US-Konzerne fordern Rücknahme der EU-Steuerforderungen an Apple

Die Steuer-Entscheidung der EU in Sachen Apple und Irland ist keineswegs einfach eine Attacke, die sich nur gegen den kalifornischen Computerkonzern richtet. Diverse große US-Konzerne sind aufgeschreckt und versuchen jetzt ihren Einfluss geltend zu ... mehr... Geld, Euro, Geldschein Bildquelle: Henry Herkula / Flickr Geld, Euro, Geldschein Geld, Euro, Geldschein Henry Herkula / Flickr

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"dass die Apple-Sache lediglich ein Präzedenzfall ist"
in der Hoffnung das es tatsächlich so ist
 
Ja klar fordern die das. Es geht nämlich an ihre Eier.
Die nächsten die es erwischt sind Amazon, Burger King, Mc Donalds.
Wer dort einkauft oder futtert, der fördert die Lohnsklaverei und die Firmen hocken auf vollen Geldsäcken.
Dafür sollte man eigentlich eine Asozialensteuer oben drauf hauen (Nicht nur bei den US Firmen, denen aber besonders).
Dass das US-Finanzamt gegen die EU schiesst, ist auch klar - die hätten das Geld nämlich gerne selber abkassiert.
Der Milliardär Donald Trump zahlt nach eigener Aussage weniger Steuern als seine Sekretärin. Allein daran sieht man, wie krank das US-Steuersystem ist.
 
@LastFrontier: Je reicher du bist, desto mehr Vergünstigungen bekommst du überall. Eigentlich müsste es doch genau umgekehrt sein oder?
 
@BartHD: Bei der Postbank ist es so (gewesen?), dass man bei einem monatlichen Geldeingang unter X? Kontogebühren zahlen muss(te). Habe daraufhin gekündigt, obwohl ich genau zu der Zeit einen zweiten Job bekam und seither drüber liege. Ging mir aber ums Prinzip. Es von den Armen zu nehmen um es den Reichen zu geben ist asozial.
 
@BartHD: Ja, aber die Krähen hacken sich eben nicht gegenseitig das Auge aus. Die die über Vergünstigungen bestimmen, sind eben nicht selten die Begünstigten.
 
@BartHD: Tja, die kommen ja dann immer mit der Ausrede, daß es Arbeitsplätze kostet.
 
@miranda: Was eine glatte Lüge ist.
Nicht Steuervergünstigungen schaffen Arbeitsplätze-> Nachfrage schafft Arbeitsplätze.
Und um Nachfrage zu erzeugen muss man das Geld nicht denen in die Hand geben die eh schon genug haben und es daher nur auf die Bank legen, sondern denen die es gleich ausgeben (müssen).
 
@moribund: So sieht es aus.
 
@LastFrontier: Ich glaube du meinst Warren Buffet. Der Spruch ist von ihm.
 
@Sam Fisher: Trump hat mal was ähnliches geäußert. In jedem Fall wird es aber seinen Grund haben, dass der werte Herr Trump keine Steuererklärung(en) veröffentlicht hat.
 
Und natürlich sieht man in der Liste die üblichen Verdächtigen, von denen man es erwarten würde (Exxon, Shell, Deutsche Bank, AT&T, Visa/Mastercard/American Express, Procter&Gamble, Cisco.. um nur einige zu nennen; und KEIN Microsoft oder Google)... denen geht wohl der Arsch auf Grundeis, dass sie nun auch nachzahlen dürfen.
 
@Slurp: Am besten finde ich in der Liste "Deutsche Bank"! Sind das nicht Die die dauerpleite sind und bei denen jetzt in den USA eine 14 Milliarden Strafe droht?
 
@DarkKnight80: neeeee, das ist gaaanz wer anderes. Wie auch Siemens und Citygroup :D
 
@DarkKnight80: Gewinnrückgang von 98% ist schon eine Hausnummer.

Ich bin verwundert, dass die Aktie immernoch bei >10€ steht. So viel Optismus kann ja nun wirklich niemand - noch viel weniger, wenn sich sogar der Finanzminister zu einem Bankinstitut äußert, um dessen Kredibilität zu bestätigen.

