Tricksereien: Vergleichs-Benchmarks vieler Grafikkarten wohl falsch

Bei Benchmark-Tests von Grafikkarten muss die Fachpresse zukünftig noch genauer hinschauen. Denn die Hersteller schicken den Medien zumindest teilweise Testmuster mit anderen Grundeinstellungen, als sie bei den im Handel verkauften Karten zu finden ... mehr... Nvidia, GTX 1080, Geforce GTX 1080, GPU 2016 Bildquelle: Nvidia Nvidia, GTX 1080, Geforce GTX 1080, GPU 2016 Nvidia, GTX 1080, Geforce GTX 1080, GPU 2016 Nvidia

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Früher waren es speziell angepasste Treiber für 3DMark & Co, nun ist es der OC-Modus. Nix neues.
 
@saimn: Wieso früher? Der Pressetreiber für die GTX1080 hat laut Aussage der Programmierer von Ashes of the Singularity einfach Teile des Bildes nicht gerendert. Blöder Zufall aber auch dass die Karte dadurch in gerade dem Spiel, in dem nVidia-Karten ob ihrer Dx12-Leistung kritisiert worden sind, an Leistung gewonnen hat.
https://twitter.com/dankbaker/status/739880981612625920
 
In Benchmarks geht es doch darum was die Karte maximal leistet oder nicht? Und wenn ich als Kunde die Möglichkeit habe diese Leistung zu erreichen sehe ich persönlich keine Probleme.
 
@JacksBauer: Problem ist, laut den Tests meinen dann viele Kunden "woaa, wenn die STOCK Karte schon so gut ist, was leistet die erst wenn ich die übertakte". Kunde kauft Karte, übertaktet, und kommt dann genau auf die Testwerte, obwohl er ja mehr erwartet hat.
 
@Screenzocker13: Das ist genau mein Denken.Ich hatte letztens 4 advanced RMAs bei EVGA mit spulenfiependen 980tis des todes...Ich habe trotz Spulenfiepen bei 3 Karten alle unter Wasser gesetzt und gebenched und habe mich dann auch ein bissi gewundert,das es nicht höher geht als kurzzeitiges OC unter Luft.Gut...irgendwann macht das Power Target dicht, aber im Afterburner war bei allen letztenendes 4 Karten nach 150 MHz oben drauf dicht.Kann natürlich auch sein das da tatsächlich die Chips einfach nur aufgeben.Unter Wasser haben zumindest alle Karten die Taktung komplett gehalten und nicht runtergeregelt.
Vielleicht sollten die Kartenhersteller das offener Behandeln,letztendlich OCd ja dann doch so ziemlich jede Redaktion ja eh am Schluss und wundert sich das nicht mehr viel geht.
Sorry WOT.
Greetz
 
@JacksBauer: Als Ergänzung zu Screenzocker13: Der 0815 user nutzt die Möglichkeit des OC oft vermutlich nicht einmal nehme ich an.
 
Müsste denn dann beim Testen nicht auch auffallen, dass die Karten höher taktet als vom Hersteller angegeben? Wenn ich jetzt von seriösen Redaktionen ausgehe frage ich mich, wie so etwas überhaupt unbemerkt bleiben konnte.

Darüber hinaus: Installieren die Redaktionen keine Treiber für die Geräte, damit alle für den Test gleich konfiguriert werden können?
 
@RebelSoldier: Genau. Hab mich auch spontan gefragt, ob die wohl testen oder eher nur oberflächeln, bei ihrer Benchmark Sammlerei.
Klar ist es in dem Sinne ein offizieller Schaltungszustand der Karte.
Nur müsste das eigentlich mindestens bemerkt oder zumindest vermerkt werden, das das das Maximale ist, was die Karte leisten kann. Denn so mancher Käufer dürfte da gut möglich vom Gegenteil ausgehen / träumen, das da nämlich, nach dem sie gekauft haben, durchaus noch so einiges geht..an Geschwindigkeitssteigerung. Oder eben andersrum davon ausgeht, das die div. Karten im Normalbetriebsmodus getestet wurden.
Und so überrascht und aufgeschreckt wie die Tester da nun zu sein scheinen, gingen die wohl eindeutig und auch davon aus, DAS die Karten während des Tests im normalobanalo Modus liefen..

Ganz davon ab würde ich da auch die Frage aufwerfen wollen, um wieviel sich womöglich die Lebensdauer einer solchen Karte verkürzt, wenns ein Käufer garnicht merkt, DAS die (von Anfang an) im max Hitze erzeugenden Modus läuft / geschaltet ist und die monatelang so betreibt..
Gibt da ja schließlich seit langem gewisse Aussagen und Vermutungen, bezüglich Industrie seitig geplanter 'Sollbruchstellen', in technischen Geräten ?
Sollte es so sein, das da div. Hardwarehersteller wussten, das ihr Produkt getestet werden wird, die im sonstigen Handel kaufbaren Karten aber nicht von Anfang an auf Maximum laufend geschaltet sein, dann ist das
1tens eindeutiger Betrug durch die Hersteller und
2tens wohl auch ziemlich massive Blauäugigkeit und Gottvertrauen der Tester..
 
@RebelSoldier: Das ist nicht so einfach weil der boost eh variabel ist. Alle Karten boosten höher als vom Hersteller angegeben. Hängt ja auch von der Kühlung in Deinem Gehäuse ab.
Die interessanteste Frage bei allen Pascal-Tests war eigentlich nur wie hoch der boost unter Last gehalten werden kann.
 
