Jony Ive: Touchscreens wären auf Macs "nicht sonderlich nützlich"

Alle paar Monate wird Jony Ive aus seinem weißen Raum herausgelassen und darf sich zu den Neuerungen eines Apple-Produkts äußern. Aktuell gibt es auch einiges an Gesprächsstoff, denn mit der Touch Bar hat der kalifornische Konzern ein interessantes neues ... mehr... Apple, Jony Ive, Designer Bildquelle: Apple Apple, Jony Ive, Jonathan Ive Apple, Jony Ive, Jonathan Ive Apple

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Solange es kein 360-Grad-Scharnier hat - à la Lenovo Yoga-Serie - ist das gar nicht so falsch, dass es kaum einen Nutzen hat. Ich benötige es auf dem Dell XPS 15 auch nur, wenn ich einen längeren Artikel lese und halbliegend auf dem Stuhl mit dem Finger am Display scrollen möchte. Das ist tatsächlich ein Komfortbonus. Aber sonst kommt mir kein Einsatzszenario in den Sinn, das sinnvoll ist, wenn das Display aufgeklappt ist. Und andererseits haben wir wieder einen Grund mehr: Wieso kostet das Teil soviel? Nicht mal Touchscreen hat das Ding :o)
 
@Saiba: Wenn ich meine Hände an der Tastatur habe, dann habe ich einen Button auf nem Laptopschirm schneller mit dem Finger erreicht, als wenn ich erst zu Maus oder Trackpad greife, dann den Zeiger mit den Augen suche, positioniere und dann erst klicke.
 
@Knarzi81: Wenn du frontal an einem Computer sitzt, ganz gleich ob Notebook oder PC, ist das Bedienen per Touch ein ergonomisches Desaster.
Wenn Touch, dann als Optionale Tablet Lösung.
 
@kkp2321: und was genau macht einen touchscreen am laptop jetzt nicht optional zum nutzen?
 
@Sebaer: Wenn es kein Konzept dahinter gibt, ist der Touchscreen so sinnvoll wie ein USB-Toaster. Ich kann mir viele praktische Momente vorstellen, wo mir mein Toaster am Tisch via USB das leben leichter macht. Per klick geht das tosten los, per App steuere ich sämtliche Details... doch so lange das Brot nicht geschmiert und in häppchen geschnitten auf mein Teller landet, ist das Konzept witzlos.
 
@kkp2321: Das Problem ist, dass jeder meint es so hinstellen zu müssen, als würde man stundenlang den Arm hoch heben müsste. Um einen Button zu treffen hebe ich den Arm an einem Notebook aber noch nicht mal für ne Sekunde von der Tastatur weg und bin danach wieder an den Tasten.
 
@Knarzi81: Ein Touchscreen als reine Button-klick Lösung? Klingt auch n bisschen seltsam. Ich stelle mir grad die Keynote dazu vor "Das drücken von Buttons war noch nie so einfach"... es ist nicht so, das ich mir diese Flachheit bei Apple nicht vorstellen kann nur... also, bemerkste selber, oder? ^^
 
@kkp2321: Na, dann sag mal, was du sonst noch mit deinem Touchscreen machst, vor allem stundenlang. Für mich ist ein Touchscreen eine Eingabemethode von vielen und wird je nach Kontext genutzt. Das nennt man dann auch flexibel... ist halt nur nicht jeder mans.
 
@Knarzi81: Entweder ich habe ein Konzept, was fpr Touchscreens ausgelegt ist, oder ich habe keins. Bei Apple scheint man sich zu weigern, MacOS einen Touchscreen Konzept zu geben. Ich gehe mal davon aus, das man sich von MS etwas abschrecken lassen hat.
 
@kkp2321: Apple hat es schon 2009, also Jahre vor MS versucht und hat sich dann für zwei Schienen entschieden:
http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Apple-Design-Chef-Touchscreen-am-Mac-nicht-sonderlich-nuetzlich-3408838.html?view=zoom;zoom=1
 
@gutenmorgen1: Wobei ich die Argumente sehr flach finde.
 
