Samsung Galaxy Note 7: Nutzungsverbot bei australischen Fluglinien

Die Akku-Problematik rund um das Samsung Galaxy Note7 zieht ihre Kreise: drei australische Fluglinien haben eine Regelung erlassen, laut der das Gerät von ihren Passagieren auf Flügen nicht geladen oder genutzt werden darf. mehr... Samsung, Samsung Galaxy, Akku, Galaxy Note, Samsung Galaxy Note 7, Galaxy Note 7, Explosion, Samsung Galaxy Note7, Brandgefahr Bildquelle: Reddit/Crushader Samsung, Samsung Galaxy, Akku, Galaxy Note, Samsung Galaxy Note 7, Galaxy Note 7, Explosion, Samsung Galaxy Note7, Brandgefahr Samsung, Samsung Galaxy, Akku, Galaxy Note, Samsung Galaxy Note 7, Galaxy Note 7, Explosion, Samsung Galaxy Note7, Brandgefahr Reddit/Crushader

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Ich wundere mich, dass es nicht längst komplett verboten ist Lithium-Ionen-Akkus mit in ein Flugzeug zu nehmen.

Was ist, wenn ein Terrorist einen großen Notebook-Akku mit dem Notebook einfach mit in ein Flugzeug nimmt und diesen unter Umgehung der den Akku kurzschlussfest machenden integrierten Ladekontrollelektronik kurzschließt und so in einen Brandsatz verwandelt, den im Flugzeug mit Bordmitteln sicherlich niemand löschen kann und diesen dann in der Toilette oder hinter irgendeiner Verkleidung versteckt, so dass der Akku schon lichterloh brennt, bevor jemand darauf aufmerksam wird?

Li-Ionen-Akkus brennen so heiß, dass sie auch die schwer entflammbaren Materialien in einem Flugzeug entzünden können und ein Kabinenbrand auf Reiseflughöhe dürfte in vielen Fällen ähnlich verheerend sein wie eine Bombe.

Mir wurde jahrelang beim Check-In mein Trinkwasser abgenommen, welches man einfach darauf überprüfen könnte, ob es ein Flüssigsprengstoff ist, aber mit dem perfekten Brandsatz am Notebook durfte ich immer einfach so in das Flugzeug steigen. Das finde ich irgendwie ziemlich schizophren von den Flugsicherheitsexperten.

Wenn da wirklich einmal etwas Ernsteres passiert, bin ich einmal gespannt, wie sich die großen Überwacher herausreden wollen, die wegen der "Sicherheit" sogar schon Nacktscanner einführen wollten, welche die Passagiere mit gesundheitsschädlicher Röntgenstrahlung bestrahlt hätten, nur weil die Sicherheit ja so extrem wichtig ist.

Auf der einen Seite den Fluggästen wegen der Sicherheit das vor Thrombosen schützende Trinkwasser abnehmen und sie am besten noch bis auf die Unterhose ausziehen zu wollen und damit riskieren, dass man demnächst Nacktscannerbilder von Fluggästen im Internet herunterladen kann, aber auf der anderen Seite Leute mit perfekten, unlöschbaren Brandsätzen einfach in die Kabine steigen lassen erscheint mir nicht gerade konsequent und logisch.

Das ein SmartPhone-Akku in Flugzeug unbeabsichtigt in Flammen aufging gab es schon. Damals schaffte es der Pilot noch auf dem nächsten Flughafen zu landen und niemand in der Kabine kam ernsthaft zu Schaden. Aber es ist wohl nur eine Frage der Zeit, wann da einmal ein schwerer Unfall passiert. Auf einem Transatlantikflug kann man beispielsweise nicht mal eben zwischendurch landen um das Telefon zu entsorgen und die Kabine durchzulüften und wenn sich leichter brennbare Kleidung oder Gepäck daran entzünden, kann auch der Brand eines kleinen SmartPhone-Akkus zur großen Katastrophe führen.

Fazit: Was da gespielt wird ist seit jeher russisches Roulette. Li-Ionen-Akkus waren bei zwei Fluggesellschaften auf der Welt in der Kabine schon einmal gänzlich verboten, weil sie unter die Gefahrgutverordnung fallen. Da aber vielfliegende Geschäftsleute ihre elektronischen Spielzeuge im Flugzeug benutzen wollten, konnten diese beiden Fluggesellschaften dieses Verbot offenbar nicht aufrechterhalten, ohne dass sie zahlungskräftige Kunden verloren hätten.

Das dieses Akku-Problem den Sicherheitsexperten durchaus seit etlichen Jahren bekannt ist, sieht man schon daran, dass bei einigen Fluglinien schon vor einigen Jahren Notebooks eines großen Herstellers nicht mehr mit ins Flugzeug genommen werden durften, nachdem dort auch eine Akku-Rückrufaktion stattgefunden hatte und man nicht wusste, ob alle Kunden ihren Akku getauscht hatten.

