München: Kritik an Linux nimmt zu, Microsoft-Rückkehr wird konkreter

Die Abkehr der Stadtverwaltung von München von Microsoft-Produkten und der Wechsel zu einer Linux-Variante hat auch international viel Beachtung gefunden. Doch das 2003 angekündigte und 2013 vollendete Projekt war von Anfang an umstritten, zuletzt ... mehr... Linux, München, limux Bildquelle: LiMux Project Linux, München, limux Linux, München, limux LiMux Project

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Der Zyniker in mir lacht sich gerade einen ab.
 
@crmsnrzl: Lacht der Zyniker in dir auch dann noch, nachdem er realisiert hat, dass das Lehrgeld für diese Posse durch die Steuern seines Wirtes gedeckt wird?
 
@xploit: keine Angst, das Geld (soweit es überschüssig war) würde so oder so "Rausgeworfen" werden... und notfalls baut man eben irgendwo n Denkmal...

Abgesehen in Sachen Steuerverschwendung brauchen sich die Bayern nicht verstecken ^^
 
@baeri: Das Geld wurde niemandem weg genommen weil der Staat gut gewirtschaftet hat..........
 
@Tomato_DeluXe: guter Joke :-)
 
@Drachen: Nein das war wohl kein Joke, es wurde 1-2 Generationen Hardware gespart und auch Lizenskosten nur OpenOffice/Libreoffice und das OS schlecht gepflegt. Und der Support hat wohl nicht geklappt.
 
@pete2112: "weil der Staat gut gewirtschaftet hat" WAR ein guter Joke.
 
@baeri:
Schon einmal bedacht, dass die früher" rausgeworfenen" Gelder für Denkmäler heute Millionen Touristen nach München locken. Wenn man die heutigen Maßstäbe anlegt, hätten sicher Volksbegehren Neuschwanstein, Herrenchiemsee und Linderhof verhindert.
Während fast jeder seiner Wohnung mit Bildern, Postern und sonstigem wohnlicher gestaltet, wird über das Gleiche in den Städten und Dörfern inzwischen nur noch negativ gedacht.
Hannover war ein Sinnbild einer unattraktiven und grauen Stadt mit überwiegend Zweckbauten. Geändert hat sich das durch die Expo. Viel wurde für die attraktive Gestaltung der Stadt getan. Das Stadtbild hat sich deutlich positiv entwickelt. Durch dieses "rausgeworfene" Geld. Die Hannoveraner bezeichnen das aber ganz sicher nicht als herausgeworfenes Geld.
Nach deinem Maßstab hätten wir genau diese unattraktiven, grauen und nichtssagenden Städte, für die sich letztlich kein "Ar..." interessiert!
 
@Abzdef: Ist Hannover nicht immer noch das Sinnbild einer unattraktiven und grauen Stadt?
 
@grufti: dieses Sinnbild haben sicher noch mehr größere Städte in Deutschland. Ich war noch nie in Hannover aber nach den Bildern die man bei google so findet gibt es weitaus unattraktivere Großstädte.
 
@Abzdef: Na ja die Expo wurde am Stadtrand auf und neben dem Messergelänge veranstaltet. Etwas Infrastruktur wurde verbessert - das war`s. Hannover war und ist schön. Z.B Herrenhäusergärten, Maschsee, Eilenriede (Stadtwald), Maschsee, Kiesteiche....
 
@Abzdef: Dann mach aus "Denkmal" "Mahnmal" oder meinst du wirklich, der Quatsch für die Loveparadekatastrophe oder andere "Gedenkstetten" ziehen große Besucher an. Ausnahme macht hier wohl nur unsere Ehem. Geschichte....
 
@xploit: Man hätte gar nie Wechseln müssen dann hätte man auch Geld gespart?!
 
@Edelasos: So hat das Ballmer damals auch gesehen. Hat sogar seinen Urlaub unterbrochen und den damaligen OB Ude persönlich aufgesucht. Da war's aber schon zu spät, da hatte der Stadtrat (das war eine politische Entscheidung, keine Entscheidung der Verwaltung, die damit arbeiten und klarkommen muß) den Wechsel zu Linux aber schon beschlossen.

UNABHÄNGIG davon, welches System besser oder schlechter ist (diese Diskussion will ich jetzt gar nicht führen, kommt ohnehin nie was dabei raus), und auch unabhängig davon, was JETZT zu dem Unmut führt oder geführt hat: Ich sehe das ganz genauso: Diesen Eiertanz hin zu Linux und wieder weg von Linux, der sicher ein Menge Geld gekostet hat bzw. noch kosten wird, hätte man sich sparen können, wenn man gleich bei Microsoft geblieben wäre. In Summe wär' das, bis heute gerechnet, garantiert nicht teurer gekommen.
 
@Edelasos: Man hätte vorher einfach nur nachdenken müssen. Und - Achtung Aluhut - vielleicht nicht auf die IT-Bude hören dürfen, die ihre Lobbyisten losgeschickt hat, um vom Wechsel zu Linux zu überzeugen.
 
@Edelasos: So sieht es eben nicht aus. Die haben die Hardware nicht gewechselt, die Mitarbeiter krebsen da mit 500MHz und 256MB Arbeitsspeicher rum (zumindest waren es 2015 etwa 7000 Rechner mit diesen Spezifikationen). Da braucht man sich dann auch nicht wundern warum es scheiße läuft.
 
@otzepo: >>Die haben die Hardware nicht gewechselt, die Mitarbeiter krebsen da mit 500MHz und 256MB Arbeitsspeicher rum (zumindest waren es 2015 etwa 7000 Rechner mit diesen Spezifikationen).<<

Genau. Auf den Rechnern sollen sie dann mal versuchen ein aktuelles MS Office zu benutzen. Das wird ein Fest. Dagegen ist dann Linux und LibreOffice auf solcher Hardware noch Gold.

Ich habe letztes Jahr nach etlichen Jahren Word-Abstinenz (Abstinenz zumindest was längere wissenschaftliche Arbeiten angeht. Für Bekannte habe ich in Word dann schon mal eine Serienbrieffunktion oder ähnliches aufgesetzt.) mal wieder einen nur etwas über hundert DIN-A4-Seiten hinausgehenden wissenschaftlichen Bericht mit MS Word (in dem Fall Word 2013) schreiben müssen und ich hatte die hundert Seiten noch nicht einmal erreicht, als ich in dem Dokument schon nicht mehr flüssig scrollen konnte.

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Auf einem 2014er Intel Core i7 Rechner, der vermutlich die meisten aktuellen Games mit über 60FPS in FullHD liefert, kann ich ein Textdokument nicht flüssig scrollen und, noch lustiger, ich hatte bei letzten Änderungen an verschiedenen Stellen mitten im Dokument nicht nur nerviges Ruckeln beim Scrollen, so dass es mich viel Zeit kostete die richtige Seite zu finden, sondern beim Tippen der Änderung in den Text auch noch eine merkbare Verzögerung bis die getippten Buchstaben überhaupt auf dem Bildschirm im Dokument auftauchten. Ich hatte erst gedacht irgendein Cache im Prozessor meines Rechners wäre ausgefallen oder vom BIOS abgeschaltet worden, aber auf dem i7-Rechner eines Kollegen war das ebenfalls so lahm. Performance-Probleme mit halbwegs aktueller Oberklassehardware im Jahr 2015 bei simpler Textverarbeitung. Wirklich unfassbar.

Da wird die Münchner Stadtverwaltung die 7000 Rechner wohl durch aktuellere Hardware ersetzen müssen, wenn die mit MS Office auch nur halbwegs flüssig arbeiten wollen. Auf 500MHz Intel Prozessoren und mit 256MB Arbeitsspeicher kriegen die Windows 10 nicht einmal installiert und selbst wenn das klappen würde, wäre nicht einmal an zügiges Arbeiten mit Windows 10 zu denken und an das Arbeiten mit MS Office auf Windows 10 daher erst recht nicht.
Das Heulen und Zähneklappern möchte ich sehen, wenn die zu den jährlich 6-7 Mio. Euro Lizenzkosten (Oder waren es sogar 10 Mio.? Kann mich nicht mehr erinnen, ist schon zu lange her, dass ich mich mit der Thematik befasst habe.) für Windows und MS Office noch abertausende Rechner neu kaufen müssen, damit Windows 10 und MS Office überhaupt läuft. Für das Geld könnte man sicher, wenn man bei Linux bliebe, einen ganzen Haufen Linux-Experten über mehrere Jahre beschäftigen um jedem Mitarbeiter sofort mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

P.S. Ich selbst erzeuge Dokumente normalerweise mit LaTeX statt mit Word und damit habe ich gerade eine über 500-seitige wissenschaftliche Dokumentation zu bearbeiten und die ruckelt beim Scrollen nicht mal auf meinen über 12 Jahren alten Business-Notebook mit Pentium M Prozessor und ein Input-Delay beim Tippen habe ich da auch nicht. Nach der Erfahrung mit dem nicht einmal 150 Seiten langen Bericht in Word 2013 würde ich eine 500-seitige Arbeit in Word nicht einmal auf aktuellster Intel-Core-i7-Hardware versuchen.
 
@otzepo: verstehe ich jetzt aber mal so gar nicht und noch viel weniger, das du dafür + bekommst!

braucht linux nicht eigentlich weniger Hardware Resourcen?? die sollten mit den abgespeckten Maschienen doch eigentlich gar keine Probleme haben! Jetzt zu sagen, das linux scheitert mußte, weil die Hardware MIST ist kontakarriert deine Aussage.
 
@darkerblue:

Weil diese Hardware bereits 10 Jahre alt ist, das ist auch für ein heutiges Linux bereits "etwas angegraut".
Aber man kann damit offenbar "noch" arbeiten.
Während man ein Win10 darauf nicht mal installieren kann.
 
@garfield10000: hhmm aktuelles Linux? War es nicht ein Ziel von dem Ganzen eben nicht jedes Jahr auf ne aktuelle Version springen zu müssen?? so nach dem Motto: einmal einrichten und dann nie wieder ändern??

und das limux auch schon 10 Jahre auf dem Buckel hat und eigentlich nicht weiterentwickelt werden müsste, weil genau auf den Bedarf zugeschnitten und genau auf die verwendete Hardware angepasst, dann brauchte es keine aktuelle Hardware mehr, es war doch damals Vorgabe, ein System zu haben bei dem keine weiterer Support nötig ist, damit man sich die jährlichen Lizenzgebühren spart.
 
@darkerblue: Linux frisst genau wie Windows nen haufen recourcen,keine ahnung woher diese behauptung immer herkommt. Das einzige was bei Linux von Vorteil ist,wenn du dir nen eingenes baust, sozusagen lfs,speziell auf deine bedürfnisse zugeschnitten.
 
@garfield10000: mein i7 hat gute 8 Jahre aufm buckel, da rennt Win10 aber ganz geschmeidig drauf.
 
@Cosmic7110: Aha, du hast also einen Rechner mit einem 500MHz i7 und 256MB Arbeitsspeicher und da läuft Win 10 ganz geschmeidig drauf...

Oder was genau hat deine Aussage damit zu tun, dass in München mit Rechnern mit 500MHz und 256MB Arbeitsspeicher gearbeitet wird - die im übrigen weit über 15 Jahre alt sind.
 
@gutenmorgen1: ich hab auf Garfileds Post geantwortet, und wollte auf seine "10 jahre" eingehen. nicht mehr nicht weniger

Interpretier nicht was rein was da nicht steht oder lies richtig!
 
@darkerblue: Computer ohne Wartung und Support gibt es nicht. Auch wenn die 2004 eine Distri gebastelt haben und keine Patches installieren und somit mit den Spezifikationen klar kommen haben die Probleme auf hohem Niveau. Sicherheitstechnisch sind diese Systeme mal vom Netz zu nehmen, 2004 waren noch viel mehr Bugs drin und Features fehlen (aleine schon der Druckdienst CUPS hat sich seither viel weiter entwickelt und ist nun nahezu perfekt), die einem die Arbeit erleichtern.
Linux läuft auf alten Rechnern ziemlich gut, wenn man genug Arbeitsspeicher hat, die CPU ist nur nicht so gefragt. Die Hälfte des RAM ist schon mal mit der grafischen Oberfläche voll, mit den übrigen 128MB geht das System in die Knie, wenn man im Browser drei Tabs öffnet oder ein Dokument auf den Drucker schickt.

Wenn man ein System nicht neu aufsetzen will nimmt man bei GNU/Linux am besten ein Rolling Release aber bleibt auf gar keinen Fall bei einem angestaubten 2.0 oder 2.2 Kernel stehen und brüllt "hier ist alles sicher, wir nutzen nämlich LiMux" und installiert keine Sicherheitsupdates. Das wär nicht nur leichtsinnig sondern auch typisch deutsche Behörde, also dumm.
 
@resilience: mal was spannendes erzählt oder???

kurz mal angetestet...
20000 Seiten, nix ruckelt nix zickt... Word braucht dann 300MB Ram und die CPU-Auslastung ist unmerkbar...

Kurzum, Hauptsache mal was daher erzählt was noch nie selbst getestet wurde???
 
@otzepo: ich seh schon, wo das wieder hinführt, eine weitere nutzlose Diskussion pro/contra linux/windows. Es War damals schon klar :
1. Wird dieses System von den Anwendern nicht vollumfänglich angenommen (mit win kannten sich die meisten aus und mußten nicht für jeden PuPS nach dem Admin rufen)
2. Ging die Wunschvorstellung an dem was aus technischer Sicht möglich ist/war Lichtjahre an der Realität vorbei.
3. Alle wussten, das die gesparten Lizenzkosten doppelt und dreifach für den Support der Anwender draufgehen würden.
4.alle dachten, :Jeah, wir machen jetzt linux und alle sind glücklich, admins braucht keiner mehr, wir sparen ein Haufen kohle, und überhaupt wer braucht schon windoof.
5. ........ ehrlich, ich könnte noch weitere Beispiele finden, im Grunde läuft daraus hinaus, das die Entscheidungsträger den karren einfach nur gegen den Baum gefahren haben, Linux ordentlich gepflegt verschlingt genauso viel Geld wie Windows auch, allein die Schulungen für die Anwender, die zusätzliche Hardware, die IT -Spezi's die alle Naselang den umsteige unwilligen Anwender kleiner und/oder größeren Problemen helfen müssen. All das verschlingt Geld, und dies haben alle IT Spezi's vorhergesagt, allein die Entscheider haben das ganze einfach durchgedrückt, mir persönlich ist es völlig egal welches OS hier oder da verwendet wird, einzig das ganze TAMTAM was damals veranstaltet wurde, klingelt mir noch in den ohren, und jetzt die Kehrtwende, meine Schadenfreude hält nur sehr schwer hinterm Berg. Leider ist Sarkasmus und Ironie in geschriebener Form nur schwer zu vermitteln/erkennen.
 
@AndyB1:hhhhmmmm liMux ist eine genau auf die Bedürfnisse und vorhandene Hardware angepasste Distribution, von daher hat dein Post null Aussagekraft. Aber auch für dich die Anmerkung meinerseits: Sarkasmus und Ironie lässt sich in geschriebener Form nur schwer erkennen/vermitteln.
 
