Adobe: Bildbearbeitung ist bald über einen Sprachassistenten möglich

Viele Anwender empfinden umfangreiche Programme für die Bildbearbeitung zunehmend als kompliziert. Für alle, die mit entsprechender Software nicht so gut umgehen können, arbeitet Adobe nun an einer Lösung: In Zukunft wird Photoshop mit einem ... mehr... App, Adobe, Photoshop, Photoshop Touch Bildquelle: Adobe App, Adobe, Photoshop, Photoshop Touch App, Adobe, Photoshop, Photoshop Touch Adobe

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Stellt für Anfänger sicherlich eine Hilfe dar. Dennoch, nennt mich altmodisch und vielleicht geht das etwas über das Thema hinaus, aber der technische Fortschritt, vor allem was KI angeht etc., sollte mit Bedacht eingesetzt werden, so dass nicht irgendwann all unsere Arbeitsplätze durch Computer/Roboter.. ersetzt werden. Das ist zwar nichts Neues, wird aber in dem neusten Bericht des Weltwirtschaftsforums ebenfalls erwähnt.

Ich bin nämlich der Meinung, dass KI, in einigen Bereichen, selbst Profis irgendwann ersetzen kann.
 
@Sp!der: Wenn die künstliche Intelligenz tatsächlich den Designer ersetzen könnte, wäre es ja noch ok. Im Kunstbereich (und ich zähle jetzt mal die Bildbearbeitung dazu) läuft man Gefahr, dass alles gleich aussieht. Dennoch könnten Unternehmen sich damit zufrieden geben, wenn dadurch Kosten gespart werden.
Zudem wenn jetzt schon die Anwender Photoshop zu kompliziert finden, werden sie das erst recht tun, wenn sie sich auf die Sprachassistenten verlassen.
 
könnte für menschen mit einer behinderung auch interessant sein, falls die hände nicht richtig funktionieren.
 
Das mag ja in so simplen Funktionen wie im Video oder in Bereichen der grundlegenden RAW-Entwicklung z.B. noch möglich sein (Belichtung, Kontrast, Dynamik etc.), aber komplexere Sachen wie Verläufe, Retuschearbeiten wie Dodge & Burn und dergleichen kann ich mir kaum vorstellen. Aber ok... ich lass mich mal überraschen.
 
Eines vorab: Wenn man ein seit wenigstens zwanzig Jahren totes Pferd reitet, sollte man dies allmählich mal erkennen und absteigen. Schon in den 90er Jahren gab es mit IBMs ViaVoice für unter hundert Mark eine durchaus funktionierende Sprachsteuerung für den PC. Und schon damals wurde jedem der diese verwendete in 5 Minuten klar, dass er sein Büroumfeld damit störte, das Büroumfeld mit lauten Geräuschen ihn bei seiner Arbeit mit dem PC störte, es bei Telefonanrufen nicht so praktisch ist, wenn man eine auf Eingaben wartende Sprachsteuerung aktiv hat usw.

Kurz: Sprachsteuerung hat sich (übrigens kurz nach den Touch-Displays die wir heute leider auch wieder haben) schon vor über zwei Jahrzehnten als im lauten, telefonatdurchsetzten, hektischen Geschäftsalltag als völlig unbrauchbar zur präzisen und fehlerfreien Steuerung von Software erwiesen.

Sprachbasierte Sofwaresteuerungskonzepte sind heute, wie sie es damals schon waren, in den meisten Bereichen der Wirtschaft nicht alltagstauglich. Daran ändert es auch nichts, das sie einen gewissen Coolnessfaktor für sich verbuchen können und sich daher bei Präsentationen auf einer Bühne, wenn das Publikum geschlossen den Atem anhält, immer ganz toll machen. Sie sind im Alltag einfach nicht zu gebrauchen. Selbst mit Sprachsteuerung in einem kontrollierten Umfeld wie einem Autoinnenraum legen sich etliche Bekannte von mir regelmäßig beim simplen Anrufen von Personen die Karten. Keine Frage, die finden die Funktion toll, aber in der Zeit, die die brauchen bis ihre Bordelektronik tut was sie wollen hat man mit tastenbasierter Steuerung 10 Leute fehlerfrei angewählt und nicht aus Versehen bei einer Heimfahrt nachts um 2 Uhr den falschen Bekannten angerufen, weil der einen ähnlichen Namen hat.