Nun haben wir den selben Fall mit einem SmartPhone. Aber offenbar müssen erst wieder Menschen sterben, damit jene Politiker, welche für die heutige Situation verantwortlich zeichnen (möglicherweise weil auch sie häufiger fliegen und mit ihren Geräten im Flugzeug arbeiten können wollen und daher das Risiko einfach ignorieren, während sie den Leuten ihr Trinkwasser und winzige Taschenmesser wegnehmen lassen, weil es ihnen nicht so wichtig ist, ihr eigenes Trinkwasser mitbringen oder das Essen im Flugzeug schneiden zu können) aus Furcht davor, dass ihnen Wählerstimmen verlorengehen könnten, etwas gegen dieses russische Roulette unternehmen.

Ich warte dann einmal ab, wann der erste größere Unfall mit Li-Ionen-Akkus im Flugzeug passiert. Das wird nur eine Frage der Zeit sein. Es gibt ja genug billig produzierte Austauschakkus im Markt, bei denen sich der ohnehin unbekannte Hersteller keine Mühe wegen einer Rückrufaktion machen wird, weil er ohnehin keinen Namen zu verlieren hat. Bei einem Unfall geht der eben in die Insolvenz und ist dann nicht mehr zu fassen. Kennt man ja...

Der Großteil der Bevölkerung ist, was die verzerrte Wahrnehmung von "Sicherheit" angeht, auch nicht besser als ihre Regierung. Da haben viele Angst vor Terroristen, tragen aber mit ihren SmartPhones ständig einen Brandsatz eng am Körper, der schon Menschen das Leben gekostet hat. Das erscheint mir auch etwas irrational.

EDIT: Da ein guter Freund von mir zufällig gerade diesen Kommentar gelesen und einige Fehler gefunden hat, zu denen beispielsweise nicht mehr passende und doppelte Wörter zählten, welche zu einer alten Version des Textes gehörten und von mir beim Umformulieren übersehen/nicht gelöscht wurden, hier nun noch einmal eine überarbeitete Version ohne Garantie auf sonstige Fehlerfreiheit. Es kommt nicht so häufig vor, dass ich einen Text noch ein zweites Mal überfliege, aber scheinbar war es hier mal nötig. ;-)
 
@resilience: Li-Ionen Akkus fallen auch heute noch unter die Gefahrgutordnung und dürfen ab einer bestimmten Menge nicht zusammen mit Passagieren befördert werden. Nicht nur im Luftverkehr, sondern auch in der Seefahrt.
Die Behörden sind sich also der Gefahr bewusst und erachten z.B. 200 Passagiere mit Smartphones und ihren LI-Akkus nicht als Gefahr.
Wie sie jedoch zu dieser Erkenntnis gekommen sind, weiss ich nicht.
Aber im prinzip hast du 100% recht.
 
@LastFrontier: "Wie sie jedoch zu dieser Erkenntnis gekommen sind, weiss ich nicht." Das dürfte ganz simpel sein: Dass ein Li-Akku in Flammen aufgeht, passiert ziemlich selten. Der Komfortverlust durch ein Verbot wäre aber imens.
 
@TiKu: So selten ist das gar nicht. Auch Apple hatte schom immense Akkuproleme mit ganzen Serien bei den MacBooks. Die Akkus waren von Sony, explodierten zwar nicht, blähten sich aber auf und machten MacBooks unbrauchbar, da diese sich verbogen und verzerrten. Um 2009/2010 war das.
Was ich bei Samsung nicht verstehe, ist dass die ihre Akkus ja selbst herstellen und eigentlichauch die Erfahrungdamit haben müssten.
Da hat wohl wieder irgendein Mangaer ein paar Cent für ein paar millionen Geräte einsparen und den Gewinn maximieren wollen.
Ich möchte sogar behaupten, dass die Samsung Technkiker in etwa gewusst aber zumindest geahnt habenwas passierenwird. Aberin der Regelist es so, dass Kaufleite nicht auf Techniker hören sondern erst mal den Profit priorisieren.

Die allermeisten Massenfehler werden nicht durch Techniker verursacht, sondern durch Finanzjongleure die mehr Gewinn habenmöchten.
Zwischen Kaufleuten und Technikern herrscht traditionelleine tief Kluft. So wie zwischen Theorie und Praxis.
 
@resilience:
Ein Chemikerkollege schmunzelt immer bei den Verordnungen für die Flüssigkeit beim fliegen immer.
Er meint, "dass man mit ein paar erlaubten 100 ml Fläschchen eine Menge anrichten kann"
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