Ministeriums-Gutachten: Tesla-Autopilot "erhebliche Verkehrsgefahr"

Wegen Todesfällen während des Einsatzes des sogenannten "Autopiloten" muss sich der Autobauer Tesla aktuell scharfe Kritik gefallen lassen. Laut einem Gutachten des Verkehrsministeriums soll das Fahrassistenzsystem eine "erhebliche ... mehr... Selbstfahrendes Auto, tesla, Tesla Motors, Autopilot Bildquelle: Tesla Selbstfahrendes Auto, tesla, Tesla Motors, Autopilot Selbstfahrendes Auto, tesla, Tesla Motors, Autopilot Tesla

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Gehirn bei der Fahrt ausschalten ist also weierhin nicht durch den Autopiloten kompensiert. Mittelfahrbahnschläfer, Kriechüberholer und Windschattenfahrer sind also weiterhin nicht vom aussterben bedroht.
 
@4ndroid: Einmal wie Michael Knight im fahrenden Auto sitzen, schlafen und am nächsten morgen am Ziel ankommen :)
 
@Memfis: Das wird noch ein paar Jahre dauern. Aber kommt, da bin ich voll von überzeugt.
 
"Tesla hat sich hingegen gegen die Inhalte des Gutachtens zur Wehr gesetzt. Man kommuniziere klar, dass die Autopilot-Funktion nur mit Mitwirkung des Fahrers funktioniere, der auch für eine ständige Überwachung des Systems verantwortlich sei. Beim Notbremssystem komme der aktuelle "Stand der Technik" zum Einsatz."

Ach echt, warum machen die dann auf selbstfahrendes Auto. Das widerspricht sich nun aber.

Abwälzen der Verantwortung ?!

Das würde bedeuten, ich verzichte gerne auf diese Pseudo-Hilfen, wenn ich doch verantwortlich sein soll, wenn etwas passiert und die Technik spinnt.
Bin ich so schon heute für verantwortlich. Fahre ich vom TÜV-Gelände runter und es versagt die Bremse, bin ich verantwortlich dafür. Auch wenn der "Kleber" grad ne neue Plakette drauf geklebt hat.
Auch zur Werkstatt zu übertragen.
Im Endeffekt hafte ich für das Fahrzeug, wenn ich nen Kind überrolle.
 
@Kruemelmonster: Überhaupt nicht, nein.

Der Autopilot befindet sich in der Beta (siehe https://www.tesla.com/presskit/autopilot) und hat noch nicht die 1 Millarden Meilen Marke geknackt.

Das ist genauso, wie Microsoft davor warnt, dass man ihre Previews nicht in einer produktiven Umgebung einsetzt.

Wenn Tesla's Autopilot aus der Beta raus kommt, dann kann man davon ausgehen, dass sich die rechtliche Situation dementsprechend ändern wird.
 
@exotobias1: "Wenn Tesla's Autopilot aus der Beta raus kommt, dann kann man davon ausgehen, dass sich die rechtliche Situation dementsprechend ändern wird."

nie und nimmer, es wird immer der Halter haften, denn wir übersehen etwas, selbst wenn das Fahrzeug nur abgestellt ist, also nicht mal fährt, haftet der Halter.

Auch mein Beispiel mit dem TÜV ist das Gleiche. Hast du eine neue Plakette drauf und fährst vom Hof des TÜV und es zerreißt dir dort die Bremse, haftest du, nicht der TÜV der etwas übersehen hat.
Werkstätten und Reparaturen sieht noch ein wenig anders aus, aber auch hier hat letztendlich der Fahrer wieder die Haftung, denn wenn man ihm belegen kann, er hätte es merken müssen, ist er wieder dran.

Du als Fahrer und Halter wirst immer die Verantwortung tragen müssen, wenn man dir belegt, du hättest es merken können, dass etwas nicht mit dem Fahrzeug stimmt. DAS, entscheiden dann Gutachter.

Nach zahlreichen Murks mit Werkstätten, schraube ich wieder selbst. Da weiß ich was ich tue und sehe dadurch auch den Murks den TÜV-Prüfer durchwinken, weil der Händler ja immer mit so vielen Fahrzeugen kommt (nett umschrieben). Man kann es auch anders sagen, es sind halt alles nur Menschen, die auch Fehler machen. Nur, als Halter und Fahrer trage ich dann die Verantwortung, auch für das was andere vermurkst haben, wenn mir nachher ein Gutachter sagt, das hätten sie merken müssen und rechts ran fahren müssen.

Genau das ist das Problem auch bei selbstfahrenden Autos, noch schlimmer, wie willst du da einen Fehler bemerken, wenn die Elektronik spinnt und das bei 200 Sachen.
 
@Kruemelmonster: Mir ist genau das mal passiert: Neue Bremsscheiben, ca. 200 km gefahren, dann auf die bremse gelatscht, und nur eine Seite hat gebremst. Zum Glück nur Blech und ein Gartenzaun, aber die Schuldfrage war schnell geklärt.
 
Kann man auch mal ein Gutachten in Auftrag geben, dass prüft welche Gefahr von Politikern mit Nebenjob und fachfremden Aufgabengebiet für die Allgemeinheit und Gesellschaft insgesamt ausgeht?
 
Meine Güte, es gab Unfälle. Die wird es auch in Zukunft geben. Wie oft knallt es den auf deutschen Straßen, weil der Mensch versagt? So gesehen sollte man den KFZ-Betrieb vielleicht gleich ganz einstellen, dann geht auch keine Gefahr mehr von ihm aus.

Hätte man zu Beginn einer jeden Entwicklung gleich alles in Frage gesellt, weil es in der Praxis nicht gleich so funktionierte wie es sollte würden wir wohl immernoch in der Steinzeit leben - ohne Höhlen als Behausung, denn auch damals dürfte es beim (Aus)Bau tödliche Zwischefälle gegeben haben.
 
@Memfis: hier geht es wohl eher darum das Tesla ihre Systeme als Autopilot beworben hat und die verbaute Sensorik das gar nicht leisten kann. Hier hat Mercedes wohl die Nase vorne bewirbt es aber nicht ganz so offensiv.
 
Das Problem ist eigentlich, dass Tesla etwas "Autopilot" nennt, was eigentlich nur ein erweiterter Spurhalteassistent kombiniert mit Abstandstempomat und Notbremsassistent ist. Solche Funktionen bieten andere Hersteller ebenfalls, nur nennen sie es nicht so und erlauben nur kurzzeitiges freihändiges Fahren (10-15s), während man bei Tesla mit den gleichen oder weniger Sensoren minutenlang freihändig fahren kann. Dass dies zu Unaufmerksamkeit führen kann, sollte klar sein.
Ganz davon abzusehen, dass man eine Beta-Software im öffentlichen Straßenverkehr testet...
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