Neues EU-Urheberrecht: IT-Branche schüttelt ungläubig die Köpfe

In Brüssel wird derzeit über eine Neufassung der Urheberrechts-Richtlinie der EU debattiert. An den nun veröffentlichten Entwürfen gibt es allerdings erhebliche Kritik. Die IT-Branche befürchtet, dass es in der vorliegenden Form zu signifikanten ... mehr... Eu, Europa, Europäische Union, Flagge Bildquelle: Nicolas Raymond / Flickr Eu, Europa, Europäische Union, Flagge Eu, Europa, Europäische Union, Flagge Nicolas Raymond / Flickr

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VPN + Server in den USA und die EU kann einen mal kreuzweise ;)

Der größte Stümperverein der jemals gegründet wurde, die EU-Kommision! Dagegen ist die Fifa ein Witz^^
 
Was soll das genau bringen?
Sagen wir mal du suchst einen Artikel der in einem deutschen Forum veröffentlicht würde, dann würdest du den genauso wenig über den VPN finden wie ohne, da ja nicht deine Suche blockiert wird sondern die Auswertung der Suchmaschine.
 
@tapo: Sehr richtig. Aber man sieht mal wieder: Manch Einer schreibt ohne Nachdenken oder ohne Sachkenntnis .
 
Ich fänds gut wenns soweit käme. Sollen sie Google (und co) alles sperren lassen müssen. Dann geht es den Verlagsplattformen im Netz genau so wie am Kiosk: Steil bergab.
Deutsche Medien erleiden derzeit einen nicht gekannten Tiefpunkt und setzen damit noch eins drauf.
Erholen wird sich das nie, ein Undustriezweig schafft sich ab. Sehr schön auch, das sie hier deutlich zu erkennen geben das sie nichts weiter als ein Industriezweig sind. Es geht nur um eins: Geld. Die bessere Überschrift gewinnt, Wahrheitsgehalt uninteressant.
 
@kkp2321: Da hast du recht, siehe https://twitter.com/Kachelmannwettr/status/775372430697193472 ;)
 
@kkp2321: Das ist m.E. eine ziemlich naive Ansicht. Wenn die Verlage dann merken, dass sie keine Zugriffe mehr bekommen, werden sie mit ihren Lobbyisten dafür sorgen, dass es, ähnlich wie mit dem Rundfunkbeitrag, einen zweiten Zwangsbeitrag für alle Haushalte geben wird. Bezahlen werden wir am Ende immer noch, dann halt nicht mehr über Werbungsklicks oder Paywalls sondern direkt.
 
@Karmageddon: Halte ich für unwahrscheinlich, da der Rundfunkbeitrag schon jetzt so viel Gegenwind bekommt, das ich ihm keine 10 Jahre mehr gebe. Das Internet wird die Medien in der traditionellen Form zerstören, ich drücks bewusst so krass aus.
 
@kkp2321: viel Gegenwind? Von den paar Klagen mal abgesehen wird es von den meisten einfach hingenommen oder sogar befürwortet. Die ÖR bauen ihr Angebot sogar ständig aus, sparen müssen sie ja nicht, wenn das Geld nicht reicht, werden die Gebühren einfach erhöht.
 
@Link: Es sind derzeit 2,2 Millionen Zahlungsverweigerer, das ist schon ganz ordentlich.
 
@kkp2321: Ich hoffe, dass du mit der Aussage "...da der Rundfunkbeitrag schon jetzt so viel Gegenwind bekommt, das ich ihm keine 10 Jahre mehr gebe." Recht behältst!
 
@Karmageddon: Der Rundfunkbeitrag hat ja einen Zweck, welchen die Printmedien nicht erfüllen können.
Ob man den Zweck anerkennt, abtut, als unwichtig erachtet oder nicht, es gibt einen für den Rundfunkbeitrag und zwar den Informationsfluss in Krisenzeiten zu garantieren (ja, dafür alleine bräuchte man nicht so viel zahlen, aber das war die Grundidee dahinter).
So eine Grundlage müsste es auch dafür geben. Denn Lobbyarbeit hin oder her... am BVerfG haben Lobbyisten bisher noch nie ein Bein auf die Erde bekommen.
 
@kkp2321: Du schreibst sehr richtig: "...Es geht nur um eins: Geld. Die bessere Überschrift gewinnt, Wahrheitsgehalt uninteressant..."

