EuGH: Software darf nur mit Originaldatenträger weiterverkauft werden

Das Thema Wieder- bzw. Weiterverkauf beschäftigt seit Jahren die Gerichte, der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat nun einen weiteren Fall dazu entschieden. Demnach ist der Verkauf gebrauchter Software rechtens, aber nur wenn der Originaldatenträger ... mehr... Microsoft, Lizenz, Lizenzen, Produktschlüssel, Key, Schlüssel, lizenzschlüssel, Productkey Bildquelle: lelong.com.my Microsoft, Lizenz, Lizenzen, Produktschlüssel, Key, Schlüssel, lizenzschlüssel, Productkey Microsoft, Lizenz, Lizenzen, Produktschlüssel, Key, Schlüssel, lizenzschlüssel, Productkey PicPhotos

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
ist trotzdem noch die frage bei software wo es nie einen datenträger gab.
 
@xerex.exe: sehe ich nicht so
"Der EuGH kam zum Schluss, dass eine Software nur dann "gebraucht" an Dritte weitergegeben werden darf, wenn es sich dabei in allen Belangen um die Original-"Ausstattung" handelt."

Gab es nie einen Datenträger, so umfasst der Original Lieferumfang auch kein Datenträger
 
@0711: In diesem Fall müsste man dann wohl vor verkauf den Datenträger vom Hersteller anfordern. Teilweise hat man aber auch keinen Lizenzaufkleber und der Key ist nur im BIOS hintergelgt, dann ist ein legaler verkauf aus meiner Sicht garnicht möglich aber bin kein Anwalt.
 
@PakebuschR: Das war das, was ich mich auch gerade gefragt habe. Wenn der Key im BIOS hinterlegt ist, gehört dann das Mainboard auch zur Original-"Ausstattung" und muss dann zusammen verkauft werden?
 
@DK2000:
Das Urteil ist im Ganzen anders zu verstehen als es hier gedeutet wird. Es ist verboten Softwarekopien zu verkaufen, die beiden Letten haben legale Lizenzen verkauft, was sie nicht durften war es, auch noch eine selbstgebrannte CD beizulegen, da es sich bei Windows um keine frei zu kopierende Software handelt.
Wenn Windows-CDs einen Kopierschutz hätten würde man es sofort begreifen. Ich darf doch nicht einfach ein ISO aus dem Internet runterladen und verkaufen, Windows hat auch eine Testversion, dennoch ist es keine Shareware!
 
@DK2000: Selbstverständlich!

Der Schlüssel ist im Bios hinterlegt. Wenn du nur eine Nummer weitergibst, besitzt du noch immer eine Kopie von diesen Schlüssel. Damit verkaufst du in jedem Fall illegal Kopien!

Die Frage ist, ob es rechtens wäre die Geräte von einem Unternehmen zerstören zu lassen und sich den Vorgang schriftlich belegen zu lasen um dann die Schlüssel zu veräußern. Dafür müsste dann aber noch einmal so ein Fall überhaupt aufgemacht werden.

EDIT: Das ist übrigens bereits mehr oder weniger geklärt worden.
http://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2012-07/cp120094de.pdf

"Weiter führt der Gerichtshof aus, dass der ursprüngliche Erwerber einer körperlichen oder nichtkörperlichen Programmkopie, an der das Verbreitungsrecht des Erwerbers erschöpft ist, die auf seinen Computer heruntergeladene Kopie zum Zeitpunkt des Weiterverkaufs unbrauchbar machen muss."
 
@otzepo: Ich verstehe das allerdings auch so, dass ich nicht einfach die Lizenz verkaufen darf sondern, sofern im Lieferumfang enthalten, auch das Installationsmedium mitliefern muss.. Was ich im Jahre 2016 reichlich dämlich finde.. Windows hab ich auch als ISO herumliegen und bei Bedarf wird ein Stick damit präpariert, DVDs gibt es bei mir gar nicht mehr.. Aber hier geht es wohl eher um die gewerbliche Schiene..
 
@GlockMane: Woraus verstehst du das? Aus dem Artikel oder aus dem Urteil vom EuGH?
Eine Sicherheitskopie darf nur für den Eigenbedarf erstellt werden, ein Verkauf dieser Kopie ist eine Verletzung des Urheberrechts. Da hat der EuGH einfach nur bestehendes Recht gesprochen und im Urteil auch begründet. Was sich da irgendwelche Leute aus den Fingern saugen und in einen Artikel schreiben steht auf einem anderen Blatt.

Und dann auch der Witz mit Hardwarebindung. Seit wann klebt denn der im BIOS eingebettete Schlüssel auf den Geräten? Auf dem Aufkleber ist ein jungfräulicher Key, da sitzt bei DELL kein Praktikant und installiert alle Rechner von Hand, tippt Schlüssel ein und aktiviert diese - OEMs haben einen Massenschlüssel, der ausgelesen nicht noch mal zum aktivieren funktioniert bei einem zu Hause. Die ganze Unterhaltung ist einfach an den Haaren herbei gezogen. In Europa gibt es keine Hardwarebindung, da illegal - daher haben wir die lustigen Aufkleber auf den Geräten mit einem Schlüssel zur Neuinstallation.
 
@otzepo: " In Europa gibt es keine Hardwarebindung, da illegal - daher haben wir die lustigen Aufkleber auf den Geräten mit einem Schlüssel zur Neuinstallation."

Diese Aufkleber wirst du schon seit Jahren auf keinem Gerät mehr vorfinden. Nur noch Altgeräte mit Windows 7 haben manchmal so einen Schlüssel beiliegen. Die meisten neueren Windows 7 Geräte wurden schon seit Jahren nur noch mit einem Herstellerschlüssel als Downgrade vorinstalliert und ein "richtiger" individualisierter Schlüssel für Windows 8 oder 10 befindet sich im Bios. Da bei diesen Geräten ein Downgrade einer höheren Lizenz durchgeführt wurde, ist diese letztlich der Bestandteil des Vertrages und kann durch die Speicherung im BIOS nicht einfach so weitergegeben werden.

Ich arbeite für eine Firma, die Fujitsu Service Partner ist und kann dir versichern, bei jedem Mainboardtausch wird uns für den Ersatz ein individueller Schlüssel bereitgestellt, der mit einem Herstellertool im Bios gespeichert wird.

Deshalb muss auch seit Jahren kein Praktikant irgendwelche Schlüssel eingeben, die holt sich Windows direkt aus dem Bios.
 
@xexex: Seit Win8 und dem UEFI-Schlussel ist es natürlich so, diesem Urteil liegt aber die Vorgehensweise zu XP-Zeiten zugrunde (Antrag zu Vista-Zeiten vielleicht zum Release von Win7 (2009) beim EuGH eingegangen). Sorry habe mich komplett falsch ausgedrückt, der Herstellerschlüssel (mit dem man nichts anfangen kann, wenn man diesen ausliest) war natürlich nicht im BIOS gespeichert sondern im System.
http://curia.europa.eu/juris/documents.jsf?num=C-166/15 <-- da ist das Urteil nachzulesen
 
@PakebuschR: wieso? dein Lieferumfang beinhaltete doch auch keinen Datenträger

Das mit dem im bios ist natürlich so ne Sache, hier könnte sich eine Hintertür für die hardwarebindung ergeben "Lieferumfang" - den punkt wage ich nicht einzuschätzen
 
@0711: Da die Hardwarebindung in der EU generell nicht rechtens ist, stellt sich die Frage doch gar nicht.
 
@Scaver: Natürlich stellt sich die Frage. Wie willst Du denn das vorinstallierte Windows 8.x/10 verkaufen, wenn Du weder einen Aufkleber mit dem Key hast, noch in den meisten Fällen eine Möglichkeit, den Key aus dem BIOS zu entfernen?
 
@DK2000: Nur zusammen mit dem Computer. Bzw. Mainboard. Jemand der das Mainboard gebraucht kauft, bekommt ein Windows gratis dazu. Die vorinstallierte Windowskopie hat man ja auch nicht einzeln gekauft.

Um das Ganze mal absolut übertrieben auf die Spitze zu treiben: Wenn ich mir einen Drucker oder Router kaufe, dann könnte ich ja theoretisch die Firmware herauskopieren, die Chips zerstören, und als gebrauchte Software veräußern.

OEM Pcs stelle ich mir daher wie einen Drucker/Router mit Firmware vor. Diese ist, wie das Windows (man bekommt ja keine seperate Rechnung dafür) im BIOS im Hardwarepreis inbegriffen. Und kann daher auch nur in Kombination mit der Hardware verkauft werden.
 
@0711: Es geht aber um den einzelnen Weiterverkauf der Lizenz, müsstest also quasi das Gerät mit dazugeben bzw. zumindest Board (Key) und Festplatte (Datenträger - Recoverypartition). Wie gesagt, dazu müsste man schon einen Anwalt befragen wenn das denn überhaupt geklärt ist.
 
