Deutsche Spielefirmen präsentieren eigenes Steuerspar-Modell

Die deutschen Hersteller von Computerspielen wollen zukünftig leichter staatliche Finanzbeihilfen bekommen, um mit ihren Games besser im internationalen Geschäft mithalten zu können. Dass ihnen Steuermittel zustehen, sehen sie darin begründet, dass ... mehr... Geld, Euro, Geldschein Bildquelle: Henry Herkula / Flickr Geld, Euro, Geldschein Geld, Euro, Geldschein Henry Herkula / Flickr

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"Ich" soll also dafür zahlen, dass die evtl. Bananensoftware auf den Markt werfen, die keiner haben will... sehr interessant.

Ist mindestens genauso behämmert wie das Leistungsschutzrecht der Verlage.
 
Wenn die Kreativität fehlt, hilft auch Geld nicht weiter.
 
@chillah: Also ich hätte schon gern Staatskohle für's nichtstun^^
 
Hm?!
Wenn kein Gewinn gemacht wird, dann bekommen sie ja keinen Steuervorteil =>
deshalb soll das Finanzamt sogar Geld an die zahlen?!

Na, das ist ja mal einen spannende Idee :D

Gibt/gab schon geniale Schmieden hier in Deutschland. Aber mit "lieblos" Geld reinpumpen, wird man so nix werden. Zumal hier mit den Subventionen auch nun nicht viele Arbeitskräfte direkt gesichert werden.

Das Problem bei vielen Herstellern sehe ich eher, dass sie nun auf Teufel-komm-raus einen Tripple-A Blockbuster machen möchten. Dafür irre Kosten an Grafik und Eye-Candy haben. Plus dann dann noch mal Millionen für Marketing ausgeben. Und dann nicht die erstrebten/benötigten Umsatzzahlen bekommen.

Anstatt hier zu versuchen eher kleiner Brötchen zu backen (dafür aber mehr!) und auf den Spieler zu hören. Gibt doch auch genau Indy-Entwickler die praktisch im Alleingang tolles geschaffen haben.
 
Ich verstehe den Sinn dahinter absolut nicht. Warum sollte ich Steuern für ein Spiel bezahlen, das mich nicht anspricht und ich es mir daher auch nicht kaufe? Wenn ein Spiel gut ist und meinem Geschmack entspricht, zahle ich auch Geld dafür. Gern auch 5€ mehr, als wenn das Spiel in einem anderen Land entwickelt würde. Aber für etwas zu zahlen, das ich nicht nutze sehe ich nicht ein. Rundfunkgebühr 2.0 :D
 
@Zwerchnase: Deine Steuern werden zu 90% für Dinge ausgegeben, von denen Du nichts nutzt. Das nennt sich Solidarität: Die Gemeinschaft als ganzes unterstützt einzelne Projekte, auch wenn nicht jeder etwas davon hat. Ähnliche Beispiele sind z.B. Filmförderung.
 
@Runaway-Fan: Und weil bereits jetzt ein Großteil meiner Steuern in Dinge investiert werden, die mir nichts nützen, ist es OK dass ich jetzt noch Firmen unterstütze, die nicht in der Lage sind sich selbst überm Wasser zuhalten? Letztenendes soll es mir egal sein, sofern die Steuersätze nicht steigen und ich dadurch nicht mehr zahlen muss. Aber ich finde es schon sehr fraglich wenn Gewinnorientierte Unternehmen um Steuerunterstützung bitten. Ich mein, wenn eine Spieleschmiede kein Gewinn abwirft dann doch höchst wahrscheinlich weil keiner die Spiele kauft. Wer braucht dann dieses Unternehmen, wenn die Produkt offensichtlich nicht (genügend) abgenommen werden?
 
@Zwerchnase: Wenn die Produktionskosten hier höher sind, dann fällt der Gewinn zwangsläufig niedriger aus als das im Ausland der Fall wäre. Eine Spieleschmiede die hier kein Gewinn macht, hätte dann also im Ausland mit dem gleichen Produkt und den gleichen Verkaufszahlen Gewinn machen können.

Das Ausland ist da also der attraktivere Standort. Dann gibts eben dort die Arbeitsplätze und die daraus reslutierenden Abgaben.

Dazu kommt das Spiele über mehrere Jahre entwickelt werden. Während der Entwicklung gibts keinen Gewinn. Kanns auch nicht geben. Und der Gewinn aus vorherigen Projekten muss nicht immer für das neue reichen. Förderungen machen da schon Sinn.

Ist nur die Frage ob sie so Sinn machen wie sie hier gefordert werden.
 
