EuGH: Geld für vorinstallierte Software gibt es nicht zurück

Wer einen Rechner mit vorinstallierter Software kauft, muss die mit eingepreisten Lizenzgebühren hinnehmen - völlig egal, ob er die Software nun verwenden will oder nicht. Die Alternative besteht nur darin, sich nach einem Gerät umzusehen, das ... mehr... Pc, China, Laptop, Computer, Handel Bildquelle: vijesti.me Pc, China, Laptop, Computer, Handel Pc, China, Laptop, Computer, Handel k.a.

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Der letzte Satz ist etwas verwirrend,
"Insofern handelt es sich auch dann nicht um ein unlauteres Angebot, wenn der gleiche Rechner nicht auch ohne die Software zu haben ist.",
heißt das wenn es Alternativ den selben Rechner ohne Software gegeben hätte wäre der mit Software ein unlauteres Angebot, verstehe ich nicht?
 
@Kribs: Nein, es handelt sich nie um ein ein unlauteres Angebot, der Kläger wollte es aber als solches sehen, weil es keinen Alternativ Rechner ohne Software gab.
So schwer ist der Satz doch gar nicht.
 
@OttONormalUser: OK ich hab verstanden was damit gemeint ist, trotzdem ist dann das NICHT in " wenn der gleiche Rechner nicht auch..." zu viel,
oder
"Insofern handelt es sich auch dann nicht um ein unlauteres Angebot, wenn der gleiche Rechner [] auch ohne die Software zu haben ist."
 
@Kribs: Ganz einfach übersetzt: Wenn es den Rechner in der Variante mit und ohne bestimmte Software zu kaufen GIBT, dann ist es per se KEINE "unlautere Geschäftspraktik". Da es den Rechner aber nur MIT dieser Software zu kaufen gibt, bestand der Verdacht darauf. Die Begründung des EuGH sagt aber, dass dieses Paket aus Rechner MIT Software dem entspricht, was ein signifikanter Anteil der Verbraucher erwartet -> somit sehen sie keine "unlautere Geschäftspraktik". Das war also durchaus ein ungeklärter Punkt aus der Rechtsprechung bisher.

Das wäre wie Beim Kauf von einem geschnittenen Brot eine Papiertüte dazu zu geben und dass der eine Kunde, der eine eigene Tüte mitbringt, die "kostenlose" nicht haben möchte, aber anteilig das Geld dafür erstattet haben will. Da die meisten Kunden eine Tüte beim Kauf erwarten, ist es also rechtens, wenn die Tüte "mitverkauft" wird.
 
@bigspid: Perfekt erklärt ^^
 
@Kribs: Lass einfach die vielen Verneinungen weg dann wird es einfach zu verstehen:

Es handelt sich auch dann um ein lauteres Angebot, wenn der Rechner nur zusammen mit der Software verkauft wird.
 
@Kribs: Nein, es handelt sich auch nicht um ein unlauteres Angebot, wenn der selbe Rechner NICHT ohne Software zu haben ist.... völlig korrekt.
 
Dieses Urteil ignoriert schlicht völlig die Realität, in der viele Geräte schlicht nicht ohne Betriebssystem zu haben sind. Eine Niederlage für den Kunden, der sich zumindest aussuchen können soll, ob er ein Betriebssystem haben will.
 
@Niccolo Machiavelli: Kann er immer noch machen. Der logistische Aufwand für die Hersteller steht aber in keinem Verhältnis dazu, den Nutzern im Promille-Bereich extra Geräte ohne Betriebssystem anzubieten. Zumal die Kosten für die Lizenz oft vernachlässigbar beim Gerätepreis sind.
 
@bigspid: So lange das System nicht an das Gerät gebunden wird (Nicht abschaltbares Secureboot z.B.), gebe ich dir Recht, man kann nur hoffen, dass die Hersteller nicht auf diese Idee kommen.
 
@OttONormalUser: Gibt es doch schon, gerade im Bereich der Laptops/Notebooks und Co.
 
@bigspid: Bei früheren geleakten Verträgen war von >80 Euro die Rede, was definitiv nicht vernachlässigbar ist. Zudem gehts den Herstellern definitiv nicht um den Aufwand, da hier einfach nur ein Schritt weggelassen werden müsste. Eher geht es darum, dass sie dann auf die Werbefläche verzichten müssen, die sie den Bloatware-Software-Herstellern durch die Vorinstallation ihres Mülls verkaufen. Und bei Microsoft kann man in den USA dann nochmal 100 Euro zahlen, damit sie einem in einem Store diese Software wieder löschen.
 
@Niccolo Machiavelli: Aktuell sind es bei Geräten mit Displaygrößen >12" (bin mir nicht mehr ganz sicher) genau 0€ und für ne Professional OEM-Version irgendwas zwischen 20-30€. Kann man sich bei Amazon zB sogar direkt selbst kaufen. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein großer OEM, der zig Tausende solcher Lizenzen weiter verkauft, höhere Preise zahlt.
Die Bloatware ist natürlich unschön, aber deswegen kann man ja mit der mitgelieferten Seriennummer eine frische Neuinstallation machen.
 
@bigspid: Doch das ist so. Die niedrigen Preise bei Kleingeräten sind nur eine direkte Folge, des Gegenwindes, den Microsoft in den letzten Jahren durch Tablets bekommen hat. Wenn du bei einigen 100 Euro Teuren Geräten alleine > 10 Prozent für die Software abdrücken musst, dann kannst du den Markt gleich begraben.
 
@Niccolo Machiavelli: Spezifische Geräte sind nicht ohne zu haben, da gebe ich dir Recht. Aber es gibt genug Alternativen. Ebenso kann man sich seinen PC selber zusammen stellen oder beim Händler seines Vertrauens zusammen stellen lassen 8wenn man keine Lust hat das selber zu tun oder keine Ahnung davon hat). Somit kommt dann auch der Punkt des OS nicht zum tragen.

Und die Rechtsprechung muss sich nicht an der Realität orientieren, sondern einzig und alleine am Gesetz! Und in erster Linie hat sich die Realität an den Gesetzen zu orientieren, erst in zweiter Linie die Gesetze an der Realität!

Fakt ist, einen PC ohne Windows bekommt man, wenn man denn so will. Das bedeutet aber entweder mehr kosten oder mehr Aufwand.

Fakt ist aber und das ist Realität an der sich auch die Rechtsprechung hier orientiert:
Fertig PCs ohne Betriebssystem fragt so gut wie niemand nach!
Wer einen Fertig PC kauft, erwartet ein vorinstalliertes OS.
Wer kein vorinstalliertes OS will, sucht explizit nach Geräten ohne OS oder baut sich seinen PC selber zusammen oder lässt einen zusammen bauen.
 
hmm is ja alles schön und gut. Aber warum gibt es dann noch dieses Gesetz das es verbietet einen PC ohne Betriebssystem zu verkaufen? Dann sollen sie das wenigstens ändern....
 
@legalxpuser: Ernst gemeinte Frage: gibt es solch ein Gesetz wirklich?
 
@legalxpuser: So ein Gesetz gibt es nicht!
Es gibt nur eine geltende Rechtsprechung, wobei die vorinstallierte Software nicht an die Hardware gebunden sein darf. Sprich dass man diese auch auf andere Hardware übertragen darf.

Es gibt kein Gesetz dass das vorinstallieren von Betriebssysteme in irgend eine Richtung regelt!
 
@legalxpuser: Ein Gesetz dazu wäre mir nicht bekannt, trotzdem fällt mir auf, daß ich noch nie ein neues PC-Angebot VOLLKOMMEN OHNE jegliches Betriebssystem gesehen habe, und wenn's nur Freedos ist, was da vorinstalliert wurde.

Das kann aber auch einen ganz anderen Grund haben, es geht vielleicht nicht um Wahlfreiheit, sondern darum, daß ein Rechner ohne Betriebssystem gar nicht laufen kann. Das wäre, zumindest in Deutschland, ein Mangel. Mängelhaftung nach BGB sieht dann Wandlung, Umtausch, Minderung oder sogar Schadenersatz vor. Daß es soweit überhaupt nur kommen könnte, wollen die Hersteller natürlich vermeiden, und wenn's nur durch die Installation des simplen Freedos abgedeckt ist, daß der Rechner nicht ohne System daherkommt.
 
@departure: findet man öfters Geräte ohne OS hier ein Beispiel 10sec Suche http://m.computeruniverse.net/item/3930363330313031
 
@legalxpuser: Das ist kein Gesetz, sondern nur eine Vereinbarung zwischen Microsoft und seinen OEM-Partnern, um die Verwendung von piratierten Betriebssystemen einzudämmen. Ein Hersteller oder Schrauber, der nicht OEM-Partner von MS ist, darf machen was er will. Die Partner müssen mindestens DOS drauf machen.
 
Was hat der Typ für ein Problem? Kann sich doch ein alternatives System installieren. Ob ich jetzt ein vorinstalliertes Windows platt mache um Linux zu installieren oder auf einen Rechner ohne alles Linux installiere ist doch Jacke wie Hose. Wo werden diese Querulanten gezüchtet?
 
@Chris Sedlmair: Er will halt die paar Euro wiederhaben, die Sony an MS bezahlt hat...
 
@Draco2007: Er kauft also bewußt einen PC mit Windows, von dem der Hersteller sagt, daß im Preis Windows inbegriffen sei und will nun die Lizenzgebühr einstreichen. Ist ne tolle Idee. Ich kauf das nächste mal auch Kirschen, bring die Kerne zurück in den Supermarkt und verlange den Grammpreis für das Gewicht der Kerne zurück... tssss... Leute gibt's, die gibt's gar nicht.
 
@Chris Sedlmair: Dir ist schon Klar, dass die Kosten, die Sony als OEM gegenüber Microsoft hat, mit dem Preis des Laptops verrechnet werden? Sony verschenkt ja schließlich keine Windowslizenzen
 
@Jazoray: Beim Kauf von Kirschen zahlt man die Kerne auch mit. :P
 
@Chris Sedlmair: aha, der Plantagenbetreiber bezahlt also eine externe Firma dafür, dass er ihre Kerne in die verzehrfertigen Kirschen einsetzen darf?
 
@Jazoray: Sony verkauft Computer mit Windows - Kunde kauft PC und weiß, das Windows dabei ist... Supermarkt verkauft Kirschen mit Kernen - Kunde kauft Kirschen und weiß, daß Kerne drin sind...
Wenn ich einen PC kaufe, in dem ein Bluetooth Modul drin ist, bezahle ich auch das Modul mit, selbst wenn ich es nicht nutze. Das kauft der PC-Hersteller auch extra ein und es wächst nicht von selbst im PC -.-
 
Hätte der mal bei diversen Online Händlern geschaut da gibt es vieles ohne Windows aber dennoch nicht völlig ohne System denn dann st meist Free Dos Vorinstalliert.
Sehe aber Problem nicht das gewünschte einfach drüber Installieren.
Und wenn man ganz sicher sein will die Festplatte tauschen und dann ein Wunschsystem aufspielen.
Völlig ohne ist für 99,99% sowieso nicht ratsam weil die meistens entweder den Aufwand nicht wollen oder gar nicht wüsten wie das geht.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte