Der Papagei ist tot: Google gibt die modularen "Project Ara"-Phones auf

Der Suchmaschinenriese Google hat von Motorola seinerzeit das "Project Ara" übernommen, es war (mit Ausnahme der Patente) einer der wenigen Teile, die man nicht an Lenovo weiterverkauft hat: Dabei sollte ein Smartphone entstehen, das sich nach einem ... mehr... Motorola, Motorola Mobility, Modulares Handy, Project Ara Bildquelle: Motorola Motorola, Motorola Mobility, Modulares Handy, Project Ara Motorola, Motorola Mobility, Modulares Handy, Project Ara Motorola

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Überraschend? Das gehört doch schon zu Googles Standard, was aufzukaufen und dann später nicht mehr weiterzuführen. Ist also die nächste Leiche im Keller....
 
@wingrill9: Bevor es tot geboren wird, wie bei vielen anderen, ist es vllt. besser so. :P
 
@wingrill9: Genau! Lieber weiterführen, stumpf und nicht zufriedenstellend in den Markt drücken!

Man kann doch froh sein, dass die Konzerne solche Ideen haben und sich daran versuchen.
Manchmal ist die Idee nichts, manchmal ist es einfach noch zu früh, manchmal stößt man einfach an physikalische Grenzen und manchmal hat man ein gutes Produkt.

Die Idee ist durchaus spannend und Phones mit Erweiterungsmodulen gibt's auch schon.
Falls Smartphones in so einer Hinsicht wie wir sie heute kennen weiter existieren und nicht durch ein Implantat oder ein anderes "big thing" in absehbarer Zeit abgelöst werden, ist so eine modulare Struktur in Zukunft denkbar.

Dass im Übrigen auf Google festzufahren, bringt auch nichts.
Egal ob Google, Microsoft, IBM, Apple, Motorola, <beliebigen großen Konzern einfügen> - bei vielen gibt es solche Forschungen & Entwicklungen, nur vieles kommt nicht mal bis zur Öffentlichkeit oder wird später aus einer Schublade gekramt, weil man heute Möglichkeiten hat, die man "damals" nicht hatte und jetzt umsetzen kann.
 
@Tical2k: "Genau! Lieber weiterführen, stumpf und nicht zufriedenstellend in den Markt drücken!"

Besser wäre doch nicht erst zu kaufen. ;-)
 
@wingrill9: Dann hätte es Motorola oder Lenovo in den Sand gesetzt, an der Endsituation hätte sich nichts geändert.

Das Projekt hat(te) Potential und passt zu Google bzw. Alphabet, ist nur leider nicht ganz aufgegangen wie man es gerne gehabt hätte.

Daher schade und hoffen, dass die Technik in ein paar Jahren das ermöglicht - wenn es wie gesagt nichts noch "Besseres" gibt, womit Smartphones überflüssig werden.
 
@Tical2k: naja wenn man es gekauft hatte weil man dran glaubte und es eben nicht "aufging" ok ... wenn es aber aufgekauft wurde um die Konkurrenz auszuschalten bevor sie groß wird ... bäm! Denn das ist leider auch etwas was sich die "großen" mal ebenso leisten können ... gibt genug Patente in allen Branchen die auf diese Weise aus dem Verkehr genommen wurden und nun in nme Safe versauern ...
 
@Tical2k: Mal wieder schön zu sehen, wie sich ein Google-Fanboy die Realität zurechtbiegt. Du tust geradezu so, als ob Google als weißer Ritter in strahlender Rüstung aufgetaucht wäre und ein hochinnovatives aber chronisch unterfinanziertes Start-Up gerettet hätte, kurz bevor es pleite geht.
In Wirklichkeit hat Google damals Motorola aufgekauft um sich mit Motorolas reichhaltigem Patent-Portfolio vor Klagen von anderen Patentinhabern zu schützen. Nach einer kurzen Anstandsfrist haben sie Motorola an Lenovo weiterverscherbelt und vorher nochmal schnell geschaut, was sie noch alles abgreifen können, so dass Lenovo nicht viel mehr als eine leere Hülle mit dem Markennamen drauf gekauft hat.

Eine echte Heldentat.
Aber die Realitätsverweigerung von Google-Fanboys gegenüber ihrem Lieblingskonzern ist ja nunmal legendär.
 
@serra.avatar: Das passiert oft genug dann, wenn es erfolgreich am Markt angekommen ist und nicht in so einer frühen Projektphase.

Zumal in diesem Beispiel Google mit Motorola ein paar andere Gründe im Vordergrund standen und das Ara Projekt lediglich ein Plus war, dass sie aber beim Weiterverkauf behielten, aufgrund des Potenzials.
 
@AhnungslosER: Interessant, was man in manche Aussagen interpretieren kann.
Warum glaubst du eigentlich habe ich das in Relation mit anderen Konzernen gesetzt?

Google ist wie einige dieser Großkonzerne ein Big Player und das die nicht vollkommen weiß sind und auf Umsatz/Gewinn aus sind, ist kein Geheimnis.