@RebelSoldier: Klar kommen die aktuellen Treiber drauf. Irgendwelche unnützen Tweak Programme des Herstellers lassen sie aber zurecht weg, oder installierst du den alten Plunder der beiliegenden Disk? Außerdem werden ja auch Muster anderer Hersteller getestet. Man braucht nur den Treiber - sonst nichts
Edit: Diese Modi wechselt man nicht per Treiber, sondern mit einem herstellereigenem Tweak-Utility.
 
@EffEll: Was in umgekehrter Denkrichtung folgendes festlegt: Die Karten sind schon herstellerseitig mit aktiviertem Gaming Modus an die Tester geliefert worden. Denn so überrascht, wie die Tester zu sein scheinen, haben sie das ganz sicher nicht händisch per dem benutzten Treiber aktiviert ?
Oder ist die News womöglich ein Indiz dafür, das es, ganz direkt in der Firmware neuerer Karten, sowas ähnliches wie diese Schummelsoftware von VW gibt ? Das eben die Firmware (und nicht der Treiber) "merkt" : oh..ich werde da grade gebenchmarkt, na da werd ich nun mal so richtig in die Vollen gehn und zeigen was ich kann ? ;-)
 
@DerTigga: Ersteres. Dieser Gaming-Mode ist auf der Karte bei Auslieferung aktiviert (Testmuster). Das lässt sich aber nicht im Treiber einsehen und umschalten, sondern nur mit einem zusätzlichen Tweak-Utility des Herstellers. Daher hat MSI ja argumentiert, dass sie der Meinung sind, jeder User würde das Programm installieren und den Gaming-Mode aktivieren. Ich behaupte jetzt aber, dass sich die meisten die sich eine Graka selbst einbauen die beiliegende Software meiden (da eh nicht aktuell) und sich den neusten Treiber bei AMD oder nVidia direkt besorgen und daher nie etwas von diesen Modi mitbekommen. Die Herangehensweise das die Grafikkarte den Benchmark erkennt, gibt's schon ewig, ist also ohnehin Usus. Die Karten und Treiber werden extra dafür optimiert, teils auch mit unlauteren Methoden
 
Die Praxis an sich ist natürlich nicht umbedingt zu befürworten und sollte klarer kommuniziert werden.
Allerdings würde ich auch die Kompetenz des Testers in Frage stellen, wenn dieser nicht im Vorfeld sicherstellt, dass das getestete Produkt zu vergleichbaren Bedingungen in den Test geht. Besonders wenn es klar ist, dass eine Grafikkarte diese Modi bietet.
 
@FuzzyLogic: du warst schneller...mit der fachlichen kompetenz der allermeisten tester dürfte es nicht sehr weit her sein...das liegt wie im artikel angedeutet va an der mangelhaften recherche und mmn auch daran die hersteller mit allzu fachlichen anfragen auch nicht zu verärgern, damit man auch weiterhin immer schön testmuster zugeschickt bekommt...
naja...und ein journalist ist ja auch noch lange kein qualifizierter techniker, auch wenn er meint durch jahrelange berichteschreiben einer zu sein, so fehlen doch hier wohl anscheinend schon mal wichtige grundlagen...
 
Wer schaut sich bitte reviews an, bei denen die Taktraten nicht gezeigt werden? Jeder gute YouTuber übertaktet die Karte selbst bis ans limit und zeigt davor die stock Einstellungen...
 
@mongini12: übertakten bringt außer problemen meist überhaupt nix...was nützen drei frames mehr, wenn das bild dann evtl in manchen szenen ruckelt, artefakte/bildfehler auftreten oder die karte unerträglich laut wird...
 
@Rulf: du sollst ja auch nicht auf biegen und brechen ans limit der Karte gehen, bis es zu Artefakten kommt. Meine gtx 770 die ich noch habe arbeitet seit 3 Jahren mit 165 MHz mehr aufm Kern, läuft trotzdem leise und noch nie ein Problem gehabt...
 
Seriöse Tester aller möglichen Produkte (nicht nur Hardware) kaufen ihre Testmuster seit jeher anonym über den normalen Handel, um eben derartiges zu vermeiden. Ich bin weniger schockiert über die Tricks der Hersteller, als über die Unfähigkeit der oben genannten Tester. Was haben die denn erwartet, wenn die Hersteller XY anschreiben und um ein Exemplar für einen Test bitten?
 
@starship: Das Problem bei einer Grafikkarte wie der GTX1080 ist hier allerdings dass die Verfügbarkeit bei Veröffentlichung gegen ein solches Vorgehen spricht, da sich ein Test hier deutlich verzögern würde. In der Regel müssen die Tests ja eher vor der Veröffentlichung durchgeführt werden selbst wenn sie erst kurz danach erscheinen.
 
Nur damit ich das richtig verstehe: Diese Tester erhalten OC-Hardware, stecken die Karte aber nur in den erst besten Testrechner und lassen auf Default-Einstellungen nen Benchmark durchlaufen?

Man sollte meinen, wenn man OC-Hardware erhält, werden eben auch jene Einstellungen getestet - aufgefallen wäre dies doch spätestens, wenn man anschließend die per OC mögliche Performance testen will/soll und merkt, dass die Messkurven entweder identisch sind, oder das OC schon vorher aktiviert war.

Ich halte das weniger für einen faux pas der Graka-Hersteller, als vielmehr eine "sparsame" Arbeitsweise der Tester.

Mich würde daher interessieren, wer so testet?!
 
was sollen benchmarks eines gleichen chips überhaupt? selbst oc-varianten sind wohl minimal schneller als der standard, 10% machen den kohl auch nicht mehr fett und das ergebnis kennt doch eh schon jeder vorweg
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