Russland sperrt Microsofts LinkedIn aus, weil Daten im Ausland lagern

Die russischen Behörden wollen das kürzlich von Microsoft übernommene Karriere-Netzwerk LinkedIn in Kürze sperren, weil sich das Unternehmen nicht an die Vorgabe hält, die Daten der russischen Nutzer auch auf lokalen Servern zu speichern. mehr... Microsoft, Microsoft Corporation, Ceo, Satya Nadella, Linkedin, Reid Hoffman Bildquelle: Microsoft Microsoft, Microsoft Corporation, Ceo, Satya Nadella, Linkedin, Reid Hoffman Microsoft, Microsoft Corporation, Ceo, Satya Nadella, Linkedin, Reid Hoffman Microsoft

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Mal abgesehen davon das es Russland ist, halte ich es für Grundsätzlich richtig, das Daten von Menschen auch in den Ländern wo sie Leben gespeichert werden und NUR DA!

Deshalb, hoffentlich nimmt sich Deutschland daran ein Beispiel!
 
@Kribs: Was in der Praxis so gar nicht umsetzbar ist, besonders für kleine Unternehmen/Dienste.
 
@crmsnrzl: Na und die Ganzen Unternehmen mit ihrem Geoblocking scheiss haben doch irgendwie angefangen warum mit einem anderen Grund nicht den Spieß umdrehen.
 
@Menschenhasser: Alle über einen Kamm scheren, war schon immer eine gute Idee.
 
@crmsnrzl: Tja und jetzt kann ich das so oder so bei den US Amerikanern machen. Wenn ein Land so etwas wählt muss ab jetzt Sturm ernten. Seit diesem Tag an kann man die US Amerikaner nicht mehr für voll nehmen.
 
@Menschenhasser: Was hat das nun mit kleinen Unternehmen oder Online-Diensten zu tun?
 
@crmsnrzl: Naja bezüglich des Kammes scheren. Habe das OT vergessen
 
@Menschenhasser: Dir ist schon klar, dass die meisten Amerikaner nicht Trump als Präsidenten haben wollen? Trump wollte eh das Wahlergebnis als Wahlbetrug anfechten. Jetzt hätte er die Chance dazu sein "Versprechen" einzulösen.
 
@crmsnrzl: Der Artikel behauptet was anderes, wem soll ich jetzt glauben? ;-)
 
@Kribs: Wo bitte ist Microsoft ein "kleines Unternehmen"?

Wenn man das so umsetzen wollte, wie oben angesprochen, bräuchte <insert random casual game here> Server in jedem Land, von dem sich ein Nutzer dahinverirren könnte oder sie müssten sie ausschließen, per Geoblocking. Geoblocking, da stehen die Leute ja auch voll drauf.
Und die die steigenden Latenzen durch die tolle Segmentierung. Supi.

Aber was soll's, der deutsche Markt ist groß genug, dass es sich rentiert, wenn es die Schweiz anscheißt, ist es nicht mein Problem.
 
@crmsnrzl: "Wo bitte ist Microsoft ein "kleines Unternehmen"?"
Ich weiß nicht in welchen Paralleluniversum du eine solche Behauptung gelesen haben willst, in diesen hier von mir auf jeden Fall nicht!

Google, eBay, Uber oder Xing schaffen es und Microsoft nicht, irgendwo kann die da deiner Argumentation wirklich nicht mehr folgen!
 
@Kribs: Ich sprach davon, dass deine Forderung für kleinere Unternehmen mehr als problematisch ist. Du sagst, der Artikel sagt was anderes. In dem Artikel geht's um Microsoft.
Schlussfolgerung -> Microsoft muss ein kleines Unternehmen sein, sonst ist deine Antwort sinnlos.

Und in dem Artikel steht auch nur drin, das ein paar große Unternehmen Server in Russland haben.

Von "alle Unternehmen" und Servern in "allen Ländern, in denen diese Nutzer haben", lese ich im Artikel nichts.
Du sagst Nutzerdaten sollten im Land des Nutzers gespeichert werden und ausschließlich da. Und du hast eben gesagt Google hat das geschafft.

Wie viele Server hat denn Google in Polen oder Estland?
Hat Google Nutzer in Kanada? Wie sieht's denn dort mit Datenzentren aus?
 
@crmsnrzl: Nur das wir nicht überirgendeinen "Krauter-Unternehmen" Diskutieren, sondern über Konzerne!
Da ist deine Argumentation völlig irreführend bzw. beabsichtigt Relativierend!

Und selbst wenn es ein "Kleines Internationales Unternehmen" das nicht machen WILL, Möglichkeiten dazu bestehen en mas, dann hat es gefälligst aufzuhören bevor seine Kundendaten unkontrolliert überall sind!

Ist schon irrwitzig, sobald es um MS geht ist Datenschutz plötzlich absolut egal bzw. werden Ausreden gesucht die allem Spotten was man unter gesunden Menschenverstand versteht.
 
@Kribs: Mir scheint Microsoft is'n Trigger-Wort für dich. Sobald das fällt setzt der Tunnelblick bei dir ein. Ich sprach von Anfang an von kleineren Unternehmen, nicht von Konzernen. Du hingegen nur 'ne pauschale Forderung aufgestellt. Das diese nur für Konzerne gelten solle war weder selbstverständlich noch deinem Kommentar zu entnehmen.

Das müssen auch keine "kleinen internationalen Unternehmen" sein. Das geht schon mit kleinen Seiten in Deutschland los, wo sich jemand aus Österreich oder der Schweiz anmelden will. Den müsste man schon ausschließen, weil man keinen Server dort.

Datenschutz war schon immer absolut egal. Regelmäßig gibt's 'nen Aufschrei wegen Datenschutz, aber letzten Endes geht es den Leuten am Allerwertesten vorbei. Wie wichtig den Leuten der Datenschutz ist, hat man gesehen als Facebook Whatsapp gekauft hat. Viel Geschrei, aber Konsequenz des Einzelnen - nicht vorhanden. Das geht schon los, wenn man sieht, wie viele die PIN/Geste/whatever beim Reaktivieren des Smartphones abgestellt haben.
 
@Kribs: Sehe ich auch so.

In Deutschland ist gerade etwas am entstehen, siehe Microsoft Enterprise Cloud/ Azure (Telekom Partner/Orte) und Amazon AWS (Frankfurt)
 
@Kribs: Ich stimme dir zu. Nur leider glaube nicht, dass die deutsche Regierung selbstbewusst genug ist, um einen solchen Schritt zu wagen. Das höchste der Gefühle hierzulande ist doch ein unbedeutender Datenschutzbeauftragter, der seinen Senf abgibt. Traurig!
 
@regulator: Zumindest waren die Datenschutzbeauftragen so "unbedeutend", dass Facebook und WhatsApp ihren Datenaustausch aufgrund deren Maßnahmen nun aussetzen.
 
@Kribs: Wie soll das denn bei einem Netzwerk wie LinkedIn (oder Facebook) funktionieren? Ich stelle mir das sehr umständlich vor, die Daten der Nutzer jeweils in dem Land zu lagern, in dem diese wohnen. Zumal auf die vollständigen Daten der Konzern im Ausland allein technisch bedinkt trotzdem Zugriff haben muss, wie soll denn ein internationales Netzwerk sonst funktionieren? Der einzige Hintergrund dürfte wohl staatliche Repression sein.
 
@Chiron84: Wieso sollte das umständlich sein, die Plattformsoftware kann sein wo sie will, die jeweilige "Mitglieder-Datenbank" mit den Persönlichen Daten dann in dem jeweiligen Staat nach dessen Recht!
Speicherplatz ist billig für Unternehmen, zur Not gibt es genügend Dienstleister wo man sie mieten kann inklusive Pflege.
 
@Kribs: Mal abgesehen davon daß man durch die Verteilung der Datenbanken keine Vorteile hätte, wären die Nachteile enorm. Die Performance bei einer Suche über hunderte global verstreute DBs dürfte wirklich berauschend sein.
 
@Johnny Cache: Geh erst mal einen Schritt zurück und schau über welchen Dienst wir reden, die Internationale suche dürfte dabei der Kleinste Anteil sein, die Nationale suche dürfte den größten Traffic beanspruchen, wobei die Latenz da National auch deutlich die Höchsten sein dürften.

Mich wunder das XING genau das schafft, was LinkedIn nicht schaffen können soll, sehr, sehr merkwürdig?
 
@Kribs: Xing hat verteilte nationale Datenbanken? Das glaube ich nicht, Tim. Sonst wären Tools wie der Talent Manager dort doch witzlos.
 
@Chiron84: Dann lies dir mal die Datenschutzerklärung durch, Xing garantiert den jeweiligen Nutzer das seine Daten nur im Land das er bewohnt gespeichert wird!
 
@Kribs: Es mag durchaus stimmen daß ich größtenteils Leute suche die im selben Land oder zumindest der selben Regon unterwegs sind, aber wenn ich eben nach bestimmten Positionen in meiner Firma suche, werden betrifft das eben alle lokalen Datenbanken.
Aber selbst wenn das technisch tatsächlich so gelöst worden konnte daß die Performance trotzdem akzeptabel ist, muß man sich ernsthaft die Frage stellen welchen Sinn eine solche Regelung haben soll. Welchen realen Vorteil habe ich durch eine solche Regelung?
 
@Johnny Cache: "Welchen realen Vorteil habe ich durch eine solche Regelung?"

Vorteil bedeute im den Sinne ja Mehrwert bei einen Dienstleister, wenn man so fragt gibt es keinen!

Auf der Anderen Seite, sind die Daten ausschließlich im eigenen Rechtsraum, sie unterliegen also der Jurisdiktion (Juristische Zuständigkeit) des eigenen Landes, dies kann je nach Gesetzen oder Datenschutzrecht Vor und Nachteile haben.
Der eindeutige Vorteil ist aber, das man im eigenen Land Rechtshilfe bekommen kann bzw. Rechtliche Schritte einlegen kann, was im Ausland ungleich schwieriger ist, wenn nicht gar unmöglich!
 
@Kribs: Japp, auch wenns Russland ist. Gute Entscheidung.
 
Mal kurz nachdenken: Werden die Daten in Russland gespeichert, hat der Staat auch jederzeit und willkürlich Zugriff darauf. Also für Russland ist das eher eine Kontrolle der User als dass es um Datenschutz geht. Da ist selbst Microsoft noch sicherer als die russische Regierung.
Wenn Russland sich vom Ausland unabhängig machen will, müssen sie eben eigene Systeme entwickeln und implementieren. Nur wird die ausserhalb Russlands wohl niemand nutzen.
 
@LastFrontier: Genau darum geht es doch. Die Daten sollen nicht der hoheitlichen Kontrolle entzogen sein. Bzw. natürlich gibt es noch den anderen Aspekt, sie sollen nicht (ausschließlich) der amerikanischen Kontrolle unterliegen. Denn sonst kommt man an sie nicht ran.
 
@LastFrontier:
mal länger nachdenken.....
da die Russen ja sowieso die bösen sind, ist ja Microsoft nur um unser wohl bemüht. /sark. off.

Es geht ganz einfach um die Macht und jeder Staat will die macht und wissen über seine Bürger selbst behalten,
so wie ich auch macht über meine Daten behalten will und zb. keine Party fotos auf facebook & co poste und meine Daten nicht in die Cloud auslagere.
/sark. on:
Bezüglich eigener Systeme da hast du recht, jeder würde sie nutzen der Geschäfte mit Russland betreiben will.
 
@LastFrontier: Theoretisch gäbe ich dir da bei dem letzten Satz Recht, mit einer Einschränkung. Ich denke noch nicht mal, dass es ein komplett eigenes System sein müsste um sich vom Ausland unabhängig zu machen. Man kann es jetzt gut finden oder nicht, aber mich wundert es, dass sich da nicht einfach ein paar Länder zusammentun. Die reinen Nutzerzahlen dürften dann sogar erheblich höher sein, als bei den Diensten aus Amerika. Vom Grundgedanken her unterscheiden sich die Vorstellungen Russlands, was das Internet betrifft, ja nicht wesentlich von China vielen arabischen und ein paar anderen Ländern.
(Oder gibt es sowas schon? Ich weiß es nicht, mir ist da nichts bekannt.)
 
Eine "Kommunikationsaufsicht".
Wow. Das hört sich so an, wie die Lehrer, die im Schullandheim aufgepasst haben, dass die Jungs nicht zu den Mädchen ins Zimmer schlüpfen.

Was für ein Kindergarten.
 
was mich wundert ist dass Facebook in den Artikel keine Erwähnung findet... Laden die schön brav ihre Daten auf Russische Server? Oder nutzt in Russland so oder so keine FB?

Aber Wirtschaftlich Strategisch halte ich diese "Maßnahme" erstmal für Sinnvoll... gut man sollte evtl. noch eine "Größe" oder "Reichweite" der Plattform eingrenzen... wenn ich selbst jetzt einen Dienst "Weltweit" anbieten wöllte, würde ich nicht gleich in jeden land einen Server hinstellen wollen, sondern je nach Kapazität eben die Infrastruktur "Logisch" aufbauen...
 
@baeri: Soweit mir bekannt, nutzen in Russland die meisten den Social Network Dienst "vk" ehemals "vkontakte". (russisches social network)

Der Telegram Messenger ist z.B. von denselben Leuten die VK gegründet haben. Angeblich stehen beide Produkte aber in keinem Zusammenhang.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Microsofts Aktienkurs in Euro

Microsofts Aktienkurs -1 Jahr
Zeitraum: 1 Jahr