Keine Hände: Großer Hersteller plant Smartphone mit Eye-Tracking

Das unter anderem von Intel unterstützte schwedische Unternehmen Tobii konnte seine Eye-Tracking-Technologie zuletzt in ersten Laptops von namhaften Herstellern unterbringen. Jetzt soll die Technik auch in Smartphones zum Einsatz kommen, denn laut ... mehr... Eye-Tracking, Tobii, Pceye, Augen-Tracking, Eye Tracking Bildquelle: Tobii Eye-Tracking, Tobii, Pceye, Augen-Tracking, Eye Tracking Eye-Tracking, Tobii, Pceye, Augen-Tracking, Eye Tracking Tobii

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Uh, das wird spannend. Ich arbeite selbst viel mit Eye Tracking Geräten und bin gespannt, wie das Bedienkonzept funktionieren wird.

Microsoft wurde ja mit Windows hello vorgeworfenen, dass es unnatürlich sei, den Kopf für einige Sekunden in einem bestimmten Abstand vor das Telefon zu halten - mit Eye Tracking wird das quasi ein Muss: Der Kopf muss im bestimmten und gleichen Abstand still gehalten werden, ebenso das Telefon, sodass die Erkennung sauber funktioniert. Da ist das Szenario, eben auf dem Weg zur Bahn auf dem Handy zu lesen schon etwas schwieriger.
Demnächst werden wir dann eine Menge Salzsäulen auf der Straße/in der Bahn sehen ;-)

Oder aber es geht explizit um den Bereich der Bedienungshilfen, also für Menschen mit Behinderung. Hier sehe ich dann sehr viel Potenzial und ich bin froh, dass diese Barrierefreiheit endlich mal jemand angeht (mit bezahlbaren Mitteln, den teuer wird es beim Eye Tracking immer dann, wenn die Augenbewegungen aufgezeichnet werden sollen (Lizenzgründe...))
 
@npa-maniac: Bedienung per Eye Tracking wird wohl in erster Linie für die VR/AR-Brillen gedacht sein, und natürlich als Eingabehilfe für Menschen mit Behinderung. Ich bezweifle, dass die breite Masse zukünftig ihre Smartphones per Eye Tracking bedienen wird.
 
@TiKu: Guter Punkt, daran hatte ich noch gar nicht gedacht
 
@TiKu: Der Tobii Eye Tracking Sensor ist in erster Linie für PC-Spiele entwickelt worden. Damit kann man zB Shooter wie Duke Nukem steuern, funktioniert auch sehr gut. Auch wenn es heißt dass diese Technologien für behinderte Menschen entwickelt werden, bezweifle ich stark dass es welche mit vollwertigem Bedienungsumfang für zB PC geben wird. Solche Technologien werden meist vom Militär aufgekauft und Behinderte schauen vernachlässigt in die Röhre. Wie oft wurden schon "revolutionäre" Eingabehilfen für behinderte Menschen vorgestellt die im Nachhinein eingestampft oder für militärische Zwecke eingesetzt wurden? Unzählige Male. Ich bin selbst ab dem Hals abwärts Querschnittsgelähmt und verfolge solche Sachen ziemlich oft mit. Seit der Jahrtausendwende entwickelt sich die Technik rasant. Leider kann das Meiste von Schwerbehinderten nicht genutzt werden, da technologische Hilfsmittel entweder mit niedrigem Budget, oder im Falle einer revolutionären Eingabehilfe von der "falschen Seite" finanziert werden.
 
Das hat was von "keine Arme, keine Kekse!"
 
Das Herumgeklicke mit der Maus war schon nicht effizient, das noch ineffizientere Touch-Konzept scheint immer noch nicht ineffizient genug zu sein. Nun probiert man es eben mit Eye-Tracking, welches noch ineffizienter ist als Touch. Das ist sicher ganz nett wenn man mit seinem Tag nichts anzufangen weiß und daher froh ist, wenn man unendlich lange an wenigen Aufgaben ,,herumgucken`` kann, nützlich beim Arbeiten ist das aber nicht wirklich. Nicht einmal beim Spielen, denn da gucke ich oft schon ganz woanders hin während ich mit Maus, Stylus und Co. noch irgendeine vorherige Aktion abschließe.
 
@resilience: Das Potenzial liegt hier in der Barrierefreiheit. Ich sehe Eye Tracking als herausragende Möglichkeit Menschen mit Behinderung den Zugang zu Computern, Handys, Tablets etc zu ermöglichen und sie somit auch einfacher am Arbeitsmarkt integrieren zu können.
 
@resilience: Wie triffst Du eigentlich ohne Maus hier den Antwort-Button?
 
