Apple: Kein Geld bis zum Beweis, dass Kunde nicht Saddam Hussein ist

Sharakat Hussain ist ein 26-jähriger Brite, Saddam Hussein war hingegen ein irakischer Despot. Letzterer ist seit knapp zehn Jahren tot. Deshalb sollte man glauben können, dass es doch eher unwahrscheinlich ist, dass der Ex-Diktator sich in ... mehr... Apple, Iphone, iPhone 7 Bildquelle: Lutz Herkner Apple, Iphone, iPhone 7 Apple, Iphone, iPhone 7 Lutz Herkner

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Ich frage mich gerade, was mich mehr erstaunt: Die Tatsache, dass bei jemandem aufgrund seines Namens irgendwo ein falscher Alarm anspringt und dies offenbar ungeprüft weitergereicht wird, oder dass der gute Sharakat nach einem Monat das Gerät einfach zurückgeben kann und sein Geld wieder bekommt.
 
@RebelSoldier: Schätze mal, da hat er einfach "Glück" gehabt, dass diese Geschichte wegen seines Namens passiert ist. Normal hätte er nach einem Monat sicher den Stinkefinger gesehen, aber in diesem Fall will sich Apple sicher nicht noch mehr blamieren, und es gibt halt die Kohle zurück und es ist Ruhe.
 
@DON666: Die Sache mit dem Namen passierte ja offenbar erst dann, als der Betrag ausgezahlt werden sollte (weswegen er bei Apple angerufen hat um nachzufragen, wo sein Geld bleibt).

Also muss ja vorher schon grünes Licht für die Erstattung gegeben worden sein.
 
@RebelSoldier: Du weißt ja nicht, was für eine Aktion und welcher Shop dahintersteht. Bei Zalando bekommt man 100 Tage sein Geld zurück selbst auf getragene Klamotten...
Ich denke die News "er beschloss, dass er das Handy doch nicht haben wollte" erwähnt hier schlichtweg die Hintergründe nicht.

Erschreckend finde ich eher die Tatsache, dass es solche Listen gibt. Warum zur Hölle werden Apple Namenslisten übertragen??? Könnte Saddam Hussein sich nicht so oder so ein Handy besorgen? Sicher ist es naiv, aber ich wusste nicht, dass beim Handykauf Personendaten mit Listen abgeglichten werden und entsprechend ausgewertet werden..
Der einzige Grund dahinter wird ja nicht nur sein, dass Saddam Hussein kein Handy bekommen soll... (sofern er überraschenderweise noch lebt und ein Doppelgänger von den Amis ermordet wurde.)
 
@gettin: Jeder Händler kann sich eine Liste mit Namen erstellen, mit denen der Händler keine Geschäfte machen will.
 
@gettin: Die DPS, Denied Persons List (ka wie Winfuture auf Denied Parties list kommt), wird vom Amerikanischen Bureau of Industry and Security (BIS) raus gegegeben. Auf ihr befinden sich Namen von Personen und Organisationen die gegen das US-Ausfuhrrecht verstoßen haben und gegen die deshalb eine Verbotsverfügung seitens des BIS erlassen wurde. Den gelisteten Personen werden alle Exportprivilegien entzogen. Das führt dazu, dass sie vom Handel mit US-Gütern ausgeschlossen sind.

Sowas ist übrigens kein US Ding, die EU hat auch so eine Liste die Consolidated list of persons, groups & entities subject to EU financial sanctions (CFSP).

Alle diese Listen sind öffentlich einsehbar.
 
@picasso22: Du hast natürlich recht mit der Denied Persons List. Ich habs oben ausgebessert, danke für den Hinweis!
 
@picasso22: Eigentlich haben das alle Länder. Vorm Versenden von Waren bzw. Geldern ist jedes Unternehmen verpflichtet, gegen diese Compliance-Listen zu prüfen.
 
@RebelSoldier: Hier geht es nicht um das Deutsche Fernabsatzgesetz mit 2 Wochen Rückgaberecht.
Alleine über Amazon und eBay (je nach Händler) hat man 30 Tage Rückgaberecht.

Auf welche Grundlage es genau nun erfolgte, wurde ja nicht angegeben. Aber nach einem Monat etwas zurück zu geben, ist gar nicht so ungewöhnlich.
Viele Hersteller/Händler bieten ja auch Zufriedenheitsgarantien an und dies oft für mehrere Monate (ob Apple dazu gehört, weiß ich allerdings nicht).
 
@RebelSoldier: Selbst bei Saturn und MM kann man nach 30 tagen Ware zurück geben.
 
@artchi: Das ist aber auf Kulanz.
 
@RebelSoldier: Was mich mehr in Unruhe versetzt ist die Tatsache dass man alleine aufgrund seines Namens auf einer Liste landet. Vorratsdatenspeicherung, XKeyScore, NoFlylisten und Selektoren zeigen Eindrucksvoll welche Listen ich meine. Und dieser Fall zeigt ebenso eindrucksvoll wie schnell es zu Verwechslungen kommt, und die Folgen daraus. Alles ohne jeglicher Kontrolle. Aber sehr viele scheinen nichts zu verbergen zu haben. Sonst würden schon lange irgendwo die Mülltonnen brennen.
 
@FileMakerDE: Mülltonnen? Eher Regierungsgebäude sowie Gebäude von Geheimdiensten und eventuell auch US-Militärbasen und -Geheimdiensten auf deutschem Boden. Mülltonnen bringen nichts.
 
Ich selber heiße mit Nachnamen Hussain und weiß nicht wie ich darauf reagieren soll. Einerseits überrascht es mich nicht, aber andererseits blüht mir einiges auf wohin das führt, wenn man z.B. versucht in die USA einzureisen mit solch einen Namen. Wenn schon ein Abgleich stattfindet, dann bitte mit korrekten Namen Sadam Hussein und nicht Sadam Hussain! Glücklicherweise habe ich das noch nicht in Deutschland erlebt, vor allem im Berufsleben als ITler .
 
@Reelaxxer: Ich habe mal mit einem Kollegen zusammengearbeitet der als Ingenieur für einen Dienstleister bei Automobilherstellern und Zulieferern eingesetzt wurde und mit Nachnahmen Hussein heißt. Zwar hat er zum Glück auch nicht davon berichtet direkt Probleme damit zu haben, aber immer wieder gab es Situationen wo Menschen,ich sag mal sehr reserviert darauf reagiert haben als sie den Namen zum ersten Mal gehört haben.

Ich denke einen kleinen Moment der Verwunderung sollte man verzeihen, es ist nun mal ein komplett unbekannter Name im deutschen Kulturraum und jemand der kaum mit dem arabischen Kulturraum in Kontakt kommt, kann gar nicht einschätzen ob das jetzt ein häufiger Name ist oder nicht. Aber dabei sollte es dann auch bleiben. Jeder der halbwegs nachdenken kann, sollte dann erkennen wie falsch es wäre, jemanden nur nach seinem Namen zu beurteilen nur weil eine Person mit ähnlich klingenden Namen irgendwelche Gräueltaten verursacht hat.

Gerade in der Industrie habe ich zum Glück aber auch ein sehr tolerantes und weltoffenes Bild erlebt. Man kommt tagtäglich mit Leuten aus der ganzen Welt zusammen und das fördert das allgemeine Verständnis für andere Kulturen und die Toleranz gegenüber anderen.
 
@Chuuei: Ja, super, ganz toll, ich erlebe seit Monaten an meinem Arbeitsplatz genau das Gegenteil. Jede Menge Asylbewerber, die einem von wegen Herkunft, Erlebnisse usw. die Taschen volllügen und wenn sie damit durchkommen, sich vor dem Gebäude mit ihren Kumpels einen Ast lachen, wie schön sie doch gerade mal wieder die deutschen Behörden verarscht haben.

Noch dazu wurde ich von einem dieser Bereicherer völlig unvorhersehbar körperlich angegriffen. Verfahren wurde natürlich eingestellt, für so etwas gibt es kein öffentliches Interesse (natürlich nicht!). Und da wundert man sich in diesem verhunzten Land, wenn die Leute zur AFD rennen, wirklich?

Das hat mein ehemals weltoffenes und tolerantes Bild ins Gegenteil verkehrt, davon gibt es nämlich leider viel zu viele! Jeden Tag habe ich mit solchen "Betrügern" zu tun und es macht einen wütend, wie hier versucht wird, die Willkommenskultur hier gnadenlos auszunutzen. Bekommt man aber nicht mit, wenn man nicht im entsprechenden Bereich tätig ist. Von daher: Nach all den Vorkommnissen in der Vergangenheit, man kann nie vorsichtig genug sein, wer so einen Namen trägt, wenn auch nur so ähnlich, hat halt Pech gehabt und muss damit rechnen, eher mal durchleuchtet zu werden, es gibt schlimmere Dinge.
 
@Painkillers: Ich distanziere mich auch ganz klar von solchen Menschen, ich kenne diese allzu gut wie sie zum Großteil ticken und kann Deine Bedenken nachvollziehen. Aber so ist es auf der Welt, jeder kämpft um seine eigene Existenz und will vom großen Kuchen was abhaben. Das ist der Lauf der Dinge und wird weiterhin so bleiben.

Jeder hat sein Kreuz zu tragen, sicherlich gibt es schlimmeres, aber es geht ums Gefühl des Respekts. Sicherlich würdest Du min. auch für Dich selber solchen Maß an Respekt erwarten, das meine/Deine Identität individuell geachtet werden sollte, oder möchtest Du auf aller Welt auf die deutsche Vergangenheit reduziert werden wollen bzw. auf einen kleinen Kreis von Menschen die den Namen beschmutzen?
 
@Chuuei: Du sagst es. Glücklicherweise habe ich bisher in einem toleranten offenen Umgebung gelebt. Es kommt sehr stark darauf an in welchem Milieu man aufwächst und später sich umgibt. Im IT Enterprise Umfeld habe ich bisher noch nie irgendwelche Auffälligkeiten bemerkt bzw. meines Nachnamen. Einen kleinen Moment der Verwunderung nehme ich gar nicht mehr wahr, sondern konzentriere mich auf den Kontext.
 
@Reelaxxer: Dann sei mal froh, gerade in der heutigen Situation würde ich z.B. am liebsten jedem Muslimen mind. einen eigenen Polizisten an die Seite stellen, und nein, nicht, damit dieser auf den Muslim aufpasst! Und in den USA reagiert man da sicher noch etwas härter und von daher kann ich den Automatismus hinter dieser Aktion absolut verstehen, die Namensähnlichkeit ist einfach zu groß.
Ach verflixt, jetzt hagelt es gleich Minus von den ganzen Gutmenschen, dann haut mal rein!
 
@Painkillers: Ich teile Deine Ansicht und das obwohl ich kein Moslem bin, obwohl ich einen islamischen Nachnamen habe. Ich bin in keinerlei Hinsicht religiös. Dennoch kenne ich diese Seite und die Westlich Orientierte Seite. Objektiv und Erfahrungsgemäß betrachtet ist der Moslem das Feindbild des 21. Jahrhunderts so wie einst die Juden im 20. Jahrhundert waren. Die Entwicklungen und der Hass wächst mit Jahr zu Jahr. Letztendes ist für mich alles eine Bauernfängerei, damit der auch der einfache Mann/Frau im niedrigsten Milieu mitreden kann über den neuen "Feind", während im Hintergrund global Kriege legitimiert werden um die letzten Ressourcen der Erde für sich zu beanspruchen.
 
...naja Apple halt, muss man nix mehr zu sagen. Sie sind eben was besseres, da hilft keine Diskussion mehr. Lassen wir sie in dem Irrglauben....
 
@legalxpuser: Hat allerdings kaum was mit Apple zutun aber hauptsache man hat was gegen Apple gesagt.
 
@legalxpuser: lies doch mal picasso22s Post unter O1re3, dann siehst du, woran es lag.
 
@ZappoB: Nicht doch, das würde Leseverständnis voraussetzen und egal in welchem Forum ich so unterwegs bin... nee, gibt es leider kaum noch, genau wie Rechtschreibung (Wann wurde eigentlich Groß-/Kleinschreibung und Interpunktion in Deutschland abgeschafft?), beides leider so gut wie verloren. Egal, der Großteil der Menschheit ist leider eh nur noch sehr eingeschränkt zu gebrauchen! Mich regt so etwas nicht mehr auf, ich fühle mich nur noch bestätigt!
 
@Painkillers: das ändert nichts an der Überheblichkeit von Apple. Teilweise echt zum ko...
 
Naja, so wissen wir doch wenigstens, das jemand, der ein IPhone 7 hat, auf jeden Fall nicht Saddam Hussein ist / war. Damit sind die freie Welt und der amerikanische Traum doch wieder ein ganzes Stück sicherer geworden.
 
@Zumsl: ... und die "Drohne" kann im Bunker bleiben. :-)
 
"Was ist ein Name? Was uns Rose heißt, wie es auch hieße, würde lieblich duften."
William Shakespeare

Apple scheint keine gute kulturelle Bildung zu besitzen.
 
Apple - dumm und dümmer!
Wissen die nichts über Geschichte? Na kein Wunder...
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Apple iPhone im Preisvergleich