Fazit: Die Spracherkennungstechologie wird meiner Meinung nach, nachdem sie sich schon vor zwei Dekaden als unbrauchbar erwiesen hat, deshalb heute wieder derart gepushed, weil NSA und Co. daran interessiert sind möglichst von jedem elektronisch kommunizierenden Weltbürger einen Stimmabdruck zu bekommen, um ihn in ausgespähter, fernmündlicher Kommunikation anhand von Stimmlage und seines Sprachmusters eindeutig identifizieren zu können. Die NSA hat gerade ein neues Datacenter in Bluffdale, Utah fertiggestelt das genug Speicherplatz und Rechenleistung hat sämtliche Telefonie weltweit zu speichern und per Big Data Analyse auszuwerten. Da dürfen detaillierte, von Siri, Cortana und Co. erhobene Stimmabdrücke natürlich nicht fehlen, wenn man eine Kommunikation aus den Übertragungsparametern mal nicht eindeutig (an andere Personen ausgeliehenes Handy, anonyme SIM-Karte etc.) einer Person zuordnen kann.

>>Hierzu wird lediglich eine 20-minütige Sprachprobe der Person benötigt, welche die zu bearbeitende Tonspur spricht.<<

Wenn ich mich recht erinnere, reichte eine 20-minütige Sprachprobe einem anderen Tool von Adobe locker aus um die Stimmlage und Sprachparameter eines Menschen und damit auch diesen so genau zu identifizieren, dass dieses Tool mit dessen Stimmlage und Sprachverhalten glaubwürdig Texte nachsprechen kann, die der Sprachprobenspender nie aufgenommen hat.

NSA und Co. werden sich sicher freuen mit solcher Software und dank solcher Sprachproben/Stimmanalysen bei der abgefangenen und im Datencenter in Bluffdale, Utah gespeicherten fernmündlichen Kommunikation jeden Teilnehmer in den weltweiten Kommunikationsnetzen in Zukunft präzise zuordnen zu können. Big Brother lässt grüßen.

>>Viele Anwender empfinden umfangreiche Programme für die Bildbearbeitung zunehmend als kompliziert.<<

Ja, wenn man die Nutzer über Jahre mit komplett fernadministrierten Geräten mit Primitiv-Software, wie Smartphones und Lifestyle-Tablets mit iOS und Android verdummt, die so wenig Ansprüche an die Fähigkeiten des Nutzers stellen, das selbst Zweijährige (Einfach mal bei Youtube nach ``iPad Baby'' suchen -- da sieht man Zweijährige Aktionen auf iPads ausführen bei denen mir einige Erwachsene in meinem Bekanntenkreis ganz stolz zeigen, wenn sie das ohne fremde Hilfe auf ihren Tablets hinbekommen haben. Peinlich.) problemlos damit klarkommen, dann erscheint den Leuten das Arbeiten mit professionellerer, funktionsreicher Software generell als ``viel zu kompliziert''.

Nur tut man deren geistiger Entwicklung keinen Gefallen, wenn man professionellere Software auf deren Fähigkeitsniveau anpasst und damit um etliche Funktionen und Möglichkeiten kastriert und Profis ärgern sich schon seit Jahren über immer funktionsärmere und durch Anfänger-Bedienkonzepte wie graphische Touch-Oberflächen immer ineffizienter zu bedienende Software.

Selbst Leute die nun seit 10 Jahren täglich mit MS Office mit der Ribbon-Oberfläche produktiv arbeiten (müssen), erzählen mir heute noch, das sie mit dieser Oberfläche für dieselbe Arbeit mehr Zeit brauchen als mit der alten MS Office 2003 Oberfläche. Ich möchte daher nicht wissen, wie viele Milliarden alle Unternehmen weltweit das Arbeiten ihrer Mitarbeiter mit auf blutige Anfänger angepassten und daher für Profis häufig nur ineffizient zu nutzenden Bedienkonzepten wie dieser Ribbon-Oberfläche gekostet hat.

Das Anlernen eines Anfängers auf einem komplizierteren, dafür aber bei täglicher Benutzung später effizienteren Bedienkonzepts kommt die Unternehmen über die Zeit weitaus billiger als Leute jahrzehntelang mit einer ineffizienten, da für Anfänger designten Bedienoberfläche wie der MS-Office-Ribbon-Oberfläche arbeiten zu lassen. Mit der verschwenden nämlich Profis oft über Jahrzehnte täglich teure Arbeitszeit.
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