Nun ergeben sich da aber gewisse Probleme:

1. Wenn Du Dich da beziehst auf die (Presse)Verlage und Google ja davon lebt, auch (Kurz)Texte, Zitate, Infos, was auch immer, zu übernehmen bzw. daraufhinzuweisen, dann beteiligt sich ja Google an der Verbreitung von "...Wahrheitsgehalt uninteressant..." !!! Google verbreitet dann also Unwahrheiten! Sehr interessant!

2. Bist Du ernstlich der Ansicht, dass es bei Google nicht "...nur um eins: Geld..." geht. Dann bist Du naiv oder realitätsfern.

3. Auch hier: Bist Du ernstlich der Ansicht, dass es bei Google nicht genauso ist mit "...Wahrheitsgehalt uninteressant...". Auch dann bist Du naiv oder realitätsfern.
 
@Kiebitz: Ich habe nirgendwo von Unwahrheiten gesprochen. Ich sagte der Wahrheitsgehalt ist uninteressant, was nicht bedeutet das eine reißerische Überschrift dennoch, zumindest teilweise, Wahrheiten beherbergen kann - aber nicht zwingend muss.

Google ist ist kein Contentanbieter und stellt nichts weiter als eine Plattform für fremden Content bereit. Auch seit jeher ist es möglich sich einer Auflistung bei Google zu entziehen, das ist alles nichts, was gesetzlich erzwungen werden muss.

Google News ist eine Plattform ohne Werbung, ohne Tracker und ohne analysen. Weder das hauseigene analytics noch Syndication ist geschaltet. Damit ist News absolut nicht gewinnbringend.
Wer seine Inhalte nicht in Suchplattformen gelistet sehen will, kann das durch die seit eh und je vorhandene robots zu verhindern wissen.
Die Medien haben kein Interesse daran das ihre Inhalte nicht in Suchmaschinen gelistet sind. Sie wollen nur doppelt abkassieren.
 
@kkp2321: Ok zu Absatz 1 bezüglich "Unwahrheiten". Wenn aber der Wahrheitsgehalt uninteressant ist, also auch mögliche Unwahrheiten, Halbwahrheiten und auch Wahrtheiten, vielleicht auch aus "zweifelhaften" Quellen, enthalten sind, dann beteiligt sich Google eben daran, soetwas zu verbreiten.

Alles Andere, was Du schreibst, ist mir absolut bekannt. Löst aber das Problem zu 1. bei mir nicht gänzlich auf. Es bleibt dabei, was ich hier anfangs schrieb.

UND zu den Punkten 2. und 3. sagen Deine Erläuterungen auch nichts aus.

AUßERDEM gibt es bei Google-News schon "Reklame", wenn man es eng sieht: Es wird auf diverse Zeitungen hingewiesen mit der Möglichkeit, auf deren Seite zu gehen, wo dann schon Werbung zu z.B. Büchern gemacht wird oder Abos usw. Unter Panorama wird auf RTL-Online und seine Programme inkl. Soapoperas hingewisen.

Klickst Du bestimmte Themen an, kommst Du auf Seiten von ZS oider ZTs, wo auch Reklame enthalten ist.

Aber das ist ein unendliches sich immer wiederholendes Thema.
 
@Kiebitz: Du hast kein wirkliches Problem genannt, derzeit empfinde ich das Verhalten als ziemlich trollig/querloant.
Wenn RTL Werbung schaltet profitiert auch nur RTL davon und nicht Google. Mal eben auf rtl.de gegangen, so ist doubleclick.net zwar als Werbedienstleister vertreten, ist aber nur eine Minderheit des ganzen. Denn wir für eine private Medienanstalt nötig, sind ein Haufen Werbedienstleister geschalten.
Nicht erkenne tue ich, das Google Medien bevorzugt, welche in erster Linie Google als Werbedienstleister einsetzen.
 
Jean-Claude Juncker hat eine "Viel beachtete" Rede zur Lage der EU gehalten, man sieht die Wirklichkeit weicht weiterhin diametral von seinen "Guten Vorsätzen" ab!
 
@Kribs: Die Rede war Grottenschlecht. Es gibt ja Menschen die das können und auch Gefühl dazu vermitteln können. Er kann das nicht!
 
@kkp2321: Deshalb auch das zweimal in Anführungszeichen setzen, das er als "Chef der Administration" keine Ahnung hat was wirklich läuft hat er schon als Premier Luxemburgs eindrucksvoll unter Beweis gestellt (z.B. Geheimdienstskandal, Steuerskandal)
 
@Kribs: ÄÄh? Es geht bei der o.a. News um eine "Neufassung" der Urheberrechts bezüglich der EU.

Ich lese da nicht, das es in dieser News um die Grundsatzrede von Junker zur EU geht oder. um die Internetzugangs-Infrastruktur in der EU!
 
@Kiebitz: Der Hr. Juncker meinte unter anderem in seiner Rede, dass die Kommissionen in Zukunft Aktivitäten unterlassen würden, wenn sie keinen Mehrwert. Der Mehrwert eines LSR welches in ähnlicher Form sowohl in Spanien als auch in Deutschland grandios gescheitert ist, darf aus meiner Sicht doch eher als zweifelhaft angesehen werden.
 
Das mit dem Leistungsschutzrecht, war doch ursprünglich mal genau das, was die Verlage eigentlich wollten und bei Google kritisierten, wenn ich mich richtig erinnere. Die Verlage kamen dann auf die tolle Idee, dass das was Google so macht eigentlich doch nicht so schlecht ist, Google aber dafür gefälligst bezahlen soll. Da hat Google dann gesagt "Pustekuchen". Oder wie war das?
Jetzt müssen die Verlage Google dafür eben eine Genehmigung geben.
Ich sehe schon, das wird so eine never ending Story.
 
@Lastwebpage: "Jetzt müssen die Verlage Google dafür eben eine Genehmigung geben."

Auch dagegen haben die Verlage schon eine Kartellbeschwerde eingelegt und sind abgeblitzt, das Bundeskartellamt reagiert mit einer sehr umfangreichen Ausbreitung zum Thema,

http://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Entscheidung/DE/Entscheidungen/Missbrauchsaufsicht/2015/B6-126-14.pdf;jsessionid=FED864455F0AB5E07A18ECA9F2F11663.1_cid371?__blob=publicationFile&v=2
 
@Kribs: Nicht ganz so wie Du meinst. Bei diesem Verfahren ging es um Kartellrechtliche Fragen und darum, ob und in wie weit das Kartellamt mit seiner Beschlußabteilung zuständig sei und nicht um urhenerechtliche Frage.

Schon am Anfang des Beschlusses wird dies deutlich gemacht mit den Worten "...hat die 6. Beschlussabteilung des Bundeskartellamts am 8.September 2015 beschlossen:

"...Vorbehaltlich neuer Erkenntnisse besteht für die Beschlussabteilung in Bezug auf
die unten unter A. näher beschriebenen Verhaltensweisen der Beteiligten Google Inc. anlässlich der Geltendmachung von Ansprüchen aus dem Leistungsschutzrecht für Presseverleger (§§ 87f ff UrhG) kein Anlass zum Tätigwerden...".

Ziemlich am Schluß der Begründung heißt es auch wortwörtlich "...Die zentrale urheberrechtliche Frage nach der Reichweite der Tatbestandsausnahme der "einzelnen Wörter oder kleinsten Textausschnitte" und ob die von Google herkömmlicherweise
angezeigten "Snippets" unter diese Ausnahme fallen oder nicht, beantwortet die Entscheidung ausdrücklich nicht (siehe oben Ziffer II.1.c.bb)..." !!!
 
@Kiebitz: Zitat Seite 36, mittels Absatz hervorgerufene Aussage:
"4. Erste Beschwerde der Beigeladenen beim Bundeskartellamt

Am 28. Mai 2014 haben die Beigeladenen im Rahmen einer Besprechung eine erste Beschwerde gegen Google bei der Beschlussabteilung eingereicht. Sie beantragten darin die Ein-leitung eines Verfahrens gegen Google wegen Missbrauchs von Marktmacht.

Google zwinge mit ihrer Marktmacht von über 90% der Online Suchmaschinen die Verleger, auf eine angemessene Vergütung für die Verwertung der mit hohem Aufwand hergestellten verlegerischen Presseerzeugnisse zu verzichten. Google versuche, diesen Vergütungsverzicht kartellrechtswidrig durchzusetzen, obwohl der nationale Gesetzgeber in Ansehung insbesondere auch der Marktmacht Googles zum 1. August 2013 den Verlegern ganz ausdrücklich ein eigenes Leistungsschutzrecht gewährt habe. Der in das Urhebergesetz eingefügt § 87f habe nach dem Willen des Gesetzgebers Garant für eine angemessene Vergütung der Verleger sein sollen. Google verstoße gegen das Kartellrecht und stelle sich über den deutschen Gesetzgeber. Die Beschwerdeschrift
führt die Vorwürfe weiter aus. ..."