@PakebuschR: Es gibt ja diverse Lizenzen nur mit key ohne Datenträger (diese elektronischen key cards usw)...ist ja nicht alles zwingend im bios/uefi aber ja, dort sehe ich ein problem
 
@Speggn: "Und kann daher auch nur in Kombination mit der Hardware verkauft werden." was aber gegen geltendes recht verstossen würde...in der eu ist wie scaver sagt eine hardwarebindung einer Lizenz nicht rechtens....nun ist die interpretation "wie original Lieferumfang" deine Ausführung auch meine Schlussfolgerung, nur beißt sich das eben mit anderen gesetzen
 
@Scaver: diese (simple) annahme halte ich für sehr naiv...obiges urteil widerspricht dem und die argumenation basiert ja durchaus auf geltenden gesetzen...genauso aber gibt es eben da ein gesetz dass dieser "hardwarebindung" widerspricht - deshalb sehe ich hier durchaus eine mögliche Hintertür dass auch in der eu die "hardwarebindung" Realität werden könnte.
 
@0711: Naja, die Lizenz ist ja nicht strikt an einen kompletten PC gebunden (worauf sich das Gesetz bezieht) , sondern nur an das Mainboard. Welches man quasi als Datenträger betrachten könnte...
 
@Speggn: eben aber bei notebooks z.B. ist oft viel auf das mainboard direkt aufgelötet...entspricht also fast der kompletten hardware und so wird der handel/weiterverkauf schlicht unrentabel
 
@DK2000: Da die Versionen die per Bios-Key freigeschaltet werden, nur mit dem Gerät funktionieren (dafür zugelassen sind) stellt sich die Frage nicht ! Diese Versionen von OEM-Builds dürfen und können nur mit der dazugehörigem Hardware verkauft werden. Darauf wirst du auch vor dem Kauf klar hingewiesen. Diese Produkte betreffen auch nicht das Urteil des EUGH.
Anders sieht es mit Volllizenzen und / oder OEM-Lizenzen von Software aus, die mit Datenträger verkauft wurden (CD's, DVD's oder USB-STICK'S zb mit Windows 7, 8, 8.1 oder 10). Nur für diese ist das Urteil in Anwendung zu bringen.
Key's ohne Datenträger, wie sie zum Beispiel bei Microsoft oder großen Softwareschmieden verkauft werden haben Digitale Berechtigungen, hier gibt der Verkäufer meist einen Downloadort für die Software in Form einer URL oder Seitenangabe mit an. Auch diese Softwareverkäufe betrifft das Urteil nicht !
 
@0711 (re:6): Du erwirbst doch nicht einen PC, Laptop usw. UND eine Lizenz, also KEINE 2 getrennten Sachen! Du erwirbst einen PC, Laptop usw. mit einer vorinstallierter Software, einem OEM-Build, die Du anschließend in der Regel registrieren lassen mußt um sie vollumpfänglich und dauerhaft nutzen zu können. Wenn Du also keine 2 getrennte Sachen (Hard- UND Software) erwirbst, kannst Du auch nicht ein Teil davon (Software Win oder was auch immer) einzeln weiterverkaufen. Du könntest ja jederzeit PC, Laptop usw. OHNE Betriebssystem / Software sogar billiger kaufen und dann die Software, auch Betriebssystem, einzeln dazu kaufen und aufspielen. Dann hast Du in irgendeiner Form (Download, CD) die Software getrennt von der Hardware (also 2 Sachen / Teile) gekauft und kannst sie auch weiterverkaufen -sofern Du nicht eine Kopie weiter verwendest!!!

Insoferm ist auch keine verbotene Hardwareanbindung bei OEM-Builds (des Keys) vorhanden, da Du eben NICHT ! einen seperaten Key erworben hast. Du kannst diesen nur mit der bestimmten Hardware verwenden. Ist ja auch Bestandteil des Kaufvertrages!