@iPeople: Das ist gerade der Punkt: Ich brauche keine Zeit mehr dafür zu verschwenden irgeneinen Link auf einer Webseite mit dem Mauszeiger zu treffen. Das Umfassen aus der 10-Finger-Schreibposition zur Maus entfällt genauso wie das Bewegen des Mauszeigers mit der Maus zum jeweiligen Link, das darauf folgende Zielen und Klicken auf den Link und das abschließende Zurückwechseln und Positionieren der Maushand auf der Tastatur um etwa einen Kommentar in ein Forum zu tippen.

Wenn ich hier bei WinFuture den Antworten-Button aktivieren möchte, tippe ich mit dem Zeigefinger der linken Hand auf die Taste [f] (Die liegt beim 10-Finger-Schreiben ohnehin standardmässig unter dem Zeigefinger der linken Hand. Ich brauche also nicht einmal einen Finger dafür auf der Tastatur umzuplatzieren.). Daraufhin blendet mir mein Browser zu jedem Link der im gerade betrachteten Seitenausschnitt existiert eine Nummer ein.

Dabei werden übrigens auch für den normalen Nutzer versteckte Links mit einer Nummer gekennzeichnet, also etwa mit weißer Schrift auf weißem Hintergrund am Ende der Seite eingefügte Testlinks des Webseitenbetreibers etc.
Ich ,,sehe`` solche versteckten Links also ebenfalls und kann sie aktivieren. Ich kann auch Links die im Browserfenster unter Flash-Overlays für die Maus unzugänglich werden, so dass man bei Touch-/Mausbedienung zuerst das Overlay wegklicken muss um wieder an den Link zu kommen direkt per Nummer aktivieren, diese werden nämlich auch unter dem transparenten Flash-Overlay automatisch mit einer Link-Nummer versehen. Wenn ein Webseitenbetreiber mich also mit einem Overlay zu einer Aktion zwingen möchte um das Overlay wegzubekommen, dann guckt der in die Röhre, denn ich komme an dem Overlay vorbei an die Links auf der eigentlichen Webseite ohne es wegzulicken.

Wenn ein Link weiter oben in dem betrachteten Webseitenausschnitt im Browserfenser steht, hat der oft eine einstellige Nummer, weiter unten dann normalerweise maximal eine zweistellige (ist halt abhängig von der Menge der Links die in den Browserfensterausschnitt passen). Also muss ich bestenfalls [f] und eine Nummerntaste, schlechtestensfalls [f] und zwei Nummerntasten drücken um den gewünschten Hyperlink bzw. hier auf WinFuture im Kommentarforum die jeweilige Antwortschaltfläche zu aktivieren.

Ich tippe bei unbekannten Texten im Mittel um die 200 Zeichen pro Minute (nicht überragend schnell, aber immerhin). [f]+Linknummer tippe ich im Browser oft hunderte Male pro Tag, wodurch mir das längst derart ins Unterbewusstsein übergegangen ist, dass ich mich an Rechnern anderer Leute schon fast zwingen muss dort zur Maus zu greifen. Bei so einer bekannten Aktion, die nur 2-3 Tastenbetätigungen erfordert, bin ich daher beim Tippen eher noch schneller als beim Abschreiben unbekannter Texte. Es kann sich also jeder ausrechnen, wie schnell er mit der Maus sein müsste um einen Link schneller zu aktivieren als ich das mit meiner Methode tue. Ich würde einmal behaupten, dass in der Zeit, die ich dafür brauche einen Link im Browser zu aktivieren, die meisten Mausnutzer kaum die Tastatur verlassen und die Maus angefasst haben, also mit dem Mauszeiger noch nicht einmal am Link angekommen sind, da habe ich den Link inzwischen aktiviert.

Der Gesichtsausdruck der meisten Bekannten, die mich das erste Mal mit meinem Editor Vim Text editieren oder eben mit den Vim-Kommandos im Browser ohne Mausbenutzung, ohne Iconleisten und ohne URL-Zeile surfen sehen, ist jedenfalls mit WTF?! sehr gut umschrieben. Die begreifen gar nicht was da vor sich geht, sondern sehen nur, wie sich Tabs mit neuen Seiten wie von Geisterhand öffnen, sich bei Bedarf in der Reihenfolge verschieben und wieder schließen, während es für sie so aussieht, als würde ich einen normalen Text auf der Tastatur eintippen, der aber nirgendwo erscheint. Mit etwas Übung (und davon habe ich mittlerweile zigtausende Stunden) geht das Einblenden der Linknummern per [f]-Tastenbetätigung, das erkennen der Nummer zum Link und das Eintippen der Nummer offenbar so schnell, dass Bekannte das Einblenden der Nummern an den Links auf Nachfrage häufig nur für eine Grafikstörung halten und gar nicht erkennen, das da für Sekundenbruchteile Zahlen an den Links aufleuchten.