Die Bleiente wird noch tief sinken :D
 
Das hier ist klar Erpressung, erpressung gegen eine Demokratie, erpressung gegen die Stärkste Wirtschaftsmacht der Erde und erpressung gegen jeden von uns. Ich habe nichts anderes erwartet
 
@Alexmitter: Gehört es nicht auch zu einer Demokratie das ein Staat wie Irland seine Regeln selbst machen darf?
 
@picasso22: Wenn man sich in einer Gemeinschaft befindet, dann muss man sich an Regeln halten. Wenn Die es nicht wollen, können Sie ja die Gemeinschaft verlassen, mal sehen wie weit Sie dann mit Ihren 0,005 % Steuern kommen.
 
@picasso22:
Können sie ja, wenn sie aus der EU austreten.
Dann aber bitte gleich die vielen Milliarden die sie von der EU seit Jahrzehnten erhalten haben gleich zurückgeben, den gerade Irland ist eines der Länder das am stärksten von der EU kassiert und profitiert hat.

Natürlich werden dann diese Unternehmen, die nur deshalb dort sind um einen Fuß in der EU zu haben, Irland verlassen.

Wenn man Verträge und Partnerschaften abschließt, muss man sich an die Regeln halten, und in der "Demokratie" Irland ist das Volk mit grosser Mehrheit für eine EU-Mitgliedschaft und dessen Konsequenzen.
 
Entweder ich muss keine Steuern und Versicherungsbeiträge mehr zahlen oder ich kündige meine Jobs. Der Schaden für das Sozialsystem wäre dann aber größer.
 
@Memfis: Dann verkaufen die auch nichts mehr, der Schaden für die Firma wäre deutlich größer.
 
Mit dem angedrohten Boykott schneiden die sich aber längerfristig ins eigene Fleisch (ich weiß, längerfristig planen ist nicht so deren Ding, die wollen Kohle jetzt und nicht erst in 10 Jahren).
Denn damit fällt für diese Unternehmen auch der europäische Exportmarkt weg. Ob die sich das leisten können/wollen, auf diesen Markt zu verzichten?
 
@MaikEF_: Das ist ein Säbelrasseln, mehr nicht.
Ich versteh nicht wieso wie Europäer vor den USA immer so zusammenzucken, die EU ist die größere Wirtschaftsmacht und hat von den USA gar nichts zu befürchten.
 
@bebe1231: Ja, wenn wir nur endlich mal zusammenhalten würden. Aber nö, da glaubt ein nicht allzu kleiner Teil in der EU ja immer noch, man können als mickriger Paar-Millionen-Staat in einer globalisierten Welt gegen Milliardenstaaten ankommen können.
 
@bebe1231: dazu müsste die EU aber einig sein und einige US-Vasallen wie England stänkern im Sinne ihrer Herren in Übersee dagegen an. Auch andere Staaten verfolgen immer wieder eigene Interessen oder werden mit Sonderabkommen geködert, eine gemeinsame EU-Politik zu torpedieren. Und dann kommen noch die Länder, die sich zu kurz gekommen fühlen und mit Blockadehaltung ihre eigene Position gegen die Großen wir auch Deutschland stärken wollen. Schließlich hat u.a. der Big Player Deutschland auch noch Politiker, die offenbar auch im Anus der USA heimisch sind und egal wie berechtigte lokale und regionale Interessen jederzeit gern hinter die wirtschaftlichen Interessen ihrer transatlantischen "Freunde" zurück stellen.
 
Es ist keine Steuerentscheidung der EU.
Sachlich geht es um unerlaubte Subventionen über Steuerbegünstigung. Apple zahlt 0,005% (50€ pro Millionen!) und der normale irische Unternhemer 12,5%.
Das die Lobby jetzt droht, war zu erwarten. Jeder einzelne Staat der EU würde einknicken vor der Wirtschaftsmacht der Lobby. Nur glaube ich, sie werden den Schwanz einziehen, bei einem Markt von 500 Mio Einwohner.
 
@wori: was hat es mit dem Markt zu tun? Sie investieren nur nicht mehr in dem jetzigen Umfang, ihre Produkte werden sie aber weiterhin anbieten.
Die EU schneidet sich ins Fleisch, gerade wegen dem Aufruf zur Steuernachzahlung. Keine normale Firma investiert in ein Land wo Gesetze/Verträge morgen schon nichts mehr gelten müssen.
 
@Yepyep: Die haben in der Vergangenheit nicht investiert weil sie so lieb und nett sind, sondern weil sie es mußten um was zu verkaufen.
 
@bebe1231: Unsinn, sie haben investiert weil es Vergünstigungen gab. Gibt es diese nicht mehr oder können Abkommen täglich kippen, lohnt sich eine Investition nicht.
 
@Yepyep: Sie haben in Irland investiert für den Zutritt in einen riesigen Markt und Glück gehabt mit Irland einen willigen Partner gefunden zu haben.
 
@Yepyep: Um ihre Produkte in der EU anzubieten,müssen sie aber investieren z.B. in Niederlassungen. Das z.B. Procter&Gamble in seine europäischen Werke nicht mehr investiert und z.B. Windel aus den USA in die EU einführt glaubt keiner. Und wenn wird das nur die europäischen Konkurrenten stärken. Elektronik kommt eh aus China.
Die EU schneidet sich nicht ins eigene Fleisch. Sie setzt nur die Gesetze/Regeln der Gemeinschaft um. Irland hat hier die Subventionsregeln gebrochen.

Nochmal zu den Größenordnungen:
Eu Haushalt 141 Mrd €, 510 Millionen Einwohner und 1 Markt. Zusammenschluss von einigen Firmen 16 Mrd $ (14,35 Mrd €) und 16 Millionen Mitarbeiter.
Wer schreibt hier wem die Regeln vor?
 
@wori: warum müssen sie da investieren? Ich gründe eine Niederlassung, fertig. Dafür brauche ich keine Unsummen investieren.

Und doch, egal wie man zu dem Sachverhalt steht, was Konzerne und ihre Steuerlast in Europa betrifft, die EU schneidet sich gerade ins Fleisch. Jedes Mitglied hat seine eigene Steuerhoheit, also könnte die EU Irland verklagen aber nicht die Konzerne. Die EU kann es auch einfach bemängeln und es wird in Zukunft abgeändert. Irland und andere EU Staaten bieten da jetzt schon einige Finessen, ohne gleich auf 0,005 % zu gehen. Nur kann man nicht einfach Verträge nachträglich ändern, ohne Vertragspartei zu sein.
 
@Yepyep: Die EU hat auch Irland verklagt nicht Apple und ein ordentliches Gericht hat ein Urteil dazu gesprochen.
Die Verträge waren unrechtmäßig und haben keinen Bestand. Irland sitzt da in den Nesseln.

Ein Niederlassung ist eine Investition, ebenso das Vertriebsnetz. Sie müssen keine Produktions- oder Forschungsstätten betreiben. Das ist aber auch egal.
Wollen sie dann Ware in der EU verkaufen müssen sie Steuer und Zölle entrichten. Obwohl bei gewissen Produktgruppen eine Produktion vor Ort sinnvoll, wirtschaftlich geboten ist. Siehe die Produktpalette von Procter und Gamble.
Das hat Apple durch einen geschickten Vertrag mit Irlands ausgehebelt.
Und das fällt jetzt beiden auf die Füssen.

Die Konzerne schneiden sich ins eigene Fleisch, wenn sie den EU-Markt boykottieren wollen. Es gibt genügend Konkurrenten, die gerne in die Bresche springen.
 
@Yepyep: Tja, schade nur, dass es hier nur um eine Anwendung EXISTIERENDER Gesetze geht. Unerlaubte Subventionen. Es werden keine neuen Gesetze geschaffen oder Gesetze übder Haufen geworfen.
 
@Yepyep: jaein - wenn Verträge gesetzeswidrig sind, dann muss auch ein US-Konzern damit rechnen, dass das irgendwann mal auffliegt.
 