Gaaanz was Anderes ist es natürlich, wenn Du Hardware hast oder kaufst UND DAZU ! seperat Software erwirbst. Dann kannst Du die Software auch weiterverkaufen inkl. originalem ! Datenträger und Key. Du darfst dann aber keine Datenträger-Kopie weiterverkaufen, auch nicht mit Original-Key. Du darfst dann natürlich schon gar nicht den Originaldaenträger behalten und weiterverwenden oder gar -noch schlimmer!- nochmal zusätzlich weiterverkaufen. Dies gilt sinngemäß auch für Downloadsoftware ohne eigenen Datenträger. Hier hattest Du ja einen entsprechenden Downloadlink bekommen und mußtest dann die Software registrieren/ aktivieren bzw. dies geschah dann durch den Download zugleich. Dies muß dann bei Weiterverkauf der (neue) Erwerber ebenfalls machen. Und das Verbot der Kopie / Weiterverwendung bei Dir gilt natürlich sinngemäß wie bei dem Erwerb mit einem Datenträger. Oft ist es ja schon der Fall, wenn eine Software auf einer anderen Harware installiert wird, dass sie erneut registriert / aktiviert werden muß und ZUGLEICH die "alte" Installaition auf der vorherigen Hardware nicht mehr oder nicht mehr vollumpfänglich arbeitet.

Auf alle Fälle, in der Paraxis der Anwendung alles nicht kompliziert! Die rechtliche Grundlage dazu / dahinter aber umso komplizierter.

UND -so meine ich!- es ist verständlich, dass sich die Softwarehersteller soweit als möglich davor schützen wollen, dass Software nur einmal bezahlt wird (darum geht´s letztlich) aber zigfach dann verwendet wird und so andere gar noch damit Geld machen.
 
@0711: Ob das auch für Win-OEM-Lizenzen gilt, die i.d.R. zu einem Computer gehören?
 
@tapo: Die gehören ja nicht zum Computer, gibt ja eigentlich keine Hardwareindung von Software. Aber ist in dem Falle jetzt wirklich schwer zu sagen, was da jetzt alles zur Original-"Ausstattung" gehört.
 
@DK2000 (re:1): Na na! Natürlich gehören solche OEM-Builds zum Computer, denn ohne sie ist der Computer nicht verwendungsfähig / arbeitsfähig! Oder Du mußt Dir die entsprechende Software zusätzlich zum Computer kaufen! Wenn Du ein Gerät ohne Betriebssystem kaufst.

Eine Originalausstattung eines Computers ist die Ausstattung, die Du beim Erwerb gekauft und bezahlt hast und die Bestandteil des Kaufvertrages ist. Hast Du den MIT Betriebssystem als OEM-Build erworden, ist es Teil der Originalausstattung und somit NICHT von diesem trennbar. Es liegt also auch keine verbotene Hardwarebindung vor. Willst Du einen Computer OHNE Software / Betriebssystem, kaufe Dir einen solchen. Du bist NICHT ! gezwungen, einen Computer mit einem (bestimmten) Betriebssytem zu kaufen. Kaufe Dir dann die Software / das Betriebssystem unabhängig zusätzlich. Du kannst diesbezüglich ja machen was Du willst, wird alles entsprechend angeboten!
 
@tapo: ein Problem dürften hier wohl die "im bios" hinterlegten keys sein...hier könnte natürlich das Argument ziehen "rechner gehörte zum Lieferumfang" (oder ein teil davon), unsichere kiste - auch wenn es formal keine hardwarebindung geben dürfte
 
@0711: Man kann doch den Key aus dem BIOS auslesen, allerdings müsste man ihn im Anschluss dort vernichten..
 
@GlockMane: Ein Stück Papier allein ist aber keine original Lizenz auch wenn der Datenträger original wäre.
 
@GlockMane: Das Problem ist ja "Original-Ausstattung"...was zählt in diesem fall als originalausstattung? Desweiteren muss der key ja aus deinem bios raus....
 
@0711: Zu "Original-Ausstattung" siehe mal bitte kurz weiter oben von mir [re:1] Kiebitz als Antwort auf DK2000 !
 
Viele Neue Rechner werden heute ohne Windows CD/DVD verkauft.

Heißt das jetzt man sollte die "Platte" (SSD oder HD) ausbauen um sie eventuell mit dem Key weiterverkaufen zu können, und das System mit neuer Platte neu aufsetzen?

Wer Denkt sich den so einen Quark aus? (Rhetorisch)
 
Zitat:
"Der Ersterwerber einer mit einer Lizenz zur unbefristeten Nutzung verbundenen
Kopie eines Computerprogramms kann die benutzte Kopie und seine Lizenz an
einen Zweiterwerber weiter verkaufen

Ist der körperliche Originaldatenträger der ursprünglich gelieferten Kopie beschädigt oder zerstört worden oder verloren gegangen,
darf der Ersterwerber hingegen seine Sicherungskopie des Programms
dem Zweiterwerber nicht ohne Zustimmung des Urheberrechtsinhabers übergeben"

http://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2016-10/cp160110de.pdf

Ist die Festplatte mit dem Vorinstallierten Windows kein Originaldatenträger?
 
