Russland lässt LinkedIn-App aus Stores von Google und Apple löschen

Vor wenigen Monaten hat sich die russische Regierung dazu entschlossen, den Zugriff auf die Karriereplattform LinkedIn aus Datenschutzgründen zu sperren. Nun mussten auch Google und Apple gezwungenermaßen die zugehörige App aus den russischen Stores ... mehr... Russland, Putin, Wladimir Putin Bildquelle: ?Vladimir Putin - 2006? von Russian Presidential Press and Information Office - kremlin.ru. Lizenziert unter Creative Commons Attribution 3.0 über Wikimedia Commons Russland, Putin, Wladimir Putin Russland, Putin, Wladimir Putin ?Vladimir Putin - 2006? von Russian Presidential Press and Information Office - kremlin.ru. Lizenziert unter Creative Commons Attribution 3.0 über Wikimedia Commons

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Russland geht es hier nicht um Datenschutz, sondern einzig darum, bei Bedarf möglichst unkompliziert zugriff auf diese Daten zu haben.
Russlands vorgehen zeigt aber auch wieder einmal, wie einfach es doch Staaten möglich ist, das Internet nach eigenem Gutdünken zu manipulieren. Da sind sie in bester Gesellschaft mit China, Nordkorea und Konsorten.
 
@LastFrontier: Das ist in Deutschland ganz genauso , nur das Russland schon früher dran war.
Würdest du etwa Deutschland auf eine Stufe mit China stellen ? Wohl kaum, von daher schenk dir einfach deine Propaganda.
 
@SuperSour: Wo genau hat er Deutschland erwähnt?
 
@Besenrein: Hat er nicht, ich habe es als Beispiel genutzt, da der "LastFrontier" offensichtlich wieder Russland als bösen Buben ausgemacht hat.
Das diese Einstellung von Grund auf falsch ist, da momentan ziemlich viele Länder denselben Weg gehen, ist sein Kommentar mehr als nur bedenklich, es ist einfach nur westliche Propaganda.
 
@SuperSour: Bedenklich sind eher Deine Schlußfolgerungen aus seinen Kommentaren.
 
@SuperSour: Ziemlich viele Laender... soso. Nenne bitte eine einzige westliche Demokratie, die ein soziales Netzwerk verbietet, weil es sich weigert, Daten im Inland abzuspeichern.
 
@JanKrohn: Naja, bei den Westlichen Ländern wäre die Geschichte relativ überflüssig, da sie, bzw. ihre geheimdienste, ohnehin entsprechende vereinbarung zum datenaustausch mit den Amis haben und der vermeindliche Datenschutz nur Makulatur wäre.

Was allerdings russland betrifft so sehe kein Problem darin, wenn ein Staat eine Gesetzliche Auflage stellt und einen Dienst der diese, trotz mehr als genug vorlaufzeit, nicht erfüllt einfach verbietet.

Was ist denn bitte daran so schlimm, wenn die Russen ihre personenbezogenen Daten gerne bei sich im Land hätten ?

Um sonst einen anderen vergleich zu ziehen; Wenn ich als Hersteller einen Teddy auf den Markt in D bringen möchte und dieser nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht, ist es doch kein Verbrechen wenn der Deutsche Staat es mir untersagt diesen Teddy innerhalb Deutschlands zu verkaufen.
 
@Nandemonai: Du willst doch nicht etwa russische und deutsche Gesetzgebung gleichsetzen, wa? Wieso sind denn in Deutschland (oder in USA) z.B. VK, Facenama oder Weibo nicht verboten, obwohl der BND (und die NSA) keine Chance haben, an deren Daten zu kommen?
 
@JanKrohn: Kein westlicher Dienst ist in Russland verboten, nicht verbreitet, aber nicht verboten. Auch LinkedIn muss sich einfach an russische Gesetze halten und können in Russland weiter Geld verdienen. Absolut richtiges Vorgehen von Russland. Wir werden es bald auch so machen, wobei das keine Rolle spielt. Was wir machen interessiert andere nicht, da waren ihre Argumente einfach falsch. Sie können als Argument nicht bringen, dass wir andere Paragraphen haben. Das interessiert Russland zurecht nicht, wie wir dies und das handhaben. Wie kommt man eigentlich überhaupt auf den Gedanken solche Argumente zu bringen?
 
