Dann hat's geknallt: Feuerlösch-Übung ließ Datenzentrum abstürzen

Die Feuerlöschanlage im rumänischen Datenzentrum der ING Bank soll eigentlich dafür sorgen, dass ein Brand keine größeren Schäden anrichtet. Bei einem Testlauf sorgte aber ausgerechnet dieses System dafür, dass die komplette Einrichtung offline ... mehr... Server, Datenzentrum, AT&T Bildquelle: David Jones / Flickr Server, Datenzentrum, AT&T Server, Datenzentrum, AT&T David Jones / Flickr

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Ich frage mich gerade, wie lang haben die Menschen Zeit sich in Sicherheit zu bringen, bei 130 Dezibel kann man schon Ohnmächtig werden, ab 170 Dezibel kann es Tödlich sein.

Bei einen startenden Jumbo (110 - 140 Dezibel) wackelt alles in unmittelbarer Umgebung, man stelle sich mal vor das wäre Geräuschtechnisch in einen geschlossenen Raum, wenn da nichts zu Bruch geht grenzt das an ein Wunder.
 
@Kribs: nun, die Aussage habe ich auch schon gehört, dass man ab 130db Ohnmächtig werden kann...

Allerdings steht die Aussage neben der dass man in 10cm Wasser ertrinken kann und mit 30kmh einen Tödlichen Autounfall erleiden kann... <- blöd kann es immer laufen...

Ansonsten würde ich sagen die einzige Gefahr die reel war wäre ein Gehörsturz... <- gerne auch mit Spätfolgen!
 
@baeri: Diese Werte gehen aber davon aus, das man sich nicht innerhalb eines Resonanzraum aufhält, dessen Akustische Eigenschaften die Physikalischen und Biologischen Auswirkungen zum Teil Potenzieren!
 
@baeri: 30km/h? Es sind schon Menschen bei 0km/h gestorben. Ein Motorradfahrer hatte in seiner Einfahrt angehalten, nur war es dort zu tief für die kurzen Beine. Umgefallen und Genick am daneben verlaufenden Zaun zum Nachbargrundstück gebrochen. Andere hingegen überleben nen Motorradcrash bei ziemlich genau 190km/h - ich zum Beispiel!

Theorie und Praxis!
 
@Kribs: Ich kann jetzt nur für unser Rechenzentrum sprechen, da hast du 30sek Zeit, nach ertönen des Warntones, den Serverraum zu verlassen. Desweiteren wurde vom Erbauer der Anlage extra Schalldämpfer auf das Signalhorn als auch auf die Düsen der Löschanlage gebaut. Die eigentlichen Flaschen mit Löschmittel stehen in einem separaten Raum.
 
@skyjagger: Löschmittel? Du meinst Stickstoff!? (Löschmittel klingt für mich wie Schaum oder Pulver)
 
@baeri: Nein, kein Stickstoff sondern Argon. Im neuen Serverraum wird Novec1230 (https://de.wikipedia.org/wiki/Novec_1230) verwendet.
 
@baeri: Stickstoff und CO2 sind genau so Löschmittel wie Wasser, Schaum oder Pulver auch wen es sich blöd anhört
 
@skyjagger: + Kann jetzt nicht ermitteln wie die Fluchtwege gestaltet und organisiert sind, aus dem Bauch heraus hörten sich "30sek" aber wenig an, wenn man "Schrecksekunde" und Reaktionszeit mit einbezieht.
 
@Kribs: Also bei uns ist der längste Weg 25m bis zur Tür. Und im Falles einer Auslösung der Löschanlage, verlässt man instand den Raum und bringt nicht erst noch Arbeiten zu Ende. Also sind die 30sek durchaus ausreichend. Und selbst in dem Falle das die 30sek nicht ausreichen sollten, fällt man ja nicht sofort tot um wenn das Löschmittel einströmt.
 
@skyjagger: Dan hat sich mein Bauch in diesen Fall geirrt. ;-)
 
@skyjagger: CO2 Löschanlage und du fällst erst nach 2-3 Atemzügen um. Schnell genug?

Viel interessanter sind die Kosten für die Wiederbefüllung. Ich tip mal auf nen höheren 5stelligen Betrag aus der Erfahrung raus. Dürfen aber auch gerne 6 Stellen sein. Ich kenne die Größe des Datencenters nicht.
 
@Kribs: in der Regel - zumindest bei uns im RZ - kommt erst eine Warnsirene, die ist schon so laut, das du freiwillig den Serverraum verlässt. Nach 30 sec. erst wird dann die Argon-Flutung ausgelöst. In der Zeit kann man auch die Argon-Flutung noch stoppen, falls z.b. Verletzte geborgen werden müssen.

Der Sauerstoffgehalt wird aber auch nach Argonflutung noch ausreichend sein, das ein Mensch darin nicht erstickt. Wobei angenehm ist es dennoch nicht.
 
Erinnert ein wenig an Tschernobyl, wenngleich hier zu Tschernobyl gar nichts schlimmes passiert ist, dennoch kam mir der Gedanke.
 
@Zwerg7: Warum?
 
@Zwerg7: Ist mir auch sofort durch den Kopf geschossen... Wieso auch immer. Notfall Übung, sie geht schief, es knallt, nichts geht mehr und auch wieder in östlicher Richtung. Wahrscheinlich deshalb.
 
@Cheeses: naja Tschernobyl war ein Testversuch mit Menschlichem Versagen das zu vielen Toten und Spätfolgen führte

das hier war wohl eher ein Fehler im System bzw vielleicht auch einfach mangelnde Qualität bei den Behältern das die geplatzt sind oder der Druck war zu hoch usw.
 
@CARL1992: Fehler Nummer 1 an Tschernobyl war auch ein Systemfehler...die Verwendung eines schnellen Brüters...
 
@Draco2007: Hauptursache war neben menschlichem Versagen und dem Abschalten der Sicherheitseinrichtungen eine zeitliche Verschiebung des Tests um einen halben Tag und damit eine unzulässig hohe Anreicherung des Reaktors mit Neutronenabsorbern.
 
@heidenf: Hätte alles nix genutzt da die RBMK damals einen bewussten Baufehler hatten. Sie wussten das der Moderator ein hohes Risiko hat, wenn man zu wenig Steuerstäbe einbaut, auch wussten sie wenn man die Steuerstäbe im Notfall einfährt innerhalb ein paar Sekunden, dass die Leistung ² ansteigt. Menschliches Versagen spielt auch eine Rolle aber die ist nicht so gravierend gewesen wie der Baufehler des Reaktors. Daher kann man von Glück, klingt fies ich weiß, reden das dieser Unfall passiert ist. Wenn ihr nur wüsstet wie groß Reaktor 5 und 6 werden sollte.
PS: ich war schon einmal in der Zone und habe mir das vor Ort angeschaut ;)
 
@Odi waN: und genützt hat es wenig. die Menschen sind nicht daraus klug geworden. schau nach Japan. bauen die doch tatsächlich Reaktoren in sonstiwe gefährdete Gebiete (Erdbeben, Tsunami etc). In Japan ist es nachts genauso hell wie tags. Strom ist dort so billig, weil es überall Atomkraft hat.

da haben die es am eigenen Leib erfahren, was ne Atombombe anrichten kann oder auch zwei und trotzdem pflastern die sich das Land mit AKWs zu! inklusive der explodierten waren es rund 20 AKWs.

Deutschland ist bei der Menge aktuell ja noch keinen Deut besser, bei uns gibt es knapp 30AKWs!
 
@Odi waN: die "Baufehler" bzw. schlicht Eigenschaften von diesem Reaktortyp waren bekannt. Und man wusste sehr wohl, dass man das, was die da getrieben haben, nicht machen darf, nur traute sich keiner von denen, die das wussten, den "Verantwortlichen" das auch mal klar zu sagen. Menschliches Versagen spielte also nicht nur auch eine Rolle, die Kernschmelze war das Ergebnis vom mehrfachem menschlichen Versagen. Einen Reaktor dieses Typs sicher zu betreiben ist problemlos möglich solange man keinen Unfug treibt, wie die vielen weiterhin aktiven Reaktoren dieses Typs beweisen.
Letztendlich hat man aus Tschernobyl nur eines gelernt: wenn man alle Sicherheitseinrichtungen abschaltet und strickt nach Lehrbuch vorgeht, dann schafft man es auch, so einen Reaktor in die Luft zu jagen. Mehr nicht.

Bei Fukushima, da kann man von Konstruktionsfehler sprechen. Man hat zwar das Ganze erdbebensicher gebaut und auch in der Nähe zum Meer, damit man im Notfall genug Wasser zum Kühlen hat, nur hat man wohl vergessen, dass nach einem Erdbeben ein Tsunami kommen kann.

BTW, Reaktor 5 und 6 sollten baugleich mit 3 und 4 sein, RBMK-1000, 2. Generation.
 
@MahatmaPech: und in Deutschland wird es immer dunkler, weil immer weniger Leute es sich leisten können Licht anzumachen. Ich sehe das nicht als Fortschritt sodern eher Rückfall ins 19. Jahrhundert. Naja, es soll Leute geben die Kerzen und Petroleumlampen schön finden...
 
@Link: Wenn ich nen Film schaue oder zocke, brauche ich es nicht glockenhell um mich herum. Ich handhabe das eher wie im Kino. Licht aus. Spot an. Zumal man sich heute ja spotbillig LED-Leuchtobst kaufen kann.

Es mag aber auch Leute geben, die in ungenutzten Räumen alles an lassen und damit Energie verschwenden, die sie sich später nicht mehr woanders leisten können.

Auch ich kann mein Geld nur einmal ausgeben, aber ich überlege vorher, welchen Gegenwert ich dafür erhalten möchte, entweder einen menschenleeren Raum erhellen oder 4 Titans. Ich hab mich damals für die Titans entschieden.
Als Beleuchtung reicht mir ein russischer Kronenleuchter.

Ich bin da evtl etwas arg pragmatisch, aber so ticke ich nun ein Mal.
 
@Link: von wegen 19.Jhdt: Ich hab die Pfeifen da oben nicht gewählt und bin mit meiner Einstellung und meinen Anstellungen bisher immer zufrieden gewesen. Natürlich ist mehr Geld in der Lohntüte bei den immer teurer werdenden Lebenshaltungskosten schön, aber wenn ich nicht mehr Geld bekomme, kann ich mir nicht mehr alles leisten. Aber wenn man dann mal bei manchen in die Bude schaut, die Hartz IV beziehen, wähnt man sich in der Wohnung eines gut situierten Angestellten. Zumindest was die Ausstattung angeht.
Mir als wirklich angestelltem mit einem Arbeitsweg von schnell mal 1,5h in eine Richtung fehlt dann aber die Zeit, alles so liebevoll herzurichten.

Mein Arbeitstag kann auch schnell mal 10h+ haben ohne An- und Abfahrt. Auch dazu sind viele nicht mehr bereit. Wollen lieber eine 35h Woche, Die 35h hab ich schon einmal an einem Mittwoch Abend drin gehabt.

Dafür bekomme ich soviel Netto, wie andere evtl. Brutto oder sogar mehr, aber dafür muss ich mich nicht schämen. Viel eher müssen sich die schämen, die sich ihr Leben lang durchlaviert haben und später dann die Quittung für ihren Gleichmut bekommen. Bereits vor 25 Jahren war doch abzusehen, dass man mit dem Beitritt der DDR und vieler gut ausgebildeter Arbeitskräfte hier und da wird Abstriche machen müssen, weil die Ausbildung und das Wissen der neuen Konkurrenz gewannen in diversen Bereichen.
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