Ubisoft-Manager wussten angeblich nichts von Spiele-Verschiebung

Mit Ubisoft ist jetzt auch ein zweiter Spielehersteller in die Schlagzeilen geraten. In Frankreich wurden fünf hochrangige Manager des Unternehmens zu Geldstrafen wegen Insider-Handels verurteilt. Zusammengenommen sollen diese jetzt eine Summe von ... mehr... Spiel, Ubisoft, Watch Dogs Bildquelle: Ubisoft Spiel, Ubisoft, Watch Dogs Spiel, Ubisoft, Watch Dogs Ubisoft

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"Dies allerdings scheint die Börsenaufsicht angesichts der üblichen informellen Kommunikation zwischen Mitarbeitern einer Firma kaum zu glauben". Und das soll nun das Problem der Manager sein? Ich will mich hier nun nicht als Manager-Freund bezeichnen aber seit vielen Jahrzehnten sollten Urteile doch nichts mehr mit "Glauben" zutun haben.

Der Ankläger muss mit belastbaren Fakten beweisen, dass der Beschuldigte die zur Last gelegte Tat begangen hat. Es reicht nicht, dass ich glaube, dass man Nachbar mit mein Auto geklaut hat, um von ihm Schadensersatz zu fordern. Ich muss es beweisen können.

Ich kann mir schwer vorstellen, dass das Rechtesystem in Frankreich hier so arg anders funktioniert. Und wenn doch: Dann fehlen mir die Worte.
 
@Fallen][Angel: Naja, wenn man etwas sehr glaubhaft versichern kann oder nur Indizien hat gibt es auch im deutschen rechtssystem so etwas wie eine Beweislastumkehr.
 
@Kuschi82: Dem kann man nicht widersprechen! Aber versuche doch mal selbst zu beweisen dass du etwas zum angegeben Zeitpunkt nicht gewusst hast... das dürfte hier wohl kaum möglich sein. Einzig eine Offenlegung der E-Mail Kommunikation wäre eine Möglichkeit jedoch kann so was auch per Mundpropaganda an die entsprechende Person herangetragen worden sein und dann wird's wirklich unmöglich seine Unschuld zu beweisen.
 
@Kuschi82: Das man so etwas machen kann ist aber schon Bullshit. Indizienbeweise sind oft einfach nur wage, siehe z.B.: http://www.sueddeutsche.de/politik/fehlurteile-ohne-jeden-zweifel-1.2479505-2
 
@Fallen][Angel: Aktienschwindel unterliegt in Deutschland den Strafvorschriften und wird daher auch hier besonders gehandhabt.

Wenn also X Manager/Mitarbeiter einer Firma kurz vor Kurseinbruch ihre Aktien(anteile) verkaufen, erregt das entsprechend Aufmerksamkeit und sorgt für eine Ermittlung.

Wäre dies nicht der Fall, könnten Mitarbeiter mit entsprechenden Anteilen Gewinn ausschöpfen, während die Anleger blöd aus der Wäsche schauen (dafür gibt es den "Anlegerschutz").

Weiteres dazu auch unter http://www.dasagwissen.de/einzelne-straftatbest%C3%A4nde%3A-handels-und-aktienrechtliche-strafvorschriften.html?src=4
 
@Tical2k: Das es Aufmerksamkeit erregt und das es untersucht wird ist okay, richtig, finde ich gut und sollte so sein.

Wenn man es dann aber untersucht, dann hat man doch bitte auch Beweise zu finden und nicht am Ende auf der Argumentation "Wir glauben sie haben es gewusst, was anderes können wir uns nicht vorstellen" argumentieren.
 
Die haben sich wohl verzockt.
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