Kryptowährung: Mining-Malware generiert 76.000 Euro über Home-NAS

Sicherheitslücken in Geräten, die nicht unter ständiger Beobachtung durch einen Nutzer stehen, können Angreifern direkte Geldwerte bringen. Das belegt aktuell eine Malware, die bestimmte Netzwerk-Speicher von Seagate anvisiert und diese dazu ... mehr... Geld, Gold, Münzen Bildquelle: tao_zhyn / Flickr Geld, Gold, Münzen Geld, Gold, Münzen tao_zhyn / Flickr

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Ich frage mich wer solche Krypto-Währungen unterstützt. Wenn sie jeder PC generieren kann zahlt man ja trotzdem noch mehr Strom für den PC, als Geld generiert wird?!
 
@PranKe01: Das habe ich mich schon bei BitCoin gefragt. Was ist eine Währung wert, die einerseits kaum jemand kennt, deren Wert stark schwankt und die frühe "Mitmacher" doch sehr stark bevorteilt hat gegenüber denen, die jetzt erst auf BitCoins stoßen und sie evtl. verwenden wollen. Heute dürften die Stromkosten beim "minen" tatsächlich höher sein als der Wert der BitCoins, am Anfang war das wohl anders, wenn ich das richtig verstanden habe.
 
@Drachen: Wie bei jeder anderen Währung ist auch Bitcoin genau soviel Wert, wie die Leute die sie nutzen glauben das sie Wert hat. Bitcoin wird doch immerhin von mehreren Millionen Personen weltweit genutzt Tendenz steigend.

Die Personen die früher beim Meining mitgemacht haben sind jetzt nicht zwangsläufig super reich, nur wenn sie das Risiko eingegangen sind und die Bitcoins bis heute behalten haben. Das Bitcoin so erfolgreich ist war damals jedoch nicht unbedingt absehbar. Wenn Du von Anfang an Google Aktien gekauft hättest dann wärst du jetzt auch reich.

Ob die Stromkosten höher sind als der Ertrag aus dem Mining, hängt von der Hardware ab. Mit CPUs lohnt es sich schon seid 4-5 Jahren nicht mehr, mit GPU seit über 3 Jahren nicht mehr. Heute werden nur noch ASICs verwendet. Man kann durchaus noch heute Geld damit verdienen, muss dazu aber zuerst grössere Summen investieren. Früher war das sicher einfacher aber ohne Risiko war es auch damals nicht. Für Normalos lohnt sich das heute kaum noch, das heißt aber nicht das deshalb Bitcoin nutzlos ist. Nur weil du keine Bank eröffnen kannst ist der Euro ja auch nicht nutzlos.

Hast du dich schon mal gefragt wie unser Finanzsystem funktioniert, woher das Geld auf deinem Konto ursprünglich her kommt? Kleiner Tipp, es ist nicht von der Zentralbank. Wenn du dich mal intensiv damit auseinander setzt und auch genauer hinterfragst wie das beim Bitcoin funktioniert, dann hat die Bitcoin-Community höchstwahrscheinlich ein neues Mitglied =).
Wenn du dich dann noch etwas weiter mit Bitcoin auseinander setzt und siehst was da plötzlich alles möglich ist und das dann wieder mit unserem Zahlungssystem der Banken, das weitgehend noch auf Technologie der 70er Jahre basiert, vergleichst dann fragst du dich; wie zur Hölle können Banken damit überhaupt noch überleben bzw. wie lange werden sie das noch?
 
@DrEmmettBrown: Mal als Frage. Was genau wird da berechnet und was wird mit dem Ergebnis der Berechnung dann angestellt ?
 
@skyjagger: Es wird ein Hashwert berechnet der die Transaktionen vor nachträglicher Manipulation schützt.
 