@James8349: Seh ich ja ähnlich. Eine Unterstützung wäre der Durststrecke der Entwicklung ok. Aber nur im Sinne eine Kredites, meintewegen Zinsfrei. Aber eben keine Geschenke. Ich sehs schon kommen das dann Firmen aus dem Boden spriesen und nur existieren um staatliche Förderungen abzugrasen. Fettes Projekt starten, Förderung abkassieren und Bankrott gehen :/
 
@Zwerchnase: Warum hast du dann Steuern für Zalando (35 Mio) oder Unister (8 Mio) und bestimmt noch viele andere bezahlt?
 
@Harald.L: Weil ich keine Wahl hatte? Ändert ja nichts daran, dass ich hier meine Meinung äussern kann, oder?
 
@Zwerchnase: Klar darfst du das. Wollte nur aufzeigen daß "Warum soll ich für was bezahlen was mich nicht anspricht" die dafür verantwortlichen in keinster Weise interessiert
 
Wettbewerbsverzerrung mit öffentlichen Steuergeldern und staatlicher Beihilfe ?
Diese Regierung ist echt ein schlechter Scherz, wenn das durchgewunken werden sollte.
 
Das ist doch offensichtlich kriminell! Und damit meine ich das Verhalten der Politiker, die keine Gesetze auf die Reihe bringen, die sowas als Kapitalverbrechen einstufen würden. Diejenigen, die im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeit Profite ziehen, sind einfach schlauer als der Rest.
 
@regulator: Was ich am schokierendsten finde ist, das dieses mit Steuerrechtsexperten abegstimmt ist. Anscheinend machen wir alle was falsch, wenn das Finanzamt einem nach etwas Verlust nicht 200T€ zurückzahlt.
 
@robs80: Nicht 200.000€, sondern 25% der absetzbaren Kosten als Zuschuss. Das dürfte von weniger bis erheblich mehr als 200.000€ rangieren.
 
@regulator: Na erst mal ist es nur eine Forderung des Branchenverbands und nicht mehr. Warten wir doch erst mal ab was draus wird.
 
Also der Vorschlag ist ja mal ein SKandal hoch 6. Was erdreistet sich diese Spiele Industrie?? Gehören die auch schon zur etablierten Automobil- und Bankenwirtschaft, dass Sie sich solche dreistigkeit gegenüber dem deutschem Steuerzahler leisten kann?

Das vorgeschlagene System ist von Vornherein so angelegt, dass die großen der deutschen Branche den Reibach machen und Start ups, und kleine Entwickler mit innovativen Konzepten außen vor bleiben (siehe lezter Absatz). Auch die Lösung mit dem Finanzamt finde ich sehr gelungen. Wenn ich doch sowas nur als Privatperson machen dürfte... "Hey ich habe dieses Jahr verlust gemacht, gib mit bitte 20T€ Kulturbonus". Gehts noch? Auch das Prüfverfahren, welches Spiel diese "Förderung" erhält ist sehr vorherseehbar und auf gar keinen Fall objektiv. Standardisierter Kulturtest? Das heißt soviel wie in irgend eine absurde Ballerspielszene setzen wir das Brandenburger Tor --> Kultur--> Genemigt!

Armutsbericht 2016: 15,4% der Bevölkerung von Armut betroffen, tendenz dank Billiglohnsektor weiter steigend. Ich denke die "Förderung" ist an anderer Stelle besser aufgehoben.
 
Man sollte hier klar hervorheben, dass die eigentlich nur wollen, was andere auch bekommen. Irgendwann sollte eigentlich jedem klar werden, dass es so etwas wie fairen Wettbewerb noch nie gegeben hat.
 
@LivingLegend: Wer genau bekommt denn einen "Bonus" von 25%, wenn er Miese macht?
 
@tomsan: Die Filmindustrie in England anscheinend. Und auch die Gamesindustrie. Beide nach ziemlich exakt diesem Modell, wenn ich das richtig verstanden habe.
 
@tomsan: Es gibt derart viele Methoden, Firmen durch irgendwelche Dinge zu unterstützen, und sie demgegenüber dem restlichen Markt vorteilhafter ins Licht zu rücken. Seien es Steuersparmodelle seien es andere Dinge. Das Fraunhofer Institut ist auch son Ding. Manche Firmen sind einfach klüger und nennen das Kind nicht so offen beim Namen....
 
@LivingLegend: Meist heisst dieses Kind "Subventionen". Aber oft verschleppt man damit nur ein Problem.

Aber das man quasi einen Bonus auf Verluste bekommt.... das ist mir echt neu.
(mags ja nun aber geben. In anderen Ländern oder hier. Aber trotzdem schräg. Und gut auszunutzen! Ein finanzschwaches Jahr dann halt noch mal extra mist Kosten/ Insvestionen in den Keller rauschen lassen => Bonus. Nächstes Jahr dann "Ernten" => Gewinn, aber auch hier Steuerbonus. Schräg!

