HP bot High-End Workstation-Laptop versehentlich für unter 2 Euro an

Der US-Computerkonzern muss sich aktuell bei tausenden Kunden für einen Fehler in seinem britischen Online-Shop entschuldigen, bei dem eine hochpreisige mobile Workstation zum Preis von umgerechnet knapp zwei Euro angeboten wurde. mehr... Notebook, Laptop, Workstation, HP ZBook 17 G2, Mobile Workstation, HP Laptop Bildquelle: HP Notebook, Laptop, Workstation, HP ZBook 17 G2, Mobile Workstation, HP Laptop Notebook, Laptop, Workstation, HP ZBook 17 G2, Mobile Workstation, HP Laptop HP

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Wäre interessant wie das ganze rechtlich aussieht. Wenn die Kunden nun klagen, würden sie recht bekommen? Weil wenn sie eine Auftragsbestätigung bekommen habe, ist ja ein Rechtsgeschäft zustande gekommen.
Edit: bin schon fündig geworden. In Deutschland wird das Ausnutzen eines offensichtlichen Preisfehlers als "treuwidrig" betrachtet und der Kaufvertrag ist somit schwebend unwirksam.
 
@FuzzyLogic: Wäre es denn "treuwidrig" wenn man davon ausgeht, dass HP einfach nur eine temporäre Aktion fährt? Für ein bisschen PR kann ich mir so einen "Rabatt" in geringen Stückzahlen durchaus vorstellen. Man kann also schwer sagen ab wann ein Preisfehler offensichtlich ist.
 
@Shadow27374: Bei einem Preis von 2€ stellt sich die Frage nicht, selbst die Versandkosten wären in dem Fall um ein vielfaches höher.

"Für ein bisschen PR kann ich mir so einen "Rabatt" in geringen Stückzahlen durchaus vorstellen." Sicherlich nicht, keine Ahnung wie du auf die Idee kommst.
 
@Shadow27374: dass wird im Einzelfall das zuständige Gericht unter den gegebenen Indizien feststelle. Bei 2€ statt 2000€ sollte das ein klarer Fall sein.
 
@FuzzyLogic: Ja, denke ich auch, denn ich halte so einen "Rabatt" definitiv für möglich, wenn auch selten und damit ungewöhnlich.
 
@Shadow27374: In der Geschichte wurden schon viel größere Sachwerte für einen Euro verkauft, obwohl sie deutlich mehr Wert waren zu diesem Zeitpunkt.

Fragt mal bei der "Treuhand" nach, ... ups, die gibt es ja nicht mehr. Dann Herr Schäuble!
 
@MahatmaPech: Ja ach, deshalb halte ich so etwas wie gesagt für durchaus möglich. Gerade HP ist ein riesen Konzern der so eine Art PR locker bezahlen könnte.
 
@Shadow27374: ich sehe das auch so.
 
@FuzzyLogic: Kann man in Deutschland auch immer wegen Irrtum anfechten, soweit ich weiß.
Da:
§ 119
Anfechtbarkeit wegen Irrtums

(1) Wer bei der Abgabe einer Willenserklärung über deren Inhalt im Irrtum war oder eine Erklärung dieses Inhalts überhaupt nicht abgeben wollte, kann die Erklärung anfechten, wenn anzunehmen ist, dass er sie bei Kenntnis der Sachlage und bei verständiger Würdigung des Falles nicht abgegeben haben würde.

(2) Als Irrtum über den Inhalt der Erklärung gilt auch der Irrtum über solche Eigenschaften der Person oder der Sache, die im Verkehr als wesentlich angesehen werden.
 
@8oo5: man kann einen nach britischem Recht geschlossenen Kauf nach deutschem Recht anfechten? Äpfel/Birnen?!

und außerdem §119 WAS? HGB? BGB? ..GB? ...?
 
@MahatmaPech: Das das für Deutschland gilt, steht doch da. Und es ist das BGB.
 
@8oo5: daß das für Deutschland gilt, stelle ich nirgends in Abrede. aber du solltest schon das Britische Recht zitieren, wenn es um einen Einkauf nach deren Rechtssystem geht.
 
@MahatmaPech: Ich wollte lediglich den Lesern hier darlegen, wie sich ein ähnlicher Fall in Deutschland rechtlich verhalten würde. Tut mir leid, wenn das nicht klar rüberkam.
 
@8oo5: Das ist aus dem BGB, diese Info solltest du unbedingt dazu schreiben. Da es sich um eine Business-Notebook handelt und eine Firma hier auch der Kunde sein kann muss man aber auch noch einen Blick ins HGB werfen, da das BGB hier überhaupt nicht zur Anwendung kommt.
 
@FuzzyLogic: Kaufvertrag kommt in der Regel erst mit Auslieferung zustande, daher ist ein Fehler sich nicht anfechtbar vor Versand.
 
@skrApy: das ist richtig, daran hatte ich noch gar nicht gedacht
 
@skrApy: Ähm nö. Die übergabe der Ware und Leistung der Zahlung sind die Erfüllung des Kaufvertrages, der vorher schon rechtskräftig ist.
 
@FuzzyLogic: Kann ich aufklären: Im Vertragsrecht gilt ein Vertrag als nicht zustande gekommen, sofern ein erst hinterher bemerkter überdeutlicher Preisfehler vorherrscht.
 
@Joebot: sehr schön, und jetzt alles nochmal nach britischem Recht?! deutsches Recht zählt meines Wissens nämlich nur in Deutschland und die Briten haben da was eigenes.
 
@FuzzyLogic: "In Deutschland ..."

schön für D., aber hier geht es um den Britischen Shop und damit um britisches Recht.
 
Und:
http://www.iww.de/vk/archiv/schuldrecht-kaufpreisauszeichnung-im-internet-fehler-beim-datentransfer-ist-ein-erklaerungsirrtum-f31907
 
Eine Preisauszeichnung ist nur eine Empfehlung, der tatsächliche Kaufvertrag kommt durchs Zahlen und Ware aushändigen zu Stande. Und das mit dem schwebend unwirksam ist auch völlig richtig.
 
"Im Grunde handelte es sich dabei um eine Basis-Variante dieses Laptop-Modells, die ohnehin veraltet ist." Wenn das schon Basis und veraltet ist, frag ich mich wie man das Zeug bei MM & Co. nennen soll? Veraltet kann man noch mit steizeitlich steigern, aber was kommt unterhalb der Basisversion?
 
@Link: Unterhalb der Basis kommt nix. Ist eben eine Workstation und kein billig Plaste Schrott
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