Milliarden-Paket für Schulcomputer klingt besser als es real ist

Das IT-Förderprogramm des Bundes für die Schulen im Land klang bei der Verkündung danach, als würde es hier endlich den lange fehlenden großen Wurf geben. Die Reaktionen jener, die vor Ort für die Ausstattung der Bildungseinrichtungen zuständig ... mehr... Schule, Lernen, Digitale Medien Bildquelle: Universität Paderborn Schule, Lernen, Digitale Medien Schule, Lernen, Digitale Medien Universität Paderborn

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Da ist es wieder, das Problem von zweckgebundenen Mitteln des Bundes... die Schulen sind in katastrophalen Zuständen, für die Sanierung ist aber bei den Kommunen kein Geld da. Nun kommt der Bund mit einem Milliardenschweren Modernisierungsprogramm.. aber eben auch nur dafür!.

Was soll so eine Schule nun machen? Dankend ablehnen und sagen "ne wir wollen erstmal das Dach dicht bekommen" und die Gelder verstreichen lassen? Die sagt natürlich ja, somit hat die Schule weiterhin uralte KLos und ein undichtes Dach, dafür überall W-Lan, Tablets und INternet.

Glückwunsch!

DAs Problem ist immer das gleiche bei öffentlichen Förderprogrammen mit engem Rahmen. Der Bund sollte die Gelder vorhalten, nachhören wo es akutere Probleme als W-Lan gibt und hier unter die Arme greifen, danach kann er sich üm die MOdernisierung kümmern, oder vielleicht sogar gleich dabei!
 
@Cosmic7110: Ich bin im Elternbeirat und kann deine Frustration verstehen, aber so einfach ist das nicht!
Laut GG sind die Länder für die Schulen verantwortlich und geben kein Jota dieser "Kompetenz" ab, der Bund kann nur Zuschüsse zahlen, was er in Milliarden macht, ob die Länder das auch dafür ausgeben ist nicht garantiert, im Gegenteil wurden das Geld zu oft zweckentfremdet eingesetzt!
So Bleib dem Bund nicht anderes über als Zweckbestimmte Zuschüsse zu zahlen, damit es überhaupt an den Schulen ankommt, ob die "Obdachlos" sind ist dabei erst mal nebensächlich.
 
@Kribs: Mein Beitrag war nicht nur auf Schulen bezogen sondern allgemein gehalten. Es gibt so einige auswüchse aus Fördergeldern einfach nur "wir mussten das Geld ausgeben sonst hätten wir es garnicht bekommen".
 
Ein weiteres großes Problem ist die Art der evtl. möglichen Ausstattung.
Im Ruhrgebiet gibt es dank eines Fördertopfes "Tablet-Koffer" in Klassenstärke für Grundschulen.
12 Tablets für eine Grundschulklasse. Dumm nur daß man sehr teure Apple-Geräte nimmt statt mindestens gleichwertiger Androidmodelle von anderen Herstellern. Da würde man fürs gleiche Geld 2 Geräte kriegen und deutlich mehr Schulen ausstatten können.
Blinder Aktionismus im "Hightechland" Deutschland. Aber selbst für Angi war das schon Neuland und wir schaffen das!
 
@sandvik: hm, mir war so als hat Apple ein "Programm" extra für Schulen und Universitäten u.A. auch mit Rabatten für die Schulen inkl. dem Service/Support und Reparatur. Gibt es da ähnliches von Android Herstellern?
 
@sandvik: Du bekommst im Android-Bereich aber eben nicht das doppelte fürs gleiche Geld. Du kannst hier schlicht nicht davon ausgehen, was die Hardware bei Mediamarkt kostet. Das ist etwas völlig anderes. Bei Apple bekommst du die iPads als Komplettpaket für die Schulen, inklusive benötigten Software und Services. Das umfasst beispielsweise die Shared-Geschichte, das jeder Schüler seine persönliche Umgebung auf dem Tablet vorfindet und sich so die Hardware mit anderen teilen kann. Dann noch die zentrale Anbindung an die Classroom-App des Lehrers. Das zentrale Management der Geräte und so weiter. Stell dir das mal so mit Android-Geräten zusammen (falls es das so überhaupt gibt) inklusive des Aufwandes, das da auch noch alles einzurichten...und dann vergleich die Preise nochmal.
 