@Drachen: ja klar, aber waren sie gesetzeswidrig? Durfte Irland keine Verträge abschließen?
Fakt ist, die EU Kommission hat Irland aufgefordert die Summe einzutreiben. Fakt ist, Irland wird das Geld nicht eintreiben und will dies auch überhaupt nicht. Ergo sind die Konzerne erstmal fein raus. Außer man beschneidet jetzt die Rechte der Mitgliedsländer, was die Steuerhoheit betrifft. Aber dies würde es wohl richtig krachen lassen und würde auch nur für zukünftige Geschäfte gelten.

Mal ein anderes Beispiel (was natürlich hinkt, denn ich bin kein Staat). Ich kann Dir eine Wohnung unter dem Mietspiegel vermieten, das ist kein Problem denn meine Sache. Probleme gibt es aber dann mit dem Finanzamt wenn ich 30% unter die ortsüblichen und für diesen Wohnraum angemessene Miete gehe. Das bräuchte Dich aber nicht zu stören.
Deswegen finde ich es auch albern das dauernd geschrieben wird, Apple und Konsorten sollen zahlen.
 
Und genau deswegen muss die EU hart bleiben. Hab da aber so meine Zweifel. Ich denke die Girmen lösen das Problem wie man es im Zweifel immer löst.
 
Ist mir Egal ob die, die EU Boykottieren oder nicht ich habe nichts von Apple weder Eiphone noch Eipad brauch ich nicht will ich nicht
 
Um es noch mal klarzustellen: Die Steuernachforderung war weder die Idee Irlands noch der EU. Ein Gericht hat entschieden, dass die Vergünstigung unrechtmäßig war.
 
Mit welchem Recht meinen die das denn "fordern" zu müssen? Solche Unverschämten Forderungen müssten automatisch zur Folge haben, das jeder der fordernden Konzerne nochmal die zehnfache Summe zu zahlen hat! (wegen unerlaubten Lobbyismus) Bei weiterem Gemecker wiederum das zehnfache davon ... so lange bis die endlich Ruhe geben und am besten allesamt Bankrott sind! Scheiß Konzerne!!! Statt dessen geht die Umverteilung von Unten (Steuerzahler) nach oben (Konzern-Eigentümer) immer weiter ... CETA ... TTIP ... sind die nächsten Schritte zu noch mehr Steuern auf beiden Seiten des Atlantik, welche diesen Nimmersatten Pack! zufließen werden... und es dürfte wohl nicht daran liegen das Entscheidungsträger (Politiker) dumm sind ... sondern daran das sie gut geschmiert werden. Ein paar Milliönchen hier und ein paar Milliönchen da, oder aus verschleierungstaktischen Gründen ein nettes Pöstchen ... sind für diese Konzerne nur winzige Beträge "Peanuts" ... jedoch mit tausend oder gar millionenfachen Nutzen zum Nachteil der gesamten Weltbevölkerung ... ob das wohl irgendwann mal gestoppt werden kann??? Sicher nicht mit so läppischen Forderungen von nur ein paar Milliarden .... das ist nicht mal ein Bruchteil dessen was die Konzerne bereits gestohlen und unterschlagen haben ...
 
Klar... Wieso sollten Konzerne mit Milliarden an Gewinnen auch Steuern zahlen..

Das erledigt doch der kleine Mann, der mit niedrigen Löhnen sowieso schon geschröpft wird.

Und wenn sie ihren Willen nicht bekommen, kommt wieder das Gewaffel von Entlassungen.
 
@andi1983: Entlassungen kommen immer, nur die Begründungen wechseln.
 
Eine kleine Spitzfindigkeit ist mir da aufgefallen: An alle Regierungen oder Regierungschefs der Mitgliedsländer, den deutschen Finanzminister Dr. Wolfgang Schäuble, Tusk, Junker und Vestager (EU-Kommissarin für Wettbewerb), sowie 3 US Behörden.
 
Klar wollen die das. Aufeinmal. Wenn es Ihnen mal an den Kragen geht. Und hintenrum TTIP und CETA. Solche hinterhältigen Säcke dort. Unglaublich
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