3D XPoint: Auch Micron beim neuen Super-Speicher in den Startlöchern

Nach Intel hat nun auch dessen Kooperationspartner Micron seine Planungen für die Einführung der ersten Speicherprodukte vorgestellt, die mit den neuen 3D Xpoint-Chips arbeiten. Diese sollen in absehbarer Zeit quasi den ganzen Markt für ... mehr... Intel, Speicher, Micron, 3D XPoint Bildquelle: Intel Intel, Speicher, Micron, 3D XPoint Intel, Speicher, Micron, 3D XPoint Intel

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Auf die Technik freue ich mich. Dann ein Board mit M.3-Schnittstelle, um 16 PCIe-Lanes draufzuscshalten, 16 Lanes für die Grafikkarte und 8 Lanes für Chipsatz und andere Systemteile wie USB 3.1, dann kann die Kiste richtig losrocken! :-D
 
@SunnyMarx: Bringt nur für uns nicht viel da consumer Software noch nedmal unsere derzeitigen PCIe-M2 SSDs ausgelastet bekommt.
 
@Aerith: Sag doch einfach, dass Du von der Materie keine Ahnung hast. Da ist Dir keiner böse drum. Consumer-Software unterstützt eine Speicherschnittstelle im Betriebssystem. Und die greift voll auf die Speicherlaufwerke zu. Im falle meiner 950er Samsung SSD im M.2-Slot sind das 950 MB schreibend und 2200 MB/s lesend. Und das läuft flüssig mit angegebener Geschwindigkeit, egal welche Software davon lädt, oder darauf schreibt.

Das Problem mit der Beschränkung betrifft eigentlich nur die Prozessorkerne. Viele Programme nutzen Systeme mit mehr als 4 Kernen nur äußerst schlecht aus. Und es gibt auch immer noch zuviele Software, die nur einen Kern unterstützen. Aber mit der Geschwindigkeit des Datenträgers hat das absolut nichts zu tun.
 
@SunnyMarx: Lies dir doch einfach mal reviews von server class NVMe SSDs durch und schau dir an was man bei echten Applikationen wirklich davon merkt.

Das ist leider recht wenig (ich hab selbst mit dem Gedanken gespielt zu sündigen und mir so ein Teil zu holen^^).

Das mag sicher zum Teil an den Single threaded Limitierungen liegen, da hast du Recht.

Das liegt aber zum großen Teil auch daran, dass normale Software einfach keine derart riesigen Datenmengen bewegt. Schon gar keine bei dem so eine mördermäßige Transferrate von PCIe3 x16 (15.7GB/s) wirklich zum Tragen kommen würde.

Wenn ich ein Spielchen lade und das sagen wir mal 5GB an Daten in den RAM stopfen will, was interessiert es mich ob das in 10s von einer SATA SSD gelesen wird oder in 2,5s von einer PCIe SSD, wenn andere prozesse die parallel beim laden laufen 20s brauchen und meine tolle Datenrate "im nichts verpufft"?
 
@Aerith: Dann nutzt Du den falschen Treiber. Und bei XPoint-Speicher ist die Suche und Auslieferung von partiellen Datenpaketen oder großen Datenblöcken wohl ziemlich gleich. Also egal, wer da was anfordert, er wird schneller bedient, als mit einer Flash-SSD. In Summe macht sich das garantiert bemerkbar.
 
@SunnyMarx: Nö. Je nach Aktivität liegt der Flaschenhals im System einfach an einer anderen Stelle.

15GB/s werden dir zB beim rendern eines videos nicht helfen, da das System nur einen kleinen Teil davon ausnutzen kann.

Sicher, wenn du eine Datei von A>B kopiert, da wirst das merken. Aber wenn du mit der Datei arbeitest sind andere prozesse im Gange die dafür sorgen das ein solches Laufwerk 95% der Transferzeit däumchen dreht.
 
@Aerith: Langezeit war der Prozessor oder die North-Bridge der Flaschenhals im System. Je schneller die Prozessoren wurden, desto mehr wurden HDDs zum Flaschenhals und sind es größtenteils noch immer. Die SSD hat da abhilfe geschaffen. Und nun kommt eine neue Technik, die definitiv auf lange Zeit hin nicht den Flaschenhals im System darstellt. Ist doch geil, wenn Kapazitäten nach Oben verfügbar sind. Beim Glasfaser ist es doch das gleiche. Da wird teures Glas in die Erde verbuddelt ohne dass man jedem Kunden 40 GBit/s aufs Ohr drückt. Dennoch ist es keine Verschwendung, sondern einfach nur mit viel Luft nach oben geplant.
 
@SunnyMarx: Sicher ist neue Technik immer toll. Die Frage ist jedoch, ob wir bei der Gletscherartigen Entwicklung der CPUs überhaupt an einen Punkt kommen wo wir diese Technologie im consumer Bereich ausreizen.

In Rechenzentren sabbern die sicher alle schon berechtigterweise. :D
 
@Aerith Es gibt auch für den Konsumer-Markt deutliche Vorteile von XPoint.

1. XPoint-Speicher nutzt nicht ab, wie Flash-Speicher. Also kann man so oft drauf schreiben, wie man will.
2. XPoint-Speicher reizt die derzeitige Technik von PCIe 4x-Anschlüssen komplett aus. 4 GB/s ist beim lesen und schreiben möglich.
3. Eine Auslagerungsdatei macht wieder sinn, weil man dadurch den Arbeitsspeicher nicht mehr so üppig gestalten muss. Die Daten sind dennoch recht Zeitnah verfügbar.

Vielleicht wird es durch zukünftige Treiber auch möglich sein, Bereiche des XPoint-Speichers direkt als Arbeitsspeicher zu verwenden. 4 GB Ram im PC und dennoch ein selbstgedrehtes Video bearbeiten und schneiden würde dadurch problemlos möglich. Zu wenig Ram für Anwendung XY? Egal, schieber hoch und 64 GB Ram mal eben zur Verfügung stellen.

Oder man denke nur mal an die ganzen Flash-Speicher, die in mobilen Geräten verwendung finden. Dämliche USB-Sticks die ständig verrecken, weil sie als Datentransportkiste verwendet werden. Defekte nicht lesbare Sektoren, denen man mit Hitze zu Leibe rücken muss, damit sie ihre Daten ausgeben... Das alles gehört damit der Vergangenheit an.
 
@SunnyMarx: Jo, mal schaun wie sich die Technologie im Alltag so schlägt und welche Geschwindigkeiten/Zuverlässigkeiten wirklich erreicht werden.
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