Spotify vs. Apple: Konkurrenzschlacht wohl auf Kosten der Musiker

In der Auseinandersetzung zwischen dem Musikstreaming-Marktführer und dem mächtigen Computerkonzern Apple geraten zunehmend die Musiker zwischen die Fronten. Wer sich zu eng mit den Kaliforniern einlässt, muss mit sinkenden Spotify-Tantiemen ... mehr... Spotify, Musik-Streaming, Streamingportal Bildquelle: Spotify Spotify, Musik-Streaming, Streamingportal Spotify, Musik-Streaming, Streamingportal Spotify

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Auf Kosten der Musiker? Ich bin mir ja nicht sicher, aber ich gehe davon aus, dass die Musiker das Exklusivrecht an Apple nicht aus bloßer Gutmütigkeit verschenkt haben.
 
@Niccolo Machiavelli: Es wäre in den Zusammenhang interessant zu wissen, wie vielen "Künstlern" Aple einen Exklusivvertrag überhaupt anbietet, respektive wie viele ihn überhaupt annehmen.
Der Rest dürfte nicht in den Genus von soviel Aufmerksamkeit, Sprich in Tantiemen kommen, was wieder Geld in die Kassen spült.
 
Und genau das ist es, was ich diesen Systemen ankreide. Der Konkurrenzdruck führt sowieso schon dazu, dass die Künstler abzgl. der anderen Kosten, so gut wie nichts dafür bekommen, wenn man einen Titel anwählt. Ich glaube der Wert lag einmal bei 0,50 €, wobei der Großteil vorher von den Labels einkassiert wird, also nicht der Künstler selbst bekommt. Die "Großen" verdienen daran erheblich, die Kleinen verlieren in der Regel. Das kenne ich doch woher?
Eine ähnlich kranke Sache, wenn auch aus anderen Gründen entstanden, ist die Geschichte mit den Milchbauern (Aldi und Co.). Dort ist es schon so, dass die Bauern pro Monat drauflegen, somit einen "negativen Gewinn" machen.
Ich will ja nicht zu pessimistisch rüberkommen, aber irgendwas stimmt an unserem System nicht mehr.
 
@Aloysius: Und du meinst, die Musiker würden mehr Geld davon sehen, wenn Apple, Spotify, Google und Co mehr zahlen würden? Das finde ich ehrlich gesagt etwas naiv und erinnert mich fast ein wenig an die GEMA-Argumentation in Bezug auf YouTube hierzulande. Fakt ist, wenn Spotify jetzt das doppelte zahlen würde, würden in erster Linie die Labels kassieren, nicht die Künstler. Labels, die durch eben den von digitalen Distributoren erzeugte verkürzte Distributionskette zum Kunde eh schon deutlich weniger Arbeit haben als früher. Du hast Recht, irgendwas stimmt mit dem System nicht... aber das ist nicht in erster Linie die Bezahlung durch diese Distributoren, sondern, wer alles seinen Teil davon abbekommen möchte und wie wenig dann am Ende bei den Künstlern landet.
 
@Aloysius: Ja klar. Zahlreiche Anwender ergaunern sich per VPN philippinische Spotify-Zugänge für 2,5 Euro monatlich, aber es sind mal wieder die Unternehmen.

Und 50 Cent pro Klick wäre grotesk viel. Unleistbar für das Unternehmen, der die Kosten dann natürlich an den Anwender weiterreicht. Der ja schon nicht den Zehner pro Monat abdrücken will. Gleiches Geheule bei Netflix, das vielen ebenfalls zu teuer ist.
 
@Aloysius: Ist es arbeit einen Song aufzunehmen und Millionenfach zu verkaufen dabei eigentlich nicht mehr zu arbeiten?
 
@Menschenhasser: Wo sind wir denn hier? Bei Alice im Wunderland?
Künstler müssen von dem, was sie machen leben, genauso wie die Bauern in meinem obigen Beispiel. Ein Song muss komponiert werden, es müssen Lyrics geschrieben werden und man muss mit der Band üben und üben. Einfach mal so schnell aus dem Boden stampfen ist nicht. Ich rede hier von normalen Künstlern und von nicht diesen armen Gestalten, die öffentlich als "Superstar" präsentiert werden, aber selbst fast nichts dazu beitragen. Ich rede von den Künstlern, die sich noch selbst den Arsch aufreissen, hunderte von kleinen Gigs machen müssen, um an Bekanntheitsgrad zu gewinnen.
 