Deswegen bringen diese Konzerne uns durch ihre Forschungen und Entwicklungen trotzdem weiter und dabei ist es - ich wiederhole es gerne nochmals - egal, ob das in großen Buchstaben Google, Microsoft, Apple oder sonst was steht.

Nur weil ich aus diversen Gründen auf ein Nexus (bzw. bald ein Pixel) als Smartphone setze, heißt das im Übrigen nicht, dass ich ein Google-Fanboy bin. Ebenso wenig bedeutet das, dass ich alles gutheiße, was sie so treiben.
Aber solange du irgendwas in etwas hineininterpretieren kannst, was nicht so ist, ist die Welt in Ordnung.
 
@Tical2k: In Relation gesetzt hast du es - aber bei dir klang es so, als ob Google die einzigen wären, die sich trauen ein Produkt einzustellen statt "weiterführen, stumpf und nicht zufriedenstellend in den Markt drücken!"
 
@AhnungslosER: Dann kam es offensichtlich falsch herüber.

Google hat ebenso wie andere Großkonzerne versucht Produkte in den Markt zu drücken, die dann abgestraft wurden, weil sie noch nicht ausgereift waren.
In diesem Fall jedoch war es eine kluge Entscheidung, dass nicht zu tun und das sollte man entsprechend positiv erwähnen, vor allem wenn nichtssagende abfällige Kommentare gegenüber einem dieser Konzerne kommt - dabei ist Google in dem Beispiel eher nur Platzhalter, sieht man bei den anderen Konzernen ebenfalls oft genug.

Und für mich persönlich ist das absurd, wenn man aus einer positiven Entscheidung einen Strick drehen möchte, aber wie heißt es so schön: "Egal, wie man es macht, man macht es einem nicht recht." oder "Man kann es nicht allen recht machen."
 
@Tical2k: Danke für die Klarstellung.
Ja, an dem Punkt war die Einstellung des Projekts sicherlich die bessere Entscheidung. Allerding schon erstaunlich, dass sie im Mai noch die Bereitstellung von Geräten angekündigt haben. Und noch erstaunlicher finde ich, dass so ein "niedriger" Manager wie Rick Osterloh über die Einstellung entscheiden darf. Eine solche Entscheidung hätte ich eher auf Ebene von Google-CEO Pichai erwartet.
 
@AhnungslosER: Er leitet immerhin die Hardware Abteilung. Von daher durchaus passend, liegt ja in seiner Verantwortung.
Dürfte zeitgleich bedeuten, dass er direkt unter Pichai in der Nahrungskette steht, wenn mich nicht alles täuscht.
 
@wingrill9: wo steckt dann noch der sinn hinter "R&D" wenn man nichts riskiert ?

das Google es überhaupt gewagt hat die zu kaufen hat gezeigt das sie darin zumindest potential gesehen haben und mit ihren Geldern die Forschung unterstützten

warum es nicht geklappt hat weis keiner vielleicht war es einfach noch nicht an der zeit aber wenn die Konzerne nichts wagen bleiben wir stecken daher ist deine aussage "garnicht erst kaufen" fatal für alle da dann nichts neues kommt weil kleine Startups einfach nicht das Geld haben um so was zu stemmen
 
Ich warte seit Tag 1 schon sehr gespannt auf das fertige Projekt und hätte es sogar gerne selbst ausprobiert. Wirklich schade darum.
 
Das Problem war sicher am meisten der fehlende Platz. So ein Modulares Smartphone braucht schließlich mindestens 6 "gehäußeaußenseiten" also die Grundplattform oben und unten also 2, dann das Display mit 2 und der Akku auch mit 2 seiten. Das ist insgesamt schon ne menge zeug.

Aber wenn ich mir dann vorstelle wie groß so eine Kamera in aktuellen Smartphones schon ist und das die fast bis zum Display reicht, dann kann man sich denken das z.B. mit dem S7 gleichwertige Komponenten als Modulares Smartphone insgesamt gut und gerne 1,5cm dick sein würde.

Dann war sicher das Arretierungssystem ein echtes Problem, genauso wie die Kontakte und vielleicht auch insgesamt die Haptik. Auch das es mittlerweile unterschiedliche geschmäcker in sachen Smartphonegröße gibt, war bestimmt schlecht umsetzbar, schließlich müssten einige Komponenten extra für 4.5, 5, 5.5 und 6 Zoll angepasst werden.

Die Idee fand ich grundsätzlich wirklich gut aber mehr als eine Studie kann das nicht gewesen sein.
 
Die Hardware war schon von Anfang zum Scheitern verurteilt, viel wichtiger ist dass die Software endlich modular wird, damit nicht mehr von den Herstellern und ihren oft nur homöopathisch verteilten Updates abhängig ist.
Ich hoffen immer noch dass das irgendwann Mal möglich sein wird.
 
@Johnny Cache: Es ist möglich, es ist auch schon Realität, aber nicht mit Android.
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