Gegen Google-Abhängigkeit: Uber investiert 500 Mio. Dollar in Karten

Viele Unternehmen investieren Geld in Kartendienste und die Erstellung entsprechender Daten. Jetzt hat der Fahrdienst Uber angekündigt, dass man in diesem Bereich mit 500 Millionen Dollar sehr große Investitionen plane, um unabhängig von anderen ... mehr... Auto, Kartendienst, Uber, Mapping Bildquelle: Uber Auto, Kartendienst, Uber, Mapping Auto, Kartendienst, Uber, Mapping Uber

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Das wievielte Unternehmen ist das jetzt, das die Welt mit eigenen Fahrzeugen kartographiert? Wenn das eine einmalige Sache wäre, wäre es ja halb so wild. Aber den Datenbestand dann auch noch aktuell zu halten, kostet doch unglaublich Ressourcen. Dass man nicht von Unternehmen wie Google abhängig sein will, mit denen man früher oder später wohl direkt konkurrieren wird, ist nachvollziehbar. Aber irgendwie erscheint es mir sinnvoller, wenn es ein paar Unternehmen gäbe, die nichts weiter tun als die Welt so gut wie möglich zu kartographieren, und die ganzen Autobauer und IT-Firmen würden die Daten bei denen einkaufen.
Noch gescheiter wäre es natürlich, wenn Fahrzeuge von sich aus einen für alle frei verfügbaren(!) Datenbestand aktuell halten würden - natürlich als Opt-In-Funktion.
 
@TiKu: Da muss ich dir sogar mal vollumfänglich zustimmen. Für "kleinere" Unternehmen wie Uber wäre es vielleicht sogar sinnvoll, OSM zu nutzen und massiv in deren Ausbau zu investieren.
 
@TiKu: für Karten brauchen die doch keine Autos sondern nur einen oder 2 der zich tausenden Satelliten da oben

Die Autos bei Google sind ja nur für Streetview da und das braucht man Garnichts um die Welt zu Kartographieren
 
@CARL1992: Mit Satelliten wird es schwierig, die Verkehrsführung zu erfassen, also Einbahnstraßen, Tempolimits, Fahrspuren...
Und das Auto oben im Bild ist wohl eine Fotomontage, oder? ;)
 
@TiKu: Nunja selbst ohne osm zu betrachten (wobei die ja völlig zu recht eigentlich mitgezählt werden können) hat man am markt doch aktuell so viel Auswahl wie schon ewig nicht mehr, neben den klassischen anbietern wie here/navteq und tele Atlas gibt's jetzt eben die it größen MS, Google...inwieweit apple seine karten dritten anbietet weiß ich nicht aber vor kurzem sah das noch eher dürftiger aus.
 
@TiKu: Ja, auf den ersten Blick wäre es auch schön wenn alle Mobilfunkanbieter der Welt Ihre Netze zusammenwerfen und so die ultimative Netzabdeckung schaffen würden.

Was zwar - genau wie bei den Karten - gut klingt wäre in Wirklichkeit ziemlich uncool. Dieser "eine Inhaber" könnte jeden Preis aufrufen und man käme nicht daran vorbei. International wäre es hier auch schwer zu reglementieren und falls doch wäre man schon fast bei einer "globalen Planwirtschaft" - was ja bereits in kleinem Stil nicht funktioniert hat.

Was ggf. sinnvoll wäre, dass die Erfassung / Speicherung der Daten durch verschiedene Normen (ISO o.ä.) vereinheitlicht wird, sodass die "kartographierenden Unternehmen" untereinander Daten austauschen können. Dann könnten sich z.b. auch "regionale" Unternehmen etablieren, die kleinere Abschnitte nach ISO kartographieren und dann in entsprechenden Märkten anbieten.
 
@dognose: An welcher Stelle schrieb ich, dass ich gern genau 1 Unternehmen hätte, das die Welt kartographiert? Das will ich genauso wenig wie du, eben weil das nur zu hohen Preisen ohne Innovation führen würde.
Ich finde es lediglich unsinnig, dass jedes Unternehmen, das irgendwas mit Navigation macht, die Erde neu kartographiert, anstatt die Daten bei spezialisierten Unternehmen, die es ja durchaus gibt, einzukaufen.
Eine Standardisierung der Formate wäre in der Tat gut. Aber da gibt es Unternehmen wie Apple, die Offenheit und solche Standards hassen und immer fein ihr eigenes Süppchen kochen.
 
@TiKu: Naja gut, du sagtest "ein paar" Unternehmen.

Der Hauptgrund warum es viele machen dürfte eine Frage des Preises sein. Ich denke in den Märkten, die hunderte Millionen Menschen bedienen können wir es schlecht abschätzen, was sich lohnt.

BMW - als Autohersteller - betreibt eigene Straußen-Farmen, damit Sie genug "Federn" haben um die Autos vor dem Lackieren abzustauben.
 
Warum ziehen nicht alle an einem Strang.
 
@JacksBauer: Wettbewerb sorgt für Innovation
 
@xploit: Innovation = 100 Firmen kartographieren die Welt, um nicht voneinander abhängig zu sein?

Nee, sorry. Da folge ich eher dem chinesischen Stil: einmal erfinden und wenn das da ist, verwenden.
 