Bei häufig von mir besuchten, also bekannten Seiten, in denen ich nur am Anfang der Seite in einen Unterpunkt der Navigation muss, warte ich mit dem Tippen der Nummer zudem nicht einmal auf das graphische Einblenden der Nummern im Browserfenster, weil ich die Linknummer des Links den ich benutzen möchte in dem Fall längst auswendig kenne. Das Browser-AddOn verzichtet bei entsprechend schneller Eingabe von [f]+Linknummer dann komplett auf das Einblenden der Linknummern und springt direkt den gewählten Link an. Auch auf das komplette Laden der Seite auf welcher der Link stand wird verzichtet, wenn man [f]+Linknummer tippt bevor die Seite vollständig geladen ist. Man bekommt dann direkt die Seite angezeigt auf die verlinkt wurde. Ein Beobachter sieht also bei mir häufig eine Seite in der noch nicht einmal die Navigationsleisten mit ihren Links vollständig geladen sind und von der dann schon in eine Unterseite gewechselt wird, während der Link zu dieser Unterseite vom Browser noch gar nicht angezeigt worden ist. Für Menschen die es gewöhnt sind lahm und für jeden Beobachter leicht nachvollziehbar mit der Maus in Webseiten herumzunavigieren erscheint so etwas offenbar wie Zauberei. Für mich ist das hingegen Alltag und ich empfinde das auch nicht als besonders schnell. Etwa so wie man mit genug Übung auch das Fahren mit hohen Geschwindigkeiten auf einer Rennstrecke oder in Rennspielen oder die Reaktionen in einem Ego-Shooter nicht mehr als besonders schnell empfindet, während Zuseher sich etwa beim Ego-Shooter wundern, wie man in der Zeit vom Auftauchen der Person bis man sie erwischt hatte überhaupt erkannt hat, dass das ein Gegner und keiner der eigenen Leute war.

Mir fordert es hingegen schon einiges an Geduld ab, wenn mir Leute an ihrem Rechner irgendwas in den Systemeinstellungen oder im Internet zeigen wollen und dann mit der Maus stundenlang immer nach der nächsten Schaltfläche suchend bis zum 10. Kartenreiter im 5. Einstell-Untermenü navigieren oder im Browser jeden weiteren Link lahm mit dem Mauszeiger ansteuern, zielen und drauf klicken, weil mir das im Vergleich zu meiner Arbeitsweise wie eine endlose Zeitlupenaufnahme erscheint und ich währenddessen überlege, ob man in der Zwischenzeit nicht mal die Topfblumen gießen müsste, damit die nicht verwelken bevor die Aktion endlich abgeschlossen ist.

Noch lustiger finde ich es allerdings, wenn sich Leute die so arbeiten dann darüber beschweren, dass ihnen die Webseiten zu langsam laden, obwohl sie durch ihre GUI-/mausbasierte Arbeitsweise weit mehr Zeit verschwenden als der Browser beim Seitenaufbau. Aber da muss ich mir eben öfter mal auf de Lippen beißen um das nicht zu erwähnen, sonst gäbe es nur große Diskussionen und ihr Nutzerverhalten zum effizienteren Arbeiten hin ändern wollen die meisten ohnehin nicht. ;-)

Ein diesbezüglich interessantes Phänomen in meinem Bekanntenkreis ist übrigens, dass in über 90% der Fälle ausgerechnet die Leute immer die neueste, leistungsstärkste Hardware ihr Eigentum nennen, die selbst bei der Arbeit mit Browser und Office-Paket dank vollkommenen Verzichts auf die Nutzung selbst der üblicherweise auch ohne AddOns/Erweiterungen vorhandenen Tastatur-Shortkeys verzichten und daher alles mit der ineffizienten Maus-/Touchbedienung erledigen. Die geben also alle paar Jahre tausende von Euros für Hardware aus, damit der Rechner schneller bootet (Bei mir booten die meisten Rechner nur alle paar Monate bis Jahre einmal neu. Der Rechner an dem ich gerade sitze ist laut Systemlog im Dezember 2014 das letzte Mal gebootet worden. Seitdem gab es für ihn nur den Hibernation-Modus/Standby. Insofern brauche ich auch keine SSDs für einen schnelleren Boot. Alle zwei Jahre würde ich zur Not auch einen 10-Minuten-Boot verkraften können. ;-) ) und sich Menüs, die ich gar nicht mehr brauche, bei ihnen einige Millisekunden schneller öffnen und verschwenden dann etliche Stunden pro Woche, weil sie ihren Computer immer noch wie ein Anfänger per GUI bedienen, weil sie offenbar nie ihre Arbeitsweise hinterfragen und nie Studien wie diese hier gelesen haben:

