Yahoo schnüffelte sich jahrelang im US-Behördenauftrag durch E-Mails

Ein Datenskandal jagt aktuell den nächsten beim abgewrackten Internet-Pionier Yahoo. Dieser soll jahrelang im Auftrag vom FBI die E-Mails seiner Nutzer auf bestimmte Schlüsselbegriffe hin gescannt haben. Das hat jetzt der Journalist Joseph Menn ... mehr... Yahoo, Yahoo!, Relaunch, Homepage Bildquelle: Yahoo Deutschland Yahoo, Yahoo!, Relaunch, Homepage Yahoo, Yahoo!, Relaunch, Homepage Yahoo Deutschland

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Da hatten wir ja alle glück. yahoo nutzt doch niemand mehr. Und wer das macht wundert sich sicher auch warum ihm niemand mehr bei MSN schreibt .... ;D
 
@Tea-Shirt: In Japan noch immer sehr beliebt, FYI
 
@Tea-Shirt: Glaubst Du ernsthaft, dass es bei anderen Anbietern anders / besser / korrekter läuft? Ich nicht!
 
Yahoo gibt es noch? Wer hat den vor 10 Jahren vergessen seinen Account dort zu schließen?
 
@yournightmare: Ich hatte es vergessen :-)
Für Werbemüll immer noch gut genug. Aber auch der Müll geht jetzt ins nirwana.
 
Klar kann man sich da beschweren, aber nicht über Yahoo.

Sondern über den amerikanischen Staat, daß der sich hinstellt und solche Schnüffelaktionen *erzwingt*.

Ja, die anderen Unternehmen haben sicherlich pro forma gemault.

Aber halt pro forma. Gemacht haben sie es doch, wenn vielleicht auch nicht freiwillig; aber letztlich hat auch für die kein Weg drumrum geführt.

Sich da jetzt hinzustellen und Yahoo anzuprangern... da bellt man als Hund den falschen Baum an.
 
@RalphS: Zumindest werden die anderen Anbieter jetzt nicht ruhiger schlafen, wenn sie sehen wie viel Yahoo jetzt an Wert verliert.
 
@RalphS: So ganz geht für mich aus dem Artikel nicht hervor, ob Yahoo! nicht über die Gesetzeslage hinaus, quasi als Gefälligkeit, Daten untersucht und herausgegeben hat.

Falls in dem Reuters-Bericht tatsächlich steht (ich habe ihn nicht gelesen), dass Yahoo! als einzige gesetzestreu gewesen seien, dann wundere ich mich eher, dass die anderen Unternehmen nicht vom FBI mit Klagen überzogen worden sind (incl. Strafen).

Der Satz von Snowden "far beyond what law requires" (wir wissen natürlich nicht, ob Herr Snowden damit Recht hat) hingegen besagt, dass Yahoo dem FBI deutlich mehr als eigentlich gesetzlich vorgeschrieben zu Diensten war. Das widerspricht sich auch nicht mit der Aussage Yahoo!s, sie seien gesetzestreu - darin steckt ja keine Aussage, ob sie nicht noch viel mehr gemacht haben als das im Gesetz vorgeschriebene, nur dass sie mindestens so viel getan haben.

Insofern wäre es durchaus auch möglich, dass die anderen Unternehmen weniger "hilfsbereit" waren - sie haben sich mehr an den Gesetzen orientiert und weniger Gefälligkeitsbeihilfe ("dürfen's noch ein paar Daten mehr sein? Wo wir gerade mal dabei sind und die Sonne so schön scheint...") geleistet.

(davon unberührt nimmt sich der amerikanische Staat natürlich schon per Gesetz bedenklich weitreichende Zugriffsrechte)
 
@FenFire: "Über die Gesetze hinaus" heißt nicht automatisch "mehr als gefordert". Das FBI hat Kompetenzen überschritten und mehr gefordert als legal ist, diese geforderten Daten hat Yahoo! geliefert. MS, Google und Co haben sich gewehrt und nicht ohne richterliche Anordnung Daten herausgegeben und sich sogar bis in die letzte Instanz aufgelehnt (was bei Geheimgerichten und Verschwiegenheitsklauseln natürlich auch vergebene Liebesmüh ist).
 
@otzepo: Daher habe ich auch geschrieben, Yahoo! habe möglicherweise mehr als gesetzlich vorgeschrieben geliefert, und nicht geschrieben "mehr als gefordert". Oder hast Du das irgendwo in meinem Kommentar gelesen (falls ja, dann habe ich das gerade auch bei erneutem Überfliegen nicht entdeckt)?

Das FBI kann ja gern viel mehr fordern als ihnen per Gesetz zusteht (und hat es vermutlich auch getan) - wenn Yahoo! ihnen das geforderte dann gab ist das eine Art Gefälligkeit, denn verpflichtet dazu waren nur das zu liefern, was gesetzlich festgelegt ist.
 
@FenFire: Da ist eben das Problem, das FBI hat behauptet es wär alles im Rahmen der Gesetze, die Konzerne, die sich aufgelehnt haben, haben auch noch den eigenen Kopf eingeschaltet und sind zum Entschluss gekommen nicht blind der Verfolgungsbehörde zu vertrauen.
Wie es nun alles genau war wird wohl auch nach so einem Skandal nicht ans Licht kommen, da ist es auch egal welche Quellen man liest. Auch bei den illegalen Schüffelaktionen ist niemand befreit von der Geheimhaltung, wer da mehr weiß und es auch sagt wird strafrechtlich verfolgt.
 
@RalphS: Bücken sich da drüben doch alle vor Obama und Co.
Wobei man sich das jetzt nicht bildlich vorstellen sollte.
 
Die beiden Sätze sind für mich irgendwie gegensätzlich:

"Er soll damals im Streit um die FBI-Anfrage bei Yahoo gekündigt haben."

"Man kann auch nur hoffen, dass er die "Yahoo-Philosophie", als gesetzestreuer US-Amerikaner das Ausschnüffeln zu unterstützen, nicht mit nach Facebook genommen hat."

Er scheint damit ja anscheinend nicht einverstanden gewesen zu sein, wenn der Grund des Wechsels zu Facebook die FBI-Anfrage war oder?
 
@LordNihil: Hatte ich mir auch gedacht - vielleicht ist es schlecht formuliert, aber die beiden Sätze suggerieren gegensätzliche Einstellungen von Herrn Stamos hinsichtlich des Durchforstens der E-Mails.
 
@LordNihil: Schwachsinnig formuliert und sogar noch einen sehr üblen Grammatikschnitzer d'rin eingebaut. ("mit zu Facebook" muss es heißen...)

Ob er nun nur "Ja, aber" gesagt hat und daher gegangen wurde oder sich tatsächlich wehren wollte bleibt wohl für immer im Dunklen.
 
möge dieses Verhalten das fällige Ende von Yahoo beschleunigen
 
@MatzeD: Da es sehr wahrscheinlich andere Unternehmen genauso machen, nur etwas heimlicher und weniger offen!, hast Du dann kein Unternehmen mehr, wo Du hinkannst!
 
Und Google macht das bei gmail nicht ?
Da muss man ganz schön naiv sein oder ?
 
Naja... Yahoo... man wird die Zahlen wohl nie erfahren, aber ich schätze die Mails, mit zutreffenden Schlüsselworten, wo dann auch wirklich etwas relevantes drinstand, bei Yahoo nicht besonders hoch ein.
Vielleicht vertue ich mich hier aber auch.
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