text zu lesen:

https://www.dasmagazin.ch/2016/12/03/ich-habe-nur-gezeigt-dass-es-die-bombe-gibt/

Die in dem Text erwähnte Studie von Michal Kosinski, die beweist wie präzise sein Modell bereits im Jahre 2012 funktionierte, habe ich vorliegen, da ich mich als Softwareentwickler vor einiger Zeit in einem Team mit Psychologen an einer Hochschule beruflich mit dem Thema Psychometrie befasst habe. Es ist wirklich erstaunlich, wie genau man Menschen auf diese Weise charakterisieren und manipulieren kann. Ich habe das schon an einigen Bekannten von mir getestet.

Der damals bei dem Projekt von mir und anderen Leuten geschriebene Code läuft heute übrigens zur psychometrischen Vermessung der Kunden in einigen Online-Shops und bestimmt anhand deren Persönlichkeitsprofil für was sie sich sonst noch interessieren könnten und bietet ihnen so weitere Waren aus anderen Bereichen als denen aus welchen sie schon etwas im Warenkorb liegen haben an. Es ist erstaunlich wie viele Leute da zugreifen, selbst wenn die Vorschläge mit dem was sie schon im Warenkorb liegen haben gar nichts zu tun haben, sondern eben nur aus der Vorhersage über ihre Persönlichkeit selektiert wurden. Jeder Klick auf einen der vorgeschlagenen Artikel verfeinert im Hintergrund wiederum das Persönlichkeitsprofil des Kunden, bis man sein Verhalten besser vorhersagen kann als er selbst das könnte, wenn man ihn im Vorfeld danach fragen würde. Willkommen in der schönen, neuen Welt der Psychometrie. ;-)

Im Übrigen geht es nicht gegen das "Wohl des kleinen Mannes". Es geht darum, mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel an ihm zu verdienen bzw. ihn dazu zu bringen, so zu handeln wie man das gerne hätte und ihm dabei die Illusion zu lassen, eine völlig freie und für ihn vorteilhafte Entscheidung getroffen zu haben.

Ach ja, das ist Herr Alexander Nix, der CEO von Cambridge Analytica, der hier verrät, wen er zuerst im US-Wahlkampf mit seinen psychometrischen Modellen unterstützt und von einem im Gegensatz zu den meisten seiner Kontrahenten weitgehend unbekannten Senator zum letzten ernsthaften Widersacher des von vorneherein viel bekannteren Donald Trump aufgebaut hat:

Big Data - Ocean-Methode - Donald Trump Wahlsieg - Brexit
https://www.youtube.com/watch?v=O5sHofP5JyM

In diesem Video verrät er noch nicht, dass er danach von Donald Trump angeheuert wurde, sondern nur, dass er, nachdem sein erster "Kunde" alle viel bekannteren Kanditaten ausser Trump hinter sich gelassen hatte, nun einen der verbliebenen beiden Kandidaten im Wahlkampf unterstützten wird. Wir alle wissen, wie das ausgegangen ist und derzeit hat Herr Nix wegen der bevorstehenden Wahlen seine Fühler nach Deutschland ausgestreckt. Wir werden also höchstwahrscheinlich bald erfahren, welche Partei er dort unterstützen und wie das ausgehen wird.

Na, sind das inklusive mir also alles Verschwörungstheoretiker und was die sagen ist absolut unrealistisch, oder sind das vielleicht doch eher mit Bedacht handelnde Wissenschaftler, welche die Daten, die ihnen der heutige Internetnutzer so bereitwillig zur Verfügung stellt, gekonnt zu ihrem eigenen Vorteil nutzen?

Ist es noch eine Verschwörungstheorie zu behaupten, dass die NSA längst Psychometriespezialisten beschäftigt und mit ihrer von William Binney längst bestätigen, gigantischen Datensammlung über, wie Binney selbst sagte "7 Milliarden Menschen", sich diese Methoden ebenfalls zunutze macht um gezielt "interessante Personen" aus den Daten von Milliarden herauszusieben? Ich würde mir diese Gelegenheit anstelle der NSA nicht entgehen lassen, denn alle anderen Geheimdienste werden diese Vorhersagemethoden über kurz oder lang ebenfalls nutzen, auch wenn ihre Datenbasis vielleicht nicht ganz so groß ist. Aber das war die von Kosinski auch nicht und seine Vorhersagewahrscheinlichkeit war schon damit grandios. Was ist da wohl erst mit der Datenbank der NSA drin?
 
@monumentum!:

Man kann es auch viel einfacher erklären. Geschäftsideen wie Amazon Echo erfordern hohes Kundevertrauen. Wenn der Kunde Angst hat, dass Amazon Echo ihm irgndwann zum Verhängnis werden könnte, wäre das ein PR-Supergau.

Das dürfte viel schwerer wiegen als die Mitarbeiteranzahl. Amazon dürfte solche Anfragen problemlos verkraften, ohne große finanzielle Einbußen hinnehmen zu müßen. Hingegen wäre die Nachricht, dass die anfallenden Daten für andere Zwecke als Konsum und Werbung verwendet werden eine Gefahr für das Produkt. Wer will schon einen Polizeispitzel im Haus haben?
 
@monumentum!: Da bedarf es in der Regel keiner "psychometrische Analyse der Kunden"! Da braucht es auch nicht in jedem Fall einen "menschlichen" Mitarbeiter". Schlichte entsprechende Filter (Filterlisten mit Stichwörtern) würden schon zur maschinellen / elektronischen Auswertung reichen, wie z.B. die Geheimdienste das machen, BND und Co. Da sitzt auch keine Pertson und hört alles ab bzw. liest alles mit.
 
@Kiebitz: "Da bedarf es in der Regel keiner "psychometrische Analyse der Kunden"!"

Mag sein. Aber warum auf sie verzichten, wo man sie doch schon hat und sie auch nicht so viel mehr Rechenleistung verschlingt wie einer einfachere Filterung?
 
@erso: SUPER ^^ und wenn ich in meinem Privaten Wohnzimmer mit meinem Freunden ein "Gesellschaftsspiel" spiele in dem ich jemanden "töten" muss, werd ich gleich zur Zielscheibe der Justiz???

Mal ganz langsam mit der "totalen Überwachung", ich habe nichts gegen dem Kampf des Terrorismus, aber man muss auch "differenzieren" woher die Gefahr wirklich kommt. Und es obliegt wohl eher dem Menschen und den Menschenverstand, zu wem ich gehe und wen ich in meinem Wohnung lasse anstelle dessen, dass "eine digitale Macht" >bei mir Zuhause< aufpassen muss!
 
@bear7: Bezogen auf den ersten Absatz: Wenn du im Laufe des Spieles einen deiner Freunde umbringst und die anderen nur zusehen, dann seit ihr alle Zielscheibe der Justiz bzw. könnt in den USA alle wegen Mord angeklagt werden. Selbst der eine Kumpel, der via Skype am Spiel teilnahm und den Mord von seinem Wohnzimmer aus ansehen konnte.
Es geht hier um wer wusste wann was und hat nichts getan.
 
@erso: Das ist aber arg konstruiert... Obwohl es sachlich sicherlich richtig ist.
 
@erso: Ich denke, es ging nicht um eine reale Tötung. Ich denke, es ist ein Spiel, bei dem ich jemand töte / töten muß IM SPIEL, nicht real. SOOO ! wird das wohl von bear7 gemeint sein bzw. sooo habe ich das verstanden.

In dem Fall einer realen Tötung, z.B. im Streit BEI dem Spiel (wegen Schummeln oder so), hast Du im Wesentlichen Recht, z.B. wg. Mittäterschaft, Beihilfe durch Unterlassung usw.
 
Für die USA wage ich mich nicht mal den Ausgang zu Prognostizieren, jedenfalls ist die Diskussion darüber längst überfällig

Frage mich schon länger, wie Rechtsgrundsätzen in D. mit den Digitalen Assistenten vereinbar sind?

§ 201 StGB Vertraulichkeit des Wortes
§ 201a Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen
§ 203 Verletzung von Privatgeheimnissen
U.a.

Rein Formal würden viele Geräte eine Straftat begehen.
 
@Kribs: siehe Cayla ;)
 
@Odi waN: Exakt!
Nur war hier die Gewichtung die "Illegale Sendeanlage" nach § 90 TKG.
 
@Odi waN: Cayla ist aber nicht vergleichbar. Die ist als illegal eingestuft worden, weil sie wie eine Puppe aussieht.
 
@Kribs: Diese gilt nur bei Unwissenheit etwaiger Opfer. Wer sich diese Amazon-Wanze ins Wohnzimmer stellt, tut dies freiwillig und mit Wissen darum. Wenn Du mich zum Kaffee hereinbittest, kannst Du hinterher auch keine Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstatten.
 
@Kribs: Grundsätzlich muss ja schon unterschieden werden ob es sich um eine bewusste oder unbewusste Aufzeichnung handelt.
Wenn ich mir so ein Ding hinstelle und das Gerät auf Sprachbefehle reagiert, ohne das ich vorher eine Taste drücken muss, dann geht man bewusst und willentlich dem Aufzeichnungsprozess ein.
Das Gerät verarbeitet ja jedes Geräusch was in dessen nähe vorkommt und prüft ob das ein relevanter Befehl ist. Naturgemäß wird alles erstmal zu den entsprechenden Servern geschickt, analysiert, verarbeitet und dann entweder reagiert oder nicht. Selbst wenn nichts gespeichert wird sondern nach der Verarbeitung von den Servern wieder gelöscht wird kann sich ja jemand dazwischen klinken und aufzeichnen.

In meinen Augen ist dahingehend eigentlich erstmal nichts Strafbares zu sehen, solange die Leute sich halt dem bewusst sind was sie tun. Wenn nicht müssen wir im Gesetzbuch mal einen Paragraphen wegen Blödheit suchen.

Der Punkt wie die aufgezeichneten Informationen verarbeitet werden bzw. ob diese dort weitergenutzt werden ist dann nochmal was ganz anderes. Hier müsste man aber schauen inwieweit der Anbieter drüber informiert. Die meisten Anbieter halten sich da ja ehr bedeckt oder schreiben das es zur "Verbesserung der Nutzererfahrung" verwendet wird.
 
@MarcelP: Da sehe ich das grundsätzliche Problem der Willenserklärung (kauf und betrieb eines Gerätes), zum theoretisch Pauschalisierten Rechtsverzicht, keiner außer dem Hersteller weiß ja genau was und in welschen umfang genau passiert.

Hier stellt sich für mich die Frage, kann man (als Käufer/Betreiber) überhaupt Pauschalisiert für sich auf Rechte und Grundrechte verzichten bzw. kann das in Betrieb nehmen diesen Verzicht gleichgestellt sein?
Das das nicht für andere Personen geht, die damit in Berührung kommen (z.B. Familie), versteht sich von selbst, aber wird das vom Hersteller auch respektiert?
Spätestens da währe es eine eindeutige Straftat!

Das Problem ist einfach das es offensichtlich eine Rechtliche Grauzone ist, die Gesetzlich eingegrenzt gehört, insbesondere was die Aufzeichnung von Privaten Äußerungen angeht.
Zum Beispiel könnte eine solche Vorschrift lauten, das solche Aufzeichnungen binnen einer kurzen Frist gelöscht werden müssen, z.B. 30-60 Minuten.
 
@Kribs: Nach der Logik sind dann auch Handys nicht damit vereinbar. Man willigs ja dazu ein die Daten weiter zu geben wenn du dir so ein Teil hinstellst. Wenn begeht man selbst die Straftat wenn man andere nicht darüber informiert und auch dann überträgt Alexa ja nur Daten, wenn man ein Aktivierungswort verwendet.
 
@Darkcloud: Stimmt, deshalb bezog ich mich auch nicht auf ein Produkt oder Produktgruppe, sondern auf Assistenzsysteme, auf allen Geräten die Daten aufzeichnen und oder Weitergeben, könnte auch ein TV Gerät mit Kamera und oder Micro sein.
Wobei ich nicht das Gerät an sich meine, sondern einzig die spezielle Funktion.
 
@Kribs: Du stellst dir das ding doch selbst ins Zimmer.
 
@Kribs: Gravierender dürfte § 13 GG sein. (1) Die Wohnung ist unverletzlich.
 
@Kribs: Bei digitalen Assisten hast Du die Wahl, ob Du diese kaufst / anwendest / abschaltest. Damit liegt es in Deiner höchspersönlichen Verantwortung für Dich selbst. Wenn dazu noch der Software- / Hardwarehersteller / Verkäufer auf die Risiken hinweist und Schuld / Haftung usw. für sich ausschließt (AGB), liegt für den Hardware- / Softwarehersteller / Verkäufer kein schuldhaftes Verhalten vor bzw. keine Straftat durch diese.

Im übrigen obliegt es Dir, Dich mit der Hard- / Software und ihrer Anwendung und Risiken vetraut zu machen. Das ist beim Auto so, bei der Drohne so, bei der Motorsäge so, und eben auch bei den digitalen Assistenten so. Warum sollte es gerade beid dem Letzteren (digitalen Assistenten) anders sein?
 
@Kiebitz: Oder anders ausgedrückt,
Anarchische Freiheit für Wirtschaft/Industrie, kontra, maximaler Rechtlosigkeit für den Menschen.
Das ist die Logik deines Antwortkommentares, in dem du jede mögliche Verantwortung auf den Nutzer abschiebst, selbst die auf die er keinen Einfluss hat.
 
@Kribs: Der Nutzer hat immer eine Möglichkeit: Abschalten oder nicht verwenden! AUßERDEM hst Du nicht erklärt, warum für digitale Aissisten andere (Rechts-)Regeln gelten sollen als in anderen Bereichen, wie bei mir oben in [re:7] dargestellt.
 
Ich denke mal Amazon will nur den eigenen Hintern retten. Die haben sicher keine Lust ständig solche Anfragen zu bearbeiten und wenn rauskommt, dass die praktisch alles unbegrenzt speichern, auch wenn gar keine Suchanfrage ausgelöst wurde, löst das sicher einen Skandal aus und danm war es das mit Alexa/Echo...
 
@Novanic: So weit ich weiß, werden Sprachdaten erst nach Empfang des Aktivierungsworts an Amazon übertragen, vorher nicht, das wurde wohl über Trafficanalysen so auch bestätigt.
Von daher dürfte nicht rauskommen, dass sie alles auch ohne Suchanfrage unbegrenzt speichern. Zudem hätte vermutlich selbst Amazon nicht die Kapazitäten, alles was jedes Echo rund um die Uhr empfängt zu speichern.
 
@bigbang514: Gilt das auch für den Temporären Speicher des Geräts?

Es kommt ja nicht nur darauf an, was und wie viel gesendet wird (an Amazon), sondern was und wie viel das Gerät "offline" aufzeichnet und ob das auslesbar ist.
 
@bigbang514: Trotzdem ist das Mikrofon ständig an. Trafficanalysen besagen gar nichts.
 
@iPeople: Steh ich auf da auf dem Schlauch? Meiner Meinung nach ist eine Trafficanalysen doch die aussagekräftigste Kennzahl in diesem Zusammenhang? Anhand dessen lässt sich doch ermitteln was an Amazon gesandt wird und was nicht. Bitte um Aufklärung falls ich da gerade einen Knoten im Denkprozess habe.
 
@execUTe: Nö. Denn das gesprochene Wort kann auch im Speicher verbleiben, bis das entsprechende "Codewort" gesagt wurde, was Traffic offiziell auslösen würde, und dann wird eben alles erst übertragen. Aus der Trafficanalyse geht auch nicht hervor, was konkret gesendet wurden Sonden nur das übertragen wird.
Nehmen wir für Flhendes Beispiel: Wir unterhalten uns und ich schreibe alles mit. Anschließend sagst Du. Dass ich den letzten Satz weitererzählen darf. Ich gebe aber den kompletten Zettel der Mitschrift weiter und sage dem Empfänger, dass er offiziell nur den letzten Satz erhalten hat.
 
@bigbang514: würd ich auch sagen. Hab bei o9 nochmal was dazu geschrieben. Wird sich zeigen
 
"Unter allen Umständen die Privatsphäre der Kunden schützen"? Wenn das der Fall wäre, dann wäre ihr System so konstruiert, dass sie nachweisen könnten, dass die Daten gar nicht lieferbar sind. Der Internetriese, der unter allen Umständen die Daten der Kunden schützen will, muss noch geboren werden.
 
Einfach mal bei der NSA oder der CIA anfragen - die loggen doch alles eh mit ! (Als ob nicht ...)
 
Leute ihr kümmert euch um Dinge die belanglos sind, geht zur nächsten Wahl. Das sind genug Probleme und was passieren kann wenn nur wir alten wählen sollte euch alleine schon durch den Brexit klar werden. Bei einer Wahl da könnt ihr was bewirken, denn die kleinste Tat zählt mehr als 1000 Worte. So jetzt dürft ihr mir ein Minus drauf drücken.
 
@Tommy1967: Wir sollten Politiker abschaffen und Alexa übernehmen lassen. Die weicht wenigstens keinen Fragen aus, gibt offen zu wenn sie nix versteht oder von etwas keine Ahnung hat - und vorallem redet sie nur, wenn sie auch gefragt wird. ^^
 
@Trashy: Ja aber...? Vielleicht (wahrscheinlich!) steckt auch hinter Alexa jemand / etwas, der / das Alexas Wissen / Informationen verwerten / zu seinem Vorteil nutzen will. Also genauso wie bei Politikern! UND dann ist Alexa doch wieder so wie die Politiker!
 
Viele Leute misstrauen jetzt ja schon diesen Wanzen im Wohnzimmer (demnächst, wenn die weggestorben sind, wird die Technik wohl als allgemein akzeptiert gelten), aber wenn es quasi offiziell wird, dass "der Große Bruder" mithört und jedes privat gesprochene Wort auswertbar aufgezeichnet und gegen einen verwendet kann, dann ist das Geschäftsmodell von Amazon und Konsorten verbrannt. Logisch dass die sich mit Händen und Füßen dagegen wehren.
 
also sie kommunizieren technisch, dass keine serverabfrage stattfindet, bis man "alexa" sagt. (vorher ist es nur 3min oder so im zwischenspeicher) jedenfalls sieht man dies auch über die api. wäre ein gau für amazon, wenn nun etwas gegenteiliges der fall wäre
 
@wertzuiop123: Naja, in dem besonderen Fall stochert die Polizei halt auch blind herum. Da hieß es ja damals, dass während der vermeindlichen Mordes Hintergrundmusik lief, die in den Songtexten eventuell eines der Trigger-Worte gesagt und dadurch unbeabsichtigt etwas aufgezeichnet haben könnte. Und das will die Polizei halt prüfen. Eigentlich total unwahrscheinlich, dass das wirklich passiert ist, aber das juckt die Polizei ja nicht. Hier gehts also um keine bewusste Aufnahme, sondern um eine unbemerkte. ^^

Amazon speichert die Recordings genauso wie Google Home für sechs Monate auf ihren Servern, damit das System lernen kann. Über die Alexa App oder bestimmte Browser-URLs kann man die Voice-Recording-History auch abrufen - und aus der History die Einträge auch manuell wieder entfernen - was aber keine Garantie ist, dass die Betreiber die Aufnahmen auch wirklich löschen. ^^
 
Naja, nehmen wir mal an, Alexa zeichnet nicht dauerhaft auf, wie Amazon es verspricht.

Dann wäre die Auswertung der Information(en) doch aus verschiedenen Aspekten heraus interessant:

- Bis zu welcher Uhrzeit hat der "Kunde" noch mit Alexa interagiert
- Ist da ggf. im Hintergrund bereits etwas zu hören? (Streit / Diskussion)

Und vielleicht auch "Filmreif gedacht": Das Opfer kennt seinen mutmaßlichen Mörder und sagt quasi im Sterben: "Alexa, Fred wars!" - wissentlich, dass diese Information nun irgendwo persistiert wird und in der Hoffnung, dass sie zur Überführung führt.

Oder was, wenn es z.b. auch "Silent-Keywords" gibt, bei denen Alexa beginnt Daten aufzuzeichnen, ohne dass Sie sich optisch / akustisch meldet? z.b. "Ok, Google", "Siri", "Cortana" oder sonst was - einfach mal im Geheimen prüfen, wie die Konkurrenz verwendet wird um hier auch besser zu werden. (Das könnte sogar einfach verschleiert werden, indem diese Daten nicht sofort gesendet sondern erst übertragen werden, wenn das nächste mal ein entsprechender Aufruf an Alexa rausgeht)
 
Ich glaube, jeder dieser Fälle gehört einzeln bewertet. Und zwar von echten Experten. Nicht von irgendwelchen Möchtegernsherrifs, die sowieso alles "gaaaanz genau wissen". Von unseren Steuern werden eigentlich genau die bezahlt, die das Chaos nach solchen Vorfällen hinterher wegräumen müssen. Und dann lange Zeit Albträume haben.
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