Vor allem wo ja nun Riesen wie Amazon zeigen, dass man auch jedes Jahr Null-Gewinn einfahren kann. Bei solch einem Model würden die sich aber freuen. HA! Würden?! Amazon IST ja auch Spielehersteller :D)
 
@tomsan: Subventionen nennt man das eben nicht, weils schlichtweg in gewissen Abkommen verboten wurde, weil unfaire Bevorteilung, deswegen versucht man sowas eben in Verträgen zu regeln, oder eben anders zu lösen.
Warum ist der deutsche Mittelstand technologisch relativ weit oben. Wie kann ein 500 Mann Unternehmen sich die Forschung leisten, um in gewissen Technologien oben mitspielen zu können. Antwort: Gar nicht, dafür ist das Fraunhofer da. Das ist auch ne fette Subvention, nennt man so nur nicht.
 
@LivingLegend: Ja, das mag ja nun sein. Geht hier wohl auch im Prestige und im Land evltl Techniken zu entwickeln/ halten.

Aber dieses, nennen wir es Entgegenkommen, ist doch auch ähnlich wie in der Schiffsbauindustrie. Oder Bergbau. Und das geht/ging auf dauer nicht gut.

In diesem Fall sehe ich das auch.
Warum nun sollte dem Entwickler ("nur den grossen!") hier denn bitteschön Steuergeld geschenkt werden, wenn sie mit Karacho nun am Markt vorbei entwickeln und nur miese fahren?
Dadurch kommen doch keine innovativen Spiele, die sich verkaufen würden!

Die Spieleentwickler gehen ja nun auch nicht pleite, weil sie zuviel von den Gewinnen versteuern müssen. Eher weil sie einen teuren Wasserkopf haben, der bei einem Tripple-A Spiel aufgebaut wurde.

Oder weil einfach die das Kaufargument für einen nächsten Teil fehlte.

Oder einfach ein Spiel viel zu irre teuer produziert wurde und diese Kosten niemals wieder reingeholt werden konnten

Bin ganz und gar nicht sicher, dass der Staat hier mit finainziellen Anreizen, mache Pleite verhindert hätte.
 
@tomsan: ich sagte ja die fordern nur ein, was andere auch machen. Andere machen das aber etwas geschickter und nicht ganz so offen....
 
@LivingLegend: Ah! Du spricht von Subventionen im allgemeinen?
Aber wo genau hat man denn überhaupt einen "fairen Wettbewerb"?

Gibt doch immer irgendwelche Zuschüsse, Steuer, Zölle, verschiedene Personalkosten, etc.

Das betrifft doch nun ALLE Branchen.
 
@tomsan: Es betrifft die Branchen die es sich leisten können und große wesentlich mehr als kleine. Es ist im nationalen Rahmen unfair, und im internationalen schlichtweg Abzocke gegenüber anderen. Deswegen muss ich immer lachen, wenn Firmen in Deutschland damit drohen abzuhauen, die ganzen Subventionen, die Deutschland leistet, sind massiv.
Weitere Beispiele. Deutschland ist führend bei der Erarbeitung an Industrienormen. Deutschland setzt gewisse Standards, und versucht über internationale Gremien diese weltweit als Standard zu definieren. Und deutschland hat mit Abstand die meisten Experten in diesen Gremien sitzen. Das ist reines Wirtschaftliches kalkül und ein Riesenvorteil für die deutsche Industrie. Wird alles mit Steuermitteln bezahlt und ist Lobbying auf Staatskosten.
 
Seit wann darf eine Branche in der EU nur in gewissen Ländern gefördert werden? Ist doch illegal nach EU Recht, also wie machen das die Franzosen etc?
 
Das Games Kulturgut sind, steht für mich außer Frage. Leitmedium der Moderne? Naja, das seh ich noch nicht so ^^
 
Förderrungen... nun gut, da kann man ja vielleicht drüber diskutieren, aber Niveau? Was soll das denn bitte schön sein? Schauen wir uns mal die letzten "Game Arwards" o.Ä. an... über Geschmack lässt sich zwar nicht schreiten, aber Niveau?... Das ist doch wohl eine mehr oder weniger willkürliche Festlegung, welches Spiel ein Niveau hat. Lass mich mal raten, diese Niveau bestimmt dieses BUI, es gibt da irgendwelche Mitgliedsbeiträge o.Ä. und wer nicht Mitglied ist, kann sowieso kein niveauvolles Spiel kreieren? Das hört sich für mich doch stark nach einem Selbstbedienungsladen an, wo Startup-Unternehmen außen vor bleiben.
Und dann noch die Sache mit diesem "Kein Gewinn". Lasst mich mal so raten, irgendeinen Trick könnte es da geben, dass z.B. In.Game Verkäufe o.Ä nicht angerechnet werden?
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