Deutschlands Schulsystem ist eh total am ende. man lernt nur zu lernen. sinnvolle Informationen gibt es nur am Anfang und irgendwann ist es nur noch müll den sich Leute in den Kopf stopfen um nach Launen einzelner in ein veraltetes Bewertungssystem gepresst zu werden. es geht ab ner gewissen Klassenstufe halt nur noch darum irgendwas zu finden um es zu bewerten nicht um die Informationsweitergabe. .... wer mal ein Abiturienten gesehen hat der nicht weiß wie man eine Überweisung macht weiß was ich meine. Ist bloß meine Meinung. Da will ich nun auch gar nicht diskutieren oder sonst was. jeder darf das sehen wie er will.
 
@Tea-Shirt:
Themen wie Rechtschreibung kann man nur durch stetiges üben verbessern. Tipp an dich: Übe nochmal ein bisschen, dann wirkt das Kritisieren der Bildungspolitik auch nicht so laienhaft...
 
@GRADY: Von Grammatik und Kommasetzung mal ganz abgesehen.
 
@Jon2050:
Ich weiß auch nicht ob sein Username extra so geschrieben wurde oder ob auch das 'n Rechtschreibfehler ist...
 
@Tea-Shirt: Die Schule hat nicht die Aufgabe, jemandem zu zeigen, wie eine Überweisung funktioniert. Ihre Aufgabe besteht darin, möglichst einen Menschen zu formen, der sich solche Dinge selbst beibringen kann. Daher wäre es auch sinnvoller, den Schülern nicht beizubringen, wie man Facebook im Browser aufruft, sondern wie Quellenkritik funktioniert.
 
@ckahle: dem Schüler wird doch nur der Stoff aus teilweise veralteten Büchern vermittelt. Die Aufgabe des Lehrer besteht im lehren des Lehrstoffes nach Plan. Sie Formen nichts. Lehrern ist es egal was da für ein Schüler bei raus kommt, sie bekommen ihr Gehalt bei guten und auch bei schlechten Schülern. Als Schüler lernst Du nur den Stoff der abgefragt wird.

Da ein Schüler aber ein Großteil seiner Jugend (in der er Formbar ist) in der Schule verbringt, sollte die Schule genau dafür Schüler formen. Dafür steht aber weder Personal zur verfügung noch die Möglichkeit nach individueller Betreuung.
 
@Rumpelzahn: Es tut mir leid, dass die schlechten Lehrer alle ausgerechnet durch dein Leben stolpern. Ich hatte das Glück, sehr viele gute kennenzulernen. :)
 
@ckahle: ich mag nicht abstreiten das es auch gute gibt, die engagiert sind und sich um die Schüler Gedanken machen. Dennoch ist die Motivation mancher Lehrer = 0 ... darf ich leider auch gerade bei meiner Tochter mit erleben.
 
@Rumpelzahn: Sprich ihn vorurteilsfrei und sachlich darauf an. Gib ihm realistische Verbesserungsvorschläge und hör ihm zu.
Nur durch Beschwerden wird soetwas nie besser.
 
@ckahle: Och, so ganz unrecht hat nicht. Er versaut seinen Beitrag lediglich mit seiner Orthographie. HartzIV-Anträge auszufüllen wird an vielen Schulen bereits gelehrt.
 
@Candlebox: Na gut, das ist auch eine Wissenschaft, die wesentlich komplexer als höhere Physik ist. ;)
 
@Tea-Shirt: Warum nun genau sollte eine Schule denn beibringen, wie man eine Überweisung heute bei einer bestimmten Bank zu machen hat?!