David M. Lane, H. Albert Napier, S. Camille Peres, Anikó Sándor
Hidden Costs of Graphical User Interfaces: Failure to Make the Transition from Menus and Icon Toolbars to Keyboard Shortcuts
http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1207/s15327590ijhc1802_1

Dummerweise kann im Office- oder Websurf-Bereich auch der schnellste Rechner den Zeitverlust durch fehlende Fähigkeiten des Nutzer nicht kompensieren. Ich arbeite beispielsweise selbst auf meinem 12 Jahre alten Business-Notebook mit Pentium M Prozessor beim Erstellen von formatierten, wissenschaflichen Dokumenten mit einer Menge Text, Tabellen, mathematischen Formeln und Gleichungssystemen, eingebundenen Abbildungen, automatisch generierten Verzeichnissen etc. weit schneller als meine Kollegen mit MS Word auf einem recht aktuellen Intel-Core-i7-Desktop-Rechner mit 16GB RAM. Alles nur eine Frage der effizienten Arbeitsweise und der richtigen Softwarewahl.

Im Übrigen ist die oben erwähnte Funktionalität nur ein winziger Teil der Funktionalität die mir mein Browser-AddOn, welches mir u. a. die Tastatur-Kommando-Funktionen meines liebsten Texteditors Vi im Browser zur Verfügung stellt, ermöglicht. Die Bedienung meines Browsers ist damit komplett ohne Maus und somit viel effizienter direkt aus der 10-Finger-Schreibposition auf der Tastatur möglich.

Noch dazu kann ich durch dieses Browser-AddOn sämtliche graphischen Menus, Iconleisten und sogar die graphische Navigations- bzw. URL-Zeile des Browsers komplett ausgeblendet lassen, da ich sie schlichtweg zur Bedienung nicht mehr brauche. So kann ich die maximal mögliche Fläche des gesamten Browserfenster IMMER alleine zum Anzeigen der Webseite nutzen und habe trotzdem eine noch viel effizientere Bedienung als ich sie mit dem ganzen GUI-Schnickschnack hätte. Besonders nützlich ist das gerade bei Mobilgeräten mit ihren kleinen Displays, auf denen ich dann viel mehr des Seiteninhalts auf einmal zu sehen bekomme als mit einem ,,normalen`` Browser-Setup mit klickbaren Iconleisten und Navigations-Zeile.

Wie man an diesem Text sieht, den ich im Wesentlichen aus den älteren Texten einer schon etwas zurückliegenden Diskussion in meinem eigenen Diskussionsforum auf meinem Webserver zusammengebastelt habe, habe ich mir zu dem Thema schon ein paar Gedanken gemacht. Das ist bisher die effizienteste Form einen Link bzw. eine Funktionsschaltfläche in einer Webseite zu aktivieren. Wenn mir irgendwann einmal eine noch effizientere Methode begegnet, dann werde ich auf diese umstellen, aber bisher bin ich mit meinem Setup so ganz zufrieden wie er nun ist.
 
@resilience: Also ich klicke kurz auf den blauen Pfeil. Aber wahrscheinlich habe ich auch keine Probleme mit der Augen-Hand-Koordination ;) Deine Ausführung erscheint mir da etwas umständlich.
 
@iPeople: Ja, meinen Bekannten erscheint die Zeit in der sie mit der Maus herumfummeln auch immer ganz kurz, weil sie ja damit beschäftigt sind die richtige Schaltfläche zu treffen. Auf einen Beobachter wirkt das anders.

Ich kann meine Hände eben auf der Tastatur lassen und muss nur treffen, was ich beim Tastaturschreiben ohnehin blind erwische. Wie gesagt: Drei Tastendrücke hintereinander bekomme ich weit schneller hin als auch nur zur Maus umzufassen. Jeder meiner Bekannter, der es versucht hat mit der Maus genauso schnell hinzubekommen, ist bei dem Versuch gescheitert und sah schon bei dem Versuch sehr nervös aus. ;-)
 
Ich dachte gerade an das Project Csx von Zte https://community.zteusa.com/community/csx/blog/2016/10/20/congratulations-winner-of-project-csx
 
Wieso kommt mir jetzt die Futurama Folge mit dem EyePhone in den Sinn ^^.
Idee klingt sehr Interessant aber will man das wirklich ?
Ich Persönlich finde jetzt nicht unbedingt das so eine Entwicklung Sinn macht oder Ergonomisch wäre.
Aber ich bin dennoch Gespannt und lasse mich da gerne mal Überraschen was das wird.
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