Spotify: Werber erhalten jetzt vollen Zugang zu den Daten über User

Der Musik-Streamingdienst Spotify hat seinen Werbe-Service "Programmatic Audio" jetzt offiziell gestartet. Das bedeutet, dass das Unternehmen den Zugang zu den gesammelten Informationen über seine Nutzer jetzt in voller Breite für Werbekunden öffnet. mehr... Spotify, Musik-Streaming, Streamingportal Bildquelle: Spotify Spotify, Musik-Streaming, Streamingportal Spotify, Musik-Streaming, Streamingportal Spotify

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Wurde denn über die bisherige AGB abgefragt ob die Daten weiter ausgewertet werden dürfen? Oder bekommen die jetzt eine Datenschutzklage an den Hals?
 
@MacSpeedy: Ich glaube dass sich Spotify schon im vornherein die Rechte an diesen Möglichkeiten gesichert hat.
 
@MacSpeedy: Auszug aus den Datenschutzbestimmungen: "Sie erlauben uns (i) demographische Daten, wie das Land und die Stadt aus der Sie sind, Ihr Alter und ihr Geschlecht, (ii) Ihre Art des Abonnements, (iii) Ihre Interaktionen mit den Inhalten und Anwendungen von Spotify oder Anzeigen, Produkte und Services," ... "insbesondere die Musik, die Sie auf Spotify hören, sowie die Playlists, die Sie auf Spotify erstellen und teilen und (iv) technische Daten in Bezug auf Ihr Gerät und Netzwerk, wie z. B Browsertyp und Betriebssystem, zu analysieren." ... "Sie erlauben uns die Information für den folgenden Zweck zu nutzen:" ... "c) um Ihnen maßgeschneiderte oder lokalisierte (auf der Land- oder Stadt-Ebene) Werbung anzubieten, z. B durch die Empfehlung von Produkten und Dienstleistungen, die für Sie interessant sein könnten, basierend auf Ihrer Nutzung der Spotify-Dienste, der Anwendungen, Werbung, Produkte und Dienstleistungen, die über die Dienste zur Verfügung gestellt werden, die damit verknüpft sind oder die von den Diensten angeboten werden und " ...
 
Das ist halt der Preis, den man als Nutzer eines werbefinanzierten Angebots "bezahlt". Man muss sich halt im Klaren sein, dass in irgendeiner Form die 5?/Monat, die man als zahlender (PC-)Kunde einbringen würde, auf andere gleichwertige Weise erbracht werden müssen, damit sich das für den Anbieter überhaupt lohnt.
Lediglich Vor- und Nachname sowie E-Mail-Adresse sind nunmal dauerhaft so gut wie nichts wert, da müssen schon wirklich interessante, aktuelle persönliche Daten für fließen. Das ist eben der Deal. Es kann sich ja jeder frei entscheiden, ob er dazu bereit ist, stattdessen lieber Geld bezahlt oder es eben gar nicht nutzt.
 
@mh0001: Naja aber die werden ja sicher auch die Daten der Zahlenden Kundschaft anbieten und das find ich irgendwie nich so geil...
 
@jann0r: Das Gleiche hab ich mir auch gedacht. Gibt es irgendwo ein offizielles Dokument das die Herkunft der Daten und betroffene Nutzer genauer spezifiziert?
 
@mh0001: Ich wähle die letzte Deiner Optionen. Zum Glück gibt es zu Hause einen Schrank voller CDs, die sich wunderbar zu DRM-freien MP3's umwandeln lassen, um diese in Auto oder den Smartphone hören zu können.
Die Marketingparasiten sind die Pest des 21. Jahrhunderts. Selten gab es Berufe, die noch tiefer lagen, als diese. Höchstens GEZ-Eintreiber, Politiker oder Anwälte. Selbst vor Auftragskillern habe ich mir Hochachtung.
 
@Kobold-HH: Na die Kunden wollen das doch offenbar selber so! Größtenteils werden vermeintlich kostenlose Dienste vorgezogen, deren Angebot jedoch fest mit dem Aufkommen des professionellen Marketings verknüpft ist. Google hat das in großem Stil begonnen, die Leute sind massenweise darauf angesprungen, und jetzt folgen eben alle diesem Geschäftsmodell.
Auf Kundenseite gilt z.B. eine Mailadresse mit viel Speicherplatz heutzutage schon bei vielen als selbstverständliches Gratisprodukt, das keinen Wert hat. Dass das den Betreiber ganz schön was kostet, und der sich das irgendwie zurückholen muss, wird ausgeblendet. Wenn keiner bereit ist, für solche grundlegenden Dinge mehr zu bezahlen, bleibt ihm kaum was anderes übrig als die Nachrichten automatisiert zu scannen und die gewonnenen Infos an Werbenetzwerke zu verkaufen.
 
@mh0001: Nur weil nicht jeder klar "Nein Danke" zu etwas sagt, bedeutet dies nicht automatisch, dass er "Ja, bitte" meint! Die Aussage, "Die Kunden wollen das so" ist vollkommen falsch. Es mangelt hat nur an Alternativangeboten, so dass viele dies Übel billigend in kauf nehmen.
 
hehe, kostenlose Musik :-) woher glaubten die Kunden denn kommt das Geld, das zu finanzieren? Einziger Lichtblick: personalisierte Werbung ist der größte Bullshit, den die Werbebranche je verzapft hat: wozu zeigt man mir personalisierte Werbung - also Werbung für Produkte, die ich bereits kenne oder besitze?
 
@Der_da: Bei personalisierter Werbung geht es darum, dir Produkte zu empfehlen, die besonders gut zu deinen bisher gekauften Produkten passen. Beispiel: Du kaufst auf Amazon einen neuen Fernseher, woraufhin du auf allen Seiten, die dem gleichen Partnernetzwerk angehören, Werbung für Bluray-Player und Universalfernbedienugen angezeigt bekommst.
Oder du kaufst dir ein Induktionsherd und auf einmal ist das Netz für dich voll mit Induktionskochtöpfen. So läuft das.
Ich hab es auch häufig, dass ich wenn ich ein bestimmtes Produkt google, mich dieses noch über Tage lang auf den unterschiedlichsten Seite anlächelt, um mich zu erinnern es doch endlich zu kaufen.
 
@mh0001: schön wäre es, wenn es so wäre ... aber wenn ich die neueste CD von Depeche Mode kaufe, dann bekomme ich sämtliche Depeche Mode CDs zu sehen, die ich alle schon habe ... inklusive der, die ich bei Amazon gekauft habe!
 
@Der_da: ja, personalisierte Werbung zeigt dir Werbung für Produkte an, die du unlängst gekauft hast. Hirnlos, überflüssig, lästig - aber scheinbar kann man damit viel Geld verdienen und dann wird es eben gemacht.
 
@Drachen: Besonders lustig ist das mit Produkten die man nicht für sich selber gekauft hat. Muttis Unterwäsche hat mich ewig und überall verfolgt bis ich endlich kapiert habe daß man auch Dinge von den Vorschlägen ausschließen kann. ;)
 
@Johnny Cache: Du kannst noch mehr ausschließen, AdBlocker und Blacklist im Router und so ;-)
Letztere habe ich gerade gestern mit reichlich 100 Listeneinträgen aktiviert, weil nun ein Win10-Gerät zum Haushalt gehört und ich keine Lust auf massives Ausspionieren und noch mehr Werbung sogar im Betriebssystem habe.
Nebenbei sollte die Filterung direkt im Router auch die Werbung (und vielleicht auch das Tracking) auf den Mobilgeräten verringern (zumindest wenn man sie daheim nutzt). Ich kann (mangels Kenntnissen) und will (Firmengerät) mein Smartphone oder Tablet nicht extra rooten, also mal schauen, wie sich das in der kommenden Zeit bemerkbar macht.
 
Hmm... wie genau stelle ich mir das vor? Meldet Spotify an einen Anzeigekunden (vermutlich eher ein Anzeigenetzwerk, nicht die Firma selbst die für ihre Produkte Werbung machen möchte?) "gerade eben hört ein männlicher Indianer zwischen 25 und 30 mit einer Vorliebe für schnelle Autos und Meeresfrüchte Popmusik der frühen 90er Jahre, schnell, ihr wisst nun wer er ist, gebt uns eine Werbung die wir ihm dann reinschalten". Oder ist es doch eher wie bei Google, die zum Anzeigekunden sagen "gebt uns Werbung und sagt uns dazu, wem wir sie zeigen sollen", und Google schaltet die Werbung dann in die Slots und behält das Wissen über den Nutzer für sich?
 
Leider verstehen viele Leute etwas grundsätzlich falsch: Der Nutzer eines kostenlosen Angebotes ist nicht der Kunde, sondern die Ware ;)
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