Account-Inhaber bei Missbrauch des Facebook-Kontos verantwortlich

Das die Nutzer hierzulande bisher als Störerhaftung beim Internet-Zugang kennengelernt haben, gilt auch bei Online-Angeboten: Wer einen Facebook-Account besitzt, kann auch für Rechtsverletzungen zur Verantwortung gezogen werden, wenn dieser ... mehr... Online, Mobbing, Cybermobbing Bildquelle: k.a. Online, Mobbing, Cybermobbing Online, Mobbing, Cybermobbing k.a.

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Ich kapere also demnächst Accounts (oder erstell Accounts mit Namen und Daten von Personen die ich kenne), beleidige mich selbst und kassiere ab? Prima...
 
@James8349: Artikel gelesen? Da geht es eher darum, dass einer mit seinen Login-Daten schludrig umgegangen ist. In dem Zusammenhang ist das Urteil aber auch verständlich.
 
@dodnet: Naja, dann beweis aber mal das du mit den Daten nicht schludrig umgegangen bist. Okay, Fake-Account erstellen war da natürlich übertrieben.
 
@James8349: Das Urteil konnte so nur vollstreckt werden, weil der Beklagte es offen zugab das ein "schludriger Umgang" seiner Daten von seiner Seite aus stattgefunden hat.

Wobei ich dir Recht gebe das er sonst wohl hätte nachweisen müssen das sein Account gehackt wurde.
 
@Nandemonai: Nun, es geht darum das der beklagte seine Zugangsdaten nicht hinreichend geschützt hat und so ein dritter Zugriff auf den Account nehmen konnte. WIE das passiert scheint dem Gericht hierbei egal zu sein, so verstehe ich zumindest den (Teil)absatz: "Das Facebook-Account ist nicht übertragbar, ohne vorher die schriftliche Erlaubnis von Facebook einzuholen. Dessen Inhaber ist - anders als etwa der Anschlussinhaber eines Internetanschlusses - auch nicht dazu berechtigt, beliebigen Dritten Zugriff auf diesem zu gestatten. Demnach gibt der jeweilige Facebook-Account bestimmungsgemäß zuverlässige Auskunft über die Person, die diesen zu einem konkreten Zeitpunkt nutzt." (http://www.lareda.hessenrecht.hessen.de/lexsoft/default/hessenrecht_lareda.html#docid:7619424)

Das klingt als wäre man auch bei einem "richtigen Hack" verantwortlich, weil man seine Daten nicht hinreichend geschützt hat.
 
@James8349: Nein, so egal ist das dem Gericht nicht. Du musst dir schon auch die Absätze und Sätze vor deinem Zitat angucken.

In deinem Zitat steht zusammengefasst: Du darfst deinen Facebook-Account nicht anderen zur Nutzung überlassen (im Gegensatz etwa zum Anschlussinhaber eines Internetanschlusses), da die Facbeook-AGB dies untersagen.
 
@RebelSoldier: Das steht dort ebenfalls, das stimmt. Ist aber unwichtig, weil dort im Prinzip steht: Wenn dritte Kenntnis über deine Zugangsdaten erlangen, dann hast du sie nicht ausreichend geheim gehalten (=so unter Verschluss halten das niemand von ihnen Kenntnis erlangt). Auch wenn der Beklagte in diesem Fall natürlich besonders nachlässig war.

Beweisen das du nicht auf Facebook gepostet hast, sondern jemand anderes, kannst du schlechter als bei einem klassischem Internetanschluss, der an deine Adresse gebunden ist. Warst du z.B. im Urlaub, dann kannst du mit deinem Internetanschluss auch nicht einfach so Schindluder getrieben haben. Bei einer Webseite wie Facebook sieht das allerdings ganz anders aus.
 
@Nandemonai: Er muss nicht unbedingt nachweisen, dass der Account gehackt wurde, er kann auch nachweisen, dass anders niemand hätte in den Acc kommen können und/oder das er zur Tatzeit es unmöglich hätte machen können (Alibi)... wäre genauso ausreichend.
 
@James8349: Von einem NICHTMAL im eigenen Besitz befindlichen bzw. dauerhaft im Blickwinkel bleibendem Rechner aufzustehen, (langfristig) davon wegzugehen, OHNE das man sich (mindestens) ausgeloggt hat bzw. beobachtet hat, das dieser Vorgang abgeschlossen ist.... IST mindestens schludrig.
Da kann dat verurteilte Kerlchen Koppstand machen und noch so sehr mit den Füßen wackeln....der hat in meinen Augen völlig zurecht einen auf den Deckel gekriegt.
Mag ja sein, das er meint das Recht drauf zu haben, allen und jedem Zugang dazu gewähren zu dürfen, weil ja nix zu verheimlichen hat.
Das es also piepegal ist, ob da jemand mit seinem Namen fremdschreiben KANN, grade WEIL er da keinen (Ausloggen)Riegel meint vorschieben zu müssen..aber die Nutzungsbedingungen, denen er bei Account Erstellung zugestimmt hat, die sagen ganz sicher was anderes.
Gut möglich, das 180 Grad das Gegenteil von dem drin steht, was er meinte, sich da einfach rausnehmen zu dürfen.
 