@Aloysius: die Bauern haben einfach das Problem, dass es eine riesiege Überproduktion bei Milch gibt. Statt den Irrsinn zu subventionieren sollte man einfach ein paar davon Pleite gehen lassen, dadurch sinkt die Milchmenge und die, die es überleben können mehr für ihre Milch verlangen.
 
@Link: Die Sache ist schon ein klitzekleinwenig komplexer. Aber gehört hier nicht her. :P
 
@Aloysius: Kunst ist eine brotlose Zunft, sollen ruhig hungern oder eben doch mal arbeiten gehen.
 
ich werde spotify nutzen so lange wie es existiert ich nutze es seit day 1 also warum wechseln? ich finde all meine lieblingsmusik da und die app läuft einwandfrei. apple und google hatten keine funktion die mich gelockt haben zu wechslen
 
Finde ich eigentlich vollkommen ok und würde ich als Betreiber eines solchen Dienstes ganz genauso machen, nur eben offen zugeben und es auch von vornherein klarstellen, dass wer einen Exklusivdeal mit meiner Konkurrenz abschließt von mir eben nicht mehr in irgendeiner Weise beworben wird.
Da entscheidet sich jemand bewusst, sich von der Konkurrenz bezahlen zu lassen, damit diese anfangs als einzige davon profitiert. Warum wird erwartet, dass die auf diese Weise Benachteiligten dann auch nur einen Finger noch dafür krumm machen?
 
@mh0001: Weil seriöses Business nicht nach dem Prinzip der Buddelkastenattitüde funktionieren sollte.
 
@New_world_disorder: Was ist daran nicht seriös? Es ist das Natürlichste überhaupt im Business, dass man sich seine Geschäftspartner frei aussuchen kann und zu denen auf Distanz geht, welche die Konkurrenz unterstützen. Die eigenen Produkte/Partner bzw. das, was am lukrativsten ist, kommt immer zuerst.
Wenn sich jemand also dadurch deutlich unrentabler macht, dass er sich bezahlen lässt um Kundenmagnet für die Konkurrenz zu spielen, ist eine Einschränkung der Geschäftsbeziehung der einzig gangbare Weg.
Wenn hier einer was Unseriöses tut, ist es schon eher der Betreiber, der über Exklusivdeals und somit Erzeugung von Mängeln bei der Konkurrenz versucht, diesen die Kunden abzunehmen. Das ist so ähnlich wie ganz früher bei Intel, die den Elektromärkten Geld gezahlt haben damit diese die AMD-Rechner aus den Regalen nehmen.
 
@mh0001: Ich ergänze mal Deinen Satze, um zu verdeutlichen, wo Dein Irrtum liegt.

"dass man sich seine Geschäftspartner frei aussuchen kann", ohne dass ein anderer Geschäftspartner beleidigt versucht, diesem Jemand Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Denn genau das zeichnet Seriösität aus.
 
@New_world_disorder: Aber Spotify darf doch bitteschön auch frei wählen, wessen Musik sie ins Angebot aufnehmen und welche nicht?
 
@mh0001: Darum geht es aber nicht, sondern es geht darum, dass Spotify in Rachemanier agierend bestimmte Filter setzt.
 
@mh0001: Nach der gleichen Begründung könnte Apple auch Spotify im App Store massiv benachteiligen oder rausschmeißen, was dann wahrscheinlich das Ende von Spotify wäre. Würdest du das auch befürworten?
 
@ger_brian: Ich dachte das tut Apple bereits.
 
@Jon2050: Wo bitte? Wo gelten für Spotify andere Regeln als für andere Apps im Store, nur weil sie in Konkurrenz stehen? Ich würde mal behaupten, dass im App Store für jede App, egal ob von einem Milliardenkonzern oder einem einzelnen Entwickler, die exakt gleichen Regeln gelten.
 