@baeri: Und was hatten die 20.000 Seiten für einen Inhalt? ``Kurz mal angetestet'' hört sich für mich nicht so an als ob Du Dir die Mühe gemacht hättest zumindest einmal eine Seite mit einer Tabelle, einer Formel, einer eingebundenen kleinen Grafikdatei und Text darauf zu erstellen und die dann auf 19.999 weitere Seiten zu kopieren und dann zu testen, wie performant Word damit läuft.

Mit kurzen oder leeren bzw. fast leeren Dokumentdateien getestet machen Microsofts Office-Tools häufig eine gute Figur, schon um die Kunden bei MS-Office-Präsentationen von einem Kauf zu überzeugen. Das böse Erwachen kommt dann oft erst später, nämlich wenn man diese Tools dann täglich im professionellen Einsatz hat und im Falle von Word beispielsweise nicht nur wenige Seiten lange Geschäftskorrespondenz damit schreibt, sondern an Dokumenten arbeitet, bei denen über einen längeren Zeitraum Tag für Tag etliche Seiten mit verschieden formatierten Inhalten dazukommen.

Ich schreibe beispielsweise seit über 15 Jahren nahezu täglich an einem Dokument in LaTeX-Markup-Language das voraussichtlich Ende des Jahres in ein PDF gesetzt die 16.000 DIN-A4-Seiten-Marke überschreiten wird. Das Dokument ist persönliches Notizbuch, Terminkalender, Tagebuch, Wissensammlung, Formelsammlung, Tabellenbuch, Projektplaner und vieles mehr in einem und enthält daher tausende Abbildungen, Skizzen, Photos, Tabellen, mathematische und chemische Formeln und Gleichungen, automatisch generiertes Tabellen-, Abbildungs- und Inhaltsverzeichnis plus Hyperlinks, Fussnoten, Literaturverzeichnis und noch einiges mehr.

In den über 15 Jahren fast täglicher Arbeit mit dem Dokument habe ich kein einziges Mal das vorhandene Backup des Dokuments gebraucht und darin kein einziges Mal eine defekte Formatierung gehabt, die vorher schon einmal problemlos funktioniert hätte. Die Arbeit im Editor ist nach wie vor flüssig inklusive Scrollen und beim Einfügen von Text mitten im Dokument habe ich auch kein Input-Delay bis die getippten Buchstaben auf dem Bildschirm erscheinen und das ist selbst auf Jahre alter Mobilhardware so.

Wenn eine Formatierung einmal funktioniert scheint die in LaTeX im Gegensatz Word einfach niemals kaputt zu gehen und auch ein plötzlich gar nicht mehr lesbares Dokument wie ich es in Word in den 90er Jahren, als ich Word noch täglich einsetzte, nicht selten mehrmals pro Jahr hatte und wie es heute Bekannte mit Word 2013 und sogar mit Word 2016 immer noch gelegentlich, wenn auch seltener als früher haben, gibt es bei mir unter LaTeX nicht. Ich habe mit LaTeX arbeitenden Bekannten schon von denen versehentlich gelöschte und schon teilweise mit anderen Daten überschriebene *.tex-Dateien von der Festplatte gekratzt und der noch nicht überschriebene Quelltext darin erzeugte weiterhin ein sauber formatiertes LaTeX bzw. PDF-Dokument ohne das sie da hätten nacharbeiten müssen. Überschreibt man nur wenige Bytes des Headers einer Word-Datei mit anderen Daten ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass man nie wieder einen zusammenhängenden Text aus der Word-Datei wiedersieht und wenn man doch noch etwas zusammengepuzzled bekommt, dann fehlt dem Text garantiert jede vorher gesetzte Formatierung.

Glaubst Du, dass Du ein solches 16.000-Seiten Dokument, wie ich es täglich bearbeite, mit Word erzeugen und darin flüssig arbeiten kannst, wie ich es mit meinem Editor in meinem LaTeX-Dokument tue? Und wie sieht es damit aus, in diesem Dokument auch nur ein Jahr lang wechselweise in verschiedenen Abschnitten Inhalte zu ergänzen? Meinst Du ein derart umfangreiches Word-Dokument bleibt ein Jahr lang korrekt formatiert, wenn man es an verschiedenen Stellen ergänzt und sich dadurch die Formatierung auf den Folgeseiten ständig verschiebt? LaTeX ordnet die Formatierung der Folgeseiten von selbst korrekt neu an, wenn sich etwas verschiebt und zwar so, wie das auch ein professioneller Layout-Designer in einem Verlag machen würde. Bei meiner Arbeit mit Word im letzten Jahr kriegte Word das bei letzten Änderungen in meinem Dokument hingegen nicht sauber hin und ich musste die Formatierung auf den Folgeseiten nach einer geänderten Stelle meistens bis zum nächsten harten manuellen Seitenumbruch selbst in Ordnung bringen. Wie eine mit solchem Unsinn teure Arbeitszeit verschwendende Büro-Software zum, wie viele Word-Nutzer behaupten, ``Industriestandard'' werden konnte ist mir ist heute ein Rätsel. Da bin ich von LaTeX mehr Komfort und Zeitersparnis gewöhnt.

Ich habe für Freunde, Kollegen, Bekannte und für mich selbst schon eine Menge Lebenszeit damit vergeudet, Word mit allen möglichen Tipps- und Workarounds zur Mitarbeit zu überreden und immer wenn ich heute, nach oft ein paar Jahren Word-Abstinenz, mal wieder mit Word über hundert Seiten lange wissenschaftliche Dokumente verfassen muss, wie bei einer Kooperation meiner Hochschule mit der Industrie erst letztes Jahr wieder, dann weiß ich, warum ich mir so etwas nur dann noch freiwillig antue, wenn mich das Forschungsprojekt wirklich sehr interessiert. Anonsten suche ich mir Projekte aus, bei denen ich mit LaTeX arbeiten kann ohne Leute aus Unternehmen, die weder mit LaTeX noch mit InDesign, sondern nur mit Word klarkommen, den Hintern nachtragen und denen zuliebe mit Word arbeiten zu müssen, weil sie mit keiner professionellen Textpräparationssoftware zurechtkommen und daher mit einem unzuverlässigen Tool für Anfänger/Geschäftsbriefe arbeiten wollen.

Hier...
http://doktorandenforum.de/board/viewtopic.php?t=1761
...unsere Doktoranden müssen sich schon gegenseitig Mut zusprechen eine Doktorarbeit mit Word zu versuchen. ,,Wer eine moderne Word-Version nutzt und sein Dokument nicht verhuntzt, kann ohne Probleme Dokumente von 500 Seiten (Text, Fußnoten, Querverweise) stemmen. Die meisten Fehler, die auf das böse Word zurückgeführt werden, stellen sich am Ende als Benutzerfehler, insbesondere im Umgang mit Formatvorlagen, heraus!`` ist da zu lesen.

Da frage ich dann nur: Wenn Word in seiner graphischen Oberfläche nur erlaubte Manipulationen des Dokuments zulässt und höchst selbst auf korrekte Ablage der Nutzeranweisungen in seiner Dokumentdatei achtet und dabei angeblich keine Fehler macht, wie kann dann der Benutzer ein Dokument überhaupt unreparierbar ``verhunzen'' und wie kommen dann in meinem Bekanntenkreis bzw. bei Studenten und Kollegen bei mir auf der Hochschule selbst noch in Word 2016 auf einmal nicht mehr korrekt funktionierende Formatierungen oder ohne irgendeinen Systemcrash eines Morgens plötzlich unlesbare Word-Dokumentdateien zustande? Die absolute Zahl der Fälle mag gegenüber den 90er Jahren weniger geworden sein und die Dokumente sind heute für gewöhnlich etwas umfangreicher als damals wenn es passiert (was nicht unbedingt ein Vorteil ist, denn dann steckt schon mehr Arbeit im Dokument), aber es passiert immer noch und keinesfalls erst bei mehreren hundert Seiten umfassenden Dokumenten.

Wenn sich Doktoranden, die ja vor ihrer Doktorarbeit zumindest schon eine längere Abschlussarbeit in Word geschrieben haben werden, sich bei einer <500 Seiten Doktorarbeit Mut zusprechen müssen um es mit Word zu versuchen, glaube ich nicht, dass ein 20.000 Seiten Word-Dokument mit Inhalt problemlos zu erstellen und zu bearbeiten ist, selbst wenn der Benutzer nichts ``verhunzt''.
 
@resilience: öööhhhmmmm schön für dich. Trotzdem wäre mir eine 16000 Seiten große Datei viel zu umständlich, allein das da am Anfang irgendwas von vor 15 Jahren drinsteht. Ich persönlich finde, du hast angst vorm loslassen und mußt deswegen alles in einer Datei mit rumschleppen, ich denke sowas könnte man über mehrere Datein effizienter lösen. Aber jeder wie er meint, trotzdem finde ich dein ANGEBEN mit einer derart großen Datei schon echt lustig. Mag ja sein das LaTeX damit umgehen kann und Word nicht, trotzdem ist deine Ausdrucksweise eher Sandkasten Niveau : "öh, meine Schaufel ist größer und ich kann damit mehr Sand umgraben." Denk einfach noch mal drüber nach.

Ps.: ich kann die von dir beschrieben Problem übrigens nachvollziehen, allerdings nur in excel, da hab ich beruflich mal etwas größere Tabellen zu bearbeiten, in Word geht's bei mir mal höchstens bis 20 oder so, hab da nie nachgeschaut, wollte hier ja auch nur deine Schreib und Ausdrucksweise zur Sprache (Schrift) bringen.
 
@darkerblue: Achja ? Dann wundert es mich aber das sie damit nicht zurecht kommen. :)
Denn wenn du hier die posts mal überfliegst wirst viel lesen wo steht das die Hardware lahm sei,aber gut,kann ja sein das sie nur für 1 Rechner nen sys gebastelt haben und das dann für alle nutzen,denn ich bezweifel das alle die gleiche Hardware haben.
 
@AndyB1: ööhhm du hast alle Beiträge hier zu gelesen?? 7000 Rechner der selben bauart?? das hast du mitbekommen?? fals nicht ´, jetzt weißt du es! fals doch, ööhhhmmm was ist falsch mit dir??
 
@resilience: Ich glaube dir deine 16000 Seiten, da du hier auch zu viel geschrieben hast. :D
Also, ich habe jetzt nur den Anfang gelesen, MS Word ist natürlich nicht dafür geeignet, vor ~15 Jahren ist MS Office schon bei 100 Seiten in die Knie gegangen und lies sich gar nicht mehr öffnen. Es ist dafür da um im Büro einen Brief zu schreiben und nicht um eine Doktorarbeit zu verfassen. Man kann jedes Kapitel in einem neuen Dokument erstellen, dann hat man auch dieses Problem nicht. Muss man einfach nur wissen und dann ist es auch "halb so schlimm".
Ich musste damals schon mal einer Freundin das Examen retten, Word Perfekt und Star Office hatten keinerlei Probleme die Arbeit zu öffnen (1000 Seiten reiner Text für das Literaturstudium), MS Word meinte "Word unterstützt keine Word-Dateien" oder so was ähnliches.
LaTeX ist für Dissertationen die erste Wahl, aber zeig mir mal einen zB Juristen oder Lehramtsstudenten, der Lust hat sich da einzuarbeiten. Ein Chemiker oder Pharmazeut hingegen würde niemals auf die Idee kommen mit einem Programm für Briefe Summenformeln und Reaktionsgleichungen niederzuschreiben.
 
@darkerblue: Was stimmt mit dir nicht ? Lies richtig und lass sinnfreie vermutungen. Denn verwundert es noch mehr das es nicht funktioniert,nix anderes hab ich ja geschrieben. Und 7k rechner mit der selben ausstattung....naja,wers glaubt.
 
@AndyB1: ist jetzt nichts so ungewöhnliches, habe vor Jahren mal dabei sein dürfen als 8 oder 9 Paletten ausrangierter PC's abgeholt worden sind, in Wiesbaden Satistischen Bundesamt, alle mit Pentium 2 und 128MB Ram von HP. alle identisch, 16 Geräte pro Palette. und das war nur eine Tour, der LKW Fahrer meinte damals, das er noch 7 mal fahren muß.
 
@darkerblue: Ja,ok. Ich hab vor 3 jahren auch nen rechner von nem techniktausch vom Land gekauft. Waren auch alles die selben,bis auf die cpu. Die einen hatten nen Celeron,der andere hatte nen Core 2 quad,das waren aber eigentlich alles die selben rechner,Typenbezeichnung ect stimmte überein,und für 20 € pro rechner für nen htpc konnte man nix falsch machen damit.
 
@AndyB1: das ist ja auch vorgabe in den Verwaltungen, da sollten schon aus Ausfallgründen und um den Admin zu entlasten, nach möglichkeit die selben PCs verwendet werden, ich denke das es in Großstädten wie München noch um einiges mehr ist, stell sich mal einer den armen Admin vor, der 300 oder mehr verschieden Systeme warten müßte? der würde doch Amok laufen.
 
@xploit: Ja das tut er, das bestärkt ihn doch noch in seinem Zynismus.
 
@crmsnrzl: So gehts mir auch gerade :D
 
Der von notorischen MS hassern, beschworene siegeszug von linux nimmt konkrete formen an.
 
@darius_: naja... bedenke der "notorische MS" hasser schiebt nun die schuld auf die "unfähigen" Administratoren und nicht auf die Software...
Ebenso wird das Argument fallen, die werden sich mit den Windows problemen noch Wundern...

und zuletzt kommt dann noch der Appleboy der noch nicht mal weiß, dass die iCloud auf Microsoft Exchange basiert!

Ich als ehemaliger (alles von Microsoft überzeugter) habe mittlerweile nur noch meine Clients auf Windows Basis... ich mag aber auch iwie das Android Tablet und die Linux Server bei mir zuhause... ich gebe zu nen Linuxserver klickt man sich halt nicht eben mal zusammen, aber alles "sauber" Konfiguriert funktioniert absolut ohne Ausfälle und ähnlichen! <- und dabei ist es VÖLLIG egal ob man da OpenSource, Apple oder Microsoft Produkte verwendet...
Wenn man allerdings wie in Behörden immer Software nutzen muss die sich vor 25 Jahren (Achtung minimal übertrieben) etabliert hat ist es ne ganz andere Sache...
 
@baeri: Apple ist halt dafür bekannt aus bestehenden Produkten was sinnvolleres zu machen ;)
 
@starchildx: Sie machen aus bestehenden Produkten mit Marketing ein "must have". Das können sie, muss man neidvoll anerkennen.
 
@Bautz: nur leider funktioniert das Must have dann selten so wie es soll.
 
@Cosmic7110: ich mag Apple nicht, aber das meiste von ihrem zeug funktioniert recht gut. Jedenfalls im vergleich zu Android-basiertem. Das problem ist, dass wenn es nicht funktioniert, man wegen des engen Korsetts keinen Workarround finden kann.
 
@Bautz: ich hab genug von dem schrott rumstehen und es wird seit Jahren schlechter als besser.
 
@baeri: "und zuletzt kommt dann noch der Appleboy der noch nicht mal weiß, dass die iCloud auf Microsoft Exchange basiert!"

Du weißt aber schon, dass iCloud und MS Exchange zwei vollkommen unterschiedliche Technologien/Anwendungen/Protokolle sind? Da bin jetzt ehrlich mal gespannt, wie das eine auf dem anderen "basiert" - Details bitte.
 