@yournightmare: Immer schoen an die Gesetze halten, die sind ja unfehlbar. Haben wir schon 1938 mehrheitlich so gehandhabt...
 
@JanKrohn: Stimmt. 1938 haben wir uns an Gesetze gehalten und schief gelaufen. Was ist jetzt der Vorschlag? Nicht mehr an Gesetze halten? Ist das ihr ernst?
 
@yournightmare: Wenn Putin sich selbst ans Völkerrecht hält, und die Menschenrechte uneingeschränkt respektiert, dann können wir nochmal drüber reden. Möglichst bevor er sich auch noch die Ostukraine schnappt.
 
@JanKrohn: Das kann doch nicht dein Ernst sein, oder? Punkt 1. An Völkerrecht hat sich Putin bislang gehalten. Punkt 2.Das ist irrelevant. In Russland wird sich an das russische Gesetz gehalten. Darüber können wir auch später nicht mehr reden. Das ist Gesetz und fertig, wer nicht mitmacht fliegt raus.

Aber dein Gedankengang ist schon krass. Ich weiß nicht in welcher Welt du lebst. Ich bin selber kein Deutscher. Deutschland hat in Syrien Völkerrecht gebrochen, da nicht eingeladen und von der UNO nicht beauftragt. Ob ich mich da noch an deutsche Gesetze halten soll.
 
@yournightmare: Die widerrechtliche Aneignung der Krim soll kein Verstoss gegen Voelkerrecht gewesen sein??? Frei Nach Pipi Langstrumpf: Ich mach mir die Welt, widewie sie mir gefaellt... Geh einfach weiter mit Deinen Scheuklappen durchs Leben...
 
@JanKrohn: Was war daran widerlich? War es ein Verstoß? Warum klagt dann keiner? Dann kann es ein für allemal geklärt werden.
Und seltsam, dass Sie genau das anderen vorwerfen, was auf Sie perfekt zutrifft. Sie können sich die Welt hier machen, wie Sie Ihnen gefällt. Ich mag Gauck nicht, also erkläre ich den zum Verbrecher, weil ich das kann. Wer braucht da schon Richter. Wer braucht da schon Gewaltenteilung. Alles total überbewertet. Ich backe mir meine Welt selber. So gehen Sie vor. Ja, da kann man von Scheuklappen sprechen.
 
@LastFrontier: Spricht das jetzt für oder gegen Russland? Ermittlungsbehörden der USA zeigen doch, wie sie das Internet nach Gutdünken manipulieren können.
Das schaffen sie unter anderem, weil die ganze Welt ihre Daten auf Server von US-Unternehmen speichern. Wenn man Russland nicht vorverurteilt, ist das Verhalten von Russland unter Datenschutzaspekten sicherlich sinnvoll.
 
@gettin: Deutsche Daten auf US-Firmen... Da gibt es dann doch einen kleinen Unterschied zu Russland und China. Dort *müsste* man sich nicht auf US-Servern haben. Ja, es gibt dort z.B. recht erfolgreiche Suchmaschinen, Konkurenzprodukte zu Facebook, Emaildienste usw. Ich vermute mal so, sowas wie die OneDrive, Amazon-Cloud Sparte usw. auch.
Wir machen das hierzulande ja eher zwangsweise aus Mangel von Alternativen.
Gut, ob der Datenschutz, insbesondere der Datenschutz gegenüber dem Staat, in der USA, Russland, China, oder eben, theoretisch, der in einem EU-Land, dass ist eine andere Frage.
 
dann möchte ich auch das VKontakte.ru Ihre Server u. a. in Deutschland stationiert hat!

ps: wer in den Businessnetzwerken seine Diplome freigibt, dem ist datenschutztechnisch nicht zu helfen. Textliche Angaben der Job-Stationen und Weiterbildungen reicht völlig.
 
@AlexKeller: Noch ein besserer Vorschlag: wie wäre es wenn alle *.ru Dienste ihre Daten und Server in allen 16 Bundesländer innerhalb Deutschland vorhalten müssen, dann sparen sich unsere Landesbehörden ein Formblatt mehr und können direkter drauf zugreifen. Das sollte in jedem Land so gemacht werden und dann können wir das neumodische Internet wieder abstellen ...
 
Ich kann mir nicht vorstellen, dass jedes Unternehmen extra Server in Russland bereitstellt.
Und selbst wenn man extra Server hinstellt, werden die Daten auf die Serverfarmen weltweit verteilt, denn auf die Daten wird weltweit zugegriffen. Das ist doch der "Grundgedanke" der Cloud. Das könnten die auch nicht kontrollieren, ob die Daten doch ins Ausland synchronisiert werden.
Aus meiner Sicht gibt es zwei mögliche Gründe:
- Man will sich vom Internet unabhängig machen und bei Bedarf die Verbindung ins Ausland kappen und einee Art Intranet nutzen, wie z.B. China
- Man will einfacher auf die Daten zugreifen können

Mischung aus beiden Gründen ist natürlich auch möglich.

Ich sehe es kommen, in paar Jahren werden wir uns die Stasi zurück wünschen, denn was die Regierungen und Unternehmen aktuell an Daten sammeln übersteigt das bei weitem und es wird immer mehr.
 
Eigentlich kann man Putin keinerlei Vorwurf machen. In D. würde das Thema Cloud auch nicht durchstarten, wenn Amazon und Microsoft keine Datacenter hier gebaut hätten. Natürlich weil man Angst hat, dass die Daten missbraucht werden könnten. Obs jetzt wirklich sicherer ist, wenn US Unternehmen hier Datacenter hinstellen oder nur doch Alibi Charakter hat, sei mal dahingestellt.

Linked-In hat aber m.E. noch einen anderen politischen Stellenwert. Während Facebook gut zur Nachrichtenmanipulation dient, könnte Linked-In dazu verwendet werden, zielgerichtete die Wirtschaft in "nicht genehmen" Staaten zu manipulieren, indem man gezielt Jagd (positiv und negativ) auf allerlei Fachkräfte macht.

Den einzigen, den man hier einen Vorwurf machen kann, ist Nadella mit seiner naiven Politik. Schon vor Jahren war klar, dass Cloud weltweit politisch sehr brisant ist. Ohne durch Kriege andere Staaten in die Knie zu zwingen, wird jeder normal denkende Staat seine Interessen schützen. So schlau hätte Nadella sein können. Aber er ist ja auch schon mit seiner Appeasement Politik ggü. den Smartphone OEMs gescheitert, indem er auf die Android Lizenzzahlungen verzichtet. Stattdessen werden Microsoft Dienste vorinstalliert, die immer weniger benötigt werden und im Vergleich zu 1st class Google Apps eh unter gehen.
 
Schlauer Fuchs... Nein, liebe Leute, es geht in erster Linie nicht darum, daß der Putin alles über alle Russen wissen will. Er will die ausländischen Konzerne nötigen, in die russische IT-Infrastruktur zu investieren, Kabel verlegen, Server-Farmen aufbauen usw... Datenschutz ist in dem Falle wirklich zweit-, dritt- oder viertrangig und nur vorgeschoben. Aber die Absicht dahinter ist eine andere, als die meisten hier im Kommentarbereich vermuten. Es trifft auch vor allem Firmen, die es sich leisten können. Microsoft z.B. und nicht irgendwelche US-Hinterhof-Klitschen, die ihre Dienste global anbieten.
 
@Chris Sedlmair: Was bitte hätte er denn davon, wenn ein mega US Unternehmen auf russischen Boden ein ein Datacenter hätte? Dann kann man auch gleich die NSA fragen, auf russischen Boden ein Datacenter zu bauen. Außerdem hat ja die russische IT Infrastruktur nichts davon, wenn das Teil immer noch Microsoft gehört. Denkbar wäre, wenn die Daten bei einem russischen Treuhänder liegen wie hier in D. Azure bei der Telekom läuft.
 
Auch wenn die Russische Motivation hinterfragenswert ist, ist der Gedanke Persönliche Daten nur im dem Gebiet zwingend zu speichern, in dem man einen Gesetzlichen Rechtsanspruch hat ihn durchsetzen zu können, was auch immer die Gesetze auch wert sind.
Das man diesen Rechtsanspruch in einen anderen Staat nicht hat bzw. nur schwer durchsetzen kann versteht sich von selbst.

Die Grundlegende Idee, das man nur PERSÖNLICHE Daten im Heimatland der Person speichern darf, halte ich für sehr begrüßenswert.
Mir ist klar das das keinen Schutz vor krimineller Energie bietet.
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