@gutenmorgen1: Dumm nur dass, das Surface 2007 angekündigt wurde und 2008 zu haben war und die Pixelsense Technologie noch wesentlich älter ist und Touch Technologie auch allgemein viel viel älter ist.

Also da wurde schon lange darauf hin gearbeitet und das Surface Pro von 2012 wurde auch nicht erst einen Tag vor Veröffentlichung entwickelt.
 
@daaaani: Apple arbeitete seit Anfang des 21. Jahrhunderts an einem Gerät, welches ausschließlich Touch als Eingabe "akzeptierte". Das war, nachdem der PDA "Newton" 1998 eingestellt wurde.
Die Entwicklung wurde damals unterbrochen, um sich intensiv dem iPhone zu widmen. Bereits gewonnene Erkenntnisse zur Touch basierten Usability flossen da bereits ins iPhone ein.
Ich kann mich noch an ein Tablet von Archos erinnern, mit Windows 7 ... weiß das Jahr nicht mehr, aber es war noch vor den Netbooks.
 
@daaaani: Ließ den Patentantrag... es ging darum, dass 2009 an einem iMac gearbeitet wurde, der zwischen Maus & Tastatur UI und Touch UI wechseln sollte - also das, was MS erst mit Win10 eingeführt hat.
Es geht also um das OS (wie auch im Artikel) und nicht um die Hardware.
 
@iPeople: Davon rede ich ja. Touch ist ein halbes Jahrhundert alt und so ziemlich alle Namenhaften Größen in der Branche haben daran vor Jahren geforscht. Das Resultat sehen wir heute und ist nicht das Ergebnis eines Einzelnen. Da gab es schon Systeme mit XP, Das Surface von 2008 lief mit Vista, dein Beispiel mit 7 und halt die Surface Pro ab 2012 mit 8 und 10. Um mal bei den Beispiel von Microsoft zu bleiben. Und ich bin mir ziemlich sicher Apple Arbeitet schon ne weile an MacOS mit Touch oder einen Ersatz. Man sieht an Windows wunderschön wie lange es dauert einen gewissen Fortschritt hinter sich zu bringen. Von 2012 bis jetzt sind's schon 4 Jahre und die haben nicht erst 2012 angefangen. Soweit zurück zu hängen kann sich keiner leisten. Und die Tablet zahlen und die aktuellen Entwicklungen zeigen ganz klar, dass in Zukunft der Mensch und nicht der Formfaktor oder die Software entscheidet, mit welcher Eingabemethode er ein Problem löst. Denn da sind es die 2in1 Geräte die entgegen des gesamten Marktes wachsen.

Und dass die IT Größen so ziemlich seit beginn ihrer Entstehung, sich gegenseitig in den Entwicklungen beeinflussen und Ideen abkupfern, nennt man Wettbewerb und sieht man daran, dass keine der Bedienkonzepte weit von dem des anderen abweicht. Dieser Wettbewerb treibt die Entwicklung voran, aber warum Kunden untereinander in einem Wettbewerb stehen sollten erschließt sich mir nicht. Welchen Nutzen hat das?
 
@gutenmorgen1: Die GUI von Microsoft ist ein und die selbe. Das was du eingeworfen hast sind 2 verschiedene. So wie jetzt im Mac Book 2 verschiedene sind. Was es für mein dafürhalten komplizierter und nicht einfacher macht. Sowohl in der Bedienlogik wie auch in der Programmierung. GUI Elemente die es eigentlich schon immer gab, nur jetzt auf diese Touchbar gerutscht sind. Warum auch immer. Aber ich hab mit Apple nix am Hut außer, dass ich investiert bin und mich daher deren Entwicklung interessiert und ich sie als Innovationmotor sehe, wie auch andere. Ich muss deren Produkte aber nicht toll finden. Daher jedem das seine.