@skyjagger: Die Bitcoin-Transaktionen werden durch die sogenannte Blockchain langfristig gesichert. Transaktionen werden zu einem Daten-Block zusammengefasst. Jeder Block verweist auf sein Vorgänger-Block, so das eine Kette von Blocks ensteht in der alle je gemachten Zahlungen der Reihe nach zu finden sind.
Da Bitcoin keine zentrale Koordinationsstelle kennt, muss es ein Mechanismus geben der einerseits regelt in welchem Abstand ein neuer Block erzeugt wird, das nicht jeder wild drauf los Blöcke erstellt und das am Schluss möglichst nur eine Blockkette dabei ensteht und nicht diverse unterschiedliche. Weiter ist auch wichtig das es nicht möglich ist im nachhinein die Blockkette zu manipulieren.
Um das alles zu garantieren wurde das Mining erfunden, bei dem es darum geht einen gültigen Block zu finden, was künstlich schwierig gemacht wurde damit dis im Schnitt nur alle 10 Minuten irgendjemand auf der Welt schaft. Ein Block ist erst gültig wenn dessen Hash-Wert eine vom Netzwerk dynamisch festgelegten Schwellwert unterschreitet. Das heist eine Mining Software versucht ständig einen gültigen Block zu finden, in dem es entweder die Transaktionen innerhalb des Blocks anders anordnet oder freie Felder mit unterschiedlichen Zufallszahlen befüllt bis der Hash-Wer zufällig genügend klein ist. Wenn jemand ein gültiger Block findet, sendet er ihn übers Netzwerk allen anderen.
Als Belohnung darf man eine Transaktion aus dem Nichts von 12.5 Bitcoins an sich selbst in den Block schreiben. So findet also ein ständiges rennen nach dem nächsten gültigen Block statt.
Durch diesen Mechanismus werden einerseits die Transaktionen gesichert und andererseits kommen so neue Bitcoins in Umlauf. Die Belohnung von 12.5 Bitcoin gilt aber nur aktuell, alle 4 Jahre halbiert sich der Wert bis er irgendwann bei 0 ist. Zusätzlich zu den neuen Bitcoins erhalten die Miner auch noch die Transaktionsgebühren die freiwillig bei den einzelnen Transaktionen angehängt werden können.

Hash -> https://de.wikipedia.org/wiki/Hashfunktion
https://www.youtube.com/watch?v=GmOzih6I1zs
 
@DrEmmettBrown: Danke für die Mühe, die du dir gegeben hast. Den Vergleich mit der eigenen Bank finde ich allerdings unpassend, ebenso den mit Aktien. Das Finanzsystem an sich habe ich durchaus verstanden, zumindest so gut man das als Normalbürger mit fundierter (Aus)Bildung, jedoch ohne spezielle Banken- oder Finanzmarkt-Ausbildung verstehen kann. Aber der dritte Passus mit CPUs, GPUs und ASICs war interessant, wieder was gelernt.

Zumindest vorerst werde ich trotzdem in keine "Währung" investieren, deren Wert-Änderungen für mich weder nachvollziehbar noch absehbar sind. Sollte das je stabiler werden, mag sich das ändern.
 
@Drachen: Ich rate dir auch nicht in Bitcoin zu investieren, vor allem dann nicht wenn du es noch nicht wirklich verstanden hast. Das ist wirklich hoch riskant. Bitcoin zu versteh macht meiner Meinung nach aber durchaus Sinn. Ich denke das sich diese Entwicklung nicht mehr stoppen lässt und Bitcoin auch langfristig einen teil der Wirtschaft sein wird. Das wäre dann aber eher investieren in Wissen. Um Bitcoin zu verstehen hilft es natürlich wenn man es auch selbst ausprobieren kann, dazu reicht aber auch ein ganz kleiner Betrag. Ich spende interessierten Leuten für diesen Zeck auch gerne Bitcoins im Wert von 1€.

Ich beantworte auch immer gerne alle mögliche Fragen zu Bitcoin. Ich setzte mich nun seit über 3 Jahre intensiv mit dem Thema auseinander. Oft ist es allerdings schwierig in zwei drei Sätzen zu vermitteln weshalb z.B. das Mining eine geniale Erfindung ist. Wenn man darin nur den Fakt sieht das einige, die früh eingestiegen sind dadurch zum Teil reich wurde dann wirkt das ganze natürlich einem suspekt.
Auf irgend eine Art müssen die Coins aber nun mal im Umlauf gebracht werden, wenn man das damit koppelt das man Coins bekommt wenn man in Strom, Hardware und Arbeit investiert um das Netzwerk zu sichern dann find ich das schon nicht ganz so verkehrt. Es gibt andere Kryptowährung bei denen die Erfinder am Anfang fats alles haben und es nach und nach auf den Markt werfen und sich dabei unglaublich bereichern. Bei Bitcoin ist das nicht so, da muss man schon sehr genau kalkulieren um die Kostendeckend zu produzieren. Das liegt daran, dass wenn es günstiger wird sie zu Produzieren, automatisch mehr einsteigen und dadurch jeder einzelne wieder weniger bekommt und andersrum wenn es sich für einige nicht mehr loht die wieder aussteigen und die verbleibenden Minder wieder mehr bekommen. Reich werden kann man damit nicht mehr wirklich, man muss schon auch Spaß daran haben und das einfach als ganz normale Arbeit sehen.

Zum Schluss noch eine Analogie die mir persönlich gefällt:
Bitcoin ist aktuell halt noch ein kleines Holzfloss, an dem rundherum gezimmert wird wären dem es auf hoher See heftig herumschaukelt, das Finanzsystem der Banken ist eher die große Titanic die halbwegs ruhig über die Wellen gleitet allerdings auf Kollisionskurs mit einem großem Eisberg ist.
 
@DrEmmettBrown: Danke - und die Analogie ist hübsch :)
 
@Drachen: Passend zum Thema lief soeben folgende Sendung: https://youtu.be/uhs85s3HeAQ ab 1:05:30 gehts um Bitcoin
 
@Drachen: Der Stromverbrauch beim Minen reguliert sich selbst nach Angebot und Nachfrage. Mit deutschen Strompreisen ist man international leider nicht Konkurrenzfähig.
 
@BlueFox: guter Hinweis, danke.
 
@PranKe01: deshalb generiert man das Geld ja auch auf Kisten die man nicht bezahlt :D
 
@PranKe01: Wahrscheinlich gibt es auch deshalb immer neue Währungen, da nur die ersten Nutzer richtig Kohle scheffeln, sofern irgendwann genug Leute diese Währung nutzen.
 
@moniduse: Nein, auch Monero (XMR) scheint in Mode zu kommen und steigt auch langsam an Wert, da diese dann noch mehr Sicherheit bieten.
 
@moniduse: Mit den meisten aller Kryptowährungen wurden Unmengen Geld und Arbeit verbrannt. Wer Kohle scheffeln will muss schon etwas zu bieten haben.
 
@moniduse: So kommt mir das auch rüber. Wieso sollte ich BitCoin wählen, wenn es Monero gibt? Was passiert mit den Leuten, die BitCoins haben, wenn Monero so viel besser ist? Sind die dann Pleite und fangen von vorne an? Ich finde diese parallel-Währungen schon allein vom Bauchgefühl her absolut unseriös.
 
@PranKe01: Unterschiedliche Kryptowährungen können gut auch parallel zueinander existieren. Ein gewisser Wettbewerb ist sogar wünschenswert. Es können so auch ganz viele verschiedene Konzepte ausprobiert werden und man lernt voneinander. Bitcoin und andere Kryptowährungen werden auch weiterentwickelt und wenn es möglich ist und einer Mehrheit es als sinvoll erachten werden natürlich auch Features von anderen Kryptowährungen übernommen. Es gibt aber auch unterschiedliche Anwendungsbereiche wo auch unterschiedliche Kryptowährungen ihre Vorteile haben. Letztlich ist es jedem selbst überlassen welche er nutzt und welche nicht. Der Wechsel zwischen den einzelnen Kryptowährungen ist zum Glück sehr einfach.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Beliebt im Preisvergleich

Seagates Aktienkurs in Euro

Seagates Aktienkurs -1 Jahr
Zeitraum: 1 Jahr