Nochmal die wichtige Aussage aufs Wesentliche verkürzt:

"Google zwinge mit ihrer Marktmacht ... die Verleger , auf eine angemessene Vergütung für die Verwertung der ... Presseerzeugnisse zu verzichten."

Dein Einwand ist also Falsch, in bezug auf meine Aussage, da das Inhalt der Kartellbeschwerde war!
 
"Suchmaschinen ... sollen ohne Einwilligung ... nicht einmal mehr ... Überschriften anzeigen dürfen." ... Überschriften haben überhaupt nicht die nötige Schöpfungshöhe, um urheberrechtlich geschützt zu werden. Sonst könnte man ja "die Spatzen vom Dach" der Urheberrechtsverletzung bezichtigen. Abgesehen davon, die meisten Überschriften täglicher Sensationspresse erreicht nicht einmal die Schöpfungshöhe von Wilhelm Busch's "Prosit Neujahr" (dem kurzen der beiden).
 
Ich verstehe das Problem nicht? Jeder Webseitenbetreiber kann doch heute schon per robots.txt Google ausschließen wenn er das will.Klar wäre es gut, die Suchmaschinen so weit zu verpflichten, dass sie dann wirklich keinen Zugriff mehr bekommen, aber das ist doch alles schon möglich? Warum machen die Verlage es nicht?Auch die Idee die Beweislast umzukehren finde ich gut. Jeder der gefunden werden will, sollte seine Einwilligung geben müssen. Ginge ja auch über robots.txt.Für die Suchmaschinen wäre es dann sogar einfacher, weil sie sich nicht mit Leuten herumschlagen müssten, die behaupten, dass sie gar nicht gefunden werden wollen.

Im Meta gibt man dann an, was veröffentlicht werden darf, wobei es für die Relevanz natürlich notwendig wäre das mit dem tatsächlichen Inhalt abzugleichen. Ein totales Kopierverbot wenn eine Einwilligung gegeben wurde, wäre demnach sinnlos.
 
@feinstein: Das würde aber voraussetzen, das die zuständigen Personen bei den Verlagen wenigstens ein Grundwissen in dem Bereich aufweisen. Und das erwartest du z.B. beim Springerverlag? Dem Verlag, der solch hochwertige Literatur wie die Bildzeitung auf den Markt wirft?

Wenn ich Google wäre, würde ich den Verlagen mal ordentlich an die Karre fahren und nichts mehr von deren Websites indizieren. Mal sehen, wie viele Besucher da ausbleiben. Wenn einer gut darin ist, sich selbst ans Bein zu pinkeln, dann doch wohl die deutschen bzw. europäischen Printmedien-Hersteller.
 
Der höchstkompetente EU-Digitalkommissar tut sein Bestes - nur ist sein Bestes eben nur maximal so gut wie das Bier, welches denselben Namen trägt. Und das Bier mit Entenpisse zu vergleichen, würde der Entenpisse vermutlich unrecht tun.
 
@Mordy: Was können denn die armen Enten dafür?
 
@gandalf1107: Nix - wir können aber auch nichts für die mangelnde Kompetenz des Herrn O. ;)
 
@Mordy: Kompetenz ist für einen Politiker auch nicht wirklich erforderlich. Und gerade Ötti ist ein leuchtendes Beispiel dieser Tatsache. Von unserem Rhetorikwunder E. Stoiber will ich gar nicht erst anfangen.

https://www.youtube.com/watch?v=f7TboWvVERU
 
@gandalf1107: Wem sagst du das? Ich habe angesichts der breit gestreuten Inkompetenz in bestimmten Lebensbereichen schon längst das Handtuch geworfen - gegen Dummheit ist leider kein Kraut gewachsen, sonst würde ich das Zeug tonnenweise anbauen und mir ´ne goldene Nase verdienen.
 
@Mordy: Dummheit ist eher nicht das Problem, sondern das sie beibehalten wollen.
 
@DerTigga: Aber wäre es nicht dumm, wenn man dumm bleiben wollte, obwohl man es nicht müsste?! ;)
 
@Mordy: Ich hab mal irgendwann verstanden bzw. schweren Herzens verstehen müssen, das für so einige der Punkt des was dazulernen sollens bzw. müssens was ganz schwer ertragbares ist ;-)
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