@RalphS: Das Problem ist gut möglich auch der User. Der all den Aufwand und auch die damit einhergehende Umweltverschmutz deswegen absegnet bzw. mit sich machen lässt, weil er jedesmal aufs neue meint denken zu dürfen: die(se) (nächste) Firma machts doch sicher besser, schneller, aktueller, genauer usw ?!.
 
@DerTigga: Disagree.

Weil "der User" jetzt nicht die Macht hat. Wenn, dann wäre es die Firma(tm), die der Meinung ist, es "dem User(tm)" so recht wie möglich zu machen.

- Wir sind doch hier nicht bei Wag the Dog.
 
@xploit: Innovatoren sind Zwerge auf den Schultern von Giganten oder eher noch einem Berg aus Zwergen. Die meisten Zwerge in diesem Berg haben einen Doktortitel oder arbeiten darauf hin und wurden in ihrer Arbeit, Ausbildung oder in beidem von der Allgemeinheit finanziert. Die tollen Innovatoren können ruhig mal etwas zurückgeben un ihre Arbeit in OSM stecken, da können sie erstens die Kosten aufeinander aufteilen und zweitens hätten alle etwas davon.
 
@JacksBauer: Tun die großen deutschen Autohersteller doch. Audi/VW, BMW und Mercedes haben dazu doch Here von Nokia übernommen. Karten spielt beim autonomen Fahren eine extrem wichtige Rolle und da wollen und dürfen sich die Hersteller nicht von einem Unternehmen wie Google oder wen auch immer abhängig machen. Uber könnte ja auch das Kartemanterial von Here lizensieren, allerdings dürften die Interessen von den deutschen Autoherstellern und Uber sich auch überschneiden. Die deutschen Hersteller haben ja mittlerweile ähnliche Dienstleistungen wie sie Uber bietet im Angebot. Da geht's halt insgesamt um Verdrängungswettbewerb und wer hier zukünftig die Nase vorne haben wird. Man könnte ja auch mal fragen, warum nicht sämtliche Supermarktketten sich zusammenschließen und den gleichen Fuhrpark nutzen. Könnte ja auch besser für die Umwelt sein, aber so arbeitet die Wirtschaft nun mal nicht.
 
Uber fährt also nun mit Kameras durch die Strassen und achtet selbstverständlich die Privatsphäre genauso wie Google? /i (yay...)
 
@erso: Ich wüßte nicht, daß Google oder Uber in die Wohnung kommen. Wenn Du auf der Straße meinst (obwohl der öffentliche Raum nicht privat ist), dann verbiete bitte auch Touristen, daß sie Fotos schießen.
 
@Michael41a: Der Informationswert einer großen Menge von Daten ist sehr viel größer als die Summe seiner Einzelteile, denn was in den vielen Lücken zwischen den einzelnen Daten steckt, lässt sich erst aus Verknüpfung von Daten erschließen. Der Japaner (um mal auf ein Klischee anzuspielen), der zuhause die Fotos von seinem iPhone zieht, weiß sehr wenig darüber, wie die Abläufe in der Stadt aussehen, die er gerade besucht hat (bei seinem mit zahllosen Touristen geteilten Cloud Anbieter Apple könnte das natürlich schon ganz anders aussehen).
 
@erso: Das ist keine Kamera wie bei Streetview, kann man also nicht vergleichen. Ansonsten könntest du Audi/VW, BMW und Mercedes den selben Vorwurf machen. Hier geht es alleine um Kartenmaterial. Und die Straßen sind nun mal öffentlich und deswegen darf da auch jeder der es möchte ein eigenes Kartenmaterial erstellen. Die deutschen Hersteller fahren ja weltweit ebenfalls die Straßen ab. Oder meinst du die Amis, Chinesen oder wer auch immer schreien jetzt auf, weil VW und Co. dort eigenes Kartenmaterial haben möchte?
 
Wer hat die eigentlich so dermaßen finanzgespritzt, das die so viel dafür ausgeben können ? Soll das wirklich alles durch Einnahmen und Abtretungen der Fahrer an Uber (schon) zustande gekommen sein ? *fg
 
@DerTigga: Ich habe da auch so meine Zweifel
 
@iPeople: https://www.crunchbase.com/organization/uber#/entity 8,7 Mrd von 70 Investoren

Laut Details der Funding-Rounds sogar 11.46 Mrd, wobei Uber bei der letzten Runde bereits mit ca 60 Mrd Bewertet wurde. Also scheint schon viel aus eigener anstrengung zu kommen, sofern die Bewertung Realistisch ist. Ich denke aber die großen Investoren werden hier nicht einfach Blau-Äugig Geld auf den Haufen werfen, sondern Ihre Ausgaben (mehr oder weniger) durchdenken.
 
@DerTigga: Wenn man seit Jahrzehnten die Fabrik besitzt und bedingungslos an dem Erwirtschafteten der Mitarbeiter teilhat, weil der Großvater die richtigen Ellenbogen und den Fokus auf das wesentliche hatte (das Geld!) und der Staat die armen Familienkonz-, ich meine -betriebe schützen muss, dann weiß man eeben irgendwann nicht mehr wohin mit seinem Geld.

Bitte ein bisschen mehr Herz für Investoren zeigen, sein Geld durch Finanzberater (also die, die wirklich für den Investor, nicht für die Bank arbeiten) vermehren lassen ist auch kein leichtes Leben. Wenn die Kreativität nachlässt muss man eben jedem Trend mit noch mehr Geld hinterlaufen.
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