Li-Fi: Prototypen für "WLAN mit Licht" schaffen bis zu 12,5 Gbit/s

Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) hat Prototypen für optische Datenübertragung auf kurzen und mittleren Distanzen entwickelt. Die Technik soll als Alternative zu den etablierten Funkverbindungen via WLAN dienen. mehr... Licht, Datenübertragung, Li-Fi Bildquelle: Fraunhofer Licht, Datenübertragung, Li-Fi Licht, Datenübertragung, Li-Fi Fraunhofer

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Warum wird das nicht in die vr-Headsets integriert? Damit der Spas kabellos wird.
 
@TobiasH: Weil es nervig sein kann, wenn man mitten im Gefecht den Arm hochhebt, den Lichtstrahl unterbricht und somit plötzlich einem schwarz vor Augen wird?
 
@TomW: Man kann doch 3 Lampen aufstellen, sodass immer eine sichtbare Verbindung besteht.
 
@TobiasH:
Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß dass es Synchronisatiationsprobleme zwischen den einzelnen Lampen gibt u. bei diesen hohen Datenraten spielen selbst Laufzeitunterschiede im Microsekundenbereich eine Rolle.
Die Sache wird technisch aufwendig.
Für VR wäre die Datenübertragungsrate die das Gigadock bietet erforderlich, aber die 5 cm Übertragungsdistanz sind nicht ausreichend.
Was willst du bei VR mit nur 100 Mbit/s übetrragen? Für Grafik reicht diese Datenrate nicht aus.
 
@Winnie2: Kein Wunder "boomt" der Markt für dicke Internet-Leitungen, wenn Leute der Meinung sind, dass 100 Mbit heuer für "nichts ausreicht"...

fyi: 4k, 360° 3D (2 Streams):
Gear VR: 10-20 Mbit (30 fps)
Occulus Rift: 40-60 Mbit (60fps)
 
@dognose: Deine Angaben treffen nur auf komprimiertes Video-Material zu, aber nicht auf vollständige Frames, wie sie über HDMI übertragen werden. Um mit solch niedrigen Raten arbeiten zu können, bräuchten die Brillen eigene Decoder. Und selbst damit könnte man nur Video-Files übertragen, aber nicht gerenderte Inhalte eines Spiels.

HDMI 2.0 schafft 18 GBit/s, was für 4k60 gebraucht wird.
 
@max06.net: Richtig. Unkomprimiertes Video in 4K (ich weiß, zusammen haben beide Bildschirme bei Oculus Rift etc. nicht 4k, aber rein theoretisch) mit 90FPS ergibt:

3840x2160 x 32 Bit x 90 = 23,9 Gbit
(Bzw. bei 24Bit-Farbraum 17,9Gbit)

Sprich das sind Datenraten, die selbst kabelgebunden (HDMI/DP) an das derzeitige Maximum stoßen. Komprimierung ist keine Option, bei VR ist jede Millisekunde weitere Verzögerung tödlich, die durch den Dekompressionsalgorithmus hervorgerufen wird. Abgesehen davon dass selbst WiGig (60Ghz WLAN) diese Übertragungsrate nicht schafft hat man beim Kodieren der Pakete in ein Funksignal immer leichte Verzögerung (siehe Miracast). Wie die Bildqualität da ist, da brauchen wir gar nicht drüber zu reden ;-)

Selbst mit hochfrequentiertem Funk (-> Licht bzw Li-Fi) wird man diesen Anforderungen noch nicht gerecht. Die 12,5 Gbit/s, die durch Li-Fi momentan erreicht werden beziehen sich auf stabile Industrieumgebungen mit wenigen mm/cm Abstand. Es muss vorher also noch einiges in Sachen Stabilität geschehen, bevor sowas für oben genannten Anwendungszweck zum Einsatz kommen kann.

LG,
Tobias Rduch
 
@dognose:
Was hat die Internetdatenrate jetzt konkret mit der Videoübertragungsrate bei VR zu tun?
Ich meinte die Datenrate die notwendig ist Video zwischen Rechner und VR-Brille zu übertragen.
 
@tobias.rduch:
So sieht es aus. Die einzige Option wäre dass der Nutzer der VR-Brille auch den Rechner mit sich herumschleppt.

Miracast überträgt Video übrigens im 5 GHz Frequenzband, das Video wird komprimiert weil da max. 40 MHz Bandbreite genutzt wird.
Im 60 GHz Band stehen 2 GHz Bandbreite zur Verfügung, aber selbst da wird es schwierig 20 Gbit/s Nettodaten drahtlos zu übertragen.

Li-Fi sehe ich als Verfahren für Kurzstreckendatenübertragung u. ist überhaupt keine Konkurrenz für WLAN.
WLAN (2,4 GHz) funktioniert mit einem Access-Point in mehreren Räumen, Li-Fi wird nur im jeweils selben Raum funktionieren, denn Licht geht nicht durch Wände hindurch; das ist vergleichbar mit 60 GHz Funk oder Terahertzfunk.
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