Intel Optane: Erste DIMMs als DDR4-Ersatz werden ausgeliefert

Der Chiphersteller Intel geht mit seinen neuen Optane-Speichern jetzt den nächsten Schritt. Nachdem das Unternehmen die neue Technologie bisher für einige High End-SSDs zum Einsatz brachte, werden die Chips nun auch für neue Arbeitsspeicher-Elemente ... mehr... Intel, Speicher, Micron, 3D XPoint Bildquelle: Intel Intel, Speicher, Micron, 3D XPoint Intel, Speicher, Micron, 3D XPoint Intel

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Sehr spannend, nur leider habe ich noch nirgends einen Preis gefunden. Oder habe ich das überlesen?
 
@Sam Fisher: Ne... Nichts überlesen. 3D-XPoint-Speicher geht derzeit nur an ausgesuchte Partner von Intel, zwecks Erprobung. Wir werden wohl noch etwas warten müssen, bis wir unsere m.2 SSD mit XPoint-Speicher aufs Board schrauben können. Leider! :-)
 
@SunnyMarx: "bis wir unsere m.2 SSD mit XPoint-Speicher aufs Board schrauben können."
Soweit ich weiß gibt es schon eine XPoint-Speicher mit m.2 dass heißt Intel Octane. Bei den "echten" XPoint-Speicher handelt es sich um ein DIMM-Modul. Oder hab ich mich vertan?
 
@Dennisweber: XPoint steckt in beiden Varianten drin. Letzten Endes entwickelt Intel derzeit an einem Sockel für XPoint-Speicher, der vom Board als Massenspeicher UND als Ram genutzt werden kann. Das soll die Zukunft sein.
 
@SunnyMarx: Also angekommen ich habe ein 500GB Teil davon im Rechner, dann habe ich entweder 500GB Ram oder 500 GB HDD Speicher? Und je voller die Platte wird desto weniger Ram habe ich? Coole Idee irgend wo, wobei der uralte Gag "Mein Rechner ist so voll, der ist sooo langsam" dann sogar mal wirklichkeit werden könnte :)
 
@Sam Fisher: Ich möchte bezweifeln, dass jemand da soviele Daten drauf ablegen wird. Denn auch seine System-Platte sollte man nicht übervoll packen. Das ist seit jeher ein zwingender Grundsatz.

Und wenn der Platz eng wird, sollte man, wie es auch heute ist, auf andere Platten auslagern. Für solch ein schnelles Systemlaufwerk spricht eigentlich eine vollkommen andere Begründung. Schlafmodus ohne umständliches Abspeichern des Arbeitsspeichers. Denn der ist ja eh schon dauerhaft gespeichert.

Aber ist doch cool, wenn man 500 GB auf dem Systemlaufwerk hat, 200 GB für Programme und OS benötigt, und dann bis zu 300 GB Ram zur Verfügung hat. Da macht selbst die Auslagerungsdatei keinen Sinn mehr. Arbeitsspeicher ist einfach im Überfluss da.
 
@Sam Fisher: Ganz einfach garnicht! Er wird nicht benötigt! Der Ram ist ja nur als "Zwischenlager" da weil nicht so schnell auf die HDs geschrieben werden können wie es der rechner zum "Leben" braucht...
Also würde das ganze System wegfallen, da müsste Microsoft dann auch beim OS was machen...
 
@Sam Fisher: Auch wenn es dann allgemein verfügbar ist, wird der Preis wahrscheinlich nicht glücklich machen - so eine Technologie, die nur Intel und Micron haben und derart besser ist, wird nicht billig werden...
 
@Hans3: Genau das ist der Punkt an der Geschichte. Intel schickt Optane gegen Flash ins Rennen. Da muss also auch der Preis überzeugen.
 
Klingt nach einem deutlichen Fortschritt, der Computing, wie wir es heute kennen grundlegend verändern kann. Nur her damit!

Im Prinzip werden damit energieverbrauchende Standbymodi unnötig, "Instant On" ist wirklich immer möglich. Das könnte Laptops ermöglichen, die selbst nach Monaten beim Aufklappen sofort "da" sind. Auch in Smartphones dürfte das deutliche Fortschritte ermöglichen.