@68000er: Kurz recherchiert: die iCloud nutzt Amazons S3 und Microsofts Azure. Besser? :D
 
@Der Lord: Stimmt... sorry, da muss ich dir recht geben... das EAS Protokoll wurde in AZURE natürlich deutlich erweitert...
AMAZON kam meines Wissens etwas später dazu ist aber natürlich mittlerweile auch stand der Dinge...
 
@baeri: "und zuletzt kommt dann noch der Appleboy der noch nicht mal weiß, dass die iCloud auf Microsoft Exchange basiert!"

Selten so gelacht. hast noch mehr von diesem Unsinn?
 
@LastFrontier: jo, ich fande das genau wie du ironisch.

aber gut, evtl. ist es richtig anzuerkennen, andere sind in dem bereich (hier z.B. Cloud) besser und wir bieten unseren Kunden das beste an... <- klingt edel
 
@darius_: ChromeOS basiert auch auf Linux...und Microsoft unterstützt ChromeOS
sogar mit Office365
https://9to5google.com/2016/11/09/office-for-android-supported-on-chrome-os/

Es geht also nicht um das OS als solches..es geht um den "professionellen Support"
und der ist bei irgendwelchen Bastel-Distros einfach nicht gegeben.Und sobald sich eine
professionelle Firma LINUX annimmt, wird das auch etwas. Stichwort: Android
Alles andere ist Murks.

Und genau das ist in München offenbar geschehen...Da wurde offenbar eben nur das
übliche LINUX-Nerd-Bastelgefrickel fabriziert, anstatt die Sache professionell anzugehen.
Man muss also kein LINUX-Hater sein, um zu sehen, dass LINUX da nur scheitern
konnte.Obwohl es anders hätte laufen können.
 
@Selawi: Die haben da immer noch 7000 Rechner in Betreib auf denen früher NT4 lief, 500MHz und 256 RAM. Die jammern wegen veralteter Hardware und nicht wegen der Software.
Entwickler fest einstellen für das Geld was eigentlich die Lizenzen und der Support kostet spart Geld, da über die Lohnsteuer das Geld in die Kommune zurück kommt und Arbeitsplätze geschaffen werden. Nur weil GNU/Linux auf alten Kröten läuft braucht man die Investition nicht einstellen. Das Problem ist, wie du schon sagst, hausgemacht.
Wenn die Entwickler ihre Verbesserungen der Community zur Verfügung stellen erstarkt das Konzept und wenn alle Kommunen es so machen hat man ein besseres Produkt als Microsoft und andere Drittanbieter jemals liefern können. Es ist nicht billiger, aber besser, sicherer und unabhängig von Konzernen.
 
@otzepo: nun ja.. An sich läuft Linux aber auch auf veraltetet Hardware noch recht gut. Die Beschwerden die durch die Medien geistern haben auch selten bis nie was mit fühlbarer System-Leistung zu tun.
 
@hezekiah: Linux braucht nicht so viel Leistung von der CPU, aber mit 256MB RAM ist die hälfte schon mal mit einem schlanken OS voll und es bringt keinen Spaß mehr. CUPS läuft stabiler als der Druckdienst von MS, Darstellungsfehler kommen von einer heterogenen Struktur bei der unterschiedliche Software eingesetzt wird und die Abstürze schiebe ich auf die Hardware, da ein GNU/Linux sowas eigentlich nicht tut (der Windowmanager kann sich aufhängen aber ein sauber aufgesetztes System mit kompatibler Hardware hat keinen Grund abzustürzen und die Oberfläche kann man neu starten ohne booten zu müssen). Bei der veralteten Technik gehe ich mal schwer davon aus, dass die Distro nicht gepflegt wird und die immer noch auf einem 2.0, maximal 2.2 Kernel fahren. Mit veraltetem Schrott kann man eben keinen Blumentopf gewinnen. Wenn die die Migration in professionelle Hände gelegt hätten und weiter investieren würden gibt es keinen Grund für die Beschwerden, da macht Windows mindestens genau so viele Probleme.
 
@otzepo:
Die benutzen ein Ubuntu 12. Sicherlich nicht "state of the art" aber auch nicht sooo alt. Klar wird es sich damit langsam anfühlen. Instabil sollte es dadurch nicht werden.
Von Abstürzen habe ich auch nicht viel gelesen.
 
@hezekiah: Okay, in sechs Monaten gibt es dann erst keine Updates mehr. Aber es kann nicht sein, denn Ubuntu 12.04 läuft nicht auf so alten Geräten sondern erst ab dem Pentium 4. Auf den 500MHz Gurken haben die also mit Sicherheit eine ältere Distri, vom Desktop Envirement mal ganz zu schweigen, bei 256MB RAM bekommt man nur die rudimentären Windowmanager wie OpenBox anständig zum Laufen.
 
@Selawi:
Irgendwie glauben hier alle, das da in den Büros nur Dummies sitzen, die am Tag mal drei Briefe und einmal in der Woche eine Tabelle bearbeiten.
Programme für Zulassungsstellen z. B. müssen mit den Programmen des Kraftfahrtbundesamtes kompatibel sein. Die Einwohnermeldeverwaltung mit der Bundesdruckerei - oder wie bekommt man wohl sonst den Perso oder Reisepass?
Solche Programme werden von den angesprochenen professionellen Firmen geschrieben, angeboten und gepflegt. Meist auf Windowsbasis. Jede Anpassung kostet richtig Geld!
Bei einer Stadt wie München werden wohl eine Vielzahl an Programmen genutzt. Wie man im Artikel lesen kann, gibt es wohl auch immer noch Abhängigkeiten von Windowslösungen. Das kenne ich als Landesbeamter mit dem selben Sparzwang. Ergebnis: zwei Rechner am Arbeitsplatz. Einen Linux-Rechner und einen Windows-Rechner. Ganz einfach weil viele Landesanwendungen noch auf Windowsbasis laufen und es keine Firmen gibt, die etwas auf Linuxbasis entwickeln wollen, es sei denn das Land würde Unsummen ausgeben. Bei Bundesanwendungen gibt es einen klaren Trend: Windows!
Anderer Grund: Kein Handwerker, der mit Makita oder Hilti arbeitet, wird zu Hause ein Baumarkt-Produkt haben. Kein Maler wird zu Hause Billigfarben verarbeiten. Jeder nimmt das, womit er sich auskennt, mit dem er zufrieden ist und die Arbeitsabläufe kennt. Der Marktanteil von Linux liegt bei 2 Prozent! Damit erklärt sich ganz viel. In Nordkorea wäre der Umstieg natürlich problemlos möglich.....
 
@Abzdef: Zwei Rechner brauchst du deswegen jetzt noch nicht unbedingt. Bei uns nutzen wir einfach Citrix um uns mit allen möglichen Umgebungen (Solaris, Windows, Linux etc) oder Programmen zu verbinden. Die laufen dann auf einem Server der entsprechend die Kompatibilität herstellt und gut ist.
Bei den Programmen merkt man kaum einen Unterschied in der Bedienung im Vergleich zu lokal ausgeführter Software.
Trotzdem: es ist, wie du sagst, ein hochkomplexes Umfeld mit vielen Anforderungen und der Teufel steckt im Detail. viele viele Stolperfallen für das Limux Projekt.
 
@darius_: Kurz aber gut.
 
@darius_: Dass in München eine neue Linux-Niederlassung aufgemacht hat und Accenture offizieller Linux-Partner ist, macht die Empfehlung ja nur noch eindeutiger. Oh wait... Das war gar nicht Linux, das war Microsoft...
 
@darius_: Linux hat schon vor Jahren Windows besiegt. Sieh Dir mal an, wie viele Android-Smartphones und -Tablets es gibt (Ja, Android läuft mit einem Linux-Kernel und ist damit eine Linux-Distribution wie viele andere auch.). Schon da kommen die Windows-Installationen weltweit zahlenmäßig bei weitem nicht mit. Dann läuft fast jeder private Internet-Router mittlerweile mit Linux, die weit überwiegende Zahl der Webserver ebenfalls, die überwiegende Zahl der NAS-Geräte, die überwiegende Zahl der unter dem Begriff ``Internet of things'' zusammengefassten Geräte etc.

Viele Leute haben Linux auch auf dem Desktop (Und durch Windows 10 werden es in meinem Bekanntenkreis gerade schlagartig mehr, was ich gar nicht gut finde, denn aus dem Windows 10 Support für meine Bekannten kann ich mich gut damit herausreden, dass ich auf keinem einzigen meiner Rechner Windows 10 installiert habe und daher keine Ahnung von dem System habe und ihnen somit bei Problemen nicht helfen kann. Linux verwende ich hingegen seit über zwei Jahrzehnten und meine Bekannten wissen das. D. h. wenn die nun auf Linux umsteigen ist es dort viel schwerer für mich bei Supportanfragen aus dem Bekanntenkreis ``Nein, da habe ich keinen blassen Schimmer von und würde mehr kaputt als heile machen.'' zu sagen.) und Linux ist auf noch viel mehr Geräten zu finden.

Linux ist, mit großem Abstand zu Windows, das meistverbreitet Betriebssystem überhaupt. Windows ist hingegen nur ein Spartenprodukt, dass Microsoft den Leuten nun schon durch ein Gratisangebot schmackhaft machen musste, damit die auf eine neue Version davon wechseln, die ihre eigene HOSTS-Datei ignoriert, Daten ausspäht und an Microsoft überträgt. Trotz dieses Gratisangebots hat die überwiegende Mehrzahl der Windows-7-Nutzer nicht auf Windows 10 ``upgegraded'', weil sie wohl erkannt haben, dass dies eher ein Downgrade gewesen wäre (Wer einen HTPC mit Windows betreibt, verlor mit dem Windows 10 Gratis-Upgrade gar das Windows Mediacenter und den Abspielcodec für DVDs. Damit war der Home-Theater-PC einiger Bekannter auf einen Schlag seiner zentralen Aufgabe nicht mehr gewachsen. Das die nach dem ersten Test nicht bei Windows 10 geblieben sind ist daher sehr verständlich.).

Ich weiß ja nicht, was Du unter einem Sieg verstehst, aber nach den Installationszahlen weltweit zu urteilen wischt Linux mit Microsoft Windows schon seit Jahren den Boden auf. Ob die Münchner Stadtverwaltung nun Linux behält oder nicht ändert an dieser Tatsache überhaupt nichts und daran das Linux das vielseitigere, funktionsreichere System ist ändert das auch nichts.

Windows muss hingegen stark aufpassen, dass es nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, denn für die große Masse der Leute können unixoide Systeme wie Android, iOS und OSX offenbar inzwischen PCs mit Windows ersetzen und eine Generation die mit diesen Geräten aufwächst kauft möglicherweise gar keinen PC mehr und zwingt in der Folge die Technologie, die sie erlernt hat und bedienen kann, auch in die Unternehmen, weil eine Umschulung auf Windows zu kostspielig wäre und die Unternehmen daher lieber auf Technologie setzen, die ihre Mitarbeiter schon seit ihrer Kindheit gewöhnt sind zu benutzen.

Den Verlust an Bedeutung bei Windows sieht man nicht nur daran, dass laut Statistik inzwischen mehr iOS- und Android-Geräte im Internet surfen als Windows-PCs, sondern beispielsweise auch bei Zero-Day-Exploit-Aufkäufern wie der Firma Zerodium. Die bieten mittlerweile für einen funktionierenden Zero-Day-Exploit für iOS und Android weit mehr Geld als für einen Windows-Exploit. Das zeigt, dass die großen illegalen Datensammler ihre Beute, also private, Wirtschafts- und Regierungsgeheimnisse schon heute eher auf Geräten mit iOS und Android finden und nicht mehr auf Windows.

Da Windows selbst kein unixoides System ist und Microsoft es nie wirklich auf Kompatibilität mit unixoiden Systemen anderer Hersteller getrimmt hat, ist es zu den heute weltweit meistgenutzten Systemen nicht wirklich kompatibel. Da Windows 10 Mobile auf dem Smartphone, Phablet und Co. im Massenmarkt gescheitert und in diesen Gerätekategorien damit heute quasi nonexistent ist und Microsoft Windows 10 nun schon verschenken musste und trotzdem keine umfassende Verteilung bzw. ``Windows-7-Ablöse'' hinbekommen hat und Windows 10 seit dem Ende des Gratis-Angebots Windows 7 kaum noch Marktanteile abjagen kann, ist es nicht unwahrscheinlich, dass Windows weiter an Bedeutung verliert und Microsoft sich irgendwann davon ab und komplett seiner Cloud zuwendet, weil im Betriebssystemsektor kein Geld mehr zu verdienen ist und die Bastelei an Windows mehr Geld kostet als sie einbringt. Die Tatsache, dass Microsoft, nachdem es jahrelang absichtlich auf eine explizite Linux-Version von MS Office verzichtet hat um die meisten Unternehmen und Privatleute mit MS-Office-Dokumenten auf Windows zu halten, inzwischen für das Linux-System Android sein Office-Paket anpassen musste um es im Markt zu halten, zeigt die veränderte Marktsituation in der Microsoft seine Office-Kunden einfach nicht mehr auf bestimmten Plattformen festnageln kann. Die Kunden suchen sich notfalls andere Office-Anwendungen um auch auf ihren (Mobil-)Geräten ihre Office-Dokumente ansehen und bearbeiten zu können und verzichten dazu notfalls auf MS Office und nehmen lieber in Kauf ältere Dokumente vielleicht nicht mehr einwandfrei lesen zu können.

Nach einem Sieg für Windows gegen Linux sieht es schon lange nicht mehr aus. Die Frage ist eher, über wie viele Jahre Windows vor sich hinsterben wird. Mit Visual Studio Code bietet Microsoft mittlerweile schon selbst modifizierte Tools aus der Open Source Szene kostenlos für die Open Source Szene an, damit deren Programmierer damit möglichst Anwendungen schreiben die vergleichsweise einfach auf Windows portierbar sind. Die meisten Softwareentwickler weltweit schreiben nämlich schon seit Jahren keine Anwendungen für Windows mehr, wie das früher einmal war, sondern für unixoide Systeme. Da Windows sich damals gegenüber technisch besseren Systemen mit graphischer Oberfläche, wie etwa OS/2, nur deshalb durchgesetzt hat, weil dafür mehr Anwendungssoftware geschrieben wurde bzw. verfügbar war, kann sich also jeder an fünf Fingern abzählen, das Windows bei der derzeitgen Entwicklung irgendwann in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wird. Ganz im Gegenteil zu Linux-basierten Systemen, wobei ich allerdings Linux in der Form von Android als einen Missbrauch bzw. eine Verstümmelung von Linux ansehe und solche Geräte daher nicht nutze. Einen vollwertigen Linux-Kernel sollte man nicht unter so einer funktionsbeschränkten, primitiven, bunten Touch-Oberfläche beerdigen. Was das angeht, wäre es mir ehrlich gesagt lieber, wenn sich Linux nicht so weitläufig verbreitet hätte, sondern ein Spezialisten-Betriebssystem geblieben wäre. Insofern finde ich es gut, dass Google es nicht überall herumerzählt, dass Android ein Linux-System ist. Die Momente in denen ein Bekannter sein Android-Smartphone in der Hand hält und mir gleichzeitig erzählt mit einem Linux-System würde er nie arbeiten sind einfach zu schön. Die perfekte Realsatire.

In diesem Sinne: Einen schönen Tag noch. ;-)
 
@resilience: Android ist ein sehr schlechtes beispiel. Qualität und sicherheit(Google) datensammelwut (google) widersprechen, den von linux befürworteten (Daten) sicherheits Aspekt.
 
@darius_: Ich sagte ja schon, dass ich Android als einen Missbrauch von Linux ansehe. Aber da von Windows-Fans immer so getan wird als wäre Linux ein System das nur eine Hand voll Spezialisten benutzen würden und das niemals eine signifikante Verbreitung erfahren würde und so praktisch -- seit immerhin über 2 Jahrzehnten -- kurz vor dem Aus stehen würde, muss man vielleicht doch einmal erwähnen, dass derzeit Windows um seinen Platz in der Welt kämpfen muss und nicht Linux, denn Linux ist aus der IT-Landschaft wohl mittlerweile bedeutend schlechter wegzudenken als Windows.
 
@resilience: So viel Text und doch nur Blödsinn.

Wäre ja schön, wenn du ein wenig davon auch belegen könntest. Aber deine Argumentation legt deutlich nahe, dass du einfach nur ein Fanboy bist.

Alleine der Abschnitt, dass mehr Leute mit iOS bzw. Android im Internet surfen als mit Windows PCs. Hast du dir da vielleicht mal überlegt, dass es eben an den ganzen Smartphones liegt und nicht an dem verwendeten Betriebssystem?
 
@Mithena: Dein letzter Absatz zeigt mir, dass du entweder den Text nicht gelesen oder ihn nicht verstanden hast
 
Wichtig ist nicht, welche Software man verwendet, sondern welche Dokumentenformate.
 
@Kirill: Dokumentenformate sind zwar wichtig, aber wohl eher ein geringes Problem, im Gegensatz zu den beschriebenen "Abstürzen, Display- und Drucker-Fehlern".
 
@Sven68: Das sowieso. Du hast meinen Post aber nicht verstanden. Dass Dinge schlichtweg funktionieren müssen, habe ich vorausgesetzt. Muss ich wirklich so was explizit ausschreiben? Im Ernst? Mir geht es darum, dass OS oder nicht-OS kein wichtiges Thema ist. Das wichtige Thema ist: Es muss funktionieren (ich glaub's immer noch nicht, dass ich das explizit schreiben muss) und der Dokumentenaustausch muss funktionieren, denn eine Verwaltung interagiert auch mit den Bürgern.
 
@Sven68: Dann schau dir mal an was die für Hardware betreiben, 2015 stand im Bericht, dass über 7000 Computer noch die alten 500MHz 256MB RAM Kröten sind (ca. 50% aller verwendeten Geräte). Was erwarten die da?
 
@Kirill: Von Dokumenten-Formaten ist da auch überhaupt keine Rede. Die werden bestimmt auf das OOo- bzw. LibreOffice-Format umgestellt haben.
Aber die Prozesse und Anwendungen in einer Firma oder Behörde gehen ja viel weiter als nur LibreOffice auf dem Bildschirm zu haben.
 
OpenSource Software ist für den Einsatz im Geschäftsumfeld vollkommen ungeeignet. Es mangelt an Support und Kompatibilität, aber kommerzielle Software führt kein Weg vorbei. Das einzige Problem ist halt der Mangel an echten Alternativen.
 
@FuzzyLogic: Das ist eine Denkweise aus den 90er Jahren; mittlerweile gibt es massiv viel OpenSource-Software die im Geschäftsumfeld sehr erfolgreich genutzt wird. Wirf mal ein Blick in die StartUp-Szene. OpenSource-Software umfasst mehr als nur LibreOffice.
 
@xploit: na klar... und wem geb ich die Schuld wenn was nicht geht?

Heute kann ich in einer Renomierten Firma (und ich spreche hier nicht von einen 2 Mann-Zuhause-Startup) Microsoft belangen und diverse Probleme sind in Kürze gelöst, ebenso werden Konstellationen Millionenfach getestet und zu anderen "diversen Problemen" kommt es erst garnicht.
Klar gibt es IT-Firmen die sich mit OpenSource beschäftigen... aber deren Service ist selten günstiger als der von Microsoft und das rentiert sich auch nur für die die eigentlich alles hinbekommen mit Ausnahme von den "seltenen, großen" Problemen...
=> und sowas gibt es NUR in StartUps
 
@baeri: Dass StartUp für dich gleichbedeutend mit 2-Mann-Zuhause-StartUps steht und du scheinbar nicht weißt, welche Stellenwert OpenSource-Software hat, sagt eigentlich alles darüber aus, wie eingeschränkt deine Sichtweise ist. Alleine die Software, die unter Apache vertrieben wird ist beeindruckend. Und das ist nur ein Splitter. Beispiel gefällig? Weißt du wer Apache Hadoop nutzt? Facebook, IBM, Yahoo.
 
@xploit: Server ist nicht client.
 
@Alexmitter: Gut erkannt. Was hat das mit der Fragestellung zu tun?
 
@xploit: "StartUp-Szene"

Damit meinst du die jungen und hippen Unternehmen, gegründet von irgendwelchen Möchtegern Unikindern, die in irgendwelchen Hinterhöfen im zugekiften Zustand auf ganz tolle Sachen kommen und der Meinung sind jetzt ein Unternehmen gründen zu müssen, von denen dann aber über kurz oder lang über 90% wieder verschwinden ?

Ja die sind wirklich innovativ und sollten jedem ein Vorbild sein.
 
@marcol1979: Stark, dass jeder hier StartUp mit hippen Berlin-Mitte-Unternehmen gleichsetzt.
 
@xploit: Dann versuch mal Linux in der Druckvorstufe einzusetzen. Unmöglich.
Linux ist und bleibt eine Randerscheinung, weil es im professionellen Bereich eben nicht zu gebrauchen ist.
 
@LastFrontier: Geht hier nicht nur um Linux sondern um Open Source...und das würde ich nicht unbedingt als "Randerscheinung" beschreiben.
 
@FuzzyLogic: Ich bin ja auch eher ein Befürworter von Closed Source. Aber das ist Unsinn. Kommerziellen Support gibt's auch bei Open Source, wenn Open Source im Geschäftsfeld prinzipiell ungeeignet wäre, dann würde es nicht soviele Webserver geben die mit einem Apache rennen, Server die auf Linux rennen, etc, etc. Es gibt Open Source mit Top, und Closed Source mit katastrophalem Support...
 
@Tintifax: Ich habe mich nicht sehr präzise ausgedrückt. Ich meinte eher den Einsatz in ganz normalen Büroräumen, abseits der IT-Abteilung, wo durchschnittlich IT-affine Menschen mit arbeiten müssen. Zudem verstehe ich nicht wieso es ausgerechnet bei der Software so eine Verfechtung von kostenlosen Produkten gibt. Wir leben in einer Welt, in der man eine Leistung mit Geld bezahlen muss. Wieso sollte dies bei Software anders sein? Wenn etwas kostenlos ist, kommt es automatisch zu Kompromissen.
 
@FuzzyLogic: Das ist ganz genau meine Meinung, ich bin auch dafür dass Leistung bezahlt wird. Grundsätzlich glaub ich aber trotzdem, dass Linux am Desktop vielleicht ein schlechtes Beispiel ist. Ich glaub nicht dass grundsätzlich open source für den Enduser ein Problem sein muss. Vielmehr ist es bei Linux die Zerstückelung, die es verhindert dass es einen für den Enduser gute allgemeingültige Variante gibt.
 
@FuzzyLogic: Das dein Weltbild ein bisschen eingeschränkt ist, merkst du aber schon selber, oder!? Was ist bspw. mit Firefox und Chrome(ium)? Was ist mit den vielen tausenden anderen kleinen Programmen, die quasi mehr oder weniger auf vielen Maschinen werkeln (bspw. Notepad++, Filezilla, Keepass usw.)? Verallgemeinerungen helfen normalerweise nie weiter, sorry!
 
@FuzzyLogic: Open Source bedeutet nicht das irgendwas kostenlos ist, generell haben auch verschiedene anbieter verschiedene "Lebensgrundlagen"...so kann die kostenlose Bereitstellung der Software und nutzungserlaubnis durchaus mit einem geschäftsmodell übereinstimmen
 
@FuzzyLogic: Wenn das für dich präzise ist... Du schreibst Geschäftsumfeld. "Umfeld" klingt nicht gerade präzise. Insofern musst du dich schon daran messen lassen, Open Source im geschäftlichen Bereich als falsch angesiedelt zu sehen. Was hanebüchen ist.
 
@FuzzyLogic: Verallgemeinerungen sind so was schön praktisches, nicht?
 
@dodnet: S.o.
 
@FuzzyLogic: Das kommt drauf an wofür man es einsetzen will. Wenn der Support für Open Source teurer ist als die proprietäre Lösung, und die nicht mal genug Mehrwert bietet, würde ich auch wieder zurück wechseln.
 
@FuzzyLogic: kompletter Unsinn, viele businessanwendungen setzen auf open source software
 
@FuzzyLogic: Vollkommen ungeeignet würde ich nicht sagen. Bei OpenSource muss man halt die Kohle die normal für Lizenzen verwendet wird in Dienstleitung und Support stecken. Ich kaufe lieber Lizenzen, damit spare ich Zeit und ärgere mich weniger.
 
@FuzzyLogic: sehe ich ganz genauso.
 
@FuzzyLogic: Support gibt es eher mehr als weniger bei OpenSource, da es jede Menge Dienstleister gibt die sich ausschließlich auf diesen spezialisieren. Du setzt wohl OpenSource mit kostenlos oder reiner Communityentwicklung gleich. Und die Kompatibilität lässt sich ebenso herstellen, wenn man etwas Geld in die Hand nimmt und sie programmieren lässt. Ist dann natürlich die Frage, ob dann unterm Strich noch ein Plus bleibt. Der Vorteil ist halt eben der Datenschutz, grad bei Ämtern wichtig. Windows 10 ist rechtlich eigentlich garnicht legal weil nicht genau klar ist was übermittelt wird und es auch nicht komplett deaktivierbar ist. Aber klar, sowas interessiert ja keine Sau mehr in diesem Land. Und wenn die komplette IT unseres Landes unter den Fuchteln eines anderen Landes steht, ist das genau so egal. Da meckern wir dann halt lieber über Abstürze statt sie zu beheben weil man das Geld lieber für Flüchtlingsschallschutzmauern ausgibt statt für die Programmierung von Bugfixes.
 
@FuzzyLogic: >>OpenSource Software ist für den Einsatz im Geschäftsumfeld vollkommen ungeeignet. Es mangelt an Support und Kompatibilität, [...]<<

Höhere Kompatibilität bei MS Office? Zu was ist MS Office denn überhaupt kompatibel?

Word ist beispielsweise in einigen Fällen nicht einmal zu seinem eigenen Dateiformat kompatibel. Meine 15 Jahre alten *.DOC-Dateien aus der Zeit in der ich noch produktiv mit Word gearbeitet habe kann ich mit der Word 2013 Version auf meinem Rechner auf der Arbeit nicht mehr fehlerfrei öffnen. Da habe ich ständig defekte Formatierungen und defekte Makros. Auf die Art von Kompatibilität kann ich gut verzichten. Fast 20 Jahre alte StarOffice-Writer-Dateien (*.sdw) kann ich heute in OpenOffice hingegen fehlerfrei öffnen und bearbeiten.

Noch dazu haben OpenOffice und LibreOffice eine Menge Import- und Exportfilter für nahezu jedes verbreitetere Office-Dateiformat der letzten drei Jahrzehnte direkt dabei und ich habe mit denen sogar schon angeblich ``defekte'' Word-Dateien von Bekannten problemlos geöffnet bekommen, von welchen die Word-Version mit der diese Dateien ursprünglich erstellt wurden behauptete, sie könne sie nicht öffnen. Das ist auch kein Einzelfall, denn in MS Office Supportforen habe ich bei der Suche nach einem Tipp was Word veranlasst seine eigene von OO noch zu lesende Datei nicht mehr zu öffnen eine ganze Menge Einträge von Leuten mit demselben Problem gefunden. Eine Lösung dieses Problems ohne Umweg über OpenOffice habe ich aber nicht gefunden.

Noch dazu läuft MS Office spätestens mit der 2013er Version auf keinem älteren Windows Betriebssystem mehr. Windows XP hatte als Office 2013 herauskam noch Support und Windows Vista ebenfalls und auf keinem von beiden ließ sich Office 2013 installieren, obwohl Vista vom Unterbau her kaum für ein Office-Paket relevante API-Unterschiede zu Windows 7 aufweist. Von Kompatibilität kann man in der Beziehung also auch nicht reden. Das ist meiner Meinung nach eine gänzlich künstliche Beschränkung um die Kunden auf ein neueres, kostenpflichtiges Windows zu zwingen, wenn diese ein aktuelles MS Office benötigen.

Wenn man nach Kompatibilität sucht, ist man meiner bescheidenen Meinung nach bei MS Office sicherlich an der falschen Stelle. Die Kompatibilität ist also gewiss kein Grund Open Source Software nicht im Geschäftsumfeld einzusetzen. Bei OO/LO habe ich beim längeren Archivieren von Dokumenten im Geschäftsbetrieb nach meiner bisherigen Erfahrung bedeutend mehr Grund zu der Annahme, dass ich meine Dokumente auch in einem Jahrzehnt noch weitgehend fehlerfrei lesen kann. Bei Word hat so etwas hingegen in der Vergangenheit kaum einmal geklappt und ob es nun mit dem offen dokumentierten OOXML-Standard funktioniert muss die Zeit auch erst noch zeigen, denn Microsoft findet bei Bedarf immer Interpretationsspielraum in einem Standard, der wieder Inkompatibilitäten hervorruft, damit die Leute mit hunderten oder gar tausenden Word-Dokumenten diese weiterhin nicht fehlerfrei auf offenen Bürosuiten lesen und bearbeiten können und daher brav weiter für MS Office zahlen obwoh es genug kostenlose Alternativen gibt.

Übrigens gibt es für OpenOffice und Co. in der Regel durchaus professionellen Support wenn man den benötigt und da man sich die Lizenzkosten bei Open Source Software und das Überarbeiten nicht mehr fehlerfrei in einer neuen MS-Office-Version zu öffnender alter Dokumente sparen kann, hat man zudem bei OSS mehr Geld um den Support zu bezahlen. ;-)
 
Linux ist und bleibt ein Betriebssystem für Spezialisten. Im produktiven Einsatz von Betrieben und Behörden kann es Microsoft nicht ablösen. Dafür ist das Budget für die Entwicklungsarbeit einfach zu gering. Klar lässt sich Microsoft seine Arbeit vergolden und es wäre sehr wünschenswert, wenn es da mehr Wettbewerb geben würde, aber gegenwärtig ist das Betriebssystem für Client-PCs und Server sowie die Netzwerklösungen alternativlos. Schließlich sitzen im Regelfall nur angelernte Mitarbeiter vor den Monitoren und keine IT-Profis. Bleibt einem also nur, über die Lizenzkosten zu stöhnen. Leider!
 
@Richard Schaller: natürlich hat sich münchen mit dem umstieg auch den passenden support eingekauft...die beamten sollen dann mit der sw ja nur arbeiten und nicht mohrhuhn spielen...wenn der münchner oberbürgermeister auf seinem privat-handy keine dienstlichen mails lesen kann, dann soll er halt sein diensthandy nehmen...
 
@Richard Schaller: Also sitzen in der IT-Abteilung von München keine Spezialisten? Und die Mitarbeiter müssen natürlich auch alle Windows-Spezialisten sein, oder wie?
 
@dodnet: Naja, kommt darauf an wie viele IT-Bereiche die haben. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass im Second Level Support, selbst in großen Unternehmen, viele Quereinsteiger arbeiten, denen man in der Einarbeitung sogar zeigen muss wie man Druckertreiber löscht. Allerdings ist es wesentlich leichter Mitarbeiter zu finden die Grundkenntnisse in Windows mitbringen als Linux-Kenntnisse.
 
@Plattenossi: ich kennen gerade mal einen der bisschen Linux Ahnung hat, dafür geschätzte 20-30 die problemlos mit paar Tutorials auch Windows bedingt Administrieren könnten. Linux ist "einfach" wenn man weiß wie. Es sind leider viele Dinge völlig sinnlos kompliziert gestaltet was es dem normalo echt schwer macht.
 
@CvH: "Es sind leider viele Dinge völlig sinnlos kompliziert gestaltet was es dem normalo echt schwer macht." Den Spruch hab ich schon von sehr vielen Windows Nutzern gehört.
Einarbeiten musst du dich in beide Systeme. Du empfindest Linux nur als komplizierter, weil du an Windows gewöhnt bist.
 
@dodnet: Sieh es mal so. Selbst in den IT Abteilungen von Firmen wie der Telekom, Siemens, Atos und Co haben die Mitarbeiter für gewöhnlich Windows Rechner.
Linux Server werden remote angesteuert und gut ist. Die Lizenzkosten fürs OS sind verschwindend gering gegenüber allen anderen Kosten.
Das sind noch am ehesten die Leute die damit klar kommen könnten aber auch da wird es nicht gemacht.
 
@dodnet: In der IT-Abteilung sitzen sicher Spezialisten, aber nicht an den unzähligen Rechnern in der Stadtverwaltung. Da gibt es mit Sicherheit viele Benutzer, die privat nicht viel mit EDV am Hut haben. Die sollen aber auch nach kurzer Einarbeitung zurecht kommen. Bei mir in der Firma ist das jedenfalls so. Und da ist es hilfreich, wenn es bei Windows mehr Vorkenntnisse gibt als bei Linux.
Zum professionellen Support für Linux-Anwendung kann ich nichts sagen. Da habe ich keine Erfahrungen.
 
@Richard Schaller: Lizenzkosten sind Pillepalle. Schau Dir mal große IT-Projekte an. Die Lizenzkosten machen in der Regel nur einen geringen einstelligen Prozentsatz der gesamten Kosten aus. 2-3% sind übliche Kosten für Lizenzen in IT-Projekten (kann man natürlich nicht für alle Projekte verallgemeinern). Wartung wird dagegen oft mit 30 % angesetzt. Schulungen machen auch ein Vielfaches der Kosten aus. ...
 
@Nunk-Junge: Das sehe ich nicht so. Ich administriere in meinem Zuständigkeitsbereich gut 40 Rechner sowie 2 Server. Wenn wir z. B. von Windows 7 auf Windows 10 wechseln, kostet uns das ungefähr 6.000,00 €. Ein Wechsel der Office-Version schlägt mit ungefähr 8.000,00 € zu Buche. Hinzu kommen noch Lizenzen für Exchange und CoreCall. Mal einfach 15.000,00 € und mehr zu bezahlen, obwohl die jetzige Konstellation einwandfrei funktioniert - ich weiß nicht, was Du für einen Chef hast, meiner jedenfalls findet das weder amüsant noch "Pillepalle". Wir sind ja auch keine Software-Firma, sondern benutzen die Computer für unsere tägliche Büroarbeit. Klar erwirtschaften wir das mit unserer Arbeit, keine Frage, aber welcher Geschäftsmann wirft schon gerne das Geld für Lizenzen raus?
 
@Richard Schaller: Tut mit leid. Aber 2 Server und 40 Rechner sind Kinderspielzeug verglichen mit der Gesamtheit der Behörden in München.

Ich kenne sie Behörden dort nicht, jedoch dürfte der Bereich in dem ich bin dagegen ebenfalls noch klein sein mit unseren rund 14.000 Rechnern.

Dennoch wäre so ein Umstieg eine Katastrophe. Allein bei uns laufen fast 300 verschiedene fachbezogene Anwendungen. Ein Teil ist eingekauft, ein Großteil davon mit zusätzlich bezahltem Customizing. Ein anderer Teil sind Kooperationsprodukte. Und der Rest sind Auftragsentwicklungen.

Von den Kosten her gehen die Betriebssystemlizenzen der Clients nahezu komplett unter und taugen bestenfalls als Randnotiz. Das große Geld steckt in den Anwendungen, der Infrastruktur und den Serviceverträgen.

Ein Systemwechsel der Clients würde einen Rattenschwanz an Folgekosten mit sich bringen, weil alle Anwendungen portiert oder komplett ersetzt werden müssten. Gerade die Auftragsentwicklungen würde noch mal richtig teuer kommen, weil das nahezu einer Neuentwicklung gleich käme. Bei den Kooperationsentwicklungen müssten auch die Partner einverstanden sein, sonst muss man auch hier komplett neue Eigenentwicklungen aus dem Boden stampfen. Bei den eingekauften Anwendungen kommt es auf den Hersteller an, was der so bietet. In 99% der Fälle gehört Linux nicht dazu, weil dieses System einfach zu bedeutungslos auf dem Markt für Client Systeme ist, als dass es sich für die Hersteller lohnen würde entsprechende Versionen bereitzustellen.

Wer hier nur auf die Kosten der Systemlizenzen der Clients schaut, hat keine Ahnung wo in einer großen IT die wirklichen Kosten entstehen. Und auch Linux ist nicht kostenfrei, wenn man zertifizierte Standards einhalten muss. Oder meinst du ernsthaft, dass die Firmen hinter den großen Distributionen von Luft und Liebe leben?
 
@KarstenS: Ja, da hast Du recht, 14.000 Rechner sind eine ganz andere Größenordnung. Ich denke aber, der Großteil der Unternehmen in Deutschland dürften kaum einen dreistelligen Bereich bei den Clients erreichen. Selbständige Unternehmer und wahrscheinlich auch große Teile des Mittelstandes arbeiten überwiegend mit Programmen, die ihre Anforderungen erfüllen, ohne gleich eigene Anwendungen programmieren zu lassen - zumindest für Verwaltungs-, Personal- und Buchhaltungsvorgänge.

Egal, wie groß das Unternehmen ist, wenn eine Maschine, ein Fahrzeug oder ein Computer ohne Probleme funktionieren, warum soll dann der Unternehmer Geld für etwas Neues ausgeben? Das macht er nur, wenn er davon einen Mehrwert hat. Verbesserungen bei der Produktivität, Einsparungen bei den Kosten oder zusätzliche Leistungsmerkmale. Ein Umstieg von Windows 7 auf Windows 10 bringt uns nichts davon und würde nur Geld für die Lizenzen kosten. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies einer der Beweggründe für die Stadt München war, nach Alternativen für Microsoft-Produkte zu suchen. Hat anscheinend keine befriedigenden Ergebnisse gebracht.

Klar werden auch die anderen Firmen für Software im gewerblichen Umfeld Geld nehmen, das ist ja auch völlig legitim und unbestritten, aber vielleicht nicht so unverschämt wie der Monopolist Microsoft. Ein Beispiel: Zuerst kaufe ich ein Betriebssystem und eine Office-Suite dazu, dann eine Lizenz für unseren Exchange-Server und dann brauche ich noch CoreCall-Lizenzen, um mit Outlook auf den Exchange-Server zugreifen zu dürfen. Dann könnte ich noch Software Assurance dazubuchen, um auf die nächste Version upgraden zu dürfen. Wenn ich alle diese Kosten zusammenaddiere und auf's Jahr umrechne, sind das keine Kleinbeträge mehr, zumindest für einen Verwaltungsbetrieb.
 
@Richard Schaller: Du sagst, dass 6.000 Euro für 40 Rechner viel Geld sind. Ja, stimmt. Aber setze das mal mit anderen Kosten in Relation. Ein Consultant kostet Dich 1.000 Euro pro Tag (!). Ein Admin kostet Dich 60.000 Euro pro Jahr. Wenn Du alle Mitarbeiter in eine 3-Tage dauernde Schulung schickst, dann kostet Dich das 40 * 3 Tage = 120 Tage, also eine halbe Stelle. DAS sind Kosten, dagegen sind Deine 6.000 Euro Pillepalle.
 
@Richard Schaller: Zu 99% werden nur Masken für Datenbanken, Office und der Browser verwendet, da ist das OS total egal. Stell dir vor deine Workstation hat nur 500MHz und 256MB RAM, da liegt der Hase im Pfeffer und nicht bei der Software.
 
@otzepo: Der Punkt ist, dass wir mit standardisierter Hardware und Images arbeiten, welche sich mit microsofteigenen Produkten leichter erstellen lassen. Sicherlich geht das auch mit Linux, aber das erfordert doch einige Einarbeitung. Ich denke da an die unbeaufsichtigte Installation des Betriebssystems und von Office, Vergabe des Computernamens, Aufnahme in die Domäne, Ziehen der Gruppenrichtlinien usw..
Das Betriebssystem ist nur Mittel zum Zweck, aber viele Programme laufen halt nur mit Windows.
Und was die Hardware anbelangt, so rechnen wir mit ungefähr 10 Jahren Nutzung. Alle drei Jahre nen neuen Rechner? Vielleicht bei rechenintensiven Anwendungen, aber sicherlich nicht bei Bürosoftware.
 
@Richard Schaller: 10 Jahre Nutzung als Plan??? Das ist unglaubwürdig. Einzelne PC gibt es immer mal, manchmal aus guten Grund (z.B. spezielle Hardware). Das mag mal vorkommen, aber wenn das als Nutzungszeitraum eingeplant ist, dann arbeiten Eure Leute heute im Schnitt mit den ersten Versionen der Core2Duo. Dann müsste es logischerweise auch noch Pentium 4 im Einsatz geben. Das glaube ich nicht. Selbst aus sehr IT-fernen Unternehmen ist mir so etwas nicht bekannt.
 
@Nunk-Junge: 10 Jahre ist bei uns die volle Realität und selbst dann werden die Geräte erst ausgetauscht, wenn sich die "Unannehmlichkeiten" häufen.
Hier mal die Daten von meinem Dienstrechner:
Betriebssystemname Microsoft Windows 7 Professional
Version 6.1.7601 Service Pack 1 Build 7601
Betriebssystemhersteller Microsoft Corporation
Systemname
Systemhersteller LENOVO
Systemmodell 7303Y2D
Systemtyp X86-basierter PC
Prozessor Pentium(R) Dual-Core CPU E5400 @ 2.70GHz, 2700 MHz, 2 Kern(e), 2 logische(r) Prozessor(en)
BIOS-Version/-Datum LENOVO 5HKT52AUS, 15.07.2010
SMBIOS-Version 2.5
Windows-Verzeichnis C:\Windows
Systemverzeichnis C:\Windows\system32
Startgerät \Device\HarddiskVolume1
Gebietsschema Deutschland
Hardwareabstraktionsebene Version = "6.1.7601.17514"
Benutzername
Zeitzone Mitteleuropäische Zeit
Installierter physikalischer Speicher 2,00 GB
Gesamter realer Speicher 1,97 GB
Verfügbarer realer Speicher 747 MB
Gesamter virtueller Speicher 3,93 GB
Verfügbarer virtueller Speicher 2,16 GB
Größe der Auslagerungsdatei 1,97 GB
Auslagerungsdatei C:\pagefile.sys

Und ich kenne noch ältere Kisten in unserem Unternehmen.

Ehrlich gesagt wüßte ich auch nicht, warum wir die jetzt schon austauschen sollten. Alles Anwendungen laufen flüssig, Ausfälle gibt es keine.
Mag sein, dass die für Herbst 2018 angepeilte Einführung von Windows 10 unsere Unternehmensleitung zu Neuanschaffungen bei der Hardware bewegt. Spätestens dann, wenn bei denen die Kisten streiken... :-)

Hatte vorhin noch ein Gespräch mit unserem Hardware-Lieferanten. Der hat mir gesagt, dass sie gegenwärtig weniger als 10 % ihrer Kunden mit Windows 10 beliefern. Insofern ist Herbst 2018 vielleicht doch zu optimistisch.
Das Problem bei Windows 10 ist, dass wir als Administratoren nur noch bei der Enterprise Edition die volle Kontrolle behalten. Und welcher Mittelständler hat schon die Enterprise Edition im Einsatz? Andernfalls müssten erst die Voraussetzungen geschaffen werden, um die umfangreichen Updates bei Buildwechseln herunterladen zu können. Dafür rüsten wir gerade unsere Serverflotte auf.
Jeder Punkt für sich ist überschaubar, aber in der Summe eine Last, die die Verantwortlichen aufstöhnen läßt.
 
@Richard Schaller: "Ehrlich gesagt wüßte ich auch nicht, warum wir die jetzt schon austauschen sollten. Alles Anwendungen laufen flüssig, Ausfälle gibt es keine." Flüssig ist relativ. Allein das Booten eines 10 Jahre alten DualCores mit 2 GB Ram dauert Minuten, starten von Anwendungen dauert ebenso. Wenn man so über den Tag gesehen 10 Minuten langsamer ist, dann sind das bei Euren 40 Mitarbeitern schon 400 Minuten pro Tag. Eine Arbeitsstunde kostete einen Arbeitgeber in 2014 im Schnitt 31,80 Euro. Also verschwendet Ihr 400 Minuten = 6,6 Stunden * 31,80 Euro = 212 Euro pro Tag. Wenn Ihr also jede Woche einen PC erneuert, dann spart Ihr Geld.
 
@Nunk-Junge: Da muss ich jetzt Schmunzeln. Betriebswirtschaftlich hast Du vollkommen recht, aber weißt Du, wie Chefs so ticken? Die Mitarbeiter sind sowieso da. Ob die jetzt produktiv arbeiten, ratschen oder kaffeetrinken - deswegen kosten sie trotzdem immer das Gleiche!
Wenn ich meinem Chef aber vorschlage, alle paar Jahre neue Hardware zu beschaffen, obwohl die alte noch funktioniert, dann sieht der nur die unnötigen MEHRKOSTEN, ohne einen direkten Nutzen erkennen zu können. Nur weil wir vielleicht 400 Minuten Manpower pro Tag einsparen könnten, kann der noch lange keinen Arbeitsplatz abbauen, allein schon, weil die 40 Rechner sich auf 10 Standorte verteilen. Der Einsparungseffekt ist also eher theoretischer Natur. :-)
Bei Großbetrieben kann das vielleicht schon funktionieren, wenn in EINEM Büro/Abteilung 20 Mitarbeiter arbeiten und durch solche Maßnahmen eine Teilzeitstelle bei gleichviel Arbeit eingespart werden kann. Dann rechnet sich das auch!
Andererseits könnte natürlich mehr Arbeit in gleicher Zeit erledigt werden, aber in welchem Betrieb arbeiten die Mitarbeiter schon die komplette Arbeitszeit produktiv durch? Kleine Pausen sind durchaus sinnvoll, um die Leistungsfähigkeit und Konzentration zu erhalten. Diese Pausen hat der Mitarbeiter immer dann, wenn er einen Rechner oder ein Programm startet. ;-)

Aber man könnte die betriebswirtschaftlichen Überlegungen weitertreiben: Wenn ein generelles Rauchverbot verhängt und der Kaffeekonsum auf drei Tassen pro Tag beschränkt wird, lassen sich sicherlich nochmal 10 Minuten pro Mitarbeiter einsparen, weil er dann nur zwei- statt viermal pro Tag aufs Klo gehen muss. Je nachdem, wie weit das stille Örtchen oder die Raucherecke entfernt ist, mag der Wert variieren.

Zum Glück sind wir Menschen keine Maschinen!
 
@Nunk-Junge: >>Allein das Booten eines 10 Jahre alten DualCores mit 2 GB Ram dauert Minuten, starten von Anwendungen dauert ebenso. Wenn man so über den Tag gesehen 10 Minuten langsamer ist, dann sind das bei Euren 40 Mitarbeitern schon 400 Minuten pro Tag.<<

Booten dauert auf einem alten DualCore Minuten? Ich habe hier einen Dell mit einem Pentium D rumstehen und der bootet selbst Vista in nicht einmal 45 Sekunden von einer normalen Festplatte zum Desktop. Außerdem ist von Microsoft schon seit Vista vorgesehen die Systeme gar nicht mehr zu booten (Vistas ``Ausschaltknopf'' in der Oberfläche fuhr den Rechner nämlich nicht herunter, sondern nur in den Hibernation-Mode aus dem Vista blitzschnell wieder aufwacht. Das System war nicht dazu vorgesehen ständig neu zu booten. Das bootete so lange weil es beim Boot programmgemäß alle Systemteile in den Hauptspeicher schaffte, damit es fortan mit voller Funktionalität und weniger langsamen Plattenzugriffen laufen konnte. Dummerweise haben die Nutzer schon damals dieses Konzept nicht begriffen und weil alle unbedingt weiter booten wollten hat Microsoft Vistas überlegenes Konzept in Windows 7 wieder zurückgebaut, welches dann bestenfalls wenige Sekunden schneller bootete als Vista, sich beim Booten aber nicht mehr mit allen Funktionen in den Hauptspeicher lud und daher, wenn eine Anwendung zu ihrem Start eine noch nicht im Hauptspeicher befindliche Funktionalität des Betriebssystems benötigte um zu funktionieren, das System zusätzlich ausbremste, weil die Anwendung und zusätzlich dazu auch noch die Windows 7 Funktion von der lahmen SSD/Festplatte in den schnellen Hauptspeicher geladen werden musste. Das Windows 7 bei Anwendungsstarts auf derselben Hardware in einigen Fällen langsamer war als Vista und Anwendungsstarts immer noch häufiger vorkommen als Boots fiel den Eulen vor dem Rechner wohl nicht auf. Sie hatten ja jetzt ihren schnelleren Boot und alles andere interessierte nicht. Microsoft liefert was die Kunden wollen, auch wenn diese sich Unsinn wünschen. :-( ), sondern nur noch in den Standby/Hibernation-Mode zu fahren, so dass alle Anwendungen offen bleiben können und man am nächsten Tag nach viel kürzerer Einschaltzeit (bei Standby sind das selbst bei älteren Geräten nicht einmal eine Hand voll Sekunden) auch keine Zeit damit verplempern muss alle benötigten Anwendungen und die zugehörigen Projekt-/Dokumentdateien erst wieder zu öffnen um dann nach einer halben Stunde endlich arbeiten zu können.

In einem Betrieb mit mir als Chef würden die Rechner nicht jeden Tag gebootet und wer bei Büroarbeiten lahm in der graphischen Oberfläche herumgeklickt statt vorhandene Keyboard-Shortcuts zu nutzen, den würde ich auch mal dezent auf diese Studie...
http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1207/s15327590ijhc1802_1?src=recsys
...verweisen und ihn auffordern die Effizienz seiner Arbeitsweise dahingehend zu überdenken. Auf 5 Sekunden beim Boot wird geachtet und ständig neue Hardware verlangt, weil man ja damit angeblich so viel Arbeitszeit sparen könnte, aber auf die halbe Stunde, die jeder Arbeiter pro Tag verliert weil er für jedes fett, kursiv oder mit Unterstrich zu druckende Wort seine Schreibhaltung auf der Tastatur aufgibt, zur Maus umgreift, das Wort im Text ansteuert, es mühsam buchstabengenau markiert, dann in der Ribbon-Leiste die passende Schaltfläche sucht, diese mit dem Mauszeiger anvisiert um sie dann hoffentlich beim ersten Versuch zu treffen und dann wieder zur Tastatur zurückzuwechseln, seine Finger zu sortieren und endlich weiterzutippen, darauf achtet niemand, denn wie lange dieser Unsinn dauert fällt den Arbeitern selbst nicht auf, da sie ja die ganze Zeit mit etwas beschäftigt sind.

Würden die nach Jahren mit Word sich endlich mal die Tastatur-Shortcuts einprägen und zusätzlich verstehen, dass man heutzutage Rechner nicht mehr ständig neu booten muss und sich daher am Feierabend die Zeit sparen kann alle Anwendungen mit ihren geöffneten Dokument-Dateien zu schließen und den Rechner herunterzufahren, nur um den Rechner am nächsten Morgen langwierig wieder zu booten und alle Anwendungen mit den darin geöffneten Dokumenten vom Vortag zeitraubend wieder zu öffnen, würden sie auch auf alter Hardware pro Tag sicher oft mehr als eine halbe Stunde Arbeitszeit sparen können. Aber die eigene Effizienz beim Arbeiten scheint niemanden zu interessieren. Möglicherweise interessiert viele Mitarbeiter aber auch die Effizienz beim Arbeiten generell nicht und sie wollen einfach nur neues Technikspielzeug unter bzw. auf ihrem Schreibtisch.
 
@Richard Schaller: Und genau da ist das Problem, ein Computer hat heutzutage keine Lebenserwartung von zehn Jahren. Die Festplatten gehen nach spätestens 5 Jahren in die Knie, die Elkos auf dem Mainboard blähen sich auch auf, wenn man da nichts austauscht bevor es kaputt geht hat man mit zickigen Systemen zu kämpfen. Hardware ist extrem preiswert, wenn ein Computer ausfällt und der Angestellte deshalb einen halben Tag nicht produktiv arbeiten kann, hat man einen höheren Schaden als die Neuanschaffung kostet. Man kann auch am falschen Ende sparen. Es ist unvorstellbar heutzutage noch an einem 12 Jahre alten 500MHz Rechner mit 256MB RAM zu arbeiten, da sind Probleme vorprogrammiert.

Es ist übrigens viel einfacher ISOs für ein GNU/Linux vorzubereiten als bei Windows, bei Windows fliegen dir die Lizenzen um die Ohren und das System muss Treiber nachinstallieren und kann nicht mehr als saubere Installation gewertet werden, wenn sich die Hardware auch nur leicht unterscheidet. Auch bei baugleichen Geräten hatte ich schon Probleme, da eben doch nicht jedes einzelne Teil wirklich baugleich ist (neulich erst acht ThinkCenter aufgestellt und brauchte zwei unterschiedliche Images, da zwei dieser Geräte mit dem erstellten Win8.1 Image nicht hoch gekommen sind).
 
@otzepo: Woher nimmst Du die Erkenntnis, dass heutzutage ein Computer keine zehn Jahre hält? O. k., ich betreue in meinem Zuständigkeitsbereich nur 44 Desktop-Rechner und Notebooks. Davon sind in den letzten sechs Jahren gefühlt fünf kaputt gegangen. Mehr nicht!
Ein Hardware-Ausfall hätte keine Einbußen bei der Produktivität zur Folge, weil alle Daten auf Netzwerklaufwerken im Rechenzentrum liegen und zusätzlich auf den lokalen Servern gespiegelt werden. Dank Active Directory könnte der Kollege sich einfach am nächsten Rechner anmelden und weiterarbeiten. Ach ja, die Anwendungen sind entweder auf allen Rechnern installiert oder laufen über Citrix. Einzelne Anwendungen sind nur auf bestimmten Rechnern installiert (Banksoftware, Adobe Acrobat Professional), weil die nicht jeder braucht, aber selbst die sind auf mindestens zwei, drei Rechnern installiert. Ich denke, wir sind da als Nicht-IT-Unternehmen ganz vernünftig aufgestellt.
Wir arbeiten mit standardisierter Hardware, für die es Installationsimages gibt. So haben wir insgesamt vielleicht fünf Hardwaretypen im Einsatz.
Zu Linux kann ich nichts sagen, da ich weder beruflich noch privat damit arbeite. Microsoft verschafft mir genug Arbeit. Da möchte ich gar nicht erst mit einem weiteren Betriebssystem anfangen.
 
@Richard Schaller: Ich tausche gerne aus bevor es kaputt geht, denn ein Ausfall ist kostenintensiver als die kleinen Anschaffungen über das Jahr hinweg und ersparen jede Menge Stress. Bei einem Ausfall sitzt der Angestellte vor einem kaputten Gerät und wartet auf Ersatz oder die Reparatur. Klar, in vielen Firmen kann er auch einfach an einen anderen Rechner gehen, das ist aber nicht überall möglich. Fällt zum Beispiel die Kasse aus, weil die Festplatte in 10 Jahren über 40000 Stunden gelaufen ist ist es schon ärgerlich und man hätte sich das sparen können, indem man alle 3-5 Jahre 50 EUR für die Hardware und 25 EUR für das Klonen in die Hand genommen hätte. Selbst wenn sie dann ausfällt könnte man einfach die alte Platte wieder rein stecken und hat wieder ein laufendes Kassensystem.
Gerade bei Festplatten lohnt es sich zu investieren, dann nimmt man eine SSD und der Angestellte fühlt sich so als ob er einen nagelneuen schnellen Rechner bekommen hätte und die Hardware kostet nur 40 EUR.
 
@otzepo: Da hast Du schon recht. Bei mir im Unternehmen läuft das so, dass sich die Mitarbeiter erst dann bei mir melden, wenn die Kiste nicht mehr hochfährt oder mit Fehlermeldung abstürzt.
Also müsste ich im Vorfeld die Smartwerte auslesen, um den "Gesundheitszustand" beurteilen zu können. Der Aufwand dafür ist mir zu hoch, allein schon, weil das Auslesen nur eine Momentaufnahme darstellt (oder gibt es dafür eine Software, die alle Rechner innerhalb der Subdomäne erfassen kann? Bei Druckern gibt es so etwas). Für das Klonen habe ich dienstlich noch nicht mal die notwendige Software. So laufen die Rechner, bis nichts mehr geht, und werden dann innerhalb weniger Tage ersetzt. So kommt man auf einen "Lifecycle" von etwa 10 Jahren.

Bei der Kasse ist es ähnlich. Nur hat die auch einige mechanische Komponenten, die wahrscheinlich eher verschleißen. So wird diese wegen eines streikenden Druckers, dem Papiertransport oder einem defekten Display ausgetauscht, da es nach einigen Jahren keine Ersatzteile mehr gibt.
 
gegen entsprechende bezahlung hat sap aber auch lösungen für linux...meines wissens nach laufen deren datenbanken sowieso schon unter linux schneller und stabiler...allein das erhöht in großen firmen die produktivität min um einen zweistelligen wert...
das limuxprojekt in münchen war übrigens von anfang an bei den sw-einkäufern von münchen unbeliebt...anscheinend sind damit wohl nicht mehr genügend geschenke und provisionen(zb in form von parteispenden usw) geflossen...
die münchner ms-vertretung ist im übrigen nicht desw umgezogen...der waren die mieten einfach viel zu hoch...
 
@Rulf: Ach deswegen sind sie von Unterschleißheim nach Schwabing in die Stadt gezogen, weil da die Mieten niedriger sind - NOT!
 
@Rulf: Da muss man genauer unterscheiden. Server unter Linux / Unix sind in Firmen weit verbreitet und dafür gibt es genügend Support und Software.
Auf dem Desktop gibt es viele Branchenlösungen nur unter Windows und eine eigene Entwicklung für Linux lohnt meist nicht.
 
@Rulf: Du kennst die "entsprechende" Bezahlung für ein SAP-Projekt ausgeführt von SAP?
Nehme mal an, das tust Du nicht, sonst würde Dir das nicht so leicht und flockig über die Lippen gehen.
 
Linux ist ein gutes Server-Betriebssystem. Deshalb hat es sich dort auch etabliert. Als Desktop-Betriebssystem ist es halt nicht so weit. Ich weiß auch nicht, was daran eine Schande sein soll. Einfach mal akzeptieren und das System dort benutzen, wo es seine Stärke hat. Dann ist halt Windows das bessere Desktop-OS.
 
@artchi: Was ich nicht verstehe ist, warum die für die Verwaltung nicht ThinClients mit Terminalservern verwenden? Auf den ThinClients kann man Linux verwenden und auf den Terminalserver werden die Windows Programme halt ausgeführt. Eine Verwaltung ist dafür quasi prädestiniert.
 
@L_M_A_O: Terminalserver sind richtig große klasse, aber die Lizenzgebühren sind dermaßen hoch, da muss man es sich wirklich zwei mal überlegen diese Investition zu tätigen. Wir reden von 15000 Rechnern, 15000 Lizenzen, 15000 CALs und 15000 Office 365 Abos. Für das Geld könnte man Arbeitsplätze schaffen und Linux neu erfinden und bekommt sogar von den Entwicklern noch die Lohnsteuer zurück in die Stadtkasse.
 
@otzepo: Es stimmt natürlich, das es auch erheblich Kosten sind, jedoch muss man auf lange Sicht auch die kosten betrachteten. Heißt, die Rechner können durch ThinClients ersetzt werden, welche günstiger sind, die IT-Abteilung kann effizienter die Geräte verwalten, weniger Störungen, Updates können praktisch sofort verteilt, Datensicherheit, etc... Ich habe mal in einem Unternehmen gearbeitet, wo einige tausend ThinClient genutzt wurden, summa summarum war es günstiger als normale PCs. Bei Windows 10 muss man auch noch sagen, das es administrativ keinen Spaß macht...
 
@L_M_A_O: naja versetz dich mal kurz in die Lage der Entscheider, die auf Teufel komm raus Geld sparen müssen/wollen, und da gibt's was, das nix kostet und genau das tut, wie das andere, welches aber Millionen kostet, was würdest du machen? Soweit alles noch in besser ordnung, aber jetzt kommt der Hammer, ohne zu überlegen, zu testen zu hinterfragen wird der Umstieg per Verordnung durchgedrückt, die IT-ler müssen binnen kürzester Zeit das ganze ans laufen bekommen, sind dafür aber personel unterbesetzt, Und die Anwender in den Büros sind eh Brett vorm kopp, und plötzlich fängt der Umstieg an aus dem finanziellen Rahmen zu laufen, weil es eben doch Geld kostet, Man spart zwar die Lizenzkosten, muß dafür aber in der iT-Abteilung Geld ausgeben, was ja so nicht geplant war. Und jetzt kommst du mit thinclients, merkte was, unterm Strich ist es egal für was man sich entscheidet, kosten entstehen überall, nur diejenigen die anschließend damit arbeiten müssen, werden außen vor gelassen.
 
@artchi: So ist es - am Acker benutze ich auch den Traktor und ned den Mercedes vom Papa :-)
Einfach der Anwendung entsprechend auswählen - jedes Sys hat seine Stärken und Schwächen. Linux als Server ist ok, als Desktop mußt die Leute ordentlich schulen - ob das allerdings die Behörden hinbekommen... naja - vielleicht haben sie ja was daraus gelernt - oder auch nicht ;-)
 
@Zonediver: Was ich mich dabei nur immer frage: Was soll man denn da schulen? Die Eingabemaske bleibt die Eingabemaske, egal wie der Rahmen drumherum ausschaut. Kann nie nachvollziehen, warum die Leute immer nach Schulungen schreien. Rechner hochfahren, Anmeldedaten eingeben, Symbole anklicken. So läuft es bei Windows, OSX und Linux. Und nach spätestens drei Tagen sollte man sich an die Arbeitsabläufe gewöhnt haben.
 
@bgmnt: Na wirklich nicht - Rechtsklick vergessen? Der is bei jedem Sys anders.
Also muß auch die Anwendung "anders" angelegt werden und bumm, schon isses aus mit den DAUs ;-)
 
@Zonediver: Inwiefern anders? Habe Erfahrung mit allen drei Betriebssystemen und für mich sind sie im Kern der Nutzung doch gleich. Der Rechtsklick bietet immer das Kontextmenü an, nur bietet die Mac-Maus keine separate Taste dafür, was durch angepasste Peripherie jedoch behoben werden kann.
Ich weiß, was Du mir sagen willst, nur kann ich einfach nicht nachvollziehen, wie manche Nutzer eine so vehemente Lernresistenz besitzen können. Letztendlich müssen sie eh nur die vorgefertigten Programme anklicken. Und wirklich mit einem Office-Programm arbeiten können auch nur die wenigsten, bei der Mehrheit erfüllt Wordpad alle Anfordungen ...
PS: Ein wenig hab ich den Rechtsklick vergessen, Tastenkürzel sind eben einfach schneller. ;-)
 
@bgmnt: Ja DU - aber DIE ned xDDDD - darum gehts ja ;-)))
 
@Zonediver: Hab mal erlebt, daß in einer Behörde jemand in das Büro kam und seine Kollegin fragte, wie man ein Bildschirmfoto machen könne. Dieser erwiderte, daß ginge nur mit teurer Spezialsoftware, sowas hätten sie nicht und könnten es daher nicht. Hatte mich dann in das Gespräch eingeklinkt und den "Trick" mit der Druck-Taste und Paint verraten. Darauf war ich für die Dame direkt ein IT-Profi ...
 
@bgmnt: Wenn man noch gesagt hätte, dass die das Snipping-Tool auf ihrem Rechner installiert haben, wären die aus allen Wolken gefallen.

Ich kann auch nicht verstehen warum von Schulung gesprochen wird. Müssen die Angestellten auch wegen des Umgangs mit Windows geschult werden? Die Leute haben doch eine Berufsausbildung genossen, da lernt man doch wohl den Umgang mit den benötigten Programmen und das OS ist für den Anwender ziemlich irrelevant. Wenn man denen Gnome oder Unity als Desktop Envirement vor die Nase stellt, dann kann ich noch verstehen warum man verwirrt ist, aber da hilft auch keine Schulung. In der Bedienung unterscheiden sich die Betriebssysteme doch überhaupt nicht mehr, bei GNU/Linux hat sich auch der Doppelklick durchgesetzt etc und ob das Titelmenü nur angezeigt wird, wenn eine Anwendung aktiv ist kapiert man nach wenigen Sekunden selbst bei OS X.
Was soll man den Leuten bei so einer Schulung beibringen was die nicht schon vorher wussten?
Und wer sich bei Office an das Ribbon gewähnt hat kann sich auch an die Benutzung von LibreOffice gewöhnen ohne geschult zu werden. Klar MS Office ist besser, wenn es aber 75000 EUR im Monat kostet sieht man schon einen Grund es nicht zu benutzen.

/edit: nicht Jahr, Monat
 
Wenn der Umstieg so gut funktioniert hat, wie der Bau von Autobahnen, Opernhäusern und Flughäfen... der Zuverlässigkeit der Bahn sozusagen, wundert mich das nicht wirklich.

Mit Windows 10 kommen nur wieder ganz neue Probleme auf die Münchner zu...

Na wenns Spaß macht, bitte. Sollen sie man machen, dann sind Sie beschäftigt.
 
@MacGiggles: "Mit Windows 10 kommen nur wieder ganz neue Probleme auf die Münchner zu... "
Ja das stimmt. Die Administrierung von Win10 macht keinen Spaß (bin selber ein bisschen eingebunden). Vor allem die mit jeder Version wechselnden Policies sind einfach nur Mist.
 
Ich kenne das von meinem zweiten Arbeitgeber. Die Leute sind zu 80% schlichtweg zu bequem Arbeitsprozesse umzustellen und sich auf neues einzulassen. Das alte war man gewohnt und wurde entsprechend als "Bequem" wahrgenommen. Solche Umstiegsprozesse dauern nunmal. In der Regel sind dann lediglich die restlichen 20% wirkliche Probleme, die man halt in den Griff bekommen muss.
 
@Memfis: man hat 10 Jahre umgestellt und drei Jahre produktiv damit gearbeitet. Dass da immer noch Leute sitzen, die sich nicht an das "Neue" gewöhnen können oder wollen, ist eher unwahrscheinlich. Dafür läuft das schon zu lange. Die werden halt tagein tagaus feststellen, was alles nicht geht, wozu sie nicht kompatibel sind, was umständlicher ist. Das dürfte mittlerweile dann doch wenig mit "oh, der Desktop sieht anders aus, das will ich nicht" zu tun haben.
 
@Memfis: Nun ja, nachdem der Umstieg 2013 vollendet wurde (und vorher ja sicherlich bereits in Phasen auch Anwender erreicht hat) dauert der Umstieg bereits eine Weile, so langsam sollte sich schon ein Gewöhnungseffekt der Anwender an die neue Umgebung einstellen.

Und manche der Probleme kann ich aus Eigenerfahrung mit OpenOffice / LibreOffice nachvollziehen. OpenOffice tut's für meinen persönlichen Bedarf, die Benutzeroberfläche wirkt aus heutiger Sicht allerdings schon etwas altbacken. Dafür hakelt das Clipboard jedoch gelegentlich. Und den Selbstversuch mit LibreOffice habe ich abgebrochen (und bin zu OpenOffice für den Privatgebrauch zurückgekehrt), weil es gern mal spontan abstürzte. Für produktives Arbeiten im Büro nicht wünschenswert.

Im Büro nutzen wir MS Office, das hat zwar auch so seine Eigenheiten, aber weniger die Arbeit konkret behindernde als eher der Art "gibt nen Workaround". Wenn beim Versuch etwas zu kopieren es jedoch Exceptions gibt oder das Programm einfach mal so abschmiert, gibt's dafür eher keinen Workaround.
 
@Memfis: In München wurden die sogenannten Fachverfahren (=Spezialanwendungen der Verwaltung) nicht umgestellt. Entgegen der ersten Planungen wurde die Umstellung weitgehend auf Standardanwendungen beschränkt, also Browser, Mail, Office.
 
Mich würde mal interessieren was im Detail die Probleme sind. Die Aussage ist irgendwie seltsam: "weit hinter den technischen Möglichkeiten etablierter Standardlösungen hinterherhinkten". Die meisten nutzen die vielen Neuerungen/Möglichkeiten (ob sinnvoll oder nicht) von Microsoft Produkten nicht einmal. Ob da eventuell die Flexibilität der Angestellten das größere Problem ist?!
 
@cosmi: Ribbons, Touch-Unterstützung, Active Directory, Exchange/Sharepoint nur was mir ohne nachdenken einfällit.
 
@cosmi: Ein Beispiel ist die Integration in andere Anwendungen. Wenn z.B. VerwaltungsanwendungXY automatisch Vorlagen erstellt und diese in Word öffnet und später weiterverarbeitet. In das Vorlagensystem wurden mehrere Jahre Arbeit investiert, aber es hat wohl nie richtig gut funktioniert.
 
Mich würden die Fakten interessieren, woran (wenn) es wirklich gelegen hat.

Mal abgesehen von dem 12 Jahre dauernden "Wir wollen aber Microsoft Produckte", sowie den Mitarbeiter typischen Nörgeln, weil mal das oder jenes nicht Optimal für die Person abgestimmt ist.
Das was da beschrieben steht als "Fehler", passiert auch bei jeden anderen System, der Grund für diese Fehler ist der wirklich interessante!

Das in Schwabing jetzt die Sektkorken knallen, ist für mich weniger interessant.
 
Ich kann nicht beurteilen ob und was an spezialisierter Software den Münchenern fehlt, wenn das so ist, hätte man das auch vorher wissen müssen.
Andere Probleme, von denen ich viele für nicht besonders glaubhaft halte (fehlerhafte PDF Darstellung, Druckerprobleme,... wtf) sollten von Admins gelöst werden. Wozu gibt es die?
Ich glaube eher jenes Projekt hat bei vielen keine echte Chance bekommen.
 
@Orka: Soweit ich weiss, wurde da weniger die hauseigenen Admins sondern häufig
Drittanbieter eingesetzt.Und wenn da jeder sein eigenes Süppchen zu kochen versucht
kann das natürlich nichts werden.Da kommt kein einheitlicher Profi-Support, sondern
eben "Viele Köche verderben den Brei"-Murks bei raus.
 
Ich will gar nicht wissen wie viele dieser Probleme darauf begründen dass sich München für eine "eigene" Distribution entschieden hat anstatt eine "von der Stange" zu nehmen. Für mich völlig unverständlicher aufwand deren Entscheidung ich nie nachvollziehen konnte.
 
@0711:
da sprach einfach zuviel dafür. Das war dann nicht machbar ;)
im Vergleich zu einer eigenen Distribution:
- günstigerer leichter verfügbarer Support
- bewährte Lösung (Systemstabilität etc)
- bessere Kompatibilität zu anderen Umgebungen
- besserer Support von Packetmanagern die man nutzen kann um neue Anwendungen zu installieren/auszurollen
 
@0711: Was auch immer "eigene" bedeutet. Oftmals steckt da auch nur ein Linux "von der Stange" hinter. Schon oft diese "eigenen" Distribution gesehen, die dann auch nur Ubuntu mit eigenem veränderten Bootlogo waren. Und eine eigene Linux Distribution zu bauen ist leichter als manch einer denkt.
 
@Sprachtot47: Die Distri selbst zu bauen ist nicht das Problem, das Problem ist der Testaufwand und so wie es münchen macht, muss man auch deutlich mehr Entwicklungsarbeit reinstecken (siehe gleich das Beispiel mit libreoffice).

Bei Lumix ist auch ein "Ubuntu" die Grundlage...nur ist da weit mehr anders wie nur ein logo ausgetauscht...LibreOffice z.B. das Bestandteil dieser eigenen Distri ist wird in Version 4.1 ausgeliefert. Nun statt dass man die normal verfügbaren neueren Versionen nutzt patcht man lieber das selbst ausgelieferte 4.1 mit custom patchen auf einen halbwegs aktuellen stand anstatt ne aktuelle Version zu nehmen (ich zitiere mal aus wiki "Diese Version wurde mit über 300 Patches aktualisiert. Viele dieser Patches sind auch in neueren LibreOffice Versionen eingeflossen."). Demgegenüber steht natürlich noch der punkt das diese Version 4.1 alle sonstigen Verbesserungen der neueren Versionen nicht bekommt.
 
Das ist doch ein typisches Henne-Ei-Problem. Wenn wir die Monoplostellung Microsofts zumindest ein bisschen beschädigen wollen, dann muss das jemand in die Hand nehmen, der sich das leisten kann und es auch durchzieht - die öffentliche Verwaltung ist dafür besser geeignet als irgendein Unternehmen.
Allerdings kann ich mir gut vorstellen, wie Linux "verkauft" wurde: Toll, alles kostenlos, was man da sparen kann! Juhu, haben die Verantwortlichen gesagt, das ist ja super, da kaufen wir einmal ein und dann haben wir ewig Ruhe.
Was man übersieht ist halt, dass der Windows-Markt über Jahrzehnte für nahezu jede Nischenanforderung (auch und gerade in der öffentlichen Verwaltung) Lösungen entwickelt hat, und diese bei Linux nur in anderer, mitunter weniger ausgereifter Form oder aber gar nicht zur Verfügung stehen.
Also: Wenn man Linux einführt, dann reicht es nicht, die Technik auszurollen. Man muss auch schulen, supporten und im Zweifelsfall individuell entwickeln! Eben all das, was Microsoft einem sonst abnimmt. Aber wiederum: Ich sehe nur die öffentliche Hand, die so etwas überhaupt stemmen kann.
Nun kommt natürlich hinzu, dass GUTE Entwickler sich eine Arbeitsumgebung wie bei MS, Apple, Google & Co. wünschen/suchen. Also mit vielen Freiheiten, kreativer Umgebung, flexiblen Arbeitsmethoden. Das in der öffentlichen Verwaltung zu finden, ist vermutlich illusorisch.
Von daher: Schade an sich. Ich hab' im Prinzip nichts gegen Microsoft, aber deren Monopolstellung ist vor allem beim Umgang mit persönlichen Daten auch nichts, was man permanent ignorieren sollte. Eine konkrete Lösung fällt mir angesichts oben beschriebener Probleme aber auch nicht ein...
 
@68000er: Um's Geld ging's dabei in 2003 nur am Rande. Die Fraktionen des Münchner Stadtrats wollten in erster Linie von der Abhängigkeit von Microsoft-Produkten loskommen, Open Source war das große Stichwort. Daß Linux vermeintlich kostenlos ist (mit dem notwendigen professionellen Support ist es das eben nicht), schien höchstens als angenehmer Nebeneffekt.

Den notwendigen Aufwand an Schulung, Entwicklung von Konzepten, Programmierung hast Du sehr richtig dargestellt. Jedoch: München hat da durchaus viel getan. Sie HABEN eigene Entwickler/Programmierer für alles, was mit LiMux zu tun hat, eingestellt, durchaus. Sie HATTEN über Jahre die Leute von SuSE aus Nürnberg im Haus und WURDEN professionell unterstützt.

Kurzum: Wir wissen gar nicht, was jetzt die ach so großen Probleme sein sollen. Wir können darüber viel mutmaßen, meine Vermutung ist, daß es am ehesten am bürokratischen Widerstand lag. Die Leute WOLLTEN einfach nicht.

Daß die Stadt München nun evtl. zurück zu Microsoft-Produkten möchte, freut mich als begeisterter Microsoft-Fan natürlich schon, als Steuerzahler eher weniger. Das Projekt bzw. die Projektumsetzung hat 10 Jahre gedauert, für solch ein großes Projekt sicherlich angemessen. Wenn das Projekt nun abgeschlossen war (2013), warum wird LiMux jetzt, wo es doch scheinbar "fertig" ist, dann nicht fortgeführt?
 
@departure: "als Steuerzahler eher weniger"
Ich bin mir nicht sicher wie das mit den kosten aktuell aussieht aber ich meine so wirklich gespart hat man seither noch nicht
 
@68000er: "Zweifelsfall individuell entwickeln" ist in münchen wohl eher die regel
 
Ich habe vor 7 Jahren mit OpenOffice Write meine Diplomarbeit geschrieben und bin an diversen Bugs verzweifelt, die ich über lange Umwege und viel doppelter Arbeit noch umgehen konnte. Wenn ich jedoch sehe, dass LibreOffice Write die gleichen Bugs immer noch hat, frage ich mich, wo da der Fortschritt ist. Generell sehe ich von Version zu Version nicht den geringsten Unterschied. Abgestürzt ist mir das Programm jedoch noch nie, weshalb ich nicht davon ausgehe, dass die betroffenen Mitarbeiter sich tatsächlich intensiv mit dem Programm beschäftigt haben und für mich persönlich Beschwerden über "Abstürze" schlichtweg ganz großer Bockmist ist. Wenn ich sehe, dass eine gelernte Sekretärin nicht weiß, wozu die TAB-Taste da ist und noch immer mit der Leertaste hantiert, dann kann die noch gar nicht an die Grenzen von LibreOffice Write gestoßen sein, die ich erreicht habe.
 
@Der_da: Magst du mal Beispiele nennen, welche Bugs aufgetreten sind. Ich würde gerne schauen ob die auch bei der Linuxversion vorhanden sind. Der Gimp ist zum Beispiel unter GNU/Linux zuverlässig und funktioniert unter Windows (bei mir an drei Systemen) überhaupt nicht zufriedenstellend. Ich kann mir vorstellen, dass die Windowsversionen stiefmütterlich behandelt werden.
 
Und noch ein Kommentar: Warum LiMux??? Warum nicht einfach eine Distribution, die es bereits gibt? Debian, Ubuntu, Fedora, Red Hat für Unternehmen. Was sollte der Quatsch mit der eigenen Distribution?
 
@Der_da: Hast Du Dir überhaupt mal angeschaut, was Limux ist und die Begründungen dafür? Warum nicht?
 
@Nunk-Junge: Ich kann mir vorstellen, dass die Pflege eines eigenen Betriebssystems einiges an Personal verschlingt, was mit einem reinen Ubuntu nicht nötig gewesen wäre. Von einem Windows hätte man ja auch keine eigene Version erstellt.
 
@Der_da: Bei Windows ist das durchaus üblich. Nennt sich OEM-Version.
 
@Der_da: Die Distro basiert auf Ubuntu 12.04 LTS und KDE SC 4.12. Gibt aber natürlich die typischen Einschränkungen des Paketmanagers usw..
 
Und hinterher kommt wieder jemand der die Abkehr von LiMux dementiert. Ganz ehrlich, traue ich dieser "News" nicht. Keines der großen deutschen IT-Seiten hat darüber berichtet, nicht mal Fefe. Kann mir keiner sagen,dass TechRepublic mehr weiß als Heise. Bezahlte Stimmungsmache von Microsoft ist das, mehr nicht. EDIT: Mittlerweile gibts auf Heise dazu auch ne News. Allerdings viel präziser als hier... die Empfehlung wieder auf Windows zu setzen kommt von Accenture (Berater), eine Firma die enge Beziehungen zu Microsoft hat. Nuff said!
 
Hat nicht gerade erst die Deutschlandzentrale von MS in München eröffnet?
 
@OttONormalUser: "eröffnet" ist falsch gesagt. Umgezogen von "Kreis München" nach "Stadt München".
 
ahja jetzt sind die admins schuld nur weil linux mist im. produktiven einsatz ist? ebenfalls haben niedrigbezahlte Büroangestellte einfach kein bock linux zu lernen wenn sie windows und ms office gelernt haben. sie wollen die arbeiten machen die sie kennen und danach feierabend machen und sich nicht den halben tag mit problemen und inkompatibilatäten herumschlagen. gleiches gilt für admin, die zeit das admins unbedingt linux einsetzen wollen ist schon lange vorbei.
 
zu wenig it leute hier in deutschland, zu wenig schulbildung in der richtung, oh kann, dann sind es meist ältere herrschafften!

nunja in erster linie versagt bis schmitz katze! selbst wenn windows kommt versagen die auch wieder wegen irgend ein scheiß, es spielt keine rolle welches system sie benutzen! si verkscken so oder so, bürokratie hätte so einfach sein konnen, aber nee nur idioten! traurig traurig traurig!
 
@OliverK1: Oh, das mit "zu wenig schulbildung" kann ich in Deinem Beitrag sehr gut nachvollziehen.
 
@OliverK1: "... zu wenig schulbildung ..."
Dein Post war der Beweis dafür oder hast Du nur vergessen den Sarkasmus zu kennzeichnen?
 
In entsprechenden Distributionen stellt Linux für mich ein tolles Serversystem dar - wohl gemerkt für spezielle Aufgaben wie Webserver / Datenbankserver. (Schon beim Fileserver würde ich Windows Server bevorzugen)

Für dedizierte Aufgaben in kleinen Geräten finde ich Linux auch eine tolle Wahl - und wer privat darauf schwört ist sicher nicht nachteilig unterwegs.

Als "Workstation" für "Menschen mit normaler Computer-Erfahrung" finde ich es ein NoGo. Sicher kann man 20 Programmierern ein Linux hinstellen und die finden das womöglich Toll. Aber es gibt heute viele Menschen die nicht einmal Shortcuts am Windows PC benutzen. Da wird alles über Links-/Rechtsklick gemacht. Solchen Menschen kann man einfach keine Linux-Workstation hinstellen. Nicht, weil Linux kein Interface hätte, sondern weil bei dieser "minimalistischen PC-Erfahrung" das Linux einfach ein "Gehe zurück auf Los" bedeutet. Und wenn Menschen nach 10 Jahren Berufserfahrung immer noch wie die letzten Affen vor einem "Windows Rechner" sitzen - kann mir keiner Erzählen die Linux-Einarbeitung dauert ein paar Wochen. (Für Mich/Uns beides nicht nachvollziehbar, für die Mehrheit der Menschen aber Wahrheit)

ps.: Das ist kein Problem der "alten" Generation, auch die jungen Generationen haben meist mehr Erfahrung mit Touch-Gedöns und Spielekonsolen.
 
@dognose: Es gibt Oberflächen die sind sehr ähnlich zu Windows....und es ist auch nicht so dass sich die Windows Oberfläche und Bedienung der Anwendungen nicht ändert. Das ist kein echtes Argument gegen Linux
 
Office für Android? Ernsthaft?
Das ist das gleiche Office wie für Windows 10 Mobile und iOS. Das kann nichts außer entsprechende Office Dokumente anzeigen!
Kein Seriendruck, keine Makros usw.
Das Problem ist und war die eingesetzte Software. Knackpunkt ist, daß Behörden mit Makros arbeiten aus denen sie ihre Schreiben zusammen klicken, mittels vorgefertigter Textbausteine. Und genau da ist das große Problem, die Makros von Microsoft Office konnten nicht einfach übernommen werden. Man mußte versuchen das ganze über Umwege zu realisieren und genau das war mit Linux und Libre Office nicht möglich.
Weiter gibt es Spezialprogramme, die mal extra für ganz bestimmte Zwecke programmiert wurden, welche man ebenfalls nicht einfach auf Linux übernehmen konnte.
Formulare konnten nicht einfach in Libre Office übernommen werden, aufgrund von Formatierungsfehlern. Die Probleme waren also vielfältig.
Wir reden hier von einer Behörde mit vielen Ressorts, von denen jedes ganz bestimmte Anforderungen hat. Als fangt nicht gleich wieder an, eine Behörde mit tausenden von Mitarbeitern und zehntausenden von Makros etc. mit euren Anforderungen zu Hause zu vergleichen.

Wenn ihr keine Ahnung habt, redet nicht so als hättest ihr welche!
 
@Dr. MaRV: LibreOffice kann Makros und für die Textbausteine etc haben die doch das AddOn WollMux entwickelt.
http://www.wollmux.net/wiki/Hauptseite
 
Ich fange an, mir ernsthafte Gedanken über die Qualifikation der Münchner Administratoren und die eingesetzten Schulungspersonen zu machen ... man muss sich einzelne "Fehlermeldungen" aus dem Bericht auf der Zunge zergehen lassen: Z.B. "Eine ausgedruckte Webpage sieht nicht so aus wie im Internet", "ein übermitteltes PDF-Dokument ließ sich im Reader nicht mehr bearbeiten", "Eine Tabelle im Writer hat sich nicht automatisch berechnet", "Ein neu angesteckter USB-Drucker hat sich nicht als 'Ready' gemeldet und drei Sekunden nach dem Anstecken kann er ja noch nicht funktionieren", "LiMux hat auf unterschiedlichen Geräten unterschiedliche Auflösung", "Man muß beim Arbeitsplatzwechsel das Passwort neu eingeben" ... usw. ... wie sagt man nach Asterix bei den Briten? "Lachhaft, real lachhaft"
 
@seti40s: Da gebe ich Dir recht. Bei dem, was Du aufgezählt hast, ist weder was unlösbares dabei, noch wäre es unter Windows besser/anders. Manches ist auch schlichtweg falsch. Ein als Bild eingescanntes Dokument im PDF-Format kann man auch unter Windows bzw. den darin zur Verfügung stehenden PDF-Programmen nicht bearbeiten, bevor es nicht durch ein OCR gejagt wurde (was selten perfekt funktioniert), hat also mit Linux rein gar nichts zu tun.
 
Es ist doch nur noch eine Frage der Zeit, bis MS Office auch unter Linux läuft. Dann wäre das Hauptargument für einen Wechsel zurück auf Windows schonmal hinfällig.
So oder so: Das Geld, das für einen erneuten Wechsel aufzuwenden wäre, könnte man ebenso in die Weiterentwicklung der Alternativen investieren. Das hätte den Vorteil, dass man nicht von einem einzelnen, noch dazu ausländischen, Unternehmen abhängig wäre.
Zumal meiner Meinung nach eh in den Sternen steht, wie es mit Windows weitergeht. Win32 wird bei Microsoft ziemlich offensichtlich ebenso als Auslaufmodell angesehen wie Desktopsysteme. Der Umstieg auf Apps und mobile Systeme ist aber ein so großer Bruch für die User, dass ich mich frage, ob die Stadtverwaltung mit einem Wechsel zurück zu Windows tatsächlich glücklich werden würde.
 
Tja, dat Lieg garnicht an Linux sondern an die harware etc ... das die leute unzufireden sind, und irgend einer hat die sache einfach umgedereht und sagt Linux os schuld damit er die Provision einstreicht dafür das windows 10 gekauft wird für 7000 Rechner,, das lohnt sich... Ich meine das einfach Umzudrehen ist einfach.. so wie das fake AFD netzt.. 4 Bots klicken 1000 mal auf Gefällt mir am Tag und Teilen.. das wars und schon denkt mann es gibt ein AFT Netzwerk
 
Wenn die jetzt W10DingsBums verwenden wollen, lach ich mir nen Ast ab. Das ist dann alles andere als zeitgemäß. Völlig unfähig, die Entscheider. Oder die IT, die Lunix Enterprise nicht geregelt bekommen. In jedem Fall DIE Lachnummer nach Trump natürlich (obwohl schon eher traurig alles ...).
 
Schon komisch - eine mittlere Großstadt schafft es nicht auf Linux zu migrieren, aber anderswo ganze Staaten und das sehr erfolgreich! Berliner Flughafen in Software quasi...
 
Gerade im Hinblick auf Netzwerk- und Infrastruktur-Sicherheit wundert es doch sehr, warum so reiche Staaten nicht dazu in der Lage sind eine komplett eigene Softwarelösung Programmieren zu lassen? Es werden so viele Millionen und Milliarden zum Fenster raus geworden, da könnte der Bund locker ein IT-Infrastruktur-Ministerium schaffen, welches ausschließlich den Auftrag hat bundesweit, für sämtliche "hoheitliche" Aufgaben (beim Bund, den Ländern und Kommunen) entsprechendes zu Programmieren, zu pflegen, weiter zu entwickeln und Anzupassen ... wäre langfristig sicher eine gute Investition. Vor allem aber sicher, bei dem Microsoftzeugs ist doch mehr als klar das es mit Backdoors für alle möglichen Zwecke durchsetzt ist...
 
Der Hauptkritikpunkt dürfte wohl sein, dass Solitaire fehlt.
 
@ElLun3s: Bei der Professional-Version von Windows müssen die Spiele wie Minesweeper, Solitär oder FreeCell erst in den Windows-Funktionen aktiviert werden.
 
Dann müssen sich die armen Schweine also bald wieder mit hängenden Fenstern herumschlagen. :P
 
@TuxIsGreat: Angeblich hängen sie bei Linux auch.
 
Finde es schade, dass Linux verliert. Es ist ein mächtiges OS, wenn man es beherrscht.
Microsoft gewinnt also weiterhin... Bill Gates bleibt der Reichste der Welt.
 
@DocMAX: Nicht mehr lange. Er hat ja schon angekündigt jetzt endlich sein Versprechen umzusetzen mindestens die Hälfte seines Vermögens zu spenden. Der arme Mann wird womöglich sogar aus den Top 10 fallen!
 
Ist die Frage Microsoft oder Linux etwas veraltet? Heute ist das Thema doch Cloud und Software as a Service (SaaS)...
 
@maphil: Und somit werden sich Behörden und viele Firmen in 10 Jahren damit beschäftigen :D
 
@Sprachtot47: Sehr wahrscheinlich hast Du recht. Ist aber nicht wirklich tragisch. Als manche Mitte des letzten Jahrzehnts schon routiniert mit XP gearbeitet haben, standen in anderen Büros noch elektrische Schreibmaschinen, Durchschlagpapier, Kopierer und Fax-Geräte. Excel-Tabellen waren da fast schon exotisch.

Die Weiterentwicklung verläuft nicht homogen, sondern chaotisch. Das war schon immer so. Selbst die Bundesländer entwickeln sich unterschiedlich und verwenden streckenweise Software, die nicht miteinander kompatibel ist. Siehe Datenaustausch bei den Strafverfolgungsbehörden und Ausländerbehörden.
 
Und noch ein Nachtrag... Unsere Überbürokratisierung und häufig idiotischen Regelungen lassen sich mit keiner Software zufriedenstellend abbilden. Wir müssen einfach Ämter, Gesetze und Verwaltungsrichtlinien wieder abschaffen.
 
So wenig ich auch Windows 10 mag, Linux als Desktopsystem ist leider keine Lösung (auch bei mir zuhause nicht). Für's Surfen reichts, aber fast jede ernsthafte Anwendung auf Linux ist schlechter als ihr entsprechendes Windows-Pendant. Vom Grafikkarten-Treiber-Desaster will ich hier gar nicht erst reden.
 
In unserer Firma setzten wir im Firmennetz nur auf Microsoft und das ist deutlich billiger als man denkt. Insbesondere weil es einfach funktioniert und bei Problemen gibt es professionelle Ansprechpartner. Die kosten für MS Lizenzen und Support sind nicht so ausschlaggebend. Robustheit und fähige Administratoren sind viel wichtiger. Und die Linux Admins die ich so kennenlernen durfte, haben leider immer nur so lange experimentiert bis es dann irgendwie lief. Aber natürlich setzten wir in einigen Bereichen, da wo es geht, auf Linux. Insbesondere bei Server Clustern, da sprengen MS Server Lizenzen dann doch öfter mal den Projektrahmen.
 
Linux in München: Opposition im Stadtrat will bei LiMux bleiben:
https://m.heise.de/newsticker/meldung/Linux-in-Muenchen-Opposition-im-Stadtrat-will-bei-LiMux-bleiben-3464534.html
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