@Kribs: Es ist ist vielleicht schon irgendwie ein Originaldatenträger, aber ganz sicher ist eine Recoverypartition kein als solches anzusehendes Installationsmedium, weswegen man sich wirklich fragen muß ob in diesem Fall ein Key ohne Datenträger dem nötigen Lieferumfang schon genügen kann.
 
@Johnny Cache: Es geht hier um Software-Verkauf... Wenn man ein Notebook weiterverkauft, besteht dieses Problem nicht, da der Linzenzaufkleber auf der Rückseite dem Käufer des gebrauchten Geräts ermöglicht, eben das OS wieder zu installieren und aktivieren. Es geht hier einfach um Software, die man im Mediamarkt kauft. Ohne Rechner. Und die darf man nicht verkaufen, wenn man keinen Datenträger mehr hat. Also einfach den CD-Key (falls vorhanden) in ne Mail schreiben und nach Bezahlung abschicken, geht nicht.
 
@SunnyMarx: Der Haken ist aber daß auch OEM-Lizenzen veräußert werden können und die verfügen nun eben oft über keine Datenträger.
Was ist in solchen Fällen der zulässige Lieferumfang?
 
@Johnny Cache: Solche OEM-LIZENZEN sind NICHT aus einem PC, Laptop herauskopierte / herausgelese Software- / Betriebssystem-Keys. Sondern sie sind seperate geräteunabhängige Lizenzen, die geräteunabhängig eigenständig verkauft werden und insofern auch legal. Wenn Du nun die Software / ein Betriebssytem ohne Lizenz hast, woher auch immer, z.B. Windows-Trial, erwirbst Du nun mit der Lizenz eine eigenständige Nutzung (Nutzungsrecht) bzw. Aktivierungsrecht. Der zulässige Lieferumfang ist dann nur die (gültige) aktivierbare Lizenz, NICHT die Software als solches. Woher die Software (z.B. Win-Trial) als solches kommt, bleibt dem Käufer der OEM-Lizenz überlassen. Betonung liegt auf LIZENZ, also ohne irgendeine Form von Datenträger, Download usw.

Risiko ist aber dabei, dass Du einen Key erwirbst, der schon mal aktiviert wurde und sich deshalb nicht erneut aktivieren läßt bzw. nach wenigen Tagen nicht mehr als aktiviert gilt und Dein Win nicht mehr bzw. nicht mehr vollumfänglich arbeitet. Vielleicht sogar von MS als "Softwarepiraterie" erkannt wird. Siehe z.B. Amazon!

Du kannst natürlich auch eine Win-DVD-OEM erwerben. In der Regel aber teurer als nur der pure Key. Da gehören natürlich Key UND DVD zum Lieferumfang. Aber auch hier gilt wie oben, Risiko, entweder bedingt durch den Key ( schon mal aktiviert) oder durch die DVD (nicht Original, Kopie oder was auch immer) Siehe Amazon!
 
Der Artikel hier ist mal wieder völlig falsch.

Selbst der verlinkte Artikel von lto.de sagt etwas anderes und der Urteilstext erst Recht:

So ging es bei dem Urteil nicht darum, OB Lizenzschlüssel auch ohne Software verkauft werden darf, sondern darum, WENN Software dabei ist, ob diese original sein muss oder auch eine Sicherheitskopie erlaubt ist.
Das Urteil sagt, WENN Software dabei liegt, dann muss es auf dem original Datenträger sein.

Das Urteil sagt NICHT, dass bei einem Lizenzschlüssel immer original Software dabei sein muss.

Manchmal frage ich mich hier echt, ob die Quellen die hier auch noch verlinkt werden, überhaupt richtig gelesen werden, oder ob es dann am Verstehen mangelt.

Hier mal zwei Zitate von lto.de:
"Eine dieser Detailfragen hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Mittwoch beantwortet, nämlich, ob Software auch auf selbst gebrannten Sicherungskopien weiterverkauft werden darf."

"Wer Software auf CD oder DVD weiterverkaufen möchte, muss dem Käufer den Origi-nal-Datenträger übergeben, eine Sicherungskopie genügt nicht, [...]"