Soll nun auch kein diskutieren sein.
Aber Überweisungen sind nun nicht unbedingt staatlich genormt & bei jedem Geldinstitut gleich.

Und so schlecht/verbesserungswürdig das Schulsystem auch auch sein mag:
immerhin besser als in anderen Ländern.
 
@Tea-Shirt: Solange dem Deutschen das Auto wichtiger als Bildung ist, wird sich das wohl kaum ändern.
 
@all: Also ich verstehe den gewählten Begriff "Überweisung" als exemplarisches Beispiel. Und da hat er, mit Verlaub, nicht so unrecht. Schreibt auch der Spiegel.

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/pisa-studie-deutschland-bei-problemloesung-im-oecd-mittelfeld-a-961814.html
Gut, er macht sich vielleicht für manche zum Kasper durch die Artikulation, aber so ein bisschen beweist Ihr mit den Kommentaren eurer Antworten ein wenig, mangelndes Um-die-Ecke-denken.

Edit: Typo
 
@Tea-Shirt: Eine Schule bzw deren Lehrkörper haben die Aufgabe, Grundwissen zu vermitteln. Es obliegt jedem Schüler, an dieses Wissen anzuknüpfen und sich weitergehend mit dem vermitteltem Stoff zu beschäftigen. Wenn seitens der heutigen Jugend wenig bis kein Interesse besteht, über das Pflichtprogramm hinaus Interesse und Engagement zu zeigen, kann man das natürlich auch auf das "mieserable" Schulsystem schieben, ist aber wenig zielführend. Eine Schule gibt Hilfe zur Selbsthilfe. Du aber erwartest eine Allround-An-die-Hand-nehmen-Betreuung inklusive Elternersatz, aber genau das würde unselbstständige Informationsempfänger heranziehen, die nicht in der Lage wären, sich selbstständig Wissen anzueignen. Mit solchen Stoffzombies kann man später ebenso wenig anfangen, wie mit faulen, desinteressierten Pflichtwissenabsolvierern.
 
das projekt läßt sich doch ganz einfach finanzieren: jeder provider, der ne netzlizenz will, muß im verhältnis seiner zu erwartenden kunden in einem von ihm gewünschten gebiet min eine bildungseinrichtung kostenlos ans netz anschließen...schließlich profitieren die provider dann ja auch wieder von den dort gut ausgebildeten leuten...und das nicht nur als kunden...
 
Bei uns in der Schule (Realschule in BW) sind Computer, Beamer, Whiteboards etc. vorhanden, jedoch weiß kein Lehrer mit diesen Geräten etwas anzufangen, weshalb diese kaum in Benutzung sind. Den meisten Lehrern ist nicht einmal klar, wie sie eine DVD mit dem Beamer zum Laufen kriegen, geschweige denn wie die Whiteboards gescheit zu benutzen sind, weshalb sie trotz vorhandener Technik seitenweise Folien für den Projektor ausdrucken. Wenn die Lehrer nichts mit der Technik anzufangen wissen, weil sie nicht geschult werden, kann man sich das Geld sparen...
 
Ein erhebliches Problem, das nicht bedacht wird, ist auch die Betreuung und Wartung der Geräte. Ich bin selber als Lehrer dafür an meiner Schule zuständig und kann nur sagen, dass die dauerhaft aufgewendeten Ressourcen ein Witz sind: zusammen mit einem Kollegen müssen wir uns um ca. 60 PCs, 30 Beamer, 30 Dokumentenkameras und 8 Whiteboardräume kümmern. Wir haben aber gerade mal gemeinsam 1/7 Stelle dafür (wir müssen 3 Schulstunden weniger halten). Solange die Länder (die zahlen ja meist für Personal) nicht dauerhaft Personal dafür bereitstellen, wird die neue Hardware verkommen und schlecht gepflegt sein. Es ist nicht mit einer Einmalanschaffung getan!
 
Das Thema ist durch einige Nachrichtensendungen gegangen. Und fragt Euch mal was das für Geräte waren? Na, na .... richtig. Der Apfel.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.