Britische Sängerin Imogen Heap: "Piraterie ist nicht unser Feind"

Die Fronten sind seit Jahren und Jahrzehnten klar: Auf der einen Seite steht die Musikindustrie, die selten agiert, sondern nur reagiert und das zumeist mit Klagen oder sonstigen Repressalien. Auf der anderen Seite sind die Musikpiraten, die sich ... mehr... Software, Piraterie, Illegal, Downloads, Piracy Bildquelle: Anti Piracy Software, Piraterie, Illegal, Downloads, Piracy Software, Piraterie, Illegal, Downloads, Piracy Anti Piracy

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Interessant wäre auch mal die Verteilung zu hinterfragen. Wie kann es denn angehen, dass trotz nur 10% Auszahlung an die Musiker, "Künstler" wie Taylor Swift in den Millionen schwimmen?

Alles nur Werbeverträge? Oder "subventionieren" die kleinen unbekannten Künstler einige wenige Große?
 
@Draco2007: Die Musik ist mittlerweile eig. nur noch Promo um bekannt zu werden. Geld wird durch Werbeverträge oder Auftritte in diversen Shows verdient.
 
@Feii: Dann stellt sich mir erstrecht die Frage wieso gewisse "Künstler" mit der Musikpiraterie Probleme haben? Wenn das sowieso der geringste Einnahmenposten ist, könnte man ja die Musik auch gleich verschenken.
 
@Draco2007: Weil die Plattenfirmen den Künstlern das so eintrichtern. Das sie so wenig bekommen, das liegt nur an den Bösen Raubkopierern! Gäbe es diese nicht, würden sie alle das doppelte verdienen.
Und die meisten von denen sind so dumm, dass sie es glauben ohne eine Sekunde darüber nach zu denken.
 
@Draco2007: Das ist immer auch eine Frage, wie clever der Künstler ist.
Bei denmeistenist es aber so, dass der Weg über ein Label der bquemere ist.Und die meisten Labels ziehn die Künstler nun mal über den Tisch. Ist aber auch zu verlockend, wenn man Geld für ein Album im voraus bekommt, das noch gar nicht exostiert.
Was Taylor Swift betrifft: Bevor die in den PopCharts landete war die schon ein Grösse in der Countryszene in USA und Canada. Ich kenne die noch aus Zeiten, als sie in den Bars in Nashville tingelte. Taylor Swift musste nie bei den Labels betteln oder zu kreuze kriechen - eher umgekehrt. Selbiges war auch bei Shania Twain oder Garth Brooks der fall.
Es gibt Ausnahmekünstler die behalten das Heft selbst in der Hand und ander die versklaven sich halt.
Blöde ist nur dass so mancher kleinere Künstler glaubt sie hätten alle einen Anspruch auf Erfolg wie die grossen. Gerade Musik - da entscheidet der Markt was angenommen wird oder nicht. Und wenn die Leute es nicht hören wollen und damit nicht kaufen, muss man halt auch akzeptuerendass dies so ist. Aber Musiker sind in der Regel sensibelchen und Mimosen und sind bei Kritik oder nichtakzeptanz ganz schnell diebeleidgte Leberwurst.
Oh - wie ist das Leben doch grausam.
 
@LastFrontier: Hinzu kommt die ungerechte Verteilung der Einnahmen. Die Gema verdient sich in Deutschland dumm und dusselig, viel Geld fließt dabei schon in die eigene Tasche.
Wenn nun in einem Club nur Musik von unbekannten Künstlern läuft interessiert sich die Gema überhaupt nicht für eine Playlist, selbst wenn diese eingereicht wird werden die gezahlten Gelder nach einem Schlüssel verteilt und nicht an die Interpreten die tatsächlich gespielt werden. So bekommen Madonna und so das meiste Geld und die aufstrebenden Künstler, die tatsächlich gespielt wurden, überhaupt nichts. Bei den Geldern von Spotify, Youtube etc ist es mit Sicherheit auch nicht anders, die Klicks werden gar nicht auf das Lied bezogen sondern werden gebündelt an den Verwerter/das Label gezahlt, die dann wieder nach altbewertem Schlüssel die Gelder verteilen.
 
@Draco2007: Werbeverträge, Merchandise, Konzerte. Damit verdienen die sich alle eine goldene Nase. Hinzu kommt dann noch die eigene Produktlinie (Klamotten, Parfum, Hairstyling etc.)
 
@balthazar: Und wieso stellt sich eine Taylor Swift dann bitte schützend vor die Musikindustrie und wettert gegen Piraterie und Spotify, wenn deren Einnahmequelle doch sowieso kaum betroffen ist.

Ganz im Gegenteil, wie bekommt man besser an Fans als durch "kostenloses" Anfixen, sei es durch Spotify oder nicht ganz legale Angebote?
 
@Draco2007: Warum eine Swift das macht, kann ich nicht sagen. Ernst nehmen kann ich diese Person nach dem aktuellen Skandal sowieso nicht. Lügen haben in ihrem Fall lange Beine. Alles nur Berechnung
 
Zitat:
"Unser Geld von der GEMA hat die Nena und das sehen wir nie"
Quelle:
http://genius.com/Torch-wir-waren-mal-stars-lyrics?referent_id=376417#note-376417
 
Man sollte Systeme entwickeln, die es Künstlern ermöglichen ohne Plattenfirmen auszukommen. Außerdem sollte die GEMA zerschlagen werden - bzw. die Unschuldsvermutung dort wieder in Kraft gesetzt werden. Ergo: DIE müssen beweisen, dass sie legitimer Weise Geld eintreiben wollen (derzeit muss ich beweisen, dass ich nix mit der GEMA zu tun habe und meine Lieder auch nicht - wie seltendämlich, bescheuert und GEMA-freundlich ist das??). Andererseits haben GEMA und Co. die größeren Geldkoffer - also wird es niemals Gerechtigkeit geben.

Deswegen finde ich, dass man die GEMA beklauen bzw. über den Tisch ziehen sollte wo es nur irgend geht. Schade ist, dass die Künstler dabei auf der Strecke bleiben - aber denen kann man ja auch etwas spenden wenn man möchte. Von mir aus könnten die Plattenbosse alle Pleite gehen.
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