Nachtrag: Patente Interessieren keine Sau sondern fertige Produkte. Als wenn Microsoft nicht auch Patente aus früheren Jahren hätte. Denn einem fertigem Produkt muss ein Konzept vorausgehen. Man kann ja nicht so tun als sei bei einem Kausalem Zusammenhang, der Anfang und das Ende das selbe und vergleicht es so miteinander.
 
@daaaani: 2008 gab es ein Surface? Meines Wissens kam das erste Surface 2012.
 
@iPeople: Das Surface Pro Tablet entstand aus dem Surface Tisch der 2007 erstmals vorgestellt wurde und mit Vista lief. Dessen Entwicklung geht bis auf Anfang der 2000er Jahre zurück. Die ganze Industrie hatte zu der Zeit mit Touch experimentiert, sonst gäbe es ja das erste iPhone zu der Zeit nicht.
 
@daaaani: DAs steht außer Frage, ändert jedoch nichts daran, dass es 2008 noch kein nutzbares Surface für den Anwender zu kaufen gab.
 
@iPeople: Hä? o.O Das Surface konnte man 2008 Kaufen wenn man genug Kole hatte. Wurde auch von einigen Firmen gekauft. Hab auch nie behauptet, dass es 2008 ein Surface für den Endanwender zu kaufen gab. Das war auch nie Kern der Diskussion. Das Studio, dessen Konzept am ehesten das von dem in re4 von Gutenmorgen, rankommt geht wiederum auf das Surface von 2007 zurück. Sogar die Erkennung von Gegenständen mit der Einblendung von weiteren GUI Elementen fanden sich darin also schon 2007. Das ist noch vor dem Patent aus gutenmorgens Post von 2009. Das Patent zum Surface reicht folglich noch weiter als 2007 zurück.

Kapier jetzt nicht, was du mir für einen Strick drehen willst nur weil ich sage, dass Microsoft schon lange vor 2009 dran war.

https://www.youtube.com/watch?v=stWZrTwAhBE
hier von 2007 https://www.youtube.com/watch?v=kr1O917o4jI
 
@kkp2321: "Wenn es kein Konzept dahinter gibt, ist der Touchscreen so sinnvoll wie ein USB-Toaster."
Zoomen, drehen, verschieben, scrollen, handschriftliche Eingabe, Texte markieren, Anmerkungen in Dokumenten, Apps bedienen (z.B. Songs auswählen für eine Playlist) und und und. Das alles geht per Touch einfacher und schneller. Nicht jeder schreibt nur Code oderüberwacht Systemfunktionen ;)

PS: Selbst an meiner Workstation mit 30" Monitor nutze ich eine Maus UND ein 7" Touchpad. Das ist zwar nur eine "halbe Lösung", aber auch das bringt mir schon Vorteile.
 
@Zumsl: richtig, UND ein touchpad, das ist was ganz anderes als wenn du den 30" monitor selbst per touch bedienst. Das ergäbe nämlich keinen sinn.
 
@kkp2321: Ich würde es liebend gerne tun. Eingeschränkt wird es nur durch die statische Position des Monitors. Das sehe ich als ungenügend an, aber nicht das Konzept.Ich arbeite oft mit dem Surface auch im Büro am Schreibtisch, weil ich da eben alle Vorteile von Touch und Stift habe. Ich wollte damit nur zeigen, daß es für Touch- und Stifteingabe sehr wohl ein Konzept gibt, das in vielen Bereichen Sinn ergibt. Sobald meine Hardware hier halbwegs abgeschrieben ist, bin ich sicher ein Surface AOI Kunde.
 
@Zumsl: Du hast mich vollkommen falsch verstanden, ich spreche mich nicht pauschal gegen touch aus, ich finde es nur sinnlos einfach ein touchscreen ohne konzept zu integrieren. MacOS ist derzeit nicht touchscreen geeignet.
 
@kkp2321: OK, das kann ich nicht wirklich beurteilen. Imho schade gerade für die grafiklastige Userschaft von MacOS.
 
Er kann ja sagen was er will, nur sollte er dann aufpassen, dass es nicht widersprüchlich wird, schließlich verfolgt das iPad Pro mit Tastatur dran genau das Bedienkonzept, das hier verteufelt wird. Und das wird von Cook nämlich als Laptop-Replacement verkauft...
 
@Knarzi81: Das iPad Pro ist ein Mac? Seit wann?
 
@gutenmorgen1: seit Apple es sagt. Ich verstehe auch nicht, eine Seifenkistenrennen wird auch nie ein Auto sein, auch wenn sie 4 Räder und ein Lenkrad hat.
 
@gutenmorgen1: Es geht eher darum, dass das iPad pro in seiner Tastatur wie ein Laptop aussieht und auch funktioniert. Und immerhin soll eben dieses bei vielen Leuten den Laptop ersetzen....wenn also ein Laptop ähnliches Tablet mit Touch einen normalen Laptop ersetzen soll - man aber bei seinen eigenen Laptops kein Touch bietet (weil es ja nicht passen würde) - dann wirkt das schon komisch. Aber gut, es ist halt nicht nur Laptop, sondern auch Tablet - wie ein Surface....oh wait.
 
@kelox: Wenn man nicht außer Acht lässt, dass auf dem iPad ein Touch basiertes iOS läuft , während das MacBook mit OSX ein völlig anderes Bedienkonzept aufweist und beide Geräte sich in den jeweiligen Anwendungsszenarien unterscheiden , wirkt es nicht mehr komisch. Wenn man dann noch aufhört, sich aus dem von Cook Gesagtem den Teilsatz herauszupicken, der aus dem Kontext gerissen oberflächlich betrachtet komisch wirken könnte, ja dann wirkt es noch viel weniger komisch .
 
@iPeople: sie meine re:2 unten zu gutenmorgen1 bezüglich macOS und touch.
 
@kelox: Geht es im Statement von Ive um um die Hardware oder um die Software? "Touch wäre auf Macs nicht sonderlich nützlich". Touch ist auf macOS vollkommener Blödsinn weil man erst einmal das komplette System darauf anpassen müsste (größere Buttons ect.)
Eine Tastatur hingegen funktioniert problemlos mit iOS und das seit mindestens Version 6.
 
@gutenmorgen1: Doch er redet vom Formfaktor. Denn zu sagen wir machen keine Touchunterstützung ins System weil diese noch nicht gegeben ist, macht ja keinen Sinn.

Diese Aussage vom ihm zum Jetzigen Zeitpunkt welche eine Rechtfertigung ist, ist eine Verteitigungshaltung.
 
@gutenmorgen1: Wenn Apple wöllte, könnten sie auch macOS touchfähig machen. Andere Sachen, wie den App Store, haben sie auch von iOS nach macOS gebracht (ja, es sind nicht die gleichen Stores). Touch jetzt nicht einzubauen, weil das OS nicht unterstützt ist eine lahme Ausrede. Btw. für Retina musste macOS auch angepasst werden.... ;). Wie hätte das ausgesehen: "nee, retina ist völliger Blödsinn, da müssten wir macOS erstmal auf High DPI anpassen". Sie machen es einfach nicht, weil sie es nicht als sinnvoll erachten...und ja, ein Laptop mit Touch macht auch nur bedingt sinn, da die Arme schnell einschlafen bzw. man immer von Tastatur auf Display wechseln muss mit den Händen und das ist anstrengend. Deshalb sind 2 in 1 Geräte ja so sinnvoll....und hier könnte Apple mehr machen.
 
@gutenmorgen1: Apple bezeichnet das iPad Pro in seiner Werbung als "Computer" (http://youtu.be/96t5JavX14s) und verwischt damit damit (absichtlich) die Grenze zwischen den technisch begrenzten iOS-Geräten und PCs/Macs im Desktop- oder Notebook-Format, denn das versteht Durchschnitts-Nutzer unter einem "Computer".
 
"kontextuell Spezifisches und Anpassbares"
Ahha da widerspricht er sich denn bei den ganzen Verboten die die Entwickler aufgebrummt bekommen haben für die Touchbar, ist diese gar nicht so anpassbar wie er sie anpreist.
 
Ich hab ein Touch-Notebook mit Windows 10 und persönlich nutze ich touch relativ selten, aber zum zoomen und scrollen in Webseiten ist es immer wieder mal praktisch. Sonst empfinde ich aber ein hochwertiges Touchpad oder eine Maus als angenehmer. Wenn das Touchpad auch von entsprechender Qualität ist und groß genug ist, sehe ich kaum Gründe, sich den Bildschirm massenhaft mit Fingerabdrücken zuzukleistern.
 
@RobinG: +1
 
kann ich fast zustimmen. Habe das yoga 14, aber so richtig gebutzt habe ich touch und stift bisher nicht.
 
@mirkopdm: +1
 
Apple unterscheidet in seinen Produkten ganz klar zwischen Lifestylespielzeug wie iPhone, iPad und Co. -- welches für künstlich funktionsreduzierte Anwendungen und somit mehr zu Entertainmentzwecken denn zum ernsthaften, effizienten Arbeiten gedacht ist und bei dem die ineffiziente Touch-Bedienung daher kein Problem ist -- und Arbeitsgeräten wie den Macs, an denen eben weiterhin möglichst effizientes Arbeiten möglich sein soll. Das finde ich im Vergleich mit Microsoft, wo man im Gegensatz zu Apple nicht davor zurückschreckt das GUI des Betriebssystems und der Anwendungen durch riesige Touchschaltflächen ineffizienter zu gestalten als es jemals war, ziemlich vorbildlich.

Die Touch Bar sehe ich nur als Spielzeug für die Leute die auch einen Mac nur als Lifestylespielzeug missbrauchen und etwas wollen an dem sie zeitraubend herumkonfigurieren und herumspielen können. Ansonsten gibt es keinen Grund, warum man so eine Touch Bar brauchen würde, denn um schnell Funktionen aus der 10-Finger-Schreibposition auf der Tastatur auszuführen reichen die leichter erreichbaren und fühlbaren, mechanischen Tasten der Tastatur völlig aus, um nicht zu sagen: Diese sind weit effizienter zu bedienen, da man an die Touch Bar beim Tastaturschreiben kaum herankommt ohne die Schreibposition auf der Tastatur zeitraubend zu verlassen und die Hände danach neu auf der Tastatur positionieren zu müssen.
 
@resilience: Es wird Dich überraschen, aber man kann auf einem Computer mehr machen, als irgendwas mit 10 Finger zu tippen. Und woher kommt eigentlich die immer wieder breit getretene "Meinung", produktives Arbeiten beschränkt sich darauf, irgendwas zu tippen?
Ich erwarte da jetzt auch keine wirklich der Zeit angepasste Antwort, da wir alle wissen, dass Du irgendwann Mitte der 1990er Jahre stehen geblieben bist, aber ich wollte dennoch nicht unversucht lassen, Dich dahingehend zu animieren, zumindest ein klitzekleines bisschen über Deinen Tellerrand zu gucken.
 
@iPeople: >>Es wird Dich überraschen, aber man kann auf einem Computer mehr machen, als irgendwas mit 10 Finger zu tippen.<<

Zeit verschwenden mit ineffizienten Bedienkonzepten wie Maus- und Touchbedienung in einer graphischen Oberfläche etwa? Nein danke. Damit verschwende ich schon genug Lebenszeit, wenn ich Bekannten, die mir an ihrem Rechner ,,mal eben`` etwas zeigen wollen, zusehen muss, wie sie sich für Aktionen die ich auf der Tastatur in einem Bruchteil der Zeit erledigen könnte stundenlang nach der nächsten Schaltfläche suchend durch mehrere Menüs lesen und klicken bzw. fingerstubsen und wischen um im x-ten Untermenü eine Einstellung zu ändern und den ganzen Aufstand später zu wiederholen, um diese Einstellung wieder zurückzusetzen. Einige von denen arbeiten seit mehreren Jahrzehnten mit dem Computer und bedienen ihren Rechner trotzdem immer noch auf diese ineffiziente Weise, unterscheiden sich also was das angeht kaum von blutigen Computer-Anfängern.

Die scheinen selbst nicht zu bemerken, wie viel Zeit sie so verschwenden, da sie ja mit Schaltflächen suchen, anvisieren und klicken/tippen vollauf beschäftigt sind. Aber wenn ich ihnen dabei zusehen muss, könnte ich oft zwischendurch deren Einstellungen per Kommandozeile durchführen und danach noch Kaffee kochen und wäre immer noch früher fertig als die mit ihrem Grafikgehampel.

Wenn die hingegen mir beim Arbeiten an meinen Rechnern zusehen, selbst wenn ich nur eine Webseite in Sekundenbruchteilen einem neuen Tab ohne Griff zur Maus öffne, dann verstehen die hingegen die Welt nicht mehr und es geht ihnen alles viel zu schnell als das sie mitbekommen würden, was gerade passiert ist.

Auf dem Rechner, mit dem ich im Internet surfe, können die nicht einmal eine Webseite aufrufen, weil ihnen die Maus und auch die URL-Eingabeleiste (wie alle anderen graphischen Bedienelemente/-leisten) im Firefox fehlen und der Browser damit für sie unbedienbar ist. Ich bediene den halt per Tastatur, weil mir die Mausbedienung eben zu lahm ist und die Iconleisten mir Displayfläche wegnehmen würden auf der ich mir lieber Inhalte der Webseite ansehe als irgendwelche Icons des Browsers.

>>Und woher kommt eigentlich die immer wieder breit getretene "Meinung", produktives Arbeiten beschränkt sich darauf, irgendwas zu tippen?<<

Bis Gedankeninterfaces pro Minute mehr Befehle absetzen können als ein 10-Finger-Tastaturschreiber in dieser Zeit Tasten(-kombinationen) drücken kann, ist die Bedienung eines Rechners per Tastatur schlicht und einfach die effektivste Art der Bedienung für die meisten Tätigkeiten am Computer (Vielleicht einmal abgesehen von einzelnen, grafiklastigen Tätigkeiten, wie etwa der Retusche in der Bildbearbeitung, welche mit einem Stift-Digitizer kombiniert mit der Werkzeugumschaltung per Tastatur wohl am effizientesten funktioniert).

Das Tippen effizienter ist als das zeitraubende Herumgekasper mit Maus, Finger oder Stift in graphischen Oberflächen, ist durch mehrere Studien bewiesen, wie etwa dieser hier:

Hidden Costs of Graphical User Interfaces: Failure to Make the Transition from Menus and Icon Toolbars to Keyboard Shortcuts
http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1207/s15327590ijhc1802_1

Die graphischen Oberflächen mit Maus- oder Touchbedienung, die viele als so großen Fortschritt ansehen, sind nichts anderes als eine schnelle Einstiegshilfe in die Computerbedienung für Anfänger, bei denen es noch mehr darauf ankommt überhaupt irgendwas halbwegs zeitnah mit dem Rechner hinzubekommen und die Effizienz bei der Arbeit daher noch keine Rolle spielt.

Wenn jemand allerdings, nach Jahren oder gar Jahrzehnten der Benutzung, Windows oder sein Office-Pakets immer noch hauptsächlich per graphischer Benutzeroberfläche bedient, dann hat der sich in dem Punkt kaum weiterentwickelt seitdem er ein Neuling war und vergeudet seine eigene Lebenszeit und die anderer Leute oder im schlimmsten Fall sogar seine für seinen Chef teure Arbeitszeit, weil er einfach auch nach Jahren noch nicht in der Lage ist einen Rechner bzw. eine Software mit der er täglich arbeitet effizient zu bedienen.

>>Ich erwarte da jetzt auch keine wirklich der Zeit angepasste Antwort, da wir alle wissen, dass Du irgendwann Mitte der 1990er Jahre stehen geblieben bist, aber ich wollte dennoch nicht unversucht lassen, Dich dahingehend zu animieren, zumindest ein klitzekleines bisschen über Deinen Tellerrand zu gucken.<<

Wie Du siehst, habe ich über den Tellerrand geguckt und mich in der Bedienung von Software weiterentwickelt, denn in den 90ern fand ich graphische Oberflächen auch noch ganz toll und heute arbeite ich eben weit effizienter mit Computern als damals, weil mir irgendwann auffiel, dass die Bedienung über graphische Oberflächen für die meisten Aufgaben nicht besonders effizient ist. Wäre sie das, würden Softwareentwickler schon lange auf Tastatur-Befehle/Kurztasten in ihrer Software verzichten.
 
@resilience: Du hättest auch wesentlich kürzer sagen können: "Nein, ich weiß nicht genau, was man heutzutage produktiv mit einem Computer anstellen kann/könnte".
 
@resilience: Wie hast du denn über deinen eigenen Tellerrand geschaut, wenn du von dich aus auf andere schliesst? Mir kommt dein Nutzverhalten bekannt vor, da ich selbst oft mit Tastenkombinationen arbeite und so tatsächlich schneller bin. Und ja, andere bekommen das teilweise gar nicht mit. Na und? Bin ich deswegen was Besseres und sollte mein Nutzverhalten das beste sein? Effizient? Ja. Das Beste? Nein. Auf dem Planeten Erde gibt es noch andere Leute als "Poweruser" - ein relativer Begriff - wie wir. Aber hey, mit der Zeit wirst auch du das einsehen, dass du dich nicht an deine stillgestandene eigene Welt festklammern kannst. Die Erde dreht sich weiter, die Technologie schreitet weiter voran. Ob du willst, oder nicht.
 
@resilience: Ich habe eine informative oder klärende Skizze per Touch /Stifteingabe tausendmal schneller verfertigt und geteilt als mit CAD etc. Und CAD ? Hm? Jawoll, Tastaturkürzel! Es ist nicht wirklich schlau, sich vehement auf eine Sache einzuschiessen, weil man die andere einfach nicht kennt.
 
Also vom Touchscreen bin ich inzwischen auch nicht mehr so begeistert.
Ich habe einen Bildschirm, Handy und Tablet der Touchscreen tauglich ist nur man hat immer die Finger auf den Bildschirm und dann das gebatze darin. manche Programme sind einfach nicht für den Touchscreen geeignet z.B. Office usw. Da braucht man doch noch die Tastatur und Maus.
 
@Pfau_thomas: Wie kommen einige immer wieder darauf zu meinen Touch wäre ein Ersatz zu anderen UI? Touch löst genauso wenig die Tastatur ab wie die Maus, genauso wenig wie eine Tastatur eine Maus ablöst oder man mit ihr wie mit einem Stylus malen kann. Touch ist eine Ergänzung, Erweiterung und je nach Situation als ein Primäres oder Sekundäres UI zu verstehen.
 
klar ist das am iMac nicht so sinnvoll, genau wie bei sonstigen aufrecht stehenden Displays. Seine Stärke wird Toucheingabe ausspielen bei Geräten wie dem Surface Studio, und dann natürlich auch nicht für diejenigen unter den Kommentatoren hier die (fast) ausschließlich Tastaturkürzel nutzen. Also für Schreibarbeiten und Coding wird das wohl eher nichts. Aber als Ersatz/Ergänzung für das separate Zeichentablett sehe ich da Potenzial.
Analog eben auf dem Surface Pro. Für "normale" Arbeiten an meinen Worddokumenten nutzen ich auch maus und Tastatur, aber in meetings z.B. wird schon mal in OneNote mit dem Stift gekritzelt. Und ist das lebensnotwendig? Nein, aber nice to have :-)
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Apples Aktienkurs in Euro

Apple Aktienkurs -1 Jahr
Zeitraum: 1 Jahr

iPad im Preisvergleich

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles