EU treibt Steuern ein: Nach Apple fallen nun weitere Namen

Nun tritt wohl ein, was einige nach der Entscheidung über die Steuer-Vereinbarungen zwischen Irland und Apple bereits vermuteten: In Brüssel nimmt man auch vergleichbare Deals mit anderen US-Unternehmen ins Visier. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe ... mehr... Eu, EU-Kommissarin, Margrethe Vestager Bildquelle: Johannes Jansson CC BY 2.5 Eu, EU-Kommissarin, Margrethe Vestager Eu, EU-Kommissarin, Margrethe Vestager Johannes Jansson CC BY 2.5

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Wenn die Steuervergünstigungen aber doch mit Irland so ausgehandelt wurden, warum muss die EU dann eingreifen? Kann nicht jedes Land frei über die Höhe von Steuern entscheiden? Das hast Irland sicher aus gutem Grund so entschieden. Die Folge wird sein, dass die Unternehmen aus Irland abwandern, und dann gibt's gar keine Einnahmen mehr. Tolle Wurst!
 
@Torchwood: Wenn du die verlinkten Artikel auf WF gelesen hättest, dann wüsstest du warum:

"Seit gut drei Jahren arbeiteten sich die Fachleute der EU-Kommission durch die irischen Steuer-Deals. Dabei kamen sie nun zu dem Schluss, dass unter anderem Apple mit Vergünstigungen nach Irland gelockt wurden, die dem Unternehmen einen unzulässigen Vorteil gegenüber Konkurrenten verschafften, die nicht in den Genuss vergleichbarer Vereinbarungen kamen"
 
@mlodin84: Ok, stimmt, die habe ich wirklich nicht gelesen. Dann hat sich das mit meinem obigen Kommentar erledigt.
 
Niedrige Steuern sind gar nicht das Problem...nur müssen die dann für alle Firmen gelten...wenn nur Apple oder wenige andere Firmen den Rabatt bekommen ist es eine unzulässige Subvention.
 
@Mark.S: 0,005% Steuern erachte ich durchaus als Problem. Das hat nichts mit Standortvorteilen zu tun. Apple verdient nicht wenig Geld und auch der Gewinn ist nicht zu verachten. Von dem Vermögen Apples träumen einige Staaten nur... Und dann so eine Steuerlast? Irgendwo hört es dann doch mal auf.
 
@Beenthere: 0,005% dürften wahrscheinlich auch nur ein "Erinnerungswert" sein, damit sie überhaupt in den Steuerkarteien auftauchen. Das ist nicht nur Betrug am Volk, sondern an die ganze europäische Union. Es wurden bewusst Regelungen umgangen. Meiner Meinung müsste das auch noch eine Strafe für Irland nach sich ziehen.
 
@FuzzyLogic: Musste Irland Ende des letzten Jahrzehnts nicht sogar unter den EU-Rettungsschirm? Tja, hätten sie Apple und andere Unternehmen mal Steuern zahlen lassen. So mussten die anderen EU-Länder für Irlands verfehlte Steuerpolitik aufkommen.
 
@TiKu: Genau... Apple soll für die Misswirtschaft der Banken aufkommen...
Schau lieber mal nach, wer den wirtschaftlichen Schaden in Irland verursacht hat.
 
@gutenmorgen1: Fakt ist, dass Irland unter den EU-Rettungsschirm musste, weil ihnen das Geld ausging - aus welchen Gründen das passiert ist, ist dabei ziemlich egal.
Ein Staat nimmt Geld zu einem nicht unerheblichen Teil durch Steuern ein. Wenn der betroffene Staat ein Steuerparadies ist, hält sich mein Mitleid in Grenzen und ich sehe nicht ein, dass andere Staaten dann mit ihren Steuereinnahmen einspringen sollen. Dass Irland sich nun wenige Jahre nach der mit EU-Steuergeldern verhinderten Staatspleite hinstellt und weiterhin einen auf Steuerparadies machen will, ist ein Schlag ins Gesicht der Steuerzahler in der Rest-EU.
Im übrigen habe ich ausdrücklich nicht nur von Apple geschrieben.
 
@TiKu: Damit könnten die anderen EU-Staaten sofort Schluss machen. Gewinne sollen dort versteuert werden, wo sie erwirtschaftet werden und nicht in dem Land wo der Briefkasten der Firma steht.
Das wollen die einzelnen Länder aber aus irgend einem Grund nicht.
 
@gutenmorgen1: Ja, das wäre auch eine Möglichkeit, fände ich sogar besser. Aber da ist wohl die Lobby zu stark bzw. sind die zuständigen Politiker zu schwach.
 
@Mark.S: Apple und andere Firmen profitieren massiv von der Infrastruktur, den Gesetzen und den internationalen Verträgen, die das Land bereitstellt. Deshalb ist es sehr wohl ein Problem, wenn sie praktisch keine Steuern zahlen.
 
@TiKu:
Das kam etwas falsch rüber.

Wenn alle Firmen ohne Ausnahme den gleichen Steuersatz bezahlen dann bedeutet "niedrige Steuern" ein paar % weniger als in anderen Ländern... 0,005 kann Irland dann natürlich nicht mehr festlegen ohne Pleite zu gehen.
 
@Mark.S: Unternehmen mit solch niedrigen Steuersätzen, entziehen sich ihrem angemessenen Beitrag zur Solidargemeinschaft. Die EU hat sich zur Etablierung einer flächendeckenden sozialen Marktwirtschaft verpflichtet. Solche Ministeuersätze sind bei weitem nicht angemessen.
 
@Mark.S: Wichtig ist das es für alle gleich ist, anderenfalls entstehen Verzerrungen welcher keiner will
 
Bei aktuell nur 5000 Arbeitsplätzen und weitere angeblich geplanter 1000 ist die Begründung von Irland mehr als Lächerlich wenn man deshalb auf 13 Milliarden Euro verzichtet. Macht pro Mitarbeiter ~2,16 Millionen Euro ... da kann Irland mehr als ein Lebenlang pro Person "Hartz4" Zahlen und hat immer noch Geld übrig! Da haben doch nur wieder ein paar Elitäre-Politiker Angst das Apple ihnen dann ihre Boni streicht!
 
@che.whatley: Zumal Apple den Geldberg nichtmal nutzt, um z.B. Dividenden zu zahlen, sondern dafür lieber Kredite aufnimmt und so dem Wirtschaftskreislauf weiteres Geld entzieht anstatt ihm welches zurückzuführen.
 
@TiKu: Dadurch wird dem Wirtschaftskreislauf doch Geld hinzugefügt. Es ist erstmal positiv für die Wirtschaft wenn Unternehmen Kredite aufnehmen. Zudem das einzige Organ das die Geldmengen beeinflussen kann die Zentralbanken sind.
 
@FuzzyLogic: Okay, ohne Kredite geht es auch nicht, richtig. Aber einem Unternehmen, das absolut nicht gewillt ist, seine Einnahmen wieder zu investieren, weiter Kredite zu geben, ist ähnlich fahrlässig, wie jemandem Kredite zu geben, der diese nicht zurückzahlen kann.
 
@TiKu: Wenn ich das richtig verstanden haben müssen sie Kredit aufnehmen um die Dividenden zu zahlen weil... Apple ist notiert an der Börse in Amerika, fast ihr ganzes Vermögen liegt in Europa, wenn sie jetzt das Vermögen nehmen würden um die Dividenden zu zahlen müssten sie das Geld nach Amerika holen, was 50% Steuern kostet. Deswegen nehmen sie Kredite auf um das zu zahlen. Ich kann mich auch irren aber das ist meines Wissen der Grund dafür.
 
@Odi waN: Deswegen "müssen" sie noch lange nicht Kredite aufnehmen. Sie hätten genug Geld, um die Steuern zu zahlen. Sie wollen sie aber einfach nicht zahlen.
 
@TiKu: Du redest von Dividenden und jetzt von Steuern, ich bezog mich auf die Dividenen. Was sie mit den Steuern machen ist mir völlig Latte. Und wenn ich einen BWL studierten glauben kann sind Kredite sinnvoller als die liquiden Mittel auszugeben.
 
@Odi waN: Ich bezog mich auf die von dir angesprochenen 50% Steuern.
 
@che.whatley: Auch wenn es richtig klingt, deine Rechnung geht nicht auf, denn wenn Apple nicht da wäre, wären keine 13 Milliarden da um HArtz4 zu zahlen.
ALso im Grunde verzichtet man auf Kohle, die sowieso nicht da wäre, hat aber 5000 Arbeitsplätze geschaffen. 0 Einsatz, 5000 Plätze. Geht..... Kacke find ichs trotzdem ;)
 
@densch: Hä? Du meinst wir reisen jetzt in die Vergangenheit, lassen Apple nicht nach Irland und dann gibts keine 13 Milliarden?

Apple IST doch jetzt in Irland und WENN Apple geht, gehen die 5000 Arbeitsplätze verloren.
Um die 13 Milliarden kommt Apple aber doch nicht rum. Du kannst doch auch nicht einfach sagen "Oh liebes Finanzamt, ich mag die Steuern für die letzten 3 Jahre nicht zahlen, ich ziehe nach Australien"...
 
@Draco2007: Die Frage ist ja noch offen, ob die rückwirkende Ausserkraftsetzung des Vertrages mit dem Finanzamt durch das Finanzamt überhaupt legitim ist und Irland nicht letztlich auf den Forderungen, die es eigentlich nicht stellen will, sitzen bleibt.
 
@Draco2007: 5000 Arbeitsplätze sind absolut nichts für eine Land wenn man so einfach mal 13 Milliarden dafür auf die Waagschale legt.
 
@che.whatley: sag ich doch....
 
@densch: "Kohle die sonst nicht da wäre"
Irland ist auch ohne diesen speziellen Deal mit Apple ein Niedrigsteuerland für Unternehmen...die warscheinlichkeit dass apple letztlich trotzdem dort ihre EU Niederlassung hingesetzt hätte wäre nicht so gering.

0 Einsatz, 5000 Plätze
Interessante Theorie, die 5000 Leute wurden nicht irgendwo ausgebildet, Infrastruktur gibt es nicht und die Herren, die, die Steuerdeals ausgehandelt haben leben auch von der Hand im Mund. Seine Rechnung geht deutlich mehr auf als das was du da konstruierst
 
@che.whatley: Solche entscheidungen werden auch sicher nicht für die Bevölkerung getroffen, werden in Irland noch in deutschland
 
@che.whatley: Deine Rechnung geht allerdings vorne und hinten nicht auf, weil Volkswirtschaft eine extrem komplexe Sache ist. Natürlich könntest du die Leute auch mit Sozialleistungen durchbringen. Das reduziert aber auch deine Steuereinnahmen, weil sie weniger Geld zum Ausgeben haben. Und sie brauchen auch keine Büros, für deren Betrieb noch verschiedene Handwerksfirmen aus der Umgebung Aufträge bekommen, wodurch da dann auch noch Leute weniger Geld zum Ausgeben haben. Und alle kaufen weniger bei einer Firma im dritten Glied ein (essen vielleicht lieber billig zu Hause als im Restaurant, wodurch wieder Geldflüsse wegfallen) usw. Mit Milchmädchenrechnungen kommt man da zumindest nicht weit.
 
Wirtschaftskrieg 2.0 - nächste Runde
 
@Zonediver: Ich sage die EU knickt ein...Apple und die anderen großen Unternehmen, um die es geht, werden sicherlich die Hersteller von schwarzen Köfferchen glücklich machen und die Umsätze in die Höhe treiben...
 
@Draco2007: Ja klar - wie es in einem Krieg eben läuft - hier wird halt mit schwarzen Köfferchen geworfen - aber was soll's.
PS: Wer vergibt da ein Minus? lol
 
@Zonediver: Gnhihi, ich hab grad Kopfkino...

Eine ganze Flotte großer B52 Bomber, die über Brüssel schwarze Köfferchen abwerfen :p
 
@Draco2007: lol - jo das würd cool ausschaun ;-))
 
Also wenn ich ehrlich bin, wünsche ich mir dass die EU genug Arsch in der Hose hat und die Sache bis zum Ende durchzieht, ganz egal wie sehr die US-Regierung oder die Unternehmen selbst mit verringerten Investitionen drohen mögen. Meinetwegen können sie ihre iPhones & co. gerne behalten - da verzichte ich freiwillig drauf. Es kann schließlich nicht sein das eine wirtschaftlich so starke "Nation" (jaja... ich weiß...) wie die EU einfach nicht den Mumm hat den kack Amis die Stirn zu bieten und den Schwanz einzieht. Also GO EU! ;)
 
@sLiveX: Spätestens wenn TTIP durch ist hat dieser ganze Spuck ein Ende.
 
@0711: Ich hoffe ja mal nicht... Was mich ja positiv stimmt ist, dass es seitens der Politik weitaus mehr Stimmen gegen TTIP gibt, als es bei CETA der Fall war. Wenn es stimmt was man so hört, ist CETA der weitaus bessere Deal, da es A) Transparente und öffentliche Schiedsgericht begibt (bei TTIP nicht), B) bei öffentlichen Ausschreibung sich auch Firmen aus der EU beteiligen bzw. bewerben können (bei TTIP Dürfen das nur US-Unternehmen bei Ausschreibungen aus der EU) und C) bei CETA fallen die Zölle komplett weg bei TTIP ist das noch unklar…

In dem ganzen Gerede von CETA und TTIP darf man aber auch TiSa nicht vergessen!
 
Wenn ich in Irland wohnen würde, käm ich mir ganz schön verarscht vor. Von mir wollen sie die paar tausend Euro Steuern eintreiben aber wehren sich dagegen 13 Milliarden von einem Konzern einzuziehen, der im Geld schwimmt.
 
"Hinzu kämen weitere namhafte Unternehmen"

Wäre wohl einfacher und kürzer die Unternehmen zu nennen die ehrlich Steuern zahlen.

"Immerhin droht dem Land ein wichtiger Standortvorteil abhanden zu kommen"

Sich auf Mafia-Niveau zu begeben ist auch vermutlich der einzigste den Irland hat.
Mit Muh, Mäh und grünen Wiesen verdienst man wohl so schnell kein Geld?
 
Da wird wird auf Irland noch was ganz anderes zukommen. Durch die verminderten Steuereinnahmen zahlen sie nämlich auch weniger EU-Beitrag. Die EU-Beiträge der Staaten sind nämlich nicht statisch sondern dynamisch und orientieren sich an der Wirtschaftsleistung des jeweiligen Staates.
Alos möchte ich wettn, dass über kurz oder lang auch eine Beitragsnachzahlung in den EU-Topf gefordert wird.
Wie lange ist es her, dass wir Irland vor dem Statsbankrott gerettet haben?
Habe ich absolut kein Mitleid mit den Iren. das ist einfach Betrug was die da treiben und zwar zu lasten aller EU-Bürger.
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