Noch ein Jubiläum: Microsoft feiert 20 Jahre Windows Server

Microsoft kann in diesen Tagen nicht nur auf das erste Jahr seit Erscheinen von Windows 10 zurückblicken, sondern auch den 20. Geburtstag von Windows Server als eigenständiges Betriebssystem feiern. Dies tun die Redmonder natürlich und zwar ... mehr... Windows Server, Windows Server 2003, Ladebildschirm Bildquelle: Microsoft Windows Server, Windows NT, Windows NT 4.0 Server Windows Server, Windows NT, Windows NT 4.0 Server Microsoft

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Was genau definiert denn den Geburtstag des Windows Servers? Immerhin gab es auch schon zu Windows NT 3.1 einen ersten Server (1993) http://winhistory.de/more/nt31s.htm
Falls Webserver gemeint ist: Den gab es von MS auch schon seit 1994 mit Windows NT 3.5
 
Was ist mit Windows NT 3 Server? Naja, alles ne Sache der Betrachtungsweise, diese Jubiläen, hm?
 
@sinni800: Wenn man es richtig macht gibt es jeden Tag einen Grund zu feiern und zu saufen.
 
@Tomarr: wenn Microsoft genauso halbherzig feiert wie sie Software entwickeln, sind am Ende bestimmt alle nüchtern.
 
@Skidrow: Würde ich gar nicht mal so sagen. Mit den Hauptmicrosoftprodukten wie Windows und auch Office bin ich mehr als zufrieden. Läuft gut und rund. Auch Windows Mobile 10 finde ich sehr gut und stabil. Oder auch die Visual Studio. Es gibt keine wirklich vergleichbare Programmierumgebung die auch für Hobbyisten wie mich so gut zu bedienen ist.

Microsofts Marketing taugt halt nur nicht viel. Keine Werbung, zumindest hierzulande nicht, auch für die Smartphonereihe nicht usw. Hoffen dann aber das die User ähnliche religiöse Gefühle entwickeln wie bei Apple. Nur von nichts kommt halt nichts. Wer nicht wirbt stirbt. Gut es gab den einen oder anderen Spot mit WP und WM. Aber das sah ja eher alles so aus als wenn ein MS-Mitarbeiter das Hobbymässig in seiner Freizeit gemacht hat.

Also von wegen Software kann ich mich bei MS nicht wirklich beklagen, Marketing ist deren Schwäche.
 
@Tomarr: Es soll ja schon mal Leute gegeben haben die ihren Nicht-Geburtstag gefeiert haben.
Ich habe so langsam das Gefühl daß Microsoft im selben Land wohnt...
 
Nichts mit Legende. Windows "New Technology" wurde von Grund auf neu entwickelt, ohne den Ballast von MS-DOS und ohne 16bit Code. Im Gegensatz war das also insbesondere *kein Aufsatz für MS-DOS, wie es Windows 3.x bis 9x und ME waren.

Stattdessen gab es von Anfang an ein Rechtekonzept, ein Netzwerkkonzept (auch wenn es anfangs ziemlich unbrauchbar war), ein Multiuserkonzept und ein eigen entwickeltes Systemkonzept, wie es übrigens immer noch eingesetzt wird. Kurz, ein Betriebssystem nicht für den Privathans (=> Single-User-OS für zuhaus) sondern insbesondere für Unternehmen (=> Multi-User-OS für Unternehmen).

Das hat man halt schlicht "neue Technologie" genannt, weil es mit der bisherigen faktisch nichts zu tun hatte (MS-DOS kennt kein Hardware Abstraction Layer) und der Name hat sich halt gehalten als "NT" und tut es immer noch in "New Technology File System" (NTFS), welches ebenso alt ist wie die NT-Plattform selbst.

(Daß man heutzutage diese Idee mit Windows 10 ad absurdum führt, steht nochmal auf einem anderen Blatt, und neu ist die Technologie auch nicht (mehr), aber andererseits spricht man ja schon seit Windows 2000 nicht mehr von "NT" (w2k lief offiziell "auf NT-Basis").
 
wenn Microsoft weiter so macht, dann wird es den 30. Geburtstag des Windows Servers wohl nicht geben. Wir setzen bis jetzt einen SBS ein, quasi ein Bundle wo der Server + SQL + Exchange enthalten ist. Sollten wir irgendwann umsteigen auf die aktuelle Version, weil zb ein ERP Update oder Wechsel vollzogen wird, dürfen wir für alles extra Lizenzen erwerben, was widerum ein vielfaches mehr kostet... diese Entwicklung finde ich zumindest für Kleinunternehmer, die erst recht durch attraktive Bundles im Microsoft Sektor gelandet sind, ziemlich mies...
 
@Rikibu: Richtig, was Du schreibst. Aber Microsoft beugt sich hier den (selbst verursachten) Sachzwängen. Auf einer einzigen Maschine einen SharePoint Server, einen Exchange Server (für den lt. best practise pro User 2 GB RAM vorrätig sein sollen), Active-Directory, etc. pp. vorzuhalten, ist mehr als mutig.

Der letzte SBS in Version 2011 sollte angeblich bis zu 50 Mitarbeiter versorgen können. Eine Hardware, die das auch ermöglicht, gibt es zwar (mittlerweile), aber der Grundaufbau Server 2008R2 unterstützt solche Hardware nicht. (Bei 50 Nutzer wären mindestens 2 Xeons E52XX erforderlich mit 120 GB Ram. Und nun mal nachlesen, was der 2008R2 Standard an maximalem CPU- und RAM Ausbau noch unterstützt...)

Heute gibt es den Server 2012R2 und bald den 2016 auch in der Form "Essentials" Im Prinzip der alte SBS 2011 nur ohne Exchange und nur für maximal 25 Nutzer. Wer Exchange selbst im Hause haben will, muss sich einen 2. Server aufsetzen. Aus Sicherheitsgründen ist das auch richtig.

Exchange 2013 oder 2016 auf einem DC aufzusetzen, ist sicherheitstechnisch eine Katastrophe.

G.-J.
 
Der Anfang mit Windows NT3.5 als Server war ja ein schlechter Scherz. Damals suchte MS verzweifelt nach einem Weg, um richtigen Serversystemen etwas entgegenzustellen. In Umgebungen, in denen zuverlässige Serverfunktion gefordert war, kamen in meinem Arbeitsumfeld hauptsächlich Lösungen von Novell mit NetWare zum Einsatz. Microsoft hielt einem durchdachten und technisch ausgereiftem System wie Novell eine KlickiBunti-Oberfläche entgegen. Für die EDV-Fachleute war das keine ernstzunehmende Sache, aber für die Entscheider/Käufer war das toll, denn man konnte "mitreden", die Oberfläche war vertraut, der Wiedererkennungswert groß, entsprechend auch die Akzeptanz. Eine hingegen damals übliche Serverkonsole stieß nur auf Ablehnung.
Hinzu kam die zugegebermaßen viel bessere Marketingstrategie von MS gegenüber Novell und anderen, die Marktanteile verloren, Stichworte Unix/Linux, man sieht ja, wie erfolgreich MS seine Marktanteile gesteigert hat.
Abschließend sei noch das Faktum erwähnt, daß WinNT 3.5 einen Registry-Eintrag hatte, nach dessen Änderung das System entweder mit der Meldung "Windows Workstation" oder "Windows Server" hochfuhr. Das ist ein Beleg dafür, daß man aus einer KlickiBunti-Oberfläche, die für Client-Systeme ausgelegt war, schnell und billig eine Alternative zu bestehenden und zuverlässigen Serversystemen machen wollte, nachdem man ein paar rudimentäre Netzwerk- und Verwaltungsfunktionen hinzugefügt hatte.
Der Registry-Eintrag wurde bald insofern gesperrt, als daß er durch Nutzer nicht mehr geändert werden konnte.

Zwischenzeitlich hat man zwar auch bei MS etwas über Netzwerk und Server gelernt, aber die Serversysteme haben lange Zeit an derselben Krankheit gelitten wie viele andere MS-Produkte auch: Schnell zusammengezimmert, dann An-, Um- und Erweiterungsbauten an allen Ecken und Kanten, dadurch unübersichtlich in der Verwaltung und Bedienung, im Fehlerfall entsprechend überdurchschnittlich hoher Supportaufwand.
Seit einigen Jahren ist zugegebenermaßen ein gewisser Grad an Stabilität und Zuverlässigkeit bei MS-Systemen erreicht, aber ich finde, daß es ein sehr steiniger Weg war. Mein erstes produktiv genutztes Windows war die Version 3.0, bei mir installiert im Herbst 1990 (davor testweise 2.11). Kein Vergleich zu Produkten wie OS/2 für den Arbeitsplatz und natürlich NetWare 3.xx.
Der Ressourcenverbrauch der MS-"Server-Wundertüten" war damals und ist weiterhin weit jenseits von Gut und Böse, ebenfalls kein Vergleich zu anderen Systemen, aber es gibt ja in allen Bereichen und Branchen Produkte, die technisch zwar unterlegen sind, aber durch zugegebenermaßen höchst effektives Marketing eine unglaubliche Marktdurchdringung und allgemeine Akzeptanz bis hin zu vorbehaltlose Anerkennung erreichen.
MS war sich nie dafür zu schade, daß die Produkte in die Kategorie "Bananen-Software" fallen, was ja bekanntlich heißt: Das Produkt reift beim Kunden, entsprechend enormer Supportaufwand, was man noch zusätzlich vermarktet hat, Stichwort: MCSE (MS certified software engineer) usw. usf., eigentlich alles abgeguckt von Novells NCE/NCI (certified engineer/instructor), aber die hatten ja vergleichsweise wenig zu tun, da das Produkt fast schon nach der Devise "installieren und vergessen" einfach lief und lief und lief ...

Naja, dann trotzdem herzlichen Glückwunsch an MS dazu, daß es gelungen ist, die Mehrheit der Anwender und Installationen auf diesem Planeten für sich gewonnen zu haben.
Man möchte fast sagen: "Beam me up, Scotty ...."
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Windows 10 Forum