Leistungsschutzrecht: Auf EU-Ebene bringt es ganz bestimmt Geld!

Wenn das Leistungsschutzrecht in einzelnen Ländern nicht die Ergebnisse bringt, die die großen Verlagshäuser gern hätten, klappt es ganz bestimmt auf EU-Ebene. Die konkreten Planungen für die Einführung eines solchen laufen in Brüssel derzeit, wie ... mehr... Presse, Zeitung, Papier Bildquelle: Nicholas Boos / Flickr Presse, Zeitung, Papier Presse, Zeitung, Papier Nicholas Boos / Flickr

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Abkassieren ohne Leistung zu erbringen, nenn ich das, denn der einzige der eine Leistung für die "Bürger" erbringt ist dann in diesen Fall Google, die Verlage brauchen sich nicht anzustrengen um zu kassieren.
 
@Kribs: Naja, ganz so krass würde ich es nicht formulieren. Die Verlage bringen durchaus eine Leistung, bzw deren Journalisten...

Aber im Ganzen betrachtet ist es halt eine Win-Win-Win Situation...

Google hat Inhalte.
Die Verlage bekommen Besucher.
Der User kommt schnell an Informationen.

Und das ganze ohne irgendwelche Kosten für irgend eine Seite. Theoretisch könnte man an jeder Stelle abkassieren. Die Verlage könnten für die Inhalte Geld kassieren (wie sie es jetzt übers LSR erzwingen wollen), aber ebenso könnte Google Geld für die "Werbung" verlangen oder eben vom User Geld kassieren (Google News)

Insgesamt ist das LSR einfach Blödsinnig. Die Verlage können sich jetzt schon schützen entweder durch eine Pay-Wall oder eben das Konfigurieren der robots.txt. Die könnte Google zwar ignorieren, aber bisher gibt es keine Hinweise dafür, dass sie das machen.

Aber die Dinosaurier kämpfen halts ums Überleben sehen aber den großen Asteroiden nicht kommen ^^
 
@Draco2007: Wenn man das mal auf den Kleinsten "Nenner" bringt, wollen Verlage von Google Geld bekommen, weil Google sie in seiner Suche auflistet, das ist völlig unabhängig ob der Inhalt irgendwas Relevantes beinhaltet oder irgendein Nutzer die Seite über die Googlesuche ansteuert!

Vereinfacht und rein Technisch bekäme eine Seite, auf der nur Steht "XY ist Scheiße", auch Geld wenn sie gelistet wird, aber kein Mensch sie aus freien Stücken besucht/besuchen würde.

Das geht mir gegen den Strich, weil das ist Abkassieren ohne Leistung zu erbringen!
 
@Kribs: Das stimmt allerdings!
 
@Kribs: Viele Leute sind GLÜCKLICH dass sie von Google gelistet werden, und wenn weit oben, umso mehr. Die Verlage ziehen da halt eine Telekom ab und wollen die Belohnung da direkt umdrehen. Google soll doch gefälligst sie bezahlen

Wieso Telekom: Telekom wehrt sich ja immer gegen das Peering ihres Netzwerks mit anderen. Die wollen lieber abkassieren damit die anderen bei ihnen anschließen anstatt daraus ein joint effort zu machen.
 
@Draco2007: Na die journalistische Leistung, die nicht bereits durch das Urheberrecht abgedeckt ist, will ich sehen. Oh - moment.. gibt es nicht? Ohhh.. und der Verlag hat sich bei Google News selbst eingetragen? Warum reißt ein Verlag dann noch das Maul auf und will bezahlt werden, obwohl Google für diesen Verlag Arbeit verrichtet? Ganz ehrlich: man kann nur hoffen, dass Verlage pleite gehen oder wie auch immer. Niemand wird um sie trauern und Geldgeber gibt es genug. Journalismus gibt es auch ohne Verlage - und wenn man sich für einen Google-Dienst anmeldet, dann kann man nicht auch noch verlangen dafür bezahlt zu werden - immerhin hat man da doch den AGBs zugestimmt. Wenn man nicht zustimmt, meldet man sich halt nicht an und versinkt in der Irrelevanz.
 