USVs werden wohl auch unnötig, da diese ja in erster Linie den RAM abpuffern.

Und was alles machbar wird, wenn die Unterscheidung zwischen Massenspeicher und RAM wegfällt, ist heute m.E. noch gar nicht auszudenken. Man stelle sich nur mal einen Laptop mit 1 Terabyte RAM/Massenspeicher vor!!! Dagegen sind heutige Geräte mit ihren 16GB lächerlich.
 
@Thunderbyte: Ich sehe dem Wandel auch mit erwartungsvoller Haltung entgegen. :o)
 
@SunnyMarx: Erwartet da nicht viel vom XPoint-Speicher im Serverbereich. Ein Server muss da schon ordentliche große Datenmengen ausführen und transferiert. Das kann zum Nachteil des Speichers werden, auch wenn es 1000x mehr aushalten kann als eine normale SSD. Das kann im serverbereich sehr schnell überschritten werden. Ich weiß es gibt natürlich RAIDs, aber ein Unternehmen will wahrscheinlich nicht jede 3 Jahre den komplett neuen und wahrscheinlich auch noch teuren Speicher erneut kaufen. (So denke zumindest ich, falls jemand eine andere Meinung hat kann es gern drunter schreiben)
Ich sehe allerdings diesen Speicher sehr gut für End-User. Vor allem im Notebook-, Tablet-, Smartphone- und Smartwatchbereich. Da hierdurch eine Komponente weg fällt und somit mehr Platz für zB Akkus etc frei gibt. Und zudem der Speicher nur dann was verbraucht wenn es auch verwendet wird. Jemand anderer Meinung?
 
@Dennisweber: Optane kann nicht nur 1000x mehr aushalten, er ist auch bedeutend schneller als RAM-Speicher! Da kommen heutige SSDs mit Flash-Zellen beim besten willen nicht mit. Wenn Server mit diesem Optane-Speicher arbeiten würden, wäre die Zugriffszeit auf Datenbanken ein Bruchteil von dem, was bei Flash-Zellen möglich ist.

Schon einmal mit 3D-XPoint beschäftigt? Google mal nach ein paar Videos!
 
@Thunderbyte: wie kommst du darauf das USVs überflüssig werden? Eine USV "garantiert" ja im Falle eines Stromausfalles den Weiterbetrieb des gesamten Systems. Eine private Webseite kann ruhig mal offline gehen, eine Systemsteuerung eines AKWs doch dann bitte nicht :)
 
@skyjagger: "Eine USV "garantiert" ja im Falle eines Stromausfalles den Weiterbetrieb des gesamten Systems"
Kommt drauf an, bei richtig großen "Dingern" sind die USVs nur dazu da, damit die Server vernünftig herunterfahren können und nicht einfach abstürzen.
 
@L_M_A_O: Dies ist falsch. Bei richtig großen "Dingern" dient die USV dazu, um genau die Zeit zu überbrücken bis der Notstromgenerator angesprungen ist und die Leistung übernehmen kann. Einen Server runterfahren macht man im normalen Rechenzentrumsbetrieb eher selten. Unsere USV zum Beispiel kann die gesamte Last etwa 20min tragen. Der Diesel nimmt aber im normalfall nach 20-30sek die Versorgung der USV wieder auf.
 
@skyjagger: Leider nur bedingt korrekt. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass eine USV (in Rechenzentren) primär als Überbrückung eingesetzt wird. Allerdings ist vor 2 Jahren in einem RZ in Düsseldorf eine Wartungsmaßnahme schief gelaufen, die USV hat übernommen - und der Diesel-Generator versagte. Innerhalb von 15 Minuten wurde das gesamte RZ runter gefahren, dauerte 5 Stunden, bis die ersten Server wieder online waren.

In kleineren Anlagen (Büro-Server) ist die USV tatsächlich nur für ein sauberes Runterfahren zuständig.
 
@skyjagger: Verallgemeinern kann man da aber auch nicht. Die letzten Stromausfälle im Protokoll, bei denen die USV einspringen musste gingen nur 4 Sekunden, da garantiert die USV eben doch den Weiterbetrieb ohne Unterbrechung.
 
Sehr schön :) Darauf warte ich, habe letztes Jahr deshalb extra nicht bei dem "günstigen" DDR4 Speicher zugeschlagen.
 
Meinen die jetzt 2018 oder was? Das is ja ewig bis dahin :P
 
Diese Technik hört sich sehr gut an! Vorallem im Mobilbereich zB. Notebooks, Tablet, Smartphone und Smartwatch ist diese Technik perfekt. Denn zum einen gibt es eine Komponente weniger, dadurch exisitert mehr Platz für Akkus und andere Dinge und zum Anderen erspart man weitere Energie. Ob diese Technik für Gamer-PC etc geeignet ist, glaub ich aber eher nicht (Meiner Meinung nach, vielleicht weiß jemand was anderes). Alleine weil, die sehr hohe Datentransport beim Zocken, den Speicher sehr schnell beschädigt (Trotz 1000x Lebensdauer).
 
@Dennisweber: Warum soll der schnelle Datentransport den Speicher beschädigen? Aus welchen Boulevard-Magazin hast Du diese Erkenntnis?
 
@SunnyMarx: Schon mal was von MTBF und Schreibzyklen bei SSD gehört? Ich hab mir vor 1 Jahr eine neue 850 Pro gekauft. Laut Samsung Magican Tool wurde schon bei dieser SSD 2TB "transperiert". Obwohl ich nur 50GB aus 256GB genutzt habe und den Rechner nur 1x die Woche (für ca. 2Std.) benutze. Jetzt stellt man sich vor, das ganze ohne Zwischenspeicher (RAM). Bei der gleichen Nutzungsdauer wurde der Datentransport deutlich höher liegen... Schätzungsweise bei 1PB. Da reichen 1000x Lebensdauer gegenüber einer SSD auch nicht viel aus.
Und Außerdem zu deine anderen Beiträge:
Wie Intel schon sagt ist 3Dxpoint eine gute zwischen lösung für DDR und PCI-SSD.
Der Speicher ist zwar schneller als eine SSD aber es nähert sich nur an der Geschwindigkeit eines RAMs. Die Latenz ist besser als SSDs aber schlechter als ein RAM.
Und die 10fache Speicherdichte gegenüber einer DDR-Rams erreicht definitiv nicht die 2TB PCI-SSD. (Heutige RAM-Module haben höchstens 32GB, 32GB *10= 320GB) Ich möchte zwar die Technik nicht runterreden, sondern finde es auch sehr interessant. Die Sache ist nur das der Speicher nicht alle Problem decken kann und das haben einige Leute noch nicht erkannt.
 
@Dennisweber: Warte erst mal ab, wie sich dieser Speicher am Markt etabliert. Ich denke, da wird noch so mancher RAM und NAND-Flashspeicherproduzent zum Schwitzen gebracht.
 
Was soll denn der Käse? Wenn sich dieser 3D Xpoint Ram später im Workstation,Desktop oder Notebook Bereich durchsetzt, dann hat man aber das Problem, dass alle Daten im Ram verbleiben, selbst wenn der Strom aus ist, da 3D Xpoint doch kein flüchtiger Speicher ist. Man denke da mal an Leute die mit sensiblen Daten arbeiten und dafür z.B die Festplatten verschlüsseln.(Kleine Unternehmen, Anwälte usw.) Dann hat man eine verschlüsselte Festplatte, aber die Daten mit denen man zuletzt gearbeitet hat, liegen dann unverschlüsselt im Ram rum? Selbst wenn die eine interne Verschlüsselung einbauen würden, wäre das ja im Grunde kein Sicherheit, da es wieder nicht Open Source wie TrueCrypt und ähnliches ist. Dann ist man gezwungen, irgendwelchen Herstellern zu vertrauen. Prost Mahlzeit.
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