@Jon2050: Also zumindest die App "Spotify" scheint es zu geben:

https://itunes.apple.com/de/app/spotify-music/id324684580?mt=8
 
@ger_brian: Nein, denn das ist etwas vollkommen anderes. Wenn Apple als App-Store-Betreiber auftritt, haben sie sich neutral zu verhalten, denn auf diesem Gebiet konkurriert Spotify mit ihnen nicht. Spotify hat schließlich keinen App-Store, aus dem sie Apple Music ausschließen können.
Das wäre eine unfaire Ausnutzung der Marktmacht. Auf der Ebene des Streamingdienstes spielen jedoch beide mit gleichen Chancen mit und können im Prinzip machen was sie wollen.
 
@mh0001: Spotify tritt hier als Musikdienstleister auf, in dem er seine Künstler an die User vermittelt. Auch hier sollte Spotify neutral bleiben, damit alle Künstler die selben Chancen haben. Die Künstler haben schließlich keinen eigenen Streamingdienst. Das ist exakt das selbe in grün.
 
@ger_brian: Aber die Künstler haben sich bewusst gegen eine neutrale Behandlung entschieden, indem sie einen Exklusivdeal gemacht haben. Ich kann doch nicht sagen "Hör mal, ich bin jetzt erstmal exklusiv bei deinem Konkurrenten, damit der durch mich ordentlich Neukunden gewinnt, und kassier dafür selber einen Haufen Kohle, aber natürlich erwarte ich trotzdem von dir, dass du mich genauso förderst als wär das alles nicht."

Ist doch total abwegig sowas? Der Künstler hat hierbei mutwillig auf jeglichen Anspruch auf neutrale Behandlung verzichtet. Wenn er die wünscht, kann er das mit dem Exklusivdeal ja sein lassen.
 
@mh0001: Da gehen unsere Meinungen wohl auseinander :)
 
Ich könnte *kotzen*, dass Steve Jablonsky und die Transformer Soundtracks teils nicht mehr da sind ...
 
@Norodon: Man darf sich Musik auch gerne kaufen, ganz unabhängig der Nutzung oder Nichtnutzung von Streamingdiensten.
 
@astafolo: wieso meine Leute wie du immer, sie müssten anderen Menschen kluge Ratschläge erteilen, die keine sind?

Ich habe alle 4 scores daheim. Als CD. Aber trotzdem ist es bequem sie über spotify zu hören.
 
@Norodon: Warum denn am kotzen?

Das bei Streaming-Anbieter Alben/ Filme/ Serien wegfallen, dass ist leider bei allen Plattformen der Fall.

astafolo hat Doch recht: dann KAUF sie doch einfach "wie früher" und IMPORTIERE sie in Spotify. Gibt dort so eine Funktion und du kann dann den Klängen auch bequem über Spotify lauschen ;)
 
@tomsan:Mensch, meyer.... das ist mir KLAR, dass es wegfallen KANN.

Ich bin ja nicht deppert.

Ja, kaufen, dann Importieren und dann NICHT auf allen Geräten verfügbar haben, bzw. für jedes Gerät muss ich die Synchronisierung machen.

Das ist für mich ein Rückschritt und deshalb zum KOTZEN.

Ich weiß, dass ich bei Streaming nichts besitze und auf nichts Anspruch habe.
 
Früher hieß galt mal das Gesetz, dass der Kunde von Konkurrenzkämpfen immer profitiert. Seit dem es digitale Inhalte gibt, hat sich das völlig zum Ungunsten der Käufer gedreht. Exklusivverträge zwingen den Nutzer zum Kompromiss bei der Auswahl einer Plattform oder er muss mehrere bezahlen. Egal ob Gaming, Musik oder Filme, man kann kaum die richtige Wahl treffen. Letztendlich führt das dazu, dass die Unternehmen mit der meisten Kohle im Rücken diese Märkte dominieren werden und die Preise steigen. Auch wenn Spotify der mMn beste Streaming Dienst derzeit ist, sehe ich langfristig keine Chance gegen Apple und Amazon.
 
Soll ich jetzt Mitleid mit den Musikern haben? Erst bekämpfen sie die Fans, weil diese angeblich kein Geld für Musuk ausgeben und nun die vertreibenden Firmen, weil diese nicht genug ausschütten. Tja, so ist das wenn man sich zum Sklaven und Bauer der Industrie macht. Der digitale Zug ist abgefahren, begreift es endlich.
 
Ich bleib bei Amazon da hab ich meine Ruhe
 
@hatl20: Jap, Ruhe hab ich da auch weil ich meine Musik zum Teil nicht abspielen kann mangels Auwahl.
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