@Kribs: "Abkassieren ohne Leistung zu erbringen", nennt man auch Politiker :D
 
Ach ne, wie sollte es auch anders sein. Das uns ahnungsloser, digitaler Dampfplauderer Oettinger wieder mit dabei ist. Hier wurde er quasi abgeschoben, weil er in der Politik nichts auf die Reihe bekommen hat. In der Hoffnung auf EU Ebene würde er weniger kaputt machen. Aber leider ist es dadurch er schlimmer als besser geworden.
 
mein Tipp a an Google, diese gierigen gleichgeschalteten Propaganda Blätter einfach aus dem Index werfen!
 
@neuernickzumflamen:
Oder sich die Listung im Index von denen bezahlen lassen. Hier sollte Google konsequent bleiben.
Google erbringt eine Leistung, stellt eine Suchmaschine zur Verfügung. Die Verlage wollen auch über diese Suchmaschine Nutzer zu ihren Angeboten ziehen. Wenn sie dafür auch noch Geld von Google wollen, dann soll Goggle sie halt aussperren.
Mal ehrlich, tut das Google weh?

Google sollte stattdessen die Verlage an den Nutzungs- und Wartungskosten der Rechenzentren beteiligen, an den Kosten zur Bereitstellung der Infrastruktur, an den Kosten für die Entwicklung von Algorythmen, an sämtlichem Scheiss halt. Wenn die Verlage nicht bezahlen wollen, dann raus aus dem Index. Ende. Gar nicht lange disskutieren. Google ist nicht verpflichtet, die Verlage mit seinen Angeboten und Services durchzufüttern. Das wird auch ein Oettinger nicht gesetzlich verankern können. Und wenn alle Suchmaschinenanbieter da zusammenarbeiten, können sich die Brüssel-Bonzen ihr LSR an den Allerwertesten stecken.
 
@MaikEF_: Ich gebe dir Recht, aber genau diesen Punkt wollen sie ja ändern:
"Google ist nicht verpflichtet, die Verlage mit seinen Angeboten und Services durchzufüttern"

Sie wollen ja nicht nur, dass Google dafür zahlen muss, sondern auch, dass Google sie dafür nicht abstrafe darf (nur einfachen Link oder gar keine Auflistung).
Im Endeffekt wollen sie Google zum einen Zwingen, die Inhalte der Verlage aufnehmen zu müssen und zum anderen, dass Google dafür auch noch zahlen muss.

Und ich befürchte, dass es durchkommen wird. Dann können nur die Nationen hoffen, dass sie etwas in ihrer Verfassung stehen haben, was diese Regelung oder Gesetz der EU unwirksam werden lässt. Aber dann eben nur in diesem einen Land.
 
@Scaver: das wird es nicht. Denn im Prinzip soll Google so gezwungen werden nicht nur kostenlos für die Verlage zu arbeiten, sondern denen dafür dass Google für die Verlage etwas tun kann, auch noch selbst bezahlen zu müssen. Ich glaube nicht, dass das rechtens ist. Und wenn, dann würde ich als Google die Verlage trotzdem aussperren. Sollen die doch ne Klage in den Staaten einreichen. Oder Google versuchen auszusperren - letzteres wäre ganz sicher nicht im Sinne der "EU-Bürger"; ergo würde daraus nichts werden. Ich bin dafür, dass man die schäbigen Verläge größtmöglichen Schaden zufügt, damit jeder Verlagsboss in die Ruinen getrieben wird. Ich habe mit denen absolut 0 Mitleid und hoffe nur, dass denen etwas schlechtes widerfährt. Wenn man den Abfall nämlich abschaffen würde oder dafür sorgen würde, dass es dort versinkt wo die Dinosaurier sind, wäre die ganze Welt ein Stück freier.
 
Das Leistungsschutzrecht schadet in erster Linie der Konkurrenz von Google.
Die Einnahmen betragen wohl unter 800k? (Von Google: 0?). Die Ausgaben allein für die Gerichtsverhandlungen über 3Mio?. Hinzu kommen geringere Einnahmen durch verringerte Reichweite.
Google bekommt Gratis Lizenzen und andere Crawler-Auswerter werden traktiert wo nur möglich.
Es heißt "never attribute to malice, what can adequately be attributed to stupidity", aber wenn man Dummheit mal außen vor lässt, wie lautet dann deren Idee? Glauben die die können mehr rausschlagen, wenn sie zuerst die Monopolstellung Googles stärken um dann mit der Kommission im Rücken weiterzuklagen?
Wahrscheinlicher: Die VG Media Anwälte haben keine Ahnung wie sie sinnvolles für ihre Klienten bewirken können und werfen ihnen deswegen diesen Happen hin. Gleiches gilt für die Politiker, die diesrs Gesetz entschlossen haben gegenüber ihren Wählern.
Das traktieren der kleineren Crawlerverwerter ist das nächste Feigenblatt; um ja nicht so darzustehen, als hätte das Gesetz exakt 0 Wirkung.
 
@andy01q: Kein Wunder, des weiteren finde die Sache auch total überbewertet. Ich suche auf Google gar nicht nach Nachrichten, aber vielleicht bin ich ja die ganz große Ausnahme.
Edge Startseite, Windows 10 Nachrichten App, Facebook, dazu noch diverse RSS News, das reicht mir als Information zu neuen News vollkommen. Bei mir ist sogar eher genau das Gegenteil der Fall. Wenn ich z.B. bei Spiegel-Online eine News lese (die ich mittels RSS empfangen habe) und irgendwas unklar ist, bemühe ich zwar manchmal Google, aber bestimmt nicht um den Block mit den Nachrichten von FAZ, Süddeutsche, Bild.de zu sehen, sondern z.B. um etwas in Wikipedia zu finden.
 
"YaCy! Da weiß man, was man hat."

http://yacy.de/de/

Hat zwar seine Macken, läuft hier aber schon seit einige Zeit. Leider sind die Suchergebnisse nicht gerade berauschen, denn zum einen machen zu wenig Leute mit, zum anderen werden oft nur für einen selbst relevante Seiten gecrawlt, wodurch der Index natürlich nicht wirklich wachsen kann!

Außerdem lassen natürlich nicht alle ihren Rechner permanent laufen, so daß es auch dadurch immer wieder zu Einschränkungen in den Ergebnissen kommt. Am einfachsten wäre wie bei mir ein kleiner Server in der Ecke, welchen man immer wieder mit neuen Sites füttert.

Da YaCy auf dem eigenen Rechner läuft und dort auch der Index über P2P liegt klappt das auch nicht mit dem LSR oder dem "Recht auf Vergessen", wobei beim LSR immer etwas mißverstanden wird:

Es geht hier nicht um die Suche, sondern um "Google News"!

Google hat dort gar keine Werbung und damit auch keine Einnahmen und genau von diesen gar nicht vorhandenen Einnahmen wollen die Verlage auch ein Stück haben...

..

.

Ich nenne so etwas Dummheit!
 
@TmoWizard: für die Google News müssen sich Verlage usw. anmelden. Tun sie das, stimmen sie den Bedingungen zu. Ich habe keine Ahnung wie ein Stück Abfall (Verlag) sich dann über die Verwendung der Daten beschweren kann wenn es sich doch extra dafür ANGEMELDET hat...
 
Das Wohl der EU-Bürger.. ne ist klar.. eher hat man - ausschließlich - die Konten der Verlagsinhaber im Sinn (aber so eine ehrliche Aussage würde sich ja schlecht verkaufen). Einfach nur ekelhaft. Ich hoffe Google zieht die Schlinge um die Hälse der Verlage fester zu. Die Verlage haben es verpennt ihre Arbeit zu machen und in Innovation zu investieren. Jetzt nutzt man die Services eines Unternehmens UND will dafür auch noch bezahlt werden? So etwas kommt doch nur den dekadenten deutschen Altriesen in den Sinn. Hoffentlich zeigt Google kein Mitleid - diese Verlagsriesen gehören zerschlagen.
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