Surface 3: Microsofts letztes günstiges Tablet verabschiedet sich

Mit dem Microsoft Surface 3 verabschiedet sich das letzte einigermaßen günstig erhältliche Tablet aus dem Sortiment des Konzerns aus Redmond. Nachdem man vor einiger Zeit bereits das Ende der Produktion in Aussicht stellte, ist das Surface 3 jetzt ... mehr... Microsoft Surface, Surface 3, Microsoft Surface 3 Bildquelle: Microsoft Microsoft Surface, Surface 3, Microsoft Surface 3 Microsoft Surface, Surface 3, Microsoft Surface 3 Microsoft

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Günstig war das Teil zu keinem Zeitpunkt für die verbaute Hardware. Besitze selber eins und finde es schade dass Microsoft kein "kleines" Surface mehr bauen möchte. Zum Mitschreiben in der Uni im Zusammenspiel mit OneNote gibt es meiner Meinung nach keine bessere Alternative. Denn das Surface Pro überlebt leider keinen langen Uni-Tag ohne Steckdose. Nachteil ist, dass der Atom schnell an seine Grenzen kommt, die Navigation durch Windows und Office kann beim Multitasking schon mal arg hakelig von statten gehen. Vielleicht hätte ein Nachfolger mit mehr Leistung hier den perfektem Spagat aus Leistung und Mobilität geschafft. Jetzt bleibt Interessenten wohl nur noch der Griff zum sehr guten, aber eingeschränkt mobilen Surface Pro.
 
@FuzzyLogic: >>Denn das Surface Pro überlebt leider keinen langen Uni-Tag ohne Steckdose.<<

Das liegt in der fehlerhaften Konstruktion des Surface für die zu bewältigende Aufgabe begründet.

Solch ein Lifestyle-Spielzeug wie das Surface taugt zum ernsthaften mobilen Arbeiten einfach nichts, weil es, sobald der fest verbaute Akku leer ist, zu einem äußerst wenig mobilen, da an einer Steckdose festsitzenden Gerät wird. Ein Wechselakku ist für eine wirklich mobile Verwendung einfach Pflicht, denn ansonsten kann man nur noch Däumchendrehen anstatt Arbeiten wenn der Akku leer und die nächste Steckdose noch weit entfernt ist.

>>[...] die Navigation durch Windows und Office kann beim Multitasking schon mal arg hakelig von statten gehen [...]<<

Das liegt in der Wahl eines ungeeigneten Werkzeugs -- in diesem Fall der falschen Software -- für die zu bewältigende Aufgabe begründet.

Graphische Oberflächen allgemein und insbesondere graphische Office-Software ist zu umständlich zu bedienen, wegen des WYSIWYG-Interfaces zu ressourcenfressend und daher zu langsam um Mitschriften problemlos in Echtzeit anzufertigen.

Als ich letztes Jahr nach langer Abstinenz mal wieder Word -- in dem Falle Word 2013 auf einem Intel-Core-i7-Desktop-Rechner aus dem Jahre 2014 -- benutzen musste, hatte ich Ruckeln beim langsamen Durchscrollen eines nicht einmal 150-seitigen wissenschaftlichen Berichts und beim Ergänzen von Text mitten im Dokument ein merkbares Input-Delay bis ein getippter Buchstabe auch wirklich im Layout erschien. Ich dachte erst an meinem Rechner auf der Arbeit wäre irgendwas nicht in Ordnung (Prozessorcache abgeschaltet, irgendein Prozess der die ganze Zeit Systemleistung frisst etc.), aber sowohl bei einem Arbeitskollegen als auch bei einem Freund zu Hause war es auch mit anderen hundertseitigen Dokumenten ähnlichen Aufbaus auf deren Core-i7-Rechnern mit Word 2013 genau dasselbe.

Ich kann mich erinnern, dass ich solche Performance-Probleme schon in den 90er Jahren mit Word hatte, aber bei der Leistungsentwicklung im Rechnerbereich in den bald zwei Jahrzehnten seitdem hätte ich erwartet, dass auf aktueller Bürorechner-Hardware zumindest ein paar hundert Seiten flüssig in Word zu bearbeiten ein sollten (Immerhin bearbeite und Scrolle ich mit einem LaTeX-Editor gelegentlich über 500-seitige wissenschaftliche Berichte komplett flüssig auf einem über 12 Jahre alten Business-Notebook mit Pentium M!). Stattdessen schafft man das scheinbar nicht einmal mit einem lächerlichen, nicht einmal 150 Seiten langen Dokument auf Core-i7-Oberklasse-Desktop-Hardware, die aktuelle Ego-Shooter mit über 60FPS auf den Bildschirm bringt. Es ist mir seitdem ein komplettes Rätsel, wieso so viele Leute und sogar Firmen, bei denen es richtig Geld kostet wenn Mitarbeiter wegen einer so lahmen Software mehr Arbeitszeit für eine Aufgabe brauchen, mit MS Office zufrieden sind. Schreiben die etwa alle nur wenige Seiten lange Geschäftsbriefe ohne Formeln, Tabellen und Abbildungen im Text und bemerken das Problem daher nicht?