@DerTigga: Gööönau! Hauptsache dat Kerlchen bekommt erst mal eins auf'n Deckel und der wahre Täter kann (womöglich) weiterhin sein Unwesen treiben und muss wahrscheinlich nicht mal damit rechnen, dass man überhaupt nach ihm sucht. Einfach dem erstbesten irgendwas anhängen und immer schön den Weg des geringsten Widerstandes gehen.
 
@pengo: Wieso sollte denn ein anderer Täter weit eher belangt werden ? Und wieso sollte der Verurteile nicht (endlich) sein Passwort ändern = jeglicher "Täter" bzw. bisherige Zugangsdaten kennende Person ist ausgesperrt ?
 
Tja, wenn man sich so dämlich verhält, wie der oben geschilderte Protagonist, hat man auch vor einen Deutschen Gericht mit dämlichen Ausreden keine Chance, zu recht wie ich meine.

Das man daraus aber den Rückschluss zieht, das man für einen gekaperten Account auch Automatisch haftet, halte ich für irrwitzig, denn das passiert leider sehr häufig auch wenn der Inhaber mit seinen Login Daten Vorbildlich umgeht.
 
@Kribs: Das Problem dabei ist nur, wie kannst du beweisen, dass du sorgsam mit deinen Login Daten umgehst?

Grundsätzlich bin ich bei dir, aber das hinterlässt etwas Geschmäckle...
 
@Draco2007: Das es mit dem Unschuldsbeweis unter Umständen schwierig werden kann ist mir bewusst, die Hilfsmittel (z. B.) IP, Alibi/Zeugen oder Linguistisches Gutachten ziehen nicht immer.

Aber,
im Zusammenspiel mit der Unschuldsvermutung, braucht es bei einer >>Glaubhaft<< vorgetragener Unschuldsbeteuerung, wenigstens den direkten Beweis es auch getan zu haben für eine Verurteilung, ein Pauschales Inhaftnahmen des Account Inhabers ist meiner Meinung nach "Unrecht".
 
Wenn ich dann in meinem Lieblings-China-Restaurant ein Messer stehle (Name des Restaurants ist eingraviert) und ersteche dann jemanden damit, ist das China-Restaurant schuld. Klasse!!!
 
@kontrapunkt: Wenn du den Schlüssel im Auto stecken lässt und das Auto wird gestohlen, bekommst du auch eine Mitschuld...
 
@kontrapunkt: Wenn dir der koch zugang zu seinen messern gibt, obwohl er dies nicht dürfte, zumindest eine mitschuld.
 
@kontrapunkt: Wenn du bei deiner EC Karte die Pin drauf schreibst oder einen Zettel mit im Kartenhalter hast und dein Konto wird abgeräumt, auch dann hat man eine Teilschuld.
 
naja selber schuld...zumal es aber auch ziemlich "mimimimimi" is wegen nem Facebookpost bis vor Gericht zu ziehn. Das würde mich völlig kalt lassen. Aber manche Leute sind halt so.
 
@legalxpuser: Ob man es nun für sich selbst wahr haben will oder nicht: Dienste wie Facebook sind heute gängiges Kommunikationsmittel. Ob ich nun da im Chat mit jemandem schreibe, per Whatsapp mit dieser Person, SMS, E-Mail oder mich am Telefon mit ihr unterhalte - ist alles das Gleiche.

Ich bin in einem kleinen Teilbereich bei dir: Wenn im Laufe einer öffentlichen Diskussion (z.B. wie hier im Kommentarbereich unter einem Artikel) jemand etwas vergleichsweise harmloses schreibt wie z.B. "du blöde Sau..." oder "... verpiss dich du Wi***er" oder "blödes Ar****och". Da habe ich tatsächlich nur ein müdes Gähnen für übrig (aber man ist ja dank Online-Gaming ohnehin einiges gewöhnt :D).

Was aber genau geschrieben wurde, lässt sich nur anhand des verlinkten Urteils erahnen, da der genaue Wortlaut nicht veröffentlicht wurde. Aber zu sagen, dass alles "ziemlich mimimi" ist, weil man ja der harte Typ ist, den alles kalt lässt... naja... ich weiß nicht so... ;)
 
Die Artikelüberschrift ist, nach der Lektüre des Artikels, allerdings irreführend. Denn es wurde keinesfalls geurteilt, dass der Account-Inhaber bei Missbrauch des Accounts haftet. Das Gericht hat nur festgehalten, dass man auf seine Daten aufzupassen hat und tut man das nicht, dann haftet man eben.
Ein guter Vergleich:
* Eine Waffe wird aus dem sorgfältig gesicherten Tresor gestohlen, der Dieb begeht damit einen Mord, dann haftet nicht der Besitzer der Waffe, sondern der Dieb.
* Eine Waffe wird vom Kind des Inhabers aus dem Tresor entnommen, weil der Inhaber die Tresorschlüssel einfach rumliegen lässt. Das Kind ballert ein anderes Kind über den Haufen. Dann haftet der Inhaber. (Der Fall ist in den USA übrigens mal so geschehen, allerdings wurde da das Kind verknackt... USA halt...)
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