Nadella über Excel: 'Unser wichtigstes und bestes Produkt aller Zeiten'

Microsoft-CEO Satya Nadella hat in einem längeren Interview über zahlreiche seiner Management-Philosophien und auch Microsoft-Produkte gesprochen. Dabei meinte er, dass die Tabellenkalkulation Excel das beste bzw. wichtigste Produkt sei, das Microsoft in ... mehr... Microsoft, Microsoft Corporation, Ceo, Satya Nadella, Nadella, Microsoft CEO Bildquelle: Microsoft Microsoft, Microsoft Corporation, Ceo, Satya Nadella, Nadella, Microsoft CEO Microsoft, Microsoft Corporation, Ceo, Satya Nadella, Nadella, Microsoft CEO Microsoft

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Windows hat er wohl vergessen? Weiß nicht wie ohne DOS bzw Windows, jemals ein Excel hätte hervor kommen sollen. Man ist der unfähig.
 
@BasedGod: Schon vergessen wo Excel seinen ersten auftritt hatte?
 
@Alexmitter: Nein.
 
@BasedGod: Na perfekt, dann kannst du dir dein o1 ja selbst beantworten.
 
@BasedGod: Dementsprechend ist die größte Innovation der Menschheit also das Feuermachen ?
 
@GRADY: Kann man so sagen ja. Zumindest eine der größten.
 
@GRADY: Die größte Errungenschaft der Menschheit ist es zweifelsohne heute per Gehirnwäsche durch multimediale Werbung den meisten Menschen für Geld, das sie nicht haben, Dinge verkaufen zu können, die sie nicht nur nicht brauchen, sondern zudem noch zu dem Zweck für den sie beworben werden fehlkonstruiert sind, dafür aber die perfekte, heimliche Überwachung ihrer Besitzer ermöglichen und diesen so nicht nur in finanzieller Hinsicht schaden.

Gegen diese Leistung, Menschen dazu zu bringen sich die Werkzeuge mit denen sie von staatlicher und privatwirtschaftlicher Seite überwacht und bis hin zu ihren Gedankengängen kontrolliert werden können auch noch selbst zu kaufen, war das Feuermachen oder die Erfindung des Wagenrades eher Kinderkram. ;-)
 
@GRADY: Ja. Das ist - ohne Witz - tatsächlich so. Die Überwindung der Angst for dem Feuer ist der erste große Schritt, mit der sich der Mensch über seine animalische Existenz erhoben hatte. Die Nutzung des Feuers ermöglichte Fleisch zu kochen und zu braten und damit, den Körper mit neuer Art Eiweissen zu versorgen, die der Evolution des Gehirns wie ein Turbo dienten. Die Kontrolle des Feuers ist somit der erste technische Schritt zur Menschwerdung.
 
@BasedGod: Windows ist "nur" ein Betriebssystem, mehr nicht! Das Excel eines der wichtigsten Programme ist war mir schon vor Nadella klar. Es ist eines der mächtigsten Tools. Ach ja, Excel hätte auch auf eineme anderen System laufen können, wenn es Dos und Windows nicht gegeben hätte.
 
@IT-Manager: Es lief ja auch auf anderen Systemen. Ob es aber ohne Windows jemals zu dem geworden wäre, was es nun ist, ist fraglich. Vor allem weil Apple irgendwann ihre eigene Suppe gekocht hätte und Microsoft aus dem Boot gekickt hätte.
 
Naja Windows an sich macht kein spass. Einzig die vielen Programme die es dafür gibt machen es zu dem meist genutzten Betriebssystem. Ich würde das Office Paket als das beste Produkt von Microsoft bezeichnen. Alles andere von Redmond war mehr schlecht als recht.
 
@N3T: Das Office-Paket ist auch mehr schlecht als recht. Als ich letztes Jahr, nach langer Zeit in der ich es geschafft hatte MS Office weitgehend zu vermeiden, mal wieder in Word einen über hundertseitigen, wissenschaftlichen Bericht mit mathematischen Formeln, Tabellen und erklärenden Grafiken/Bildern im Dokument schreiben musste, konnte ich auf dem 2014er Intel-Core-i7-Rechner im Labor mein Word-Dokument schon bevor ich die 100-Seiten-Marke erreichte nur noch ruckelnd scrollen und das blieb (mit leichten Verbesserungen) sogar so, als ich, frustriert von dem mich bei Änderungen an verschiedenen Stellen im Dokument ausbremsenden MS-Office-Produkt, die Anzeige der Bilder im Dokument deaktivierte.

Selbst beim Ergänzen von Text im fast fertigen Dokument konnte ich, bei meinen für einen geübten Tastaturschreiber nun nicht sensationell schnellen 200 Zeichen pro Minute, eine problemlos mit bloßem Auge erkennbare Zeitverzögerung zwischen dem Eintippen und dem Erscheinen meines Textes auf dem Bildschirm ausmachen.

Dasselbe Problem hatte ich schon vor 20 Jahren mit MS Word. Damals waren die Rechner angeblich nicht leistungsstark genug. Heute könnte mein 2014er Intel-Core-i7-Laborrechner vermutlich problemlos einen aktuellen 3D-Shooter in FullHD-Auflösung mit über 60fps flüssig anzeigen. Für die dagegen eigentlich banale Textverarbeitung mit Microsofts Word scheint das hingegen nicht einmal für flüssiges Scrollen in einem Dokument mit Bildern zu reichen. Das wäre wohl lächerlich, wenn es nicht gleichzeitig so traurig und alarmierend wäre.

Microsoft hat es mit seinem offenbar mit unoptimiertem Code über Jahre vollgestopften und daher inzwischen extrem ressourcenfressenden Office-Paket tatsächlich geschafft, die Vervielfachung der Desktop-Rechenleistung von über zwei Jahrzehnten komplett aufzufressen, so dass man heute auf High-End-Hardware noch dieselben Performance-Probleme bei lächerlicher Textverarbeitung hat, die man damals auch schon hatte. Das ist mal eine echte Leistung. Unglaublich.

Zum Vergleich: Auf einem 12 Jahre alten 1,5GHz-Pentium-M-Business-Notebook mit nur 1GB RAM kann ich im LaTeX-Editor über 500-seitige und komplexer als mein letztjähriger Bericht unter Word 2013 formatierte, wissenschaftliche Berichte mit haufenweise Formeln, Tabellen und Grafiken/Bildern flüssig scrollen und bearbeiten. In Word reicht dafür heute nicht einmal ein Desktop-PC der oberen Leistungsklasse aus. Wenn ich daran denke, dass weltweit Abermillionen von Arbeitern ihre teure Arbeitszeit mit Microsofts ressourcenfressendem und daher lahm zu bedienenden Office-Paket verschwenden, dann graust es mir. Im Jahre 2016 sollte man wirklich keine High-End-Workstation mehr brauchen um textbasierte Office-Dokumente flüssig bearbeiten zu können.

Noch dazu wird die Oberfläche von MS Office auch von der Bedienung her offenbar immer ineffizienter. Viele der Nutzer, die in meinem Bekanntenkreis nun schon um die 10 Jahre mit der mit Office 2007 eingeführten Ribbon-Oberfläche arbeiten, erzählen mir bis heute mit dieser dynamischen Oberfläche speziell bei aufeinanderfolgenden, sich stark unterscheidenden Aufgaben immer noch nicht so effizient arbeiten zu können, wie damals mit der klassischen Oberfläche von Office 2003. D. h. diese gut bezahlten Fachkräfte sind, weil Microsoft bei Anfängern mit einer leichter zu erlernenden Oberfläche den kostenlosen Office-Paketen Kunden abjagen wollte, gezwungen seit annähernd 10! Jahren ihre Arbeitszeit mit der ineffizient zu bedienenden Oberfläche von MS Office zu verschwenden.

Gut, dass mag zum Teil auch die Schuld der Nutzer selbst sein, die laut der Studie...

Hidden Costs of Graphical User Interfaces: Failure to Make the Transition from Menus and Icon Toolbars to Keyboard Shortcuts

http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1207/s15327590ijhc1802_1

...offenbar unfähig sind, bei zunehmender Nutzungszeit von MS Office irgendwann einmal von der Bedienung über die graphische Oberfläche auf die ohnehin weit effizientere Bedienung durch Keyboard Shortcuts zu wechseln (Übrigens kann ich der Studie nach Beobachtungen in meinem Kollegen- und Bekanntenkreis nur zustimmen. Da gibt es genug Leute die sich ständig aktuelle Hardware kaufen oder ihren Arbeitgeber bitten das zu tun, weil sie damit bei der täglichen Arbeit mit MS Office ja angeblich so viel Zeit sparen. Sieht man diesen ja angeblich so an Effizienz interessierten Leuten allerdings bei der Arbeit zu, dann verschwenden die viel mehr Zeit durch ihre ineffiziente Bedienung von MS Office über die graphische Oberfläche als sie mit einem aktuellen gegenüber einem 4 Jahre alten Rechner überhaupt herausholen könnten. Da drängt sich mir der Eindruck auf, dass die einfach nur gerne häufiger neues PC-Spielzeug haben wollen, an der Optimierung ihrer eigenen Effizienz beim Arbeiten aber kein Stück interessiert sind, denn sonst würden sie Shortcuts lernen anstatt, wie blutige Anfänger, über Jahre und Jahrzehnte Zeit damit zu verschwenden in Menüs herumzuklicken. Beim Arbeiten mit LaTeX fasse ich persönlich niemals zur Maus, weil es eben ineffizient wäre die 10-Finger-System-Schreibhaltung auf der Tastatur aufzugeben und wer in Word oder Exel häufig die Maus benutzt war für mich daher schon vor der Studie ein ineffizient arbeitender Anfänger, selbst wenn er schon zwei Jahrzehnte mit MS-Office-Produkten arbeitet und sich selbst für einen Experten hält.), aber es ist nichtsdestoweniger ein sich zu der Arbeitszeitverschwendung durch den hohen Ressourcenverbrauch und die daraus resultierenden Zeitverzögerungen beim Arbeiten mit MS Office hinzuaddierender Fakt, der die MS Office nutzenden Unternehmen jeden Tag viel Geld kostet.

Für eines der besten, wenn nicht das beste Produkt von Microsoft halte ich übrigens robocopy. Ein kleines Tool, welches nahezu alles bedient was im weitesten Sinne mit dem Kopieren und Synchronisieren von Dateien und Verzeichnissen zu tun hat, immer genau das tut was es soll (und niemals unvorhersagbares Verhalten durch irgendwelche für Anfänger eingebauten Automatiken zeigt oder irgendwelche anderen unerwünschten Nebeneffekte produziert) und selbst unter schwierigsten Bedingungen (Netzwerk-Unterbrechungen etc.) fehlerfrei arbeitet und einen niemals im Stich lässt.

Wenn man dagegen das verbuggte MS-Office-Paket sieht, bei dem es z. B. bei Word immer noch pures Glück ist, wenn man bei mehrhundertseitigen, wissenschaftlichen Arbeiten doch einmal bis zur Fertigstellung der Arbeit ohne das Backup auskommt, d. h. das Dokument einmal nicht kurz vor Abgabetermin aus heiterem Himmel Fehler zeigt oder eines Morgens plötzlich einfach mit Word nicht mehr zu öffnen ist, so dass man es mit OpenOffice retten muss, dann ist robocopy dagegen wirklich Gold wert. Aber auch ein blindes Huhn wie Microsoft findet halt mal ein Korn. ;-)
 
@resilience: Dann ist es ja gut, dass du diesen Kommentar nicht auf Word geschrieben hast. So lange wie der ist, hätte Word das sicher nicht gepackt... ^^
 
Hieß es nicht immer von ihm "mobile first, Cloud first"? Jetzt auf einmal Excel. Dieser Inder hat sie nicht alle. Ballmer propagierte "Windows, Windows, Windows!" und so war es auch. Ich bin überzeugt, Microsoft hätte auch ohne Excel Erfolg gehabt, aber nicht ohne Windows. Unehrlich!
 
@regulator: Wo steht was von "Excel first"?
 
@PakebuschR: Wo steht, dass er den Artikel überhaupt gelesen hat? :)
 
@regulator: Da vertue dich mal nicht, Officeanwendungen waren DER Grund warum sich Unternehmen in den 80-90ern Rechner angeschaft haben, das Betreibssystem war Beifang.
 
@regulator: Naja, Windows kann es nicht gewesen sein, da Microsoft schließlich vor Windows groß geworden ist! MS ist mit den Anwendungen wie MS-Word groß geworden. Und das wiederrum für ihr MS-DOS, was wiederrum MS-DOS groß machte.

Windows war nur der logische Schritt um an die Erfolge anzuknüpfen.

Windows ist als OS erst viel später mit Windows NT 5.0 wichtig für MS geworden.

Am Ende sind es viele Produkte die MS ausmachen, und nicht nur ein bestimmtes. Erst war es das MS-DOS-Universum und später das NT-Universum.
 
@regulator: Excel gibt's doch in der Cloud. und per "mobile" auch.
 
@regulator: Excel mobile (auf W10M) funktioniert hervorragend. Auch die Browser-Version auf IE11 und in Opera 12 tut einwandfrei ihren Dienst.
 
Excel ist zwar gut, aber zu mächtig. Außerdem nervt mich die starre Handhabung einer einzigen Tabelle pro Seite.
 
@iLeaf: "Ist es zu stark, bist Du zu schwach" ;-)
 
@iLeaf: Also ich kann mehrere Tabellen pro Arbeitsblatt einrichten, seit 2010.
"Als Tabelle formatieren" ist das zauberwort. Vor ging das auch, mit Bereichen wenn ich mich recht entsinne.

Dann muss man auch nicht mehr mit Koordinaten arbeiten, sondern nutzt "Quelltabelle1[@[Spaltenname 1]]"

Das einzige wo ich nicht so recht durchsteigen will sind Szenarien und Teilergebnisse.
 
@Bautz: das wäre mir echt neu. Kann man diese Tabellen auch an verschiedene Plätze auf dem Blatt verschieben, wie Textrahmen?
 
@iLeaf: so wie du meinst, geht es nicht. Excel ist kein Layout-Programm. Man kann es visuell Bissel als eigene Tabelle innerhalb des großen Tabellenrasters anzeigen, unnötige Linien ausblenden. Aber Tabellen wie Textrahmen behandeln gibt's bei Numbers (OSX). OpenOffice kann das ebenso nicht.
 
Naja Excel... Es mag zwar die Tabellenkalkulation schlecht hin sein, es wird aber auch das meistgenutzte Programm für Adresslisten, CD-Sammlungen usw. sein, irgendwelche Künstler werden damit sogar farbige Kalender u.Ä. erstellen. Es mag, nach Word vielleicht, das am meisten verwendete professionelle Programm von MS sein, ob Excel aber immer das Programm ist, mit dem man eine Aufgabe am effizientesten und besten löst, da würde ich in vielen Fällen aber mal ein dickes Fragezeichen hinter setzen. Dieses schließt auch Fälle mit ein, wo man Excel nur aus dem Grund verwendet, weil es das einzige MS Office Programm ist, welches irgendwas halbwegs kann.
 
@Lastwebpage: Das ist es... Excel kann ne ganze Menge. Ich jedoch habe für manche Aufgaben lieber angepasste Programme, als aufgehübschte Tabellen.
 
@Lastwebpage: Excel kann halt alles.

Ich habe Firmen gesehen, die machen ihre komplette Produktions- und Materialplanung in Excel. Die Datei ist 80MB groß, diverse Makros, Pivots, Verweise. 5 Leute arbeiten gleichzeitig darin, wir haben ca. zwei Wochen gebraucht um ne ungefähre Idee zu bekommen was das Ding tut.
 
@Bautz: Für solche Spezis scheint es zum Vorteil sein, obgleich ich da eine Datenbank bevorzugen würde. Das Problem sind nicht die Spezis, die durchaus ihre Berechtigung zu dieser Software haben sollen. Jedoch ist es inzwischen so, dass jeder DAU denkt, er muss Office haben, obwohl nur ein Fünftel (hochgeschätzt) von dem verwendet, was die Programme bieten. Dann frage ich mich wozu... Weil man es kann? Das Gute ist ja, wenn man solchen "Usern" oder auch Einsteigern zeigt, in welcher Software ihre paar Sachen besser und leichter erstellter sind, kommen sie erst ins Grübeln. Dieses Office ist dermaßen im Kopf verankert, dass ich mich bewusst dagegen sträube, es anzuwenden, weil es nicht mal einfachste Dinge (zB vernünftige Ligaturen) hinbekommt - toll für das Handbuch einer Firma, die sich auch darüber präsentiert. ;-)
 
@wingrill9: Weil ich für 10 Euronen im Monat 5x Word und 5x Outlook für Desktop bekomme, 1 TB Cloudspeicher und 5x Word für mobile :)
 
@Chris Sedlmair: Der Einsteiger oder "einfache" Anwender würde kein Abo abschließen wollen. Da bleibt er lieber bei WordPad.
 
@wingrill9: Im Bereich Office bin ich ein "einfacher Anwender". Mit dem Home Paket von Office 365 nutze ich das erste mal in meiner persönlichen Historie legale Office-Lizenzen. Und bekomme viel mehr an Möglichkeiten als ich jemals nutzen werde. Ausschlaggebend war das Unendlich-Cloud-Speicher-Angebot. Aber auch mit 1 TB ist es noch konkurrenzlos. Vom Office nutze ich i.d.R nur Word und Outlook auf DAU-Level. Aber wenn es nötig wird, erlerne ich was ich brauche und kann es gleich mit der vorhandenen Software umsetzen.
 
@Bautz: Ich würde begrüßen, wenn Office gänzlich ohne Makros laufen würde - aus Sicherheitsgründen und auch aus Kompatibilitätsgründen.
 
@iLeaf: Auch Markos haben ihre daseinsberechtigung. BIn zwar selbst auch kein allzu großer Fan von, aber es man soll ja nicht das Messer hassen, sondern den Messerstecher. Excel ist eine geniale Toolbox - die dazu verleitet dinge von so hoher komplexität zu schaffen, für die sei einfach nicht gedacht war.

Obgligatorischer Autovergleich: Auch mit einem Trabbi kann ich auf dem Nürburgring fahren, ob das nun Sinn macht ...
 
@Bautz: Genau das habe ich auch schon gesehen, ich dachte mir schönes Programm, sieht nur aus wie Excel bis ich gesehen habe das es Excel war. Was man mit VBA alles so erreichen kann ist schon genial.
 
@Bautz: Warum auch nicht? Wir haben schon diverse Anwendungen (auch Webbasierte) für Stundenzettel-Erfassung ausprobiert. Alles irgendwie nicht für uns bzw. unsere Kunden (wir sind Dienstleister und müssen diesen auch Stunden abrechnen) zu gebrauchen, weil die Anwendungen immer irgend ein Feature nicht haben.