Mir käme es nach der Erfahrung mit Word 2013 im letzten Jahr auch mit heutiger Hardware nie in den Sinn mit Word eine Vorlesung mitzuschreiben. Das wäre vermutlich heute mit einem i7-Notebook derselbe Krampf wie im Jahre 2001 mit meinem Pentium II Notebook. Microsoft hat es tatsächlich geschafft mit seinem ressourcenverschwendenden Office-Paket bald zwei Jahrzehnte Prozessorentwicklung im Klo herunterzuspülen und die Leute kaufen MS Office trotzdem weiterhin und vermutlich jedes Mal gleich einen schnelleren Oberklasse-Rechner mit mehr Hauptspeicher dazu, damit die Textverarbeitung mal wieder etwas flüssiger vonstatten geht. Vermutlich weil MS Office so schön bunt und angeblich ,,Industriestandard`` ist (Ist halt wirklich bestenfalls Standard, nichts Besonderes. ;-) ). Deswegen erledigt man die Arbeit damit aber leider trotzdem nicht effizienter.

P.S. Wie ist denn das Arbeiten mit ein paar hundert Seiten an Mitschriften in OneNote? Wenn es nach Deiner Aussage auf einem halbwegs aktuellen Atom beim Mitschreiben schon nicht von der Stelle kommt, wie sieht das dann unter realen Arbeitsbedingungen (also wenigstens einigen hundert Arbeitsblättern mit Mitschriften/Notizen) auf halbwegs aktueller Desktop-Hardware aus? Kann man da inzwischen flüssig scrollen/blättern nachdem Microsoft OneNote inzwischen ja sogar für SmartPhones und Tablets anbietet und es darauf ja auch irgendwie laufen muss?
 
@resilience: Also wir haben S3 und S2Pro (und jetzt auch ein paar S4Pro) im Einsatz. hervorragende Arbeitsgeräte. Auch wenn ich sagen muss dass mir inzwischen die Lenovo's besser gefallen (Yoga oder X1 Carbon)
 
Das ist so schade... Ich habe das Teil in der großen Variante (4 / 128 GB) seit Anfang Juli - dank Ebay - und bin hochzufrieden... für die Couch ist es beinahe perfekt. Wäre darin eine richtige SSD verbaut anstatt einer eMMC, dann wäre es perfekt. So dauern Updates und Ladevorgänge leider doch ziemlich lange.

Aber man muss MS ja zugestehen, dass die CPU Aussichten derzeit nicht gerade attraktiv waren, sodass ein Refresh nicht wirklich viel gebracht hätte. Die Core M3 Variante des SP4 ist zwar ohne Aktivlüfter, aber dennoch mit Lüftungsschlitzen (ob nötig oder nicht kann ja keiner sagen). Dazu deutlich teurer als der Atom.

Ich würde mir dennoch einen Nachfolger wünschen... vielleicht ja in 1-2 Jahren mit einem mobilen 10nm Coffee Lake... vllt 50g leichter, 1mm dünner (so dünn wie hinter dem Kickstand), SSD... es wäre einfach ein Traum...
 
@Mastawilli: SSD war vor zwei jahren zu dem Preis einfach nicht machbar.
 
@Bautz: Das sicherlich... Ich habe auch gelesen, dass der im S3 verwendete Atom sowieso Schwierigkeiten mit einer SSD hätte, zumindest mit so einer wie wir uns das vorstellen. Also möglich wäre es, aber nicht mit der typischen SSD Geschwindigkeit wie es jeder erwarten und sofort Benchmarken würde. Da war die eMMC sicher die bessere, weil günstigere Lösung...

Ich hoffe einfach mal, dass das Creators Update und was auch immer 2017 noch alles kommen mag das S3 nicht überfordern oder so dermaßen umkrempeln, dass es dem nicht mehr gewachsen ist. Dann werde ich damit hoffentlich noch 2 Jahre Spaß haben und danach gibt's wieder was flotteres.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!