EuGH: Bibliotheken dürfen E-Books genau so verleihen wie Bücher

Öffentliche Bibliotheken dürfen E-Books ebenso verleihen wie gedruckte Bücher. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einer aktuellen Entscheidung klargestellt. Die bisherige Verweigerungshaltung vieler Verlage ist somit komplett hinfällig. mehr... E-Book-Reader, E-Books, Kindle Touch Bildquelle: Amazon E-Book-Reader, E-Books, Kindle Touch E-Book-Reader, E-Books, Kindle Touch Amazon

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Wie bringt man diese Bücher zurück? Reicht eine Mail mit epub im Anhang? ;-)
 
@Kobold-HH: Adobe DRM Schutz - du kannst das eBook nach 2 Wochen o.s. nicht mehr öffnen .
 
@malocher: Calibre mit passender erweiterung löst das Problem recht einfach.
 
@kkp2321: Du kannst dann auch gleich die Bücher überall über Torrentseiten oder One Click Hoster laden. Beides das gleiche im Endeffekt und beides illegal.
 
@Orka: der punkt ist ja nicht der das man es ja ausm netz so oder so bekommt. sondern viel mehr das sich mit den Bibliotheken halt neue quellen für den ersten upload auftun ;) was denkst du denn wo zB die apk datein für android her kommen. die wurden gekauft geript und dann wieder zurück gegeben. Aber seis drum ich find das super das Bibliotheken das machen dürfen. hätte ich bei der deutschen Bürokratie nie gedacht.
 
@Tea-Shirt: Äääh?! Urteil wurde von der Vereinigung der öffentlichen Bibliotheken aus den Niederlanden beim Europäische Gerichtshof (EuGH) erwirkt. Da ist erstmal nichts von "deutscher Büroktie"! Natürlich werden / dürfen deutsche Bibliotheken nun auch so verfahren / ausleihen.

Ob das aber in Deutschland dann sooo glatt und problemlos übernommen wird, ist noch nicht gesichert. Verlage / Buchhandlungen könnten da immer noch einige Steine in den Weg schmeißen: Z.B bezüglich Ausleihdauer und zeitgleicher Ausleihanzahl, gesichertes Ausleihverfahren (keine Weitergabe unter den Ausleihern selbst, keine Kopien usw.), beim Preis (keine Bibliotheksrabatte bzw. gestaffelte Rabatte je nach Inhalt),

Viele Bibliotheken sind auch nicht gleich öffentliche Bibliotheken >>> z.B. Schulbibliotheken nicht, Gefängnisbibliotheken nicht, Krankenhausbibliotheken, Unibibliotheken nicht unbedingt, Fachbibliotheken auch nicht unbedingt, Firmenbibliotheken nicht usw. Warum nicht? Weil nicht allgemein, frei öffentlich für Jedermann zugänglich. Also keine "öffentliche" Bibliotheken. Gilt dann das Urteil? Oder nicht! Denn Voraussetzung für eine "öffentliche" Bibliothek ist stets, dass die Bibliothek von ihrer Zweckbestimmung her jedermann zugänglich ist, d.h. es genügt nicht, dass Interessierte nur im Einzelfall Zugang erhalten.

Gaanz so einfach wie sich mancher das hier vorstellt, ist die Lage also nicht!
 
@Kiebitz: Ergänzungen zur Klarstellung, Direktzitat aus dem Urteil:

>>> " wenn dieses Verleihen so erfolgt, dass die in Rede stehende Kopie auf dem Server einer öffentlichen Bibliothek abgelegt ist und es dem betreffenden Nutzer ermöglicht wird, diese durch Herunterladen auf seinem eigenen Computer zu reproduzieren, wobei nur eine einzige Kopie während der Leihfrist heruntergeladen werden kann und der Nutzer nach Ablauf dieser Frist die von ihm heruntergeladene Kopie nicht mehr nutzen kann.

>>> dass die von der öffentlichen Bibliothek zur Verfügung gestellte digitale Kopie eines Buches durch einen Erstverkauf oder eine andere erstmalige Eigentumsübertragung dieser Kopie ........ in den Verkehr gebracht worden ist..."

Soweit wortwörtlich Urteilsbegründung (Auszug aus Begründung)!

Fazit >>> Ausleiher darf nur eine einzige Kopie erhalten und nur über die Ausleihfrist zeitlich begrenzt Zugriff haben und nach Ablauf der (Ausleih-) Frist keine Nutzung mehr.

>>> Und nur "öffentliche Bibliotheken" (siehe vor!) dürfen das und nur, wenn sie das eBook durch einen Erstkauf (also nicht gekauft als gebraucht und auch nicht bei als Geschenk erhaltenen! Frage nach Buchspenden mit Neuexemplaren?) erworben haben.

Also alles trotzdem nicht sooo einfach und nicht sooo frei!.
 
@Kobold-HH: Meine Eltern sind hier in der Stadtbibliothek angemeldet und haben 2 Wochen Zeit zum lesen und dann greift DRM.
 
@Paradise: Sooo ist es. Und sooo will es das Urteil!
 
Da ist sie wieder, die ewig deutsche Verweigerungshaltung gegenüber allem neuen. Allein die Denkweise ist schon Banane, aber so ist das wenn man damals mit Papier gelernt hat und IT immernoch ein Fremdwort ist (damit rede ich von den Verantwortlichen bei den Verlagen)

Ewig an alten Zöpfen festhalten bis sie schließlich abreissen und man so tief fällt, dass es weh tut.

Gute Entscheidung!
 
"Beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist man hingegen gar nicht glücklich und befürchtet, keine E-Books mehr verkauft zu bekommen, wenn Nutzer sich diese kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr online bei ihrer Bibliothek ausleihen können."
Diese Befürchtung hat man bei gedruckten Büchern nicht?
 
@MaikEF_: In geringerem Maße. Bücher muss man immerhin abholen und wieder hinschaffen. Dazu muss man vor die Tür. Das ist ja blanker Stress! :3

Außerdem nutzen sich die Bücher ja ab.
 
@crmsnrzl: Ist kein Argument. Du musst auch aus dem Haus und dem Bibliotheksmitarbeiter Dein Kindle/Deinen Tolino aushändigen, damit er das eBook draufladen/löschen kann. Oder glaubst Du wirklich, das könnte online gehen? Du Träumer! Das ist doch Neuland, das kann nicht funktionieren. ;)
 
@Der Lord: Ich hoffe das war Ironisch gemeint.
 
@Paradise: Darf ich Ihre Aufmerksamkeit auf die letzten beiden Zeichen meines Kommentars lenken?
 
@Der Lord: Nun gut das hätte man in diesem Fall auch anders deuten können.
Also ist nur Angela diejenige die denkt man können es nicht runter laden :D
 
@Paradise: Neee! Sie meint, man könnte das erstmal nur raufladen, damit man was davon hat. Hat sie Unrecht? Ich lade das e-Book doch AUF meinen Kindle/Tolino und nicht runter von meinem Kindle/Tolino. Was / wie denn nun? ;-)
 
@MaikEF_: Der Gedanke, der dahinter steht, ist einfach der das es einen gewissen Aufwand erfordert ein Buch zurück zu bringen, während man e-books schnell runterladen kann ohne erst zum Bücherladen fahren zu müssen.

Die Befürchtungen des Buchhandels sind also durchaus gerechtfertigt. Auf der anderen Seite gibt es natürlich absolut keinen Grund gedruckte Bücher anders als digitale zu behandeln. Der Markt ändert sich nunmal und der Buchhandel muss sich daran anpassen.

@Cosmic Ich bin übrigens Deutscher, also bitte mal den Ball flach halten. In Schubladen denken ist nämlich auch nicht besser. Ich denke nicht das es die "angebliche Verweigerungshaltung "der Deutschen" sondern eher die des "Börsenvereins des deutschen Buchhandels" ist, so wie es in der News mehr oder weniger auch steht....
Außerdem hat ja "Die Vereinigung der öffentlichen Bibliotheken aus den Niederlanden" geklagt und niemand aus Deutschland, oder sind die Niederlande schon eingemeindet in Deutschland?
 
@X2-3800: Ausleihe ist befristete Überlassung, egal ob materielle oder digitale Güter.
Bei digitalen Gütern muss man wohl lediglich mehr über einen wirksamen, aber die Handhabung möglich wenig einschränkenden Kopierschutz nachdenken, während man bei gedruckten Büchern nicht so sehr drauf achten musste wegen der Kosten und ggf. dem Aufwand zum Kopieren jeder Seite.

Der Buchhandel soll sich mal wieder einkriegen, digitaler verleih drckt die Umsätze auf absehbare Zeit kaum. Smartphone sind keine guten Lesegerät und die E-Book-Reader sterben praktisch bereits wieder aus. Bleiben die Tablets - aber wie groß ist die Schnittmenge zwischen den umsatzstärkeren Bücherkäufern und den Tablet-Lesern?
So lange man Bücher nicht für mehrere Monate ausleihen kann, bleiben den Verlagen außerdem die Schulen und Schüler sowie die Unis und Studenten erhalten, ein nicht abreißender Strom von Bücherkonsumenten.

"Ich bin übrigens Deutscher" na und? Ist doch wurscht, so lange man vernünftig und respektvoll miteinander agiert. Ich bin übrigens Europäer mit deutschen Wurzeln :-)
 
@Drachen: eBook-Reader sterben aus? Seit wann das denn? Ist immer noch das Beste zum Lesen digitaler Bücher.
 
@X2-3800: "Der Gedanke, der dahinter steht, ist einfach der das es einen gewissen Aufwand erfordert ein Buch zurück zu bringen,....." -> Klar, man sollte den Pfad zur Bildung recht hoch legen, dann klappt das auch mit der Freude an Innovation <ironieoff>
 
@X2-3800: Die Buchhändler wollen, das für eBooks die gleiche Buchpreisbindung gilt wie für gedruckte Werke. Dann sollen sie andererseits auch akzeptieren, dass eBooks verleiht werden können wie gedruckte Bücher.

Aber die wollen ja nur kassieren, immer nur nehmen, aber nichts geben...
 
@MaikEF_: Ich sehe da noch einen ganz anderen Aspekt. Wo ich dieser Argumentation, bzw. dem Vergleich zum gedruckten Buch, auch nicht folgen kann.
Wer liest hier z.B. Stephen King in gedruckter Form? Zusatzfrage, wer kauft sich bei Ikea jede Menge Billy Regale um diese zu sammeln? Wer kauft sich keine Billy Regale sondern schmeißt die Stephen King Bücher ins Altpapier? Aha, eben... wenn man dieser Argumentation folgen würde, warum darf ich dann mit einem fertig gelesenen gedruckten Buch machen was ich will? Und das sogar ganz ohne den rechtlichen Status eine Bibliothek zu haben? Mir ist jetzt nicht bekannt, dass sich die Verleger über den Weiterverkauf, Tausch oder dem Verschenken gedruckter Bücher aufregen.
(Dass das bei eBooks nicht möglich ist bzw. nicht erlaubt ist, dass kann ich allerdings nachvollziehen. Aber das ist ein anderes Thema).
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