Also hat eine Kollegin von uns einfach Excel-Makros geschrieben und das funktioniert so, wie wir und unsere Kunden die Stundenzettel, Projektstundenberechnungen, Reports usw. brauchen. Jeder hat sein Excel-Dokument das auf dem Windows-Share liegt. Und zwischendurch schmeißen die Projektleiter die Makros an und nach ein paar Minuten sind die Auswertungen fertig.

Das ist einfach viel unkomplizierter und billiger, als wenn man eine eigene Anwendung in C++, Java, PHP oder so komplett neu programmieren müsste oder bei einer Entwickler-Firma in Auftrag geben würde.

Excel ist da sozusagen ein Framework speziell für Zahlen und man muss es nur noch etwas mit eigener Logik (VBA) füttern. Fertig.
 
@artchi: Das Problem ist nichtmal das Excel an sich.

Meist ist das von "einer KollegIn" erstellt. Die geht in Rente, und schwupps hat man ein Problem. So in genannter Firma passiert. Nach dem Jahreswechsel waren sie verloren, da dann halt immer Kalender & Co angepasst werden mussten, eine Änderung aber immer gleich alle Formeln übern Haufen geworfen hat.

Wir saßen dann mit 3 leuten da dran, und haben das Ding zwei wochen auseinandergefriemelt um deren Berechnungslogik zu verstehen (und zu beweisen dass es mit einem Standard-Saisonmodell mit dynamischem Mindestbestand viel besser ging).

Aber auch das wird von 15 Jahren, als das noch eine 30-Mann-Klitsche war, einfach angefangen haben. Inzwischen warens halt so 300 Mann, und mit der Firma ist das Excel-Tool gewachsen. Da noch was dran, hier noch ein bisschen, da können wir auch gleich noch Produktionszeiten kalkulieren ....

Das war quasi ein komplettes ERP.
 
@Bautz: Das Problem (in Rente) kannst du mit jeder Anwendung haben, wenn es nicht gerade von SAP oder so kommt. SAP kann sich nicht jede (kleine) Firma leisten.

Kaufst du eine Stundenverwaltung von Bude X mit 10 Mitarbeitern, weil es biliger als SAP ist, kann die Firma morgen auch nicht mehr existieren. Besser als "in Rente"?

Außerdem ändern sich die Anforderungen an solchen Anwendungen auch ständig, weil sich Gesetze oder Prozesse ändern.

Das ist ja der Witz an der Sache: kaufst du etwas ein, passt es nie wirklich für die Firma. Ist das was du einkaufst aber anpassbar, musst du das selber machen oder nach draußen in Auftrag geben. Bist dann aber in der selben Falle, wie wenn du es gleich selber in Excel machst.
Abhängig bist du immer von jemandem, der es für dich anpasst. Egal ob er intern oder von extern kommt.

Excel und VBA sind nur ein anderes Produkt. Das Know-How der Anpassungen für deine Firma hat immer eine bestimmte Person bzw. Personenkreis. Die Personen sind immer der Haken, nie die Anwendung (SAP, Excel etc) selbst!
 
@artchi: Problem ist: Das Excel-Zeug wird nicht ordentlich Dokumentiert.

In unseren Softwareverträgen (selbst eine 35-Mann-Softwareschmiede) steht drin, sollten wir aus welchem Grund auch immer vom Markt verschwinden, hat der Kunde das Recht auf Sourcen UND Dokumentation von High-Level-UMLs bis einzelnen Funktionsbeschreibungen(die mit sicherheit nicht Perfekt, aber dennoch ziemich umfangreich ist).
 
Er merkt selbst dass Win10 unwichtig ist - Hut ab! :)
 
@oetti1731: Hat er zwar nirgends gesagt, aber schön, daß Du dich freust...
 
@oetti1731: Was fuer eine schoene Zeit ein Troll zu sein...
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