Quelle: http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/eugh-urteil-c16615-verkauf-software-gebraucht-original-datentraeger-keine-sicherungskopie/
 
@Scaver: Jipp, und das sollte jedem bewusst sein. Windows ist keine Shareware, also darf ich davon natürlich keine Kopien weitergeben.
 
@otzepo: Ist auch nicht nötig, MS bietet die ISO schließlich selber zum Download an.
 
@Scaver: Das kam im Artikel tatsächlich völlig falsch rüber, also alles halb so wild ;)
 
Es wäre schön, wenn sie sich endlich mal der Situation annehmen würden, wie es mit reinen Onlinekäufen läuft. Also jede Software, welche man online kauft und runterlädt.
 
@karstenschilder: Die kauft man doch, um zu nutzen, oder? Und wenn Du die neuere Version erwirbst, kauft man doch die günstigere Upgrade-Lizenz. Und wenn man eine Upgrade-Lizenz kauft, muss man die zugrundeliegende Lizenz ebenfalls inne haben.

Wenn ich mein Windows 98 verkaufen würde, wären alle anderen Versionen, die ich im Anschluss erworben habe, mit einem Schlag illegal, weil die zugrundeliegende Vollversion nicht mehr in meinem Besitz ist.
 
Am Ende ist es OK, eine Software weiter zu verkaufen, die man nur digital erhalten hat (via download) nicht jedoch eine Software weiter zu verkaufen, die man auf einem physischen Medium erhalten hat, welches nicht mehr existiert?
Noch absurder: Ist der Originaldatenträger beschädigt, darf man dann eine Kopie beilegen?
Ist ein kleiner Kratzer auf der Orginal-CD oder eine Beschädigung an der Hülle schon nicht mehr "in allen Belangen um die Original-"Ausstattung" " ?!

Es ist klar, dass man eine Software nicht weiter nutzen und gleichzeitig verkaufen darf ( Nutzungen auf einer Lizenz). Wenn aber kar Kommuniziert ist, dass es sich nicht um den Orginaldatenträger (wohl aber eine gültige Lizenz handelt), so erhält der Käufer doch effektiv ein ästhetisch jedoch nicht funktional eingeschränktes Exemplar....
 
Dann erwarte ich bei neuen Rechnern aber auch wieder einen Stapel Datenträger im Lieferumfang, und nicht nur ein dümmlicher Verweis auf eine sinnfreie "Recovery-Partition" (und daß man sich die Dinger gefälligst selber brennen soll), die bei einer _brauchbaren_ Einrichtung der Festplatte als erstes über'n Jordan geht...
 
Was ist das denn für ein Quatsch? Man kann sich doch vollkommen legal z.B. ein Windows iMG von MS herrunterladen. Die Lizenz ist der Key und nicht die CD... In den ganzen Office OEM Versionen ist nicht mal mehr ne CD Dabei...
 
ich glaube mal, nur wenige haben hier den Text gelesen und das Urteil dazu. Noch weniger wohl verstanden.

Es wurde hier doch tatsächlich von einem User erklärt. Es geht um einen alten Fall, wo nebst COA-Key gebrannte CDs mit verkauft wurden. DAS genau ist gewerblich untersagt, in sich auch logisch. Privat eigentlich auch, denn es ist nur die eigene Sicherungskopie erlaubt.

Denk man nun mal weiter und man hat einen COA-Key, aber keinen Datenträger mehr, kann sich der Käufer die Software herunterladen. Was auch nichts anderes bedeutet, er kann sich auch den Datenträger vom Softwarehersteller auch zuschicken lassen.

Anders sieht das aber tatsächlich bei Downloadsoftware aus. Nehmen wir mal z.B. Softwareload. Wie soll man da einen Link zur Software jemanden anderem zuschicken, wenn dieser Link mit seinem Konto verbunden ist. Geht nicht, genauso ist die Lizenz, der Lizenzschlüssel personenbezogen, zu seinem Konto.
Genau in solchen Fällen ist ein Weiterverkauf praktisch gar nicht möglich, wenn nicht die gleiche Software über die Hersteller-Seite frei zum Download angeboten wird.

Noch etwas, worüber ich hier immer wieder stoße, "ab Win7 gibt es keine COAs mehr". Hhhm, warum verweist dann Microsoft darauf:

http://www.microsoft.com/oem/de/licensing/antipiracy/Pages/COA_hologram.aspx

Neee, ist vollkommen klar, gibt es nicht